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  • : „Freedom against Censorship“ gegründet
    „Freedom against Censorship“ gegründet

    Franziska Heine vom AK Zensur berichtet in einem Gastbeitrag bei ZEIT Online vom Hacker-Camp HAR in den Niederlanden:

    Jedes Land, das per Gesetz bürgerliche Freiheiten zugunsten von Überwachung und Kontrolle vernichtet, ist Vorbild und Signal, dem andere Staaten folgen. Dem sind wir nur gewachsen, wenn wir unsere Kräfte bündeln, wenn wir schnell und flexibel reagieren und einmal Gelerntes verbreiten und anwenden.

    Die HAR 09 war dafür so etwas wie eine Keimzelle. European Digital Rights (Edri) (…), Bits of Freedom aus den Niederlanden, Wikileaks – das sind nur einige der großen Organisationen, die in die Nähe von Vierhouten gekommen waren. Und die dabei halfen, am 14. August im Anschluss an die Diskussion beim Wikileaks-Panel die internationale Organisation Freedom against Censorship zu gründen.

    Bits of Freedom , die zu den Gründungsmitgliedern von EDRi gehören und 2004–2005 eine zentrale Rolle bei der Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie der EU gespielt haben, sind übrigens nach einer Auszeit seit kurzem wieder voll aktiv. Mit Hilfe von Stiftungsgeldern konnten sie sogar wieder einen hauptamtlichen Aktivisten einstellen. Welcome back!

    19. August 2009 4
  • : 2x Freiheit statt Angst im September in Berlin?
    2x Freiheit statt Angst im September in Berlin?

    Am 12. September findet wieder die Großdemonstration für digitale Bürgerrechte in Berlin statt. Veranstaltet wird sie von einem großen Bündnis aus verschiedensten zivilgesellschaftlichen Organisationen, Netzwerken und den Oppositionsparteien. Die Unterstützerliste kann sich schon sehen lassen und noch immer werden Spenden zur Finanzierung der Ausgaben gesammelt. Wenn das Wetter wieder so gut wird wie in den vergangenen Jahren kommen auch hoffentlich wieder zehntausende zum Protest gegen ausuferende Überwachung sowie Internetzensur und für Bürgerrechte und eine bessere Netzpolitik.

    Leider wurde ein Problem nicht gelöst, was seit Monaten unnötig Ressourcen verschwendet: Es wird nämlich zwei Demonstrationen in Berlin unter demselben Namen geben. Im März hatten wir über die „Aktion Freiheit statt Angst e.V.“ geschrieben. Diese Splittergruppe wurde inklusive dem „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Berlin e.V.“ von Ricardo Cristof Remmert-Fontes und Lotar Küpper gegründet. Die Vorgeschichte ist hier. Seitdem gehen sie mit den beiden Namen ihre eigene Demonstration organisieren. Zahlreiche Gespräche haben leider unnötig Zeit und Kraft verschwendet, weil man auf Seiten der „Aktion Freiheit statt Angst e.V.“ der Meinung war, sich nicht in einem großen Bündnis einzuordnen (Im Gegensatz zum Chaos Computer Club, ver.di, DGB, Humanisistische Union oder mehreren Parteien), sondern man wollte mehr Rechte, Profilierungsmöglichkeiten und Außenwirkung haben. Da gab es dann tolle Kompromissvorschläge, man würde einfach zwei Demonstrationen machen und in einem Sternenmarsch zusammen führen. Das fand natürlich niemand von den zahlreichen anderen Gruppen akzeptabel, zumal immer noch im Raum steht, dass die beiden Namen „Freiheit statt Angst“ und „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Berlin“ einfach durch Gründung von e.V.’s privatisiert worden, obwohl sie eigentlich allen gehören sollten.

    Was jetzt das traurige ist: Es wird am selben Tag in Berlin zwei Demonstrationen an verschiedenen Orten geben, die mit demselben Namen operieren und ähnliche Ziele haben. Das wird nicht nur die Presse, sondern auch viele Bürger desorientieren. Zumal die Chance sinkt, mit ganz vielen Menschen auf einer Demonstration ein Zeichen zwei Wochen vor der Wahl zu setzen, dass die derzeitige Politik einen unakzeptablen Grundrechtsabbau betreibt. Zugleich gibt es natürlich auch noch zwei weltweite Aktionstage namens „Freedom not fear“ (was international für viel Verwirrung sorgt). Es kostet auch eine Menge Zeit, Organisationen davon zu überzeugen, dass es eine Großdemonstration eines großen Bündnisses gibt und eine kleine, die nur die Namen geklaut hat, aber nicht das ist, was es nach außen zu sein scheint.

    Schade ist auch, denn so wird ein Streit innerhalb der Bewegung für digitale Bürgerrechte inszeniert, der nicht wirklich vorhanden ist. Auf der einen Seite finden sich eigentlich alle Organisationen, Netzwerke, Arbeitskreise und auch die Oppositionsparteien und auf der anderen Seite eine Handvoll Menschen, die ihren eigenen Sandkasten betreiben möchten und dafür einfach das Spielzeug der anderen geklaut haben.

    Die richtige Demonstration findet am 12. September ab 15 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin statt.

    19. August 2009 66
  • : Am Wochenende: FrosCon 2009
    Am Wochenende: FrosCon 2009

    Am kommenden Wochenende findet in Sankt Augustin bei Bonn wieder die FrosCon statt.

    Die FrOSCon ist eine zweitägige Konferenz rund um die Themen Freie Software und Open Source, die am 22. und 23. August 2009 bereits zum vierten Mal an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin bei Bonn stattfindet. Im Vordergrund der Konferenz steht ein reichhaltiges Vortragsprogramm, das aktuelle Themen aus dem Bereich Freie Software und Open Source beleuchtet. Darüberhinaus wird Entwicklern großer Freier Software- oder Open Source-Projekte Raum geboten, um eigene Treffen, aber auch ein eigenes Programm zu organisieren.

    Hier ist das Programm. Wie in den vergangenen Jahren wäre ich gerne vor Ort, schaffe es aber wegen Terminüberschneidungen leider nicht. Karten gibts noch an der Abendkasse für 5 Euro pro Tag.

    18. August 2009 8
  • : Internetpolitik von Gestern
    Internetpolitik von Gestern

    Wolfgang Kleinwächter schreibt bei Telepolis über „Websperren: Internetpolitik von Gestern“. Darin kritisiert er u.a. das fehlende Engagement der Bundesregierung in neuen Politikprozessen rund um Netzpolitik auf internationaler Ebene. Das Engagement fehlt aber auch auf nationaler Ebene:

    Die deutsche Politikkultur ist aber noch immer im 20. Jahrhundert: Sie kommt von oben und findet weitgehend hinter verschlossenen Türen statt, was einseitigen Lobbyismus und schräge Lösungen begünstigt. Auf den mündigen Bürger wird gerne in Sonntagsreden abgehoben, wenn er sich aber tatsächlich zu Wort meldet, ist das Erschrecken groß. Die Kanzlerin stärkt gerne den Rücken der Zivilgesellschaft in Russland und China. Das Argument aber, in Deutschland sei die Zivilgesellschaft ja über die Parteien im Parlament repräsentiert, greift im Informationszeitalter zu kurz. Die Repräsentationskette im politischen Betrieb ist mittlerweile so lang geworden, dass nur noch selten der Input von unten auch oben ankommt. Demokratieverdrossenheit ist eine der Konsequenzen der mitunter kafkaesken politischen Prozesse.

    18. August 2009 7
  • : Zwei Stunden Diskussion mit BKA-Chef Jörg Ziercke zum Zensurgesetz
    Zwei Stunden Diskussion mit BKA-Chef Jörg Ziercke zum Zensurgesetz

    Die Juso-Hochschulgruppe Mainz hatte gestern den BKA-Präsdienten Jörg Ziercke und den SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann eingeladen, um über das Zugangserschwerungsgesetz zu diskutieren. Es ging recht lebhaft hin und her, denn das Publikum war – wie erwartet – überwiegend sehr kritisch und gut informiert.

    Bei Odem.org gibt es jetzt einen Audio-Mitschnitt der gesamten Veranstaltung (mp3, 120 min, 110MB). Er ist, wie ich finde, recht nützlich, um die öffentliche Argumentation von unserer Seite zu überprüfen und die Argumente und rhetorischen Tricks der Zensurbefürworter besser kennenzulernen. Außerdem enthält er ein paar spannnende Details. Ziercke sagt unter anderem, dass der Bundestag jeden Tag die Sperrlisten bekommen und überprüfen könne, wenn er das will. Hört, hört!

    Danke an Bernd für’s Aufnehmen und Alvar für’s Hosten! Ziercke und Hartmann haben der Veröffentlichung übrigens zugestimmt.

    14. August 2009 40
  • : Save the date: re:publica 2010 in Berlin
    Save the date: re:publica 2010 in Berlin

    Die re:publica, unsere Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft, wird vom 14. – 16. April 2010 zum vierten Mal in Berlin stattfinden. Erstmalig werden in Kooperation mit der Deutschen Welle die „BOBs – die Best of the Blogs Awards“ im Rahmen der re:publica verliehen.

    13. August 2009 1
  • : Matthias Güldner antwortet seinen Kritikern
    Matthias Güldner antwortet seinen Kritikern

    Der folgende Text Gastbeitrag ist eine Reaktion von Matthias Güldner auf die Kritik , die sein Kommentar „Zur unerträglichen Leichtigkeit des Internet“ vor einer Woche ausgelöst hat. Wir bringen seinen Beitrag hier unter anderem auch, weil wir die Grundiee teilen, dass über den digitalen Graben hinweg viel mehr Diskussion stattfinden muss.

    An alle diejenigen, die sich zum meinem Welt-Artikel „Zur unerträglichen Leichtigkeit des Internet“ geäußert haben.

    Ich bin denjenigen, die sich mit dem Thema Internet befassen, auf die Füße getreten. Viele haben sich provoziert und beleidigt gefühlt. Das mit der Provokation, das hat jedeR gemerkt, war beabsichtigt. Die Beleidigung nicht. Das entspricht nicht meinem eigenen Anspruch, tut mir leid und hat die Diskussion in eine völlig falsche Richtung gelenkt.

    Viele haben geglaubt, es handele sich um eine spontane und unüberlegte Äußerung. Dem war nicht so. Ich war und bin Teil der Bürgerrechtsbewegung, habe mich u.a. gegen die Volkszählung 1984, gegen die Verschärfung der Polizeigesetze in Bund und Land nach dem 11. September, für die Aufklärung der Verwicklung der deutschen Geheimdienste in die Haft des Bremers Murat Kurnaz in Guantanámo eingesetzt. Bei der Frage der Internetsperren kam ich nach Abwägung aller Argumente zu einem anderen Schluss als vor allem der netz-affine Teil dieser Bewegung. Der Umgang mit denjenigen, die diese abweichende Meinung auch geäußert haben, hat mich erschreckt und zu meiner Provokation motiviert. Ich war immer der Überzeugung, dass (Meinungs-)Freiheit nicht nur gegen „die da oben“ verteidigt, sondern auch in den eigenen Reihen einer Bewegung praktiziert werden muss. Kampf für Bürgerrechte ist meines Erachtens auch Kampf gegen jegliche Vermachtung von politischen Prozessen.

    Mit meiner Bemerkung, dass es im Kern um Definitionsmacht in Zeiten der Digitalisierung geht, habe ich versucht, mein weit über diese Einzelfrage hinaus gehendes Unbehagen zu beschreiben. Obwohl das Internet unverzichtbarer Teil meines Lebens geworden ist, bin ich Teil der so genannten digitalen Spaltung der Gesellschaft. In Aufsätzen wird über Bewohner des Web2.0 und der so genannten Realität 1.0 geschrieben. Die einen (wie ich) nutzen das Netz oberflächlich für ihre (politische) Arbeit. Die anderen sind viel tiefer in die Materie eingestiegen, machen das Netz selbst zum Teil ihres politischen Engagements. Bisher sind diese Sphären – rühmliche Ausnahmen von einzelnen BrückenbauerInnen zwischen den beiden Welten ausgenommen – sehr getrennt. Diese Kluft führt deutlich zu Unverständnis, Misstrauen, Abschottung und Rückzug in die eigene peer group. Beide Seiten können also gewinnen, wenn sie sich aus der jeweiligen Ecke heraus bewegen, Kontakt und Auseinandersetzung suchen.

    Netzpolitik ist meines Erachtens nicht nur Einsatz für eine bestimmte Kommunikationsebene. Als Metaebene betrifft und beeinflusst sie unglaublich viele andere Bereiche der Politik und des Alltags. Netzpolitik.org hat das Ziel, „über politische, gesellschaftliche, technische und kulturelle Fragestellungen auf dem Weg in eine Digitale Gesellschaft zu schreiben“. Im Kern geht es also auch um eine kritische Verständigung über soziale, ökologische, rechtliche, ökonomische, gender Aspekte in der Folge der Digitalisierung. Werden bestimmte Gruppen von Menschen in diesem Prozess besser und andere schlechter gestellt? Hat die große Chance der Verbreiterung und Vertiefung von Demokratie auch Verlierer, zum Beispiel bei Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht im Netz bewegen (können), und die sich in Zukunft (noch) weniger als bisher in Meinungsbildungsprozesse einklinken können? Diese und viele andere Fragen können nur gemeinsam beantwortet werden.

    In diesem Sinne geht es zunächst vor allem um die Überwindung der Sprachlosigkeit. Die laufende intensive Diskussion der ExpertInnen in Wissenschaft, Netzgemeinde und Politik bietet da viele Anknüpfungspunkte. Allerdings scheint eine Verbreiterung der Diskussion dringend nötig zu sein. Viele Leute müssen an vielen Orten, online und offline, besser und ernsthafter ins Gespräch kommen über den digitalen Graben hinweg. Seit dem Erscheinen des Artikels gab es auf lokaler Ebene gute, sehr intensive Gespräche mit digital kundigen Leuten. Wir versuchten zunächst uns gegenseitig unsere Positionen zu erklären und besser zu verstehen. Das hat erstaunlich gut geklappt.

    Wenn wir das Gewicht des Themas ernst nehmen, wird dabei kein schneller Konsens heraus kommen. Ich finde das nicht schlimm.

    2. August 2009 163
  • : Freitag: a2n – ‘Townhallmeeting’
    Freitag: a2n – ‘Townhallmeeting’

    In Vorbereitung der all2gethernow gibt es am kommenden Freitag um 18 Uhr ein erstes „Townhallmeeting“ im Radialsystem in der Holzmarktstr. 33 in Berlin. Dort wird das a2n-Konzept vorgestellt, es gibt einige Ankündigungen und es werden Hintergründe beleuchtet. Um 17 Uhr gibt es dazu ein Presse-Hintergrundgespräch. Hierzu kann man sich bei presse@a‑2‑n.com anmelden.

    29. Juli 2009
  • : Wir sind doch die Guten, nicht die Bösen!
    Wir sind doch die Guten, nicht die Bösen!

    Der SPD-Zensursula-Verhandlungsführer Martin Dörmann hatte gestern in Köln zu einem Dialog mit der „Internet-Community“ eingeladen. Seit gestern weiß man auch, was ein „Dialog“ bei der SPD bedeutet: Gefühlte 95% Redeanteil für den Politiker und 5% für die eingeladenen Gäste. (Kai Schubert hat die Veranstaltung aufgezeichnet. Eine 135MB grosse MP3 gibts hier)

    Jens Scholz war dabei und hat einen Bericht für uns geschrieben:

    „Wir sind doch die Guten, nicht die Bösen!“

    Leider habe ich gerade ziemlich üble Kopfschmerzen, ich weiß nicht, ob es da einen Zusammenhang gibt mit der Veranstaltung bei der ich gerade war: Martin Dörmann (SPD) lud ein zu einer Diskussion zur „Effektivität und Rechtsstaatlichkeit bei der Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet“. Jedenfalls sorgen diese Kopfschmerzen gerade dafür, daß ich eventuell das ein oder andere vergesse (auf jeden Fall schonmal nahezu alle Namen) und dieses Gedächtnisprotokoll eher ein kurzes wird.

    Der Raum war gut gefüllt, etwa 40 Menschen waren gekommen, um zu diskutieren. Bis es dazu kam, dauerte es allerdings erstmal ein wenig, denn Herr Dörmann leitete die Diskussion mit einer längeren Erklärung ein, in der er einerseits die Historie des Gesetzes in der Geschichtsbuchausgabe der SPD ausrollte als auch schon gleich alle wichtigen Argumente in Stellung brachte, auf die er sich im weiteren Verlauf des Abends zu stützen pflegte.

    24. Juli 2009 5
  • : Sonderzüge zur Demo „Freiheit statt Angst“ am 12. September
    Sonderzüge zur Demo „Freiheit statt Angst“ am 12. September

    Zur Großdemonstration „Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!“ am 12. September in Berlin wird es diesmal Sonderzüge geben – unter der Voraussetzung, dass vorher genügend Bahntickets verkauft werden.

    Die Tickets können ab sofort auf dem Buchungsportal beim Bündnispartner AK Daten e.V. vorbestellt werden. Anhand der Vorbestellungen bis 15. August wird entschieden, ob eine Strecke tatsächlich befahren wird und wie der Streckenverlauf genau ist. Nach dem 15.8. sind Tickets nur noch verfügbar wenn in den bestätigten Zügen freie Plätze vorhanden sind.

    Achtung: Die Zahlung wird mit der Zugbestätigung am 15.8. direkt fällig. Alle im Voraus bestätigten Tickets müssen dann bis 18.8. bezahlt werden. Also sofort nach der Bestätigung bezahlen und nicht verpeilen!

    Die derzeitigen Preise sind die Maximalpreise. Günstigere Preise gibt es dann, wenn Züge in den Startregionen stärker als geplant ausgelastet sind. Es können auch Teilhabe-Tickets (zur Unterstüzung einkommensschwacher Anreisender) und Mitwirkenden-Tickets (zur Unterstützung der anreisenden Mitwirkenden) steuerlich abzugsfähig erworben werden.

    Tickets für Brandenburg und Teile Mecklenburg-Vorpommerns können voraussichtlich erst ab dem 24.8. gebucht werden (Auffüllplätze zu Sonderkonditionen) da in diesen Ländern die Nahverkehrsregelungen i.d.R. günstiger kommen. Es soll ab dem Wochenende auch die Möglichkeit geben, Tickets per Post / Fax und in einzelnen Regionen anonym über die Ortsgruppen/Gliederungen der Bündnispartner zu buchen.

    Alle Details findet ihr unter http://foerderdaten.de/fsa . Lest unbedingt vor der Buchung die Hinweis-Seiten !

    Die Züge fahren übrigens morgens los und abends wieder zurück. Es ist wohl geplant, dass man am Abend möglichst lange nach der Demo noch in Berlin bleiben kann, aber die genauen Zeiten hängen vom Streckenverlauf und damit von den vorbestellten Tickets ab. Also los!

    Alternativen: Wer nicht mit der Bahn fahren will, kann auch mit dem Bus (aus NRW) oder dem Rad anreisen.

    23. Juli 2009 7
  • : Samstag: Wir sind Gamer – Demonstration
    Samstag: Wir sind Gamer – Demonstration

    Am kommenden Samstag gibt es in Berlin (Brandenburger Tor), Köln (Neumarkt) und Karlsruhe (Karlsplatz) jeweils eine Demonstration für Spielekultur unter dem Motto „Wir sind Gamer“. Startpunkt ist jeweils 14 Uhr. Mehr Informationen bietet die Webseite Aktion-Jugendkultur.de. Hier gibts jeweils die Demonstration-Routen zu sehen.



    Ein Ausschnitt aus der Pressemitteilung (PDF):

    Computer- und Videospiele werden in der Politik zunehmend zum Sündenbock für gesellschaftliche Probleme gemacht. Damit geht eine Stigmatisierung sanftmütiger Computer- und Videospieler einher. Wir als friedliche Gamer fordern von der Politik eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Jugendkultur Gaming. Dafür gehen wir am 25. Juli 2009 in Berlin, Köln und Karlsruhe auf die Straße.

    Und ein Video erklärt nochmal die Motivation:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    21. Juli 2009 17
  • : all2gethernow nimmt Form an
    all2gethernow nimmt Form an

    Die all2gethernow als Nachfolge-Veranstaltung zur „geklauten“ Popkomm am 16., 17. und 18. September 2009 nimmt Form an. Es wurde jetzt ein Verein gegründet,d as Netzwerk erweitert und das Konzept vorgestellt. Hier ist die Pressemitteilung: all2gethernow nimmt Form an: Initiatoren gründen Verein und veröffentlichen das Konzept der Veranstaltung in Berlin.

    Zum Termin der ursprünglich geplanten Musikindustriemesse ‘Popkomm’ wird dieses Jahr zum ersten Mal all2gethernow eine neue und zeitgemäße Plattform für Musik und Kultur stattfinden. Sie richtet sich an den nationalen und internationalen Markt. all2gethernow ist ein innovatives und interdisziplinäres Veranstaltungskonzept und besteht aus drei Säulen: einem zweitägigen Barcamp, einer eintägigen Konferenz und dem parallel dazu stattfindenden dezentralen Music-Festival #cloud. Neben der Musik sollen auch die angrenzenden Popkulturthemen Film, Mode, Kunst und Design integriert und im Stadtraum verortet werden. all2gethernow #cloud ist ein dezentrales Festival, an dem sich Veranstalter und Locations der Stadt beteiligen können und sollen.

    13. Juli 2009 1
  • : Demo „Freiheit statt Angst“ braucht deine Mithilfe
    Demo „Freiheit statt Angst“ braucht deine Mithilfe

    Für die Planung der hoffentlich größten Demonstration gegen Überwachung, Zensur und Einschränkung der Bürgerrechte am 12. September in Berlin brauchen wir noch ein wenig Hilfe. Netterweise gibt es seit dieser Woche ein Koordinations-Büro in Berlin, in dem Nina von der Humanistischen Union, Ryo vom AK Vorrat und viele andere AktivistInnen demnächst viel Zeit verbringen werden. Das Büro ist ein Ladenlokal in Mitte, dort können also demnächst auch Transpi-Malworkshops, PlakatkleberInnen-Treffen, Web-Campaigning-Brainstormings und andere Aktivitäten stattfinden.

    Erstmal das ganz Praktische – folgende Dinge werden (auch leihweise) kurzfristig gesucht, um diesen Ort einigermaßen bewohn- und nutzbar zu machen:

    • Laptops ~6 Stück, PCs 3 Stück (Laptops für den Einsatz während der Demo,  PCs für Büro)
    • Beamer
    • ca. 4 Switches
    • Kühlschrank
    • Küchenspüle
    • Kaffeemaschine, Wasserkocher
    • 2x Regale
    • 4x Schreibtischlampen
    • Zimmerpflanzen
    • 5–10 Stühle

    Wer etwas beisteuern kann, wendet sich am besten direkt an

    Aktionsbüro „Demonstrationsbündnis Freiheit statt Angst“
    Hessische Straße 10
    10115 Berlin
    projekt (at) humanistische-union.de
    www.freiheitstattangst.de
    Tel. 030/ 488 206 40 oder 030/ 488 206 41.

    Danke!

    Wer den Aufruf mit unterzeichnen will, schreibt einfach eine Mail an kontakt (at) vorratsdatenspeicherung.de.

    Das allgemeine Demo-Wiki gibt es hier .

    Spenden (wirklich wichtig – so eine Großdemo kostet echtes Geld!) kann man hier .

    Es werden auch noch DesignerInnen , Video-Leute , Bus-KoordinatorInnen , Presse-SpezialistInnen, FahrradfahrerInnen und andere MithelferInnen gesucht. Und natürlich alle anderen, die eine schöne Idee haben, wie wir den Stasi 2.0‑Heinis einen Strich durch die Bundestagswahl machen können. User-generated Protest, my Ass. Zeigt doch jetzt trotz Urlaubszeit noch mal, was geht – damit es richtig groß wird!

    Meine Milchmädchen-Hoffnung ist ganz einfach: Wenn jedeR der UnterzeichnerInnen der #Zensursula-Petition nach Berlin fährt am 12. September, und dazu auch noch alle, die die Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung mitgezeichnet haben – dann wird das schon ziemlich fett. „Fett“ im Sinne von „noch nie dagewesen“. Das wär echt schön.

    Ach ja, völlig unabgesprochen erkläre ich jetzt mal „#FSA09“ zum offiziellen Hashtag.

    10. Juli 2009 21
  • : Demo-Aufruf „Freiheit statt Angst“, Berlin, 12. September
    Demo-Aufruf „Freiheit statt Angst“, Berlin, 12. September

    Das Bündnis um den AK Vorratsdatenspeicherung ruft, wie schon angekündigt , wieder auf zur Großdemonstration in Berlin im Herbst. Der Aufruftext ist jetzt fertig:

    Aufruf für die Demonstration „Freiheit statt Angst 2009“

    Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009 werden sie unter dem Motto „Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!“ auf die Straße gehen. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die Demonstration ist Teil des europaweiten Aktionstages „Freedom not Fear – Freiheit statt Angst“, zu dem länderübergreifend Proteste gegen die Überwachung der Bürgerinnen und Bürger stattfinden.

    Der Überwachungswahn greift weiterhin um sich. Insbesondere die Überwachung am Arbeitsplatz hat zugenommen. Beschäftigte werden in ihrem Arbeitsumfeld, teilweise auch in ihrem Privatleben überwacht. Zugleich registrieren, überwachen und kontrollieren uns staatliche Stellen bei immer mehr Gelegenheiten. Egal was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wohin wir uns bewegen oder fahren, mit wem wir befreundet sind, wofür wir uns interessieren, in welchen Gruppen wir uns engagieren – der „große Bruder“ Staat und die „kleinen Brüder und Schwestern“ aus der Wirtschaft wissen es immer genauer. Der daraus resultierende Mangel an Privatsphäre und Vertraulichkeit gefährdet unsere Gesellschaft. Menschen, die sich ständig beobachtet und überwacht fühlen, können sich nicht unbefangen und mutig für ihre Rechte und eine gerechte Gesellschaft einsetzen. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!

    Der vermeintliche Sicherheitsgewinn, mit dem Überwachung und Kontrolle oft begründet werden, ist mehr als zweifelhaft: Die Anhäufung von Informationen über die Bevölkerung bietet keinen besseren Schutz vor Kriminalität, kostet uns jährlich aber Milliarden von Euro. Gezielte und nachhaltige Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit bleiben dabei genauso auf der Strecke wie die Lösung drängender Probleme, etwa der Arbeitslosigkeit und der ungleichen Lebenschancen in unserem Land. Darüber hinaus weicht die verstärkte Kompetenzvermischung und Zusammenarbeit zwischen Polizei, Geheimdiensten und Militär die bisherige Balance staatlicher Gewaltenteilung auf. Das führt nicht nur zur Aufhebung rechtsstaatlicher Grenzen der Überwachung im Inland, sondern auch zur zunehmenden Abschottung unserer Gesellschaft nach Außen.

    Die Überwachung des Alltags betrifft nicht nur Minderheiten, sondern uns alle: Sie beeinträchtigt die Freiheit unseres Glaubensbekenntnisses, unsere Meinungs- und Informationsfreiheit, die freie Arbeit der Medien, die Koalitionsfreiheit und die Integrität von Unternehmen. Viele zivilgesellschaftliche Organisationen und Berufsgruppen sehen sich in besonderem Maße der Überwachung und Kontrolle ausgesetzt, etwa die
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungsdiensten, Ärztinnen und Ärzte, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Journalistinnen und Journalisten, Rechts-anwältinnen und Rechtsanwälte.

    Der Respekt vor unserer Privatsphäre ist ein wichtiger Teil unserer menschlichen Würde, beruflich wie privat. Eine freie und offene Gesellschaft kann ohne bedingungslos private Räume und Kommunikation nicht existieren. Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Demonstration am 12. September 2009 in Berlin zu beteiligen. Wir wollen unsere Sorge um den Zustand des Datenschutzes lautstark zum Ausdruck bringen und ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass viele Menschen für ihre Freiheitsrechte wieder auf die Straße gehen!

    Treffpunkt für die Demonstration „Freiheit statt Angst 2009“ ist am Samstag, den 12. September 2009 um 15.00 Uhr am Potsdamer Platz. Der Protestmarsch durch die Stadt wird mit einer großen Abschlusskundgebung am Roten Rathaus enden. Auf der Webseite http://www.FreiheitStattAngst.de finden sich jeweils die neuesten Informationen zur Demonstration und den Möglichkeiten, bei der Vorbereitung der Demonstration mitzuhelfen

    Unsere Forderungen (Entwurf)

    1. Überwachung abbauen

    • Abschaffung der flächendeckenden Protokollierung der Kommunikation und unserer Standorte (Vorratsdatenspeicherung)
    • Abschaffung der flächendeckenden Erhebung biometrischer Daten, sowie von RFID-Ausweisdokumenten
    • Schutz vor Bespitzelung am Arbeitsplatz durch ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz
    • Berücksichtigung des Datenschutzes für Bürger- und Arbeitnehmer/innen bereits in der Konzeptionsphase aller öffentlicher eGovernment-Projekte
    • Keine einheitliche Schülernummer (Berliner SchülerID)
    • Keine Weitergabe von Informationen über Menschen ohne triftigen Grund; keine europaweite Vereinheitlichung staatlicher Informationssammlungen (Stockholmer Programm)
    • Keine systematische Überwachung des Zahlungsverkehrs oder sonstige Massendatenanalyse in der EU (Stockholmer Programm)
    • Kein Informationsaustausch mit den USA und anderen Staaten ohne wirksamen Grundrechtsschutz
    • Abbau von Videoüberwachung und Verbot des Einsatzes von Verhaltenserkennungssystemen
    • Keine pauschale Registrierung aller Flug- und Schiffsreisenden (PNR-Daten)
    • Keine geheime Durchsuchung von Privatcomputern, weder online noch offline
    • Keine Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte in der derzeit geplanten Form

    2. Evaluierung der bestehenden Überwachungsbefugnisse

    Wir fordern eine unabhängige Überprüfung aller bestehenden Überwachungsbefugnisse im Hinblick auf ihre Wirksamkeit, Kosten, schädliche Nebenwirkungen und Alternativen.

    3. Moratorium für neue Überwachungsbefugnisse

    Nach der inneren Aufrüstung der letzten Jahre fordern wir einen sofortigen Stopp neuer Gesetzesvorhaben auf dem Gebiet der inneren Sicherheit, wenn sie mit weiteren Grundrechtseingriffen verbunden sind.

    4. Gewährleistung der Meinungsfreiheit und des freien Meinungs- und Informationsaustauschs über das Internet

    • keine Beschränkung des Internetzugangs durch staatliche Stellen oder Internetanbieter (Sperrlisten)
    • keine Sperrungen von Internetanschlüssen.
    • Verbot der Installation von Filtern in die Infrastruktur des Internet.
    • Entfernung von Internet-Inhalten nur auf Anordnung unabhängiger und unparteiischer Richter.
    • Einführung eines uneingeschränkten Zitierrechts für Multimedia-Inhalte, das heute unverzichtbar für die öffentliche Debatte in Demokratien ist.
    • Schutz von Plattformen zur freien Meinungsäußerung im Internet (partizipatorische Websites, Foren, Kommentare in Blogs), die heute durch unzureichende Gesetze bedroht sind, welche Selbstzensur begünstigen (abschreckende Wirkung).

    Weitere UnterstützerInnen für den Aufruf werden gesucht. Wer mit aufrufen will, schreibt dies bitte an <kontakt(at)vorratsdatenspeicherung.de>.

    Das Demo-Wiki wird jetzt nach und nach gefüllt, in Kürze wird es auch Banner, Flyer, ein angepasstes Pagepeel und mehr geben. Wer Ideen dazu hat: Einfach ins Wiki damit!

    Auch AktivistInnen in anderen Ländern werden sich hoffentlich wieder in großer Zahl beteiligen. Eine englische Fassung des Aufruftextes wird gerade erstellt.

    Ab dem 6. Juli wird es wieder ein Demo-Büro in Berlin geben, das auch als Anlaufstelle für AktivistInnen und HelferInnen fungiert: Hessische Straße 10, 10115 Berlin, Tel: 030/4882 0640 oder 030/4882 0641.

    So eine Demo kostet natürlich viel Geld. Dazu steht folgendes Spendenkonto zur Verfügung (steuerabzugsfähig): Kontoinhaberin: Humanistische Union, Kontonummer: 30 74 250, Bankleitzahl: 100 205 00 (Bank für Sozialwirtschaft)

    Update: Weil es schon Nachfragen gab und das bei den Suchmaschinenergebnissen auch etwas verwirrend sein kann: Das breite Demobündnis, um das es hier geht (bisher sind u.a. bei der Vorbereitung beteiligt: AK Vorrat, CCC, FoeBuD, FIfF, Humanistische Union, NNM, Piratenpartei, Grüne, Linke, Junge Liberale, ver.di, Neue Richtervereinigung, German Privacy Foundation) ist nicht zu verwechseln mit dem umstrittenen „Aktionsbündnis Freiheit statt Angst“, über das wir leider schon mal berichten mussten.

    1. Juli 2009 27
  • : Call for Papers: Datenspuren 2009
    Call for Papers: Datenspuren 2009

    Der Chaos Computer Club Dresden lädt am 3. und 4. Oktober 2009 zum sechsten Mal zum Symposium Datenspuren ein. Dafür gibt es jetzt einen Call for Papers.

    30. Juni 2009 1
  • : Die Popkomm zurück klauen
    Die Popkomm zurück klauen

    Die Popkomm findet dieses Jahr nicht statt. Das haben wir schon am Freitag thematisiert inklusive der Schwachsinnsbegründung durch Dieter Gorny, dass das Internet Schuld daran sei. Zusammen mit Motor Entertainment und dem Radial System haben wir von newthinking communications eine Alternativ-Initiative gestartet: Am 16–18 September findet der „All 2gether now! Berlin Music Market“ statt.

    Deshalb formiert sich aus dem Umfeld von Künstlern, Musik- und Softwareunternehmen das Bedürfnis am Original-Termin der Popkomm (16.–18.9.) eine neue Veranstaltung ins Leben zu rufen. Dem Open Source – Prinzip folgend, soll in den nächsten Wochen eine zeitgemäße und zukunftsfähige Musikbusiness-Plattform entstehen, bei der die aktuellen und brisanten Themen der Branche besprochen werden und genug Raum bleibt für neue Musik in den zahlreichen Clubs und Locations der Stadt.

    Die Pressemitteilung findet sich hier: Was kommt nach der Popkomm? Neuer Marktplatz der Musikwirtschaft in Berlin geplant.

    23. Juni 2009 13
  • : Samstag: Löschen statt Sperren Kundgebungen
    Samstag: Löschen statt Sperren Kundgebungen

    Während wir noch Transparente und Banner für die Mahnwache gegen die Zensursula-Pläne in Berlin am morgigen Donnerstag Vormittag malen, sei hier auf Samstag verwiesen: Unter dem Motto „Löschen statt sperren“ organisiert die Piratenpartei am 20. Juni dezentrale Kundgebungen.

    Bisher stehen im Wiki Aschaffenburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Potsdam und Stuttgart als Austragungsorte. Aber hey, das ist ein Wiki und Demokratie lebt vom mitmachen. Jeder kann seine eigene Demo machen. Oder zu den oben genannten Orten gehen.

    Startzeit soll 12 Uhr sein.

    17. Juni 2009 12
  • : GPN8 in Karlsruhe
    GPN8 in Karlsruhe

    Ende des Monats findet vom 26.–28. Juni in Karlsruhe die GPN8 statt. Die 8. Gulaschprogrammiernacht wird vom entropia e.V. / CCC Karlsruhe organisiert und bietet nicht nur Gulasch und Programmieren:

    Dazu viele Beamer, Soundequipment, schnelles Internet und hackbare Gebäudeteile. Input was Medienaktivismus, Computer- und Medienkunst angeht ist reichlich vorhanden. Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), die weltweit größte Einrichtung für Medienkunst, befindet sich im gleichen Gebäude, eine Exkursion in die Ausstellungen wird Programmpunkt sein. Wir wollen – wie auf den früheren GPNs – coden und uns über alle die Themen austauschen, die den gemeinen Hacker interessieren. Wir suchen noch Vorträge und Workshops fürs Programm – für mehr Infos über weitere Features und das Einreichen von Programmpunkten siehe GPN8:CFP. Mach mit!

    12. Juni 2009
  • : Sind die Piraten die neuen Grünen?
    Sind die Piraten die neuen Grünen?

    Der Spiegelfechter hat einen lesenswerten Artikel zu genau dieser Frage verfasst. Lest ihn bitte, bevor ihr hier weiterlest.

    Ich habe dort gerade kommentiert, dass ich deutlich skeptischer mit solchen historischen Vergleichen umgehen würde. Hier der Kommentar auch nochmal zum nachlesen :

    Es gibt durchaus gewichtige Unterschiede zwischen den Grünen und den Piraten. Die Grünen sind ein später Ausfluss der 68er-Auseinandersetzungen, in deren Gefolge bereits eine ganze Generation junger Leute hochgradig politisiert war und auch Erfahrungen in konkreter politischer Arbeit (die oft auch dreckig ist) gesammelt hatte. Zudem waren die Grünen der parlamentarische Arm mehrerer sozialer Bewegungen: Friedensbewegung, Umweltbewegung, Frauenbewegung, …

    Für die Piraten ist m.E. noch nicht klar, ob das sie stützende und wählende Milieu überhaupt schon eine soziale Bewegung darstellt, die wenn überhaupt eine Ein-Punkt-Bewegung (Freiheit fürs Netz!) ist. Und ob diese Bewegung in den kurzen Jahren ihrer Existenz (ich nehme mal die erste Großdemo “Freiheit statt Angst” im September 2007 und die Massenklage gegen die Vorratsdatenspeicherung Anfang 2008 als Beginn) bereits genügend verankert ist und auch in der Breite weiß, wie man dauerhaft und substanziell Politik macht. Was “uns” als Generation C64 oder Generation Linux darüber hinaus noch fehlt, sind die wirklich harten politischen Debatten und z.B. “unser” Vietnam-Kongress.

    Auf der anderen Seite geht das heute alles offenbar deutlich schneller (siehe die Zensursula-Petition), dezentraler und vielleicht sogar ohne viele Kongresse.

    Mit historischen Vergleichen muss man hier also insgesamt extrem vorsichtig sein. Dennoch werden die Piraten Einfluss haben auf die Positionen der etablierten Parteien. Die Grünen und die FDP bewegen sich seit ca. zwei Jahren wieder stärker Richtung Bürgerrechte, in der SPD gibt es auf den letzten Drücker endlich innerparteilichen Protest gegen Zensursula. Aber ob das alles nach der Bundestagswahl Bestand hat oder verpufft, und ob die Piraten in der Lage sein werden, die Durststrecke bis zur Bundestagswahl 2013 zu überwinden, ist m.E. noch völlig offen.  Es kann auch sein, dass der Protest dazu beiträgt, die Themen in den etablierten Parteien zu verankern und damit den Piraten das Wasser unter dem Kiel abzugraben.

    Daher sollen wir besser darüber reden, wie die außerparlamentarische Freiheits-Bewegung breiter und inhaltlich substanzieller aufgestellt werden kann, bevor wir schon anfangen, das Fell des Bären in Form von noch nicht gewonnenen Bundestagssitzen an eine extrem junge und unerfahrene Partei zu verteilen.

    Daher: Am 12. September auf die Straße in Berlin. Freiheit statt Angst!

    12. Juni 2009 27
  • : Save the Date
    Save the Date

    Mal wieder eine sehr schöne und kreativ umgesetzte Idee von Alexander Svensson, um auf die große Demonstration gegen Überwachung und für mehr digitale Bürgerrechte am 12. 9. 2009 in Berlin hinzuweisen:

    10. Juni 2009 17