e-Democracy
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: Lautgeben – Politik im Hier und Netz
: Lautgeben – Politik im Hier und Netz Samstag Abend wurde die Spreeblick KG der Öffentlichkeit präsentiert. Vorangegangen war eine kleine Kampagne, in der sich die beteiligten Weblogs mit einem Countdown in Reihe schalteten. Die Idee hinter dem Spreeblick-Netzwerk ist ein unabhängiger Weblog-Verlag mit gemeinsamer Vermarktung von Anzeigenflächen. Ich bin dabei und freue mich, „Lautgeben – Politik im Hier und Netz“ bekannt geben zu können. Zusammen mit einigen anderen, darunter u.a. Joerg Olaf Schaefers und Jan Michael Ihl, werden wir das allgemeine politische Geschehen kommentieren. Und uns genau anschauen, wie das Netz für Politik genutzt wird. Wann, wenn nicht jetzt, wäre der richtige Zeitpunkt dafür?
Eigentlich war das Blog für den Wahlkampf2006 unter der Domain wahlkampfblog.de geplant und auch schon aufgesetzt. Die Realität kam schneller als gedacht. Wir hätten das erste Blog in diesem Wahlkampf sein können, aber das war uns nicht so wichtig. Nach der ganzen Inflation an Wahlblogs haben wir uns dann für den besseren Namen entschieden: Lautgeben. Und wir haben gerne auf den gemeinsamen Launch des Spreeblick-Verlages gewartet.
Hier sind die neuen und alten Blogs, die allesamt interessant sind:
Antifreeze
d‑frag
Lautgeben
Spreeblick
Trashkurs
ZoomoNatürlich glauben wir bei Lautgeben nicht daran, mit Blogs reich zu werden. Aber vielleicht reichen ja die Anzeigenerlöse, um einmal im Jahr alle Beteiligten nach Berlin zu holen und gemeinsam eine Party zu feiern. Und wenn nicht, haben wir trotzdem Spass.
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: eDemokratie in Indonesien
: eDemokratie in Indonesien Etwas unbedarft ging der Präsident von Indonesien an die Möglichkeiten der digitalen Demokratie heran:
„Wenn Sie glauben, dass Beamte sich nicht kümmern, Sie nicht bedienen und sich nicht um Ihre Problem scheren: Mein Handy ist 24 Stunden am Tag an“, so die Aufforderung von Susilo.
Dazu veröffentlichte er seine Handynummer und wunderte sich über abertausende SMSe seiner Bürger, die sein Handy überfluteten. Nach Angaben eines Sprechers wurde sein Handy gestern mehrmals „repariert“. Und er hat jetzt fünf neue Telefonnummern bekommen. Ob die auch veröffentlicht werden?
[via Futurezone]
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: EFF: Rechtlicher Leitfaden für Blogger
: EFF: Rechtlicher Leitfaden für Blogger 
Heute zum zweiten Mal die Electronic Frontier Foundation. Diese hat einen „Legal Guide for Bloggers“ in Form verschiedener FAQs veröffentlicht. Darin finden sich zahlreiche rechtliche Hinweise zu den unterschiedlichsten Fragestellungen, die Blogger betreffen. Von Intellectual Property bis hin zu Privacy. Tolle Sache!
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: Telepolis über Online-Wahlkampf 2005
: Telepolis über Online-Wahlkampf 2005 Ralf Lüke schreibt in Telepolis über Online-Campaigning im Wahlkampf 2005: Schneller, intensiver Wahlkampf
Eine der Lehren aus Howard Deans Kampagne dürfte vor allem die Wichtigkeit der Mischung sein: Eine noch so einnehmende Webkampagne fruchtet nicht, wenn der Kandidat in den klassischen Mainstreammedien nicht punkten kann. Doch die Art der Kampagnenorganisierung durch kleine, schnelle Freiwilligenteams mit Rückbindung zur Wahlkampfleitung via E‑Mail und Webforen dürfte auch in der Bundesrepublik Nachahmer finden.
Kleine Werbung: Über die Howard Dean Kampagne hab ich ausführlich in meinem Beitrag „Online-Kampagnen. Das Netz als Forum politischer Öffentlichkeit“ für das gerade erschiene Buch „Die Google-Gesellschaft“ geschrieben.
Update: Mittlerweile schreibe ich beim neu gestarteten „Lautgeben – Politik im Hier und Netz“ – Blog über den Wahlkampf 2005
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: Keine Diskrimierung beim e‑Government
: Keine Diskrimierung beim e‑Government Gerade bei de.internet.com gefunden: Bürger fordern leistungsfähiges E‑Government
Die Bürger fordern leistungsfähiges E‑Government und verlangen zunehmend Einblick in erhaltene Dienstleistungen und die Sinnhaftigkeit öffentlicher Ausgaben. Vor dem Hintergrund sinkender Budgets und wachsender Anforderungen an bürgernahe Services sowie mehr Wirtschaftlichkeit sei der Einsatz flexibler IT-Anwendungen künftig unabdingbar.
Ja, das will ich auch. Und zwar mit Offenen Standards, so dass ich zukünftig als Linux-Nutzer nicht diskriminiert werde, wenn ich e‑Government nutzen möchte. Gleichzeitig habe ich als Bürger ein Interesse daran, dass Kosten gespart werden und die europäische, mittelständisch geprägte IT-Branche gestärkt wird. Deshalb wünsche ich mir, dass mit Öffentlichen Geldern finanzierte e‑Government Anwendungen zukünftig als Freie Software programmiert werden müssen. Damit wir endlich mehr Nachhaltigkeit in der staatlichen IT-Landschaft erhalten und der Wettbewerb gestärkt wird.
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: Report: Power to the Edges
: Report: Power to the Edges Die US-amerikanische e‑Volve Foundation hat einen Report über die Chancen des Internets für zivilgesellschaftliche Organisationen veröffentlicht. Den Report gibt es als 1,17 MB grosse PDF-Datei zum downloaden, ebenso eine ca. 7 MB grosse Präsentation, ebenfalls im PDF-Format.
[…] This report provides an overview of the state of online democracy; what it is, where it is headed, and what it means for activists and those who support them. A literature review was completed, online discussions were monitored and nineteen in-depth interviews with leaders in the fields of online technologies, nonprofit capacity building, citizen engagement and social networks were conducted. This effort is intended to be a snapshot in time, not the ultimate guide, and to serve as a jumping off point for further discussions to occur online about how these tools and the culture of online civic engagement can be further developed and scaled for broader, deeper and more lasting citizen action.
[…]
For the purposes of this report, we use four meta categories to describe the kinds of activities included in online civic engagement (more information and examples are available in the Appendix.)* Collaboration: many people working together on a single activity, effort or project. Types of technology include wikis, and Yahoo groups discussion boards.
* Communication: talking with and among constituents. Examples include email, chat rooms, listservs, text messaging using cell phones, and instant messaging
* New media/Content development: generating and disseminating original news. Examples include web sites, web logs (blogs), newsletters, RSS (news syndication software), and podcasting (regular audio programming delivered via the Internet to an iPod or other MP3 player).
* Organizing/Collective Action: coordinating the activities of large numbers of activists and supporters. Examples include smart mobs, meet-ups, virtual phone banks, online petitions, and volunteer management databases. -
: Podcasts vom Personal Democracy Forum
: Podcasts vom Personal Democracy Forum Gestern fand in New York das Personal Democracy Forum statt. Aus der Selbstbeschreibung:
Personal Democracy Forum 2005 is the premier event for political leaders, activists and operatives; technologists, journalists and futurists and anyone else looking for strategic understanding and market opportunities in the evolving world of technology-driven politics.
The Annual Personal Democracy Forum Conference features an energizing cross-section of keynote speakers, brief high-impact presentations, single-topic workshops and issue-driven panels.
Alle Reden und Podien gibt es nun als Podcasts zum downloaden. Sind einige sehr interessante dabei.
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: Der New Yorker Techno-Kandidat
: Der New Yorker Techno-Kandidat Andrew Rasiej (Das wird wohl Ra-SHAY ausgesprochen),ist einer von vier demokratischen Kandidaten für das New York City’s Office of Public Advocate. Wired hat ein Interview mit ihm gemacht, weil er sehr progressiv mit dem Medium Internet im Wahlkampf umgeht und viele gute Ideen hat:
Rasiej: For one, I’m blogging as much as I can find time for, and we’re going to podcast and video-blog as well. We’ve already built into the site the ability for people to give us their cell-phone number to schedule a text-message reminder on when to go vote, and we’re going to post every suggestion a person makes to the site, both on how to make the city better and how to improve the campaign. We’re going to demonstrate the viability of universal broadband by getting some volunteers together to „light up“ some buildings in poor neighborhoods with Wi-Fi. We’re going to get volunteers to show how easy it will be to use cell phones for civic engagement, by informing people when the next train is due in at some subway hubs and by encouraging people to post pictures of potholes and other things that need fixing to Flickr or a similar photo-blogging platform.
But most important, we’re encouraging people to use this campaign to think and act creatively and collectively in ways that the net makes more viable. The network will come up with the best ideas on how to approach politics, and I’m listening as hard as I can. I can’t become New York’s public advocate without all the other public advocates in this great city. We can only be elected together. If elected, the public advocate’s office will be their office.
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: UK: I voted for you because…
: UK: I voted for you because… Die UK-Wahlen sind gerade vorbei, da hat MySociety.org schon die passende Webseite online gestellt: I voted for you.
allowing those that voted to say why they voted and what they expect from those who are going to get power.
Passend dazu gibt es auch die Seite „Not Apathetic“, in der Nichtwähler begründen können, warum sie nicht gewählt haben.
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: Chancen für eine 3. Partei in den USA durchs Internet?
: Chancen für eine 3. Partei in den USA durchs Internet? Ermöglicht das Internet in den USA neue Chancen für eine dritte, unabhängige Partei? Ronald Brownstein geht dieser Frage in der LA Times nach und berichtet über MoveOn, Joe Trippi und die Howard Dean Kampagne: Internet, Polarized Politics Create an Opening for a Third Party.
The Internet could allow an independent candidate to more easily identify an audience and financial base, just as it has allowed blogs like the liberal Daily Kos or conservative InstaPundit to find a community of like-minded readers. More precisely, the Internet has allowed readers to find those blogs. And because the audience mostly finds the product, rather than the other way around, the cost of entering the market is radically reduced.
Von Joe Trippi gibt es das Buch „The Revolution will not be televised“. Ich habs im vergangenen Winter gelesen und abgesehen von den biographischen Abschnitten zu seiner Person, die mich nicht sonderlich interessiert haben, ist es doch spannend und aufschlussreich.
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: Diskussionsforum des Bundestages zum Informationsfreiheitsgesetz
: Diskussionsforum des Bundestages zum Informationsfreiheitsgesetz Der Bundestages hat ein spartanisches Diskussionsforum zum Informationsfreiheitsgesetz gestartet. Viel Diskussion gibt es noch nicht und die Technik erinnert an das letzte Jahrtausend. Trotzdem schön, dass etwas partizipative Demokratie gewagt wird:
Korruptionsvorbeugung oder Informationsquelle für Extremisten und Wirtschaftsspione?
Die Einführung eines Informationsfreiheitsgesetz (IFG) sorgt bereits vor seiner Verabschiedung für Kontroversen.Die Positionen der Bundestagsfraktionen sind der Ausgangspunkt der Diskussion. Wie lautet Ihre Meinung zum Informationsfreiheitsgesetz? Dieses Diskussionsforum bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Meinung dazu den Fraktionen mitzuteilen und sich mit anderen Bürgern auszutauschen.
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: „Blair Watch Project“
: „Blair Watch Project“ In Grossbritanien wird nächsten Monat vorzeitig gewählt und der Wahlkampf ist in vollem Gange. „The Guardian“ hat das jetzt das „Blair Watch Project“ geschaffen. Hauptgrund der Aktion ist die künstlicher Verknappung von Tony Blair – Bildern durch seine Spindoktoren. The Guardian ruft jetzt die englische Bevölkerung auf, Bilder einzusenden. Und zwar nicht nur von Tony Blair, sondern vom ganzen Wahlkampf. Die Bilder werden bei Flickr gesammelt. Dies geht auch via Handy, so dass Bilder direkt vom Fotohandy per Mail an den Guardian-Flickr-Account geschickt werden können. Dort sind alle Bilder einsehbar. Die Besten schaffen es auch auf die Guardian-Seite. Echt cool!
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: Digitaler Widerstand in der Golfregion
: Digitaler Widerstand in der Golfregion Die Washington Post hat einen Artikel veröffentlicht, der die Organisation von politischem Widerstand via Handy & Co. in den Golfstaaten beschreibt:
In the Gulf, Dissidence Goes Digital – Text Messaging Is New Tool Of Political UndergroundIn this roiling political spring of protest and debate about democracy in repressive Arab countries, cell phone text messaging has become a powerful underground channel of free and often impolite speech, especially in the oil-rich Persian Gulf monarchies, where mobile phones are common but candid public talk about politics is not.
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: Tagung: Braucht der Bund ein Informationsfreiheitsgesetz?
: Tagung: Braucht der Bund ein Informationsfreiheitsgesetz? Die Friedrich Ebert Stiftung veranstaltet am kommenden Freitag, den 18. März 2005 eine Tagung zur Neverending Story eines Informationsfreiheitsgesetzes.
Aus Transparenz wächst Kompetenz: Der demokratische Staat braucht gut informierte Bürger. Akteneinsichtsrechte sind zudem geeignet, die Effektivität, die Legitimation und die Akzeptanz der Verwaltung zu erhöhen. Umstritten ist jedoch die Frage, wie weit das Informationsrecht der Bürger gehen soll, damit sie partizipieren und ihre Mitbestimmungsrechte auch ausüben können. Zu berücksichtigen sind neben diesen demokratischen Rechten auch die Sicherheitsinteressen des Staates, die Bedürfnisse der Wirtschaft und nicht zuletzt der Datenschutz. Welche Akten müssen also zugänglich werden und welche sollten verschlossen bleiben? Wie viel Markttransparenz verträgt die Wirtschaft und wo liegt die Grenze zum Geschäftsgeheimnis? Wie wird der Verbraucherschutz mit dem Zugang zu Informationen gesichert, und sollen die Bürger für den Informationszugang auch zahlen?
Sie sind herzlich eingeladen, sich an dieser Debatte bei unserer Veranstaltung „Braucht der Bund ein Informationsfreiheitsgesetz?“ zu beteiligen!
Leider ist die Webseite der FES richtig grausam und ich kann keinen direkten Link aufs Programm setzen.
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: Stream von „Votes, Bits & Bytes“-Konferenz
: Stream von „Votes, Bits & Bytes“-Konferenz Gerade findet an der Harvard University eine spannende Konferenz zum Thema Internet & Politik mit dem Titel „Votes, Bits & Bytes: Online Politics – Is the Web just for Liberals“ statt. Die Konferenz wird organisiert vom Berkman Center for Internet & Society an der Harvard Law School.
Aus dem Ankündigungstext:
Are information and communication technologies transforming politics? The purpose of this conference is to take a hard, skeptical, results-oriented look at the election in 2004 as well as the many issue-based campaigns, emerging business models, and new technologies that affect and comprise “politics” online and off. Key topics include:
– electoral politics;
– issue campaigns, including NGOs and labor organizing;
– business;
– and international development.Votes, Bits & Bytes is the fifth in the biennial Internet & Society conference series.
Um virtuell teilzunehmen, gibt es auch einen Stream, der leider nur für das proprietäre Quicktime-Format angeboten wird. Dazu gibts ein Weblog ohne RSS-Feeds.
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: BlogPulse Campaign Radar2004
: BlogPulse Campaign Radar2004 Der Campaign Radar2004 von BlogPulse untersucht die Einflüsse und Auswirkungen von Weblogs auf den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Es gibt einige sehr interessante Analyse-Grafiken und viele Auswertungen.

„During the fall 2004 Presidential election campaign, BlogPulse mined and analyzed politics-specific data in a variety of ways. This page summarizes the findings, trends and insights from that analysis. It includes lists of the top blogs, media sources and web sites cited most frequently in blogs, and graphs that track blog buzz around key events, issues, personalities and tactics.“
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: Bruce Schneier zu e‑Voting
: Bruce Schneier zu e‑Voting Bruce Schneier, seines Zeichen Security-Experte, hat in seinem Weblog die Problematik von e‑Voting ausführlich beschrieben. Herausgekommen ist ein sehr guter Artikel in englischer Sprache und viele Kommentaren dazu.
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: Streit um elektronische Wahlhilfen geht weiter
: Streit um elektronische Wahlhilfen geht weiter Gestern gaben Befürworter von elektronischen Wahlmaschinen eine positive Pressekonferenz, in der verkündet wurde, dass alles prima läuft und funktioniert. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) gab daraufhin eine Gegen-Pressekonferenz, die auch als MP3-Stream heruntergeladen werden kann. Themen waren:
1.) problems including „touchy“ touch-screen machines – e.g., machines that „light up“ for the wrong candidate in the summary screen; machines failing and polling officials running out out paper ballots, as they did in New Orleans; and Sequoia machines showing a „default“ choice that voters must correct;
2.) which states appear to have had the most trouble and how to analyze the reports from the Election Incident Reporting System (EIRS);
3.) how to understand the elections data gathered on Election Day in the context of past elections; and
4.) why a paper audit trail may be the best solution for some of the problems that are coming up, especially as we head into vote tallying later this evening.Telepolis berichtet heute auch in einem Artikel „Der große E‑Voting-Beta-Test“ über die Debatte.
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: Wahlklagen für Anfänger.
: Wahlklagen für Anfänger. Wenn etwas mit der Technik oder sonstwas schief geht, kann man dagegen Klage einreichen. Slate.com hat dazu ein How-To zusammen gestellt.
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: Technorati trackt Vote
: Technorati trackt Vote Technorati experimentiert und trackt Votelinks. Das ganze funktioniert so:
Here’s an example: If you want to show your approval of John Kerry and disapproval of George Bush, you can do it the following way:
When you make your post using one of the major weblog tools, Technorati will get notified of your post, and will add a count of your vote to our Vote.
[via Sifry´s Alert]. Dazu gibt es auch ein Developer-Wiki.