Kultur

Samstag: Wir sind Gamer – Demonstration

Am kommenden Samstag gibt es in Berlin (Brandenburger Tor), Köln (Neumarkt) und Karlsruhe (Karlsplatz) jeweils eine Demonstration für Spielekultur unter dem Motto „Wir sind Gamer“. Startpunkt ist jeweils 14 Uhr. Mehr Informationen bietet die Webseite Aktion-Jugendkultur.de. Hier gibts jeweils die Demonstration-Routen zu sehen.

Ein Ausschnitt aus der Pressemitteilung (PDF):


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Computer- und Videospiele werden in der Politik zunehmend zum Sündenbock für gesellschaftliche Probleme gemacht. Damit geht eine Stigmatisierung sanftmütiger Computer- und Videospieler einher. Wir als friedliche Gamer fordern von der Politik eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Jugendkultur Gaming. Dafür gehen wir am 25. Juli 2009 in Berlin, Köln und Karlsruhe auf die Straße.

Und ein Video erklärt nochmal die Motivation:

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17 Kommentare
  1. Wünsche den Burschen, dass sie gehört werden. Der Seriosität willen würde ich aber auf schiefe Kappen und Anglizismen wie „Gamer“ verzichten.
    Sonst wird man wieder nur als „kleine Gruppe von Jugendlichen“ abgekanzelt.

  2. @Gotan: Am besten dann im Anzug vor die Kamera treten? Nee, Gamer kommen aus dem Alltag und genau das sollte auch klar werden. Zumal sich das Video ja auch eher an Gamer oder interessierte richtet und nicht primär die breite Öffentlichkeit zum Aufklären als Zielgruppe angepeilt wird (afaik).

    Natürlich könnte man auch Spieler oder Computerspiele-Spieler benutzen, aber der Anlizsmus ist hier einfach prägnanter. Und ab davon, was spricht gegen eine Eindeutschung englischer Begriffe? Assimiliert das feindliche Englisch und macht es deutsch ;)

    (P.S. Klar, macht natürlich nur da Sinn wo der Begriff passt und das Publikum ihn versteht, was hier denke ich aber schon gegeben ist (siehe Zielgruppe)).

  3. @1 Gotan:

    „kleine Gruppe von Jugendlichen“

    Yipee, ich bin wieder ein Jugendlicher!

    :-)

    Aber mal Spaß beseite. Die Anzahl der Gamer (oder wenns dir lieber ist, Computerspielespiele) die schon lange nicht mehr in die Schublade „Jugendliche“ passen dürfte nicht gerade klein sein. In meinem Bekanntenkreis sind einige, die sowohl Gamer sind, als sich auch schon langsam ernsthafte Gedanken zur Rente machen (müssen). IIRC ist der „Rekordhalter“ dabei 55.

  4. Wenn ich höre wie der Knabe sich über das Bonbon der Polizei freut „…dass es eine der friedlichsten Demos seit langem war“ und er beteuert, dass es „…letztendlich nur um’s Zocken geht“ denke ich: geht zurück in eure Kinderzimmer! Sechs setzen.

  5. @apolitisches Daddel-Kiddy: Ja was? Das ist eine Interessenvertretung, keine Bürgerrechtsorganisation oder gar eine Partei.

    Soll er auch gerade noch den Mindestlohn fordern, weil das nach seiner persönlichen Meinung vielleicht sinnvoll wäre?
    Mit jeder weiteren Forderung über eine Forderung freier Spiele für Erwachsene und einem vernünftigen Umgang mit dem Thema hinaus grenzt man sich gegen Teile der Gamer ab – das kann hier nicht Sinn und Zweck sein, wenn man genau diese mit einem möglichst großen Impact(ergo größtmögliche Mobilisierung einer breiten Basis braucht) vertreten will.
    Natürlich geht die Gamerhetze und entsprechende Gesetze/Beschlüsse die beanstandet werden in die gleiche Richtung wie so einiges andere in letzter Zeit, aber hier geht es eben konkret um die Spiele. Heißt ja nicht, dass nicht jeder Einzelne auch das restliche Freiheitsprogramm anderer Gruppen unterstützen kann. Eine Forderung nach der Anderen. Die Freiheit statt Angst Demo bietet dann ja auch die Möglichkeit das alles zu bündeln.

    Ich find das auch Medienpolitisch praktisch. Bei sowas generellen wie Freiheit statt Angst gehen betroffene Einzelthemen, wie die Spiele, Sperren usw. generell gern mal unter. Gibt es da auch noch je Einzelndemos zu denen berichtet wird, wird dem Zuschauer/Leser auch leichter klar was da alles konkret gemeint ist und dazugehört. Der Eine stellt einen Bezug zu seinem Gamersohn her der andere zu dem Bürgerrechtler der gegen Sperren oder die Nachlässigkeiten in der Korruptionsbekämpfung ist. Beide finden dann bei der Großdemo auch wieder einen Bezug und sympathisieren eher mit der generellen Zielsetzung als wenn sie keine konkrete Vorstellung/persönlichen Bezug hätten.
    Blubberbla. Genöch gesächt.

  6. Killerspiele: Stadt will Image aufpolieren

    Die Stadt Karlsruhe lädt am 21. Juli ab 20 Uhr zu einem Expertenforum zu Computerspielen ins Jubez ein. Nach den zahlreichen Diskussionen zur Absage der Computerspielenacht “Intel Friday Night Games” und der Eltern-Lan versucht die Stadt ihr Image im Technologie- und Jugenkulturverständnis aufzupolieren.

    Das Problem: das Expertenforum findet ohne Experten statt. Viel eher wird wieder einmal versucht über die Generation ‘Farbfernsehen’ der Jugend zu erläutern, wo die Unterschiede zwischen einer auf Polizisten-Steine-werfenden-Generation – und dabei noch nach Verständnis rufend: “Wir waren damals halt so” – und einer Generation, die in virtuellen Räumen, ohne physische Verletzungen hervorrufend, ihrer Freizeitgestaltung nachkommt, liegen.

    http://ka.stadtblog.de/article/1416/killerspiele-stadt-will-image-aufpolieren

  7. Meiner Meinung nach ist das eine tolle Sache.
    Und zu der Aussage, das war eine der friedlichesten Demos seit langem, soll
    einer mal sagen Ego-Shooter machen Agressiv.

  8. Nabend !!!

    ich bin der Demoleiter aus Berlin und möchte mich nochmal im Namen des ganzen „Wir sind gamer“ Teams bei den Teilnehmern und der Berliner Polizei bedanken !!!! Super Arbeit. Hat wirklich Spaß gemacht und das Wetter hat wenigstens halbwegs mitgespielt!!! Danke Leute !

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