Berlin
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: Die Zukunft der Ideen – Macht und Ohnmacht der Kultur
: Die Zukunft der Ideen – Macht und Ohnmacht der Kultur Am kommenden Sonntag gibt es um 12 Uhr in der West-Berliner Schaubühne die Veranstaltung/Afterhour „Die Zukunft der Ideen – Macht und Ohnmacht der Kultur“.
Das Leben im Netz beeinflusst inzwischen auch das Leben derer, die das Netz nicht nutzen. Es greift tief in unser Verständnis und unseren gemeischaftlichen Gebrauch von Kultur ein. Die politischen wie rechtlichen Antworten auf diese Veränderungen hinken dieser Entwicklung hinterher, obgleich das Internet die zentralen Werte und Praktiken unserer Lebenswelt in Frage stellt: Wem gehört das Wissen der Wissensgesellschaft? Wen schützen Eigentumsrechte im Cyberspace? Es tobt ein Kulturkampf über Anarchie und Kontrolle, über Grenzen der Freiheit im Netz. Bedeutet ein unregulierter Zugang zu Ideen anderer Piraterie und Ausbeutung von Künstlern oder ermöglicht diese Offenheit erst Innovation und Kreativität?
Prof. Lawrence Lessig und Mercedes Bunz im Gespräch mit Carolin Emcke.
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: Am Montag ist wieder der Creative Commons-Salon in Berlin
: Am Montag ist wieder der Creative Commons-Salon in Berlin Am kommenden Montag, den 27. November, veranstalten wir wieder den monatlichen Creative Commons-Salon im newthinking store in Berlin-Mitte. Wie immer bietet der CC Salon die Möglichkeit, eigene Projekte vorzustellen und mit anderen zu diskutieren. Während beim letzten Mal der Hauptfocus auf Musik, Gema und Creative Commons lag, haben wir diesmal noch kein Hauptthema und sind offen für Vorschläge. Ansonsten wollte ich verschiedene spannende Projekte und Plattformen aus dem Creative Commons Umfeld vorstellen, um das Potential der Lizenzen zu zeigen. Beginn ist 19 Uhr und der Eintritt ist wie immer frei.
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: Geistige Monopolrechte als Bedrohung für Gerechtigkeit, Entwicklung und Demokratie?
: Geistige Monopolrechte als Bedrohung für Gerechtigkeit, Entwicklung und Demokratie? Am 30. November gibt es in Berlin die spannende eintägige Veranstaltung „Geistige Monopolrechte als Bedrohung für Gerechtigkeit, Entwicklung und Demokratie?“ (PDF) im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm im Juni 2007.
Wissen ist gerade in unserer heutigen Informationsgesellschaft wertvoller als je zuvor und wird sogar als das virtuelle Öl des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Wissen ist zum wichtigsten Produktionsfaktor herangewachsen und hat somit einen besonders hohen ökonomischen Wert. Der Wert von Wissen ist jedoch nicht nur ökonomischer Natur. Wissen hat darüber hinaus einen sozialen und kulturellen Wert.
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: Zu Gast beim Blogspiel
: Zu Gast beim Blogspiel Ich war eben als Gast bei der Sendung Blogspiel, die Samstag Nachmittags um 16:30h auf Deutschlandradio-Kultur gesendet wird. Das Thema der morgigen Sendung wird im weitesten Sinne „Blogs und Journalismus“ sein. Und dieses Blog hier wird „Blog der Woche“ sein. Das Format ist sehr interessant und hinterher gibt es immer einen Podcast der Sendung zum herunterladen. Ein Teil der Sendung besteht aus Podcast-Beiträgen, die von Nutzern auf der Seite blogspiel.de eingereicht und bewertet werden können. Ausnahmsweise gibts zwischendurch auch gute Musik auf Deutschlandradio-Kultur, diese wird von der de-bug ausgesucht.
Das lustigste ist ja das Ambiente, wo die Sendung produziert wird. 50er Jahre Design ist noch Alltag im alten RIAS-Gebäude tief im Westen von Berlin. Ich hab leider vergessen, ein Foto davon zu machen. Fehlte nur noch der röhrende Hirsch an der Wand.
Update: Hier ist die ganze Sendung als MP3.
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: Interfilm in Berlin
: Interfilm in Berlin In Berlin startet diese Woche das 22. Interfilm-Kurzfilm-Festival. Ich wollte da eigentlich ausführlicher drüber berichten, da auch Digitalkultur im Rahmen des Festivals an Bedeutung gewinnt, aber Blogger dürfen sich nicht akkreditieren. Als Antwort auf meine Anfrage erhielt ich nur:
Für eine Presseakkreditierung brauchen wir einen Presseausweis, da unser Kontingent an Akkreditierungen begrenzt ist.
Wir würden uns trotzdem freuen, wenn du das Festival besuchen und im Netz besprechen würdest.Dann gibts also keine Berichterstattung hier. Muss ich mir jetzt langsam mal einen Presseausweis zulegen oder soll ich darauf hoffen, dass Eventorganisatoren mal etwas moderner werden? Ereteres ist vermutlich für die nächsten Jahre noch einfacher.
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: Die digitale Boheme
: Die digitale Boheme
Freundlicherweise habe ich das Buch „Wir nennen es Arbeit – die digitale Bohème oder intelligentes Leben jenseits der Festanstellung“ von Holm Friebe und Sascha Lobo zugeschickt bekommen. Bisher hab ich die Hälfte des Buches gelesen und finde es sowohl interessant als auch lesens- und empfehlenswert. Kann man fast mal der Familie zu Weihnachten schenken, um zu erklären, was man denn so in der Ferne macht. Zum Buch gibt es auch ein Blog (Ich such immer noch den RSS-Feed?!) und verschiedene Lesungen.Sie verzichten dankend auf einen Arbeitsvertrag und verwirklichen den alten Traum vom selbstbestimmten Leben. Mittels neuer Technologien kreieren sie ihre eigenen Projekte, Labels und Betätigungsfelder. Das Internet ist für sie nicht nur Werkzeug und Spielwiese, sondern Einkommens- und Lebensader: die digitale Boheme. Ihre Ideen erreichen – anders als bei der früheren Boheme – vor allem über das Web ein grosses Publikum und finanzieren sich damit. Ein zeitgemässer Lebensstil, der sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.
Auf Angestellten-Frust kann man mit der „Entdeckung der Faulheit“ reagieren, wie es Corinne Maier in ihrem Bestseller fordert: Arbeitszeit absitzen, sicheres Gehalt einstreichen. Die digitale Boheme repräsentiert die mutigere Alternative: Immer mehr junge Kreative entscheiden sich für das Leben in Freiheit. Ihr Hauptziel ist nicht das Geldverdienen, sondern ein selbstbestimmter Arbeitsstil, der den eigenen Motiven folgt – in unsicheren Zeiten vielleicht die überlegene Strategie. Denn ihre enge Einbindung in soziale, künstlerische und digitale Netzwerke bringt ständig neue, teilweise überraschende Erwerbsmöglichkeiten mit sich. Sie schalten Werbebanner auf ihren Websites, handeln mit virtuellen Immobilien, lassen sich Projekte sponsern oder verkaufen eine Idee an einen Konzern. Ihre Produkte und ihre Arbeitsweise verändern den Charakter der Medien und des Internets, bald auch den der Gesellschaft. Holm Friebe und Sascha Lobo porträtieren die digitale Boheme: Sie stellen erfolgreiche Konzepte und innovative Ansätze vor und erklären wirtschaftliche, technische und soziale Entwicklungen und Hintergründe. Ihre spannende Analyse einer zukunftsgewandten Daseinsform inspiriert dazu, so zu arbeiten, wie man leben will.
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: Das Blogspiel auf Deutschlandradio Kultur
: Das Blogspiel auf Deutschlandradio Kultur Ab dem 4. November 2006 soll es jeden Samstag um 16:30 Uhr auf Deutschlandradio Kultur die Sendung „Blogspiel“ geben. Das Ziel wird so beschrieben:
Eine Verbindung zwischen Blogosphäre und Hörfunk. Ein interaktives Projekt rund um den Komplex Blogs, Hörspiel, Radio und Community. Das blogspiel soll als Membran das klassische Massenmedium mit der Formenvielfalt der Internetradioszene verbinden und in beide Richtungen durchlässig sein.
Podcaster können eigene Beiträge einsenden und von den Nutzern auf der Seite blogspiel.de bewerten lassen. Zusätzlich soll es noch eine Blogrundschau geben. Die Sendung wird in Zusammenarbeit mit der Transmediale entwickelt. Thema der ersten Sendung ist „Radio vs Podcast – Natürliche Feinde oder komplementäre Entsprechung?“, wozu auch ein Studiogast mitmachen soll.
Und damit wird der Samstag Nachmittag zur Blog-Zeit im Radio. Zumindest in Berlin. Dort gibt es bereits eine Sendung des Inforadio, dazu jetzt Deutschlandradio Kultur und eine weitere Sendung auf einem weiteren Kanal wird bald noch offiziell angekündigt.
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: Berliner Datengarten: Retrocomputing – Wie waren Computer früher?
: Berliner Datengarten: Retrocomputing – Wie waren Computer früher? Am 12.10.06 gibt es um 20:00h im Berliner Chaos Computer Club wieder einen Datengarten. Thema diesmal ist „Retrocomputing – Wie waren Computer früher?“
Dexter berichtet, was man so alles mit alter Hardware machen kann. Es ist erwünscht, dass historische Hardware mitgebracht wird (soweit transportabel).
Wir wollen einmal einen Blick in die Vergangenheit werfen und uns Computer aus einer Zeit vor Mulitasking und Internet ansehen. Interessierte die noch einen alten Computer zuhause haben sind eingeladen diesen mitzubringen.
Überblick über die Schwerpunkte des Abends:
* Was genau ist Retrocomputing?
* Die Computerlandschaft damals
* CP/M – das erste Plattformunabhängige Betriebsystem
* Restauration von Computern und Datenkonvertierung
* Hardwareneuentwicklung und Hacks
* Szene: Zfest & Co, Berlin ohne Retroszene?
* Hands on: Demonstration eines antiken Computersystems.Die Veranstaltung findet in der Marienstrasse 11 in Berlin-Mitte statt. Eintritt ist frei.
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: Diskussion zu Videoüberwachung in Berlin
: Diskussion zu Videoüberwachung in Berlin Und noch eine Veranstaltung am 23. Oktober in Berlin zum Thema Überwachung. „Treffpunkt WissensWerte: Kuck mal, wer da kuckt…!“ mit dem Schwepunkt auf Videoüberwachung – technisch Machbares, gesellschaftlich Akzeptiertes und zukünftig Wünschbares. Darüber reden Experten beim 29. Treffpunkt WissensWerte am Montag, den 23. Oktober 2006 um 18:00 Uhr.
Kameras auf Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen, in Bussen und Gebäuden – längst hat das Thema Videoüberwachung in das Bewusstsein der Gesellschaft Einzug gehalten. „Big Brother is watching you!“ – für manch einen sind die Visionen George Orwells erschreckende Realität geworden. Nicht zuletzt die jüngsten Fahndungserfolge im Kampf gegen Kriminalität und Terrorismus (Kofferbomber) haben die öffentliche Meinung verändert: Videoüberwachung wird von Vielen akzeptiert, die Proteste der Datenschützer sind leiser geworden. Was aber ist technisch heute schon machbar? Was zukünftig? Bisher müssen Bilder von Menschen ausgewertet werden – erst dann sind im Nachhinein mögliche Täter und Straftaten zu identifizieren. Wie können das intelligente Bilderkennungsprogramme leisten? Wo bleiben die Daten? Und macht Videoüberwachung zur Verhinderung von Straftaten überall Sinn? Wo liegen die Grenzen der gesellschaftlichen Akzeptanz?
Darüber reden Experten beim 29. Treffpunkt WissensWerte, zu dem wir Sie herzlich einladen.
Der Treffpunkt WissensWerte ist eine Veranstaltung der TSB Technologiestiftung Berlin, rbb Inforadio und der Technologie Stiftung Brandenburg in Kooperation mit der TimeKontor AG. Sie wird mitgeschnitten und im Programm von rbb Inforadio 93,1 gesendet.
Podium:
Dr. Leon Hempel, Wissenschaftler am Zentrum für Technik und Gesellschaft, Technische Universität Berlin
Dr. Ivo Keller, Geschäftsführer vis-à-pix GmbH, Potsdam
Dr. Michael Weber, Geschäftsführer DResearch Digital Media Systems GmbH, Berlin
Prof. Dr.-Ing. Thomas Sikora, Leiter Fachgebiet Nachrichtenübertragung, Technische Universität Berlin, Fakultät IV – Elektrotechnik und Informatik
Moderation: Thomas Prinzler, Wissenschaftsredaktion rbb Inforadio
Anmeldung bis zum 18. Oktober 2006 erbeten: kleffel@technologiestiftung-berlin.de.
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: Diskussion: Wie gefährdet ist die Pressefreiheit in Deutschland?
: Diskussion: Wie gefährdet ist die Pressefreiheit in Deutschland? BDZV und news aktuell laden zu einer Expertenrunde ein: „Abgehört, durchsucht, beschlagnahmt – Wie gefährdet ist die Pressefreiheit in Deutschland?“
am 23.10.2006 um 18.00 Uhr im Haus der Presse, Markgrafenstraße 15, 10969 Berlin. Hier soll man sich anmelden.
Auf dem Podium:
* Dr. Heribert Prantl, Ressortchef für Innenpolitik bei der „Süddeutschen Zeitung“
* Jürgen Offenbach, Chefredakteur der „Stuttgarter Nachrichten“
* Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, stellvertretende Vorsitzende und Rechtspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion
* Jerzy Montag, Rechtspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
* Christoph Flügge, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Justiz
* Moderation: Prof. Ernst Elitz, Intendant Deutschlandradio -
: Chaosradio 117 zu Wahlcomputer online
: Chaosradio 117 zu Wahlcomputer online Die gestrige Chaosradio-Show Nr. 117 zum Thema „Wahlcomputer“ ist mittlerweile online zum Download verfügbar. Die Sendung ist drei Stunden lang und die MP3-Datei ist 162 MB gross.
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: Weizenbaum warnt vor Sicherheitsgesellschaft
: Weizenbaum warnt vor Sicherheitsgesellschaft Weizenbaum ist im Moment in Höchstform: Weizenbaum bezeichnet „Sicherheitsgesellschaft“ als Katastrophe.
Joseph Weizenbaum hat im Vorfeld der am morgigen Freitag in Berlin beginnenden Tagung „Informatik und Rüstung“ vor einer hauptsächlich vom Militär geförderten Forschung in den Bereichen Computertechnik, Biotechnologie und innere Sicherheit gewarnt. „Die Entwicklung der Informationsverarbeitung ruft die Frage der Verantwortung hervor“, forderte der Computerpionier eine strengere Ethik in diesen Wissenschaftsgebieten bei einem Pressegespräch ein. Während seiner Zeit als Professor am renommierten MIT in Boston habe er seine Studenten schon immer dazu angehalten, auf die mögliche Endnutzung ihrer Arbeiten zu achten. Abgeraten habe er etwa von Projekten, mit denen Computer gleichsam das Sehen beigebracht werden sollte. Dabei sei schließlich davon auszugehen, dass die entsprechenden Rechner in Raketen eingebaut und für den Abgleich von eingespeicherten Landkarten zur „Verbesserung“ der Zielgenauigkeit verwendet werden.
Ich hatte eigentlich eingeplant, an der Tagung teilzunehmen. Aber wegen Erkältung, viel Arbeit und Barcamp am Wochenende fällt das leider flach.
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: Vortrag auf Berliner XML-Tage: User as contributor
: Vortrag auf Berliner XML-Tage: User as contributor Morgen werde ich auf dem Web 2.0 Infotag im Rahmen der Berliner XML-Tage einen Vortrag zum Thema „User as contributor“ halten. Darin wird es viel um Open Source Strategien in verschiedenen Bereichen gehen und weniger um Youtube, MySpace und den üblichen Buzzwörtern rund um den hippen „User generated content“. Spannender finde ich Sachen wie Howard Dean, SpreadFirefox, OpenWRT / Hardware Hacking, Creative Commons, Freifunk, Freie Software und Wikipedia.
Der Infotag geht von 10 Uhr bis 16 Uhr, der Eintritt ist wohlkostenlos und mein Vortrag beginnt um 11:30 Uhr.
27.09.2006
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden
10117 Berlin -
: Popkomm
: Popkomm Ich war heute auf der Popkomm, aber von dort gibt es nicht viel zu berichten. Ich hab mir die Keynote von Gilberto Gil angeschaut, aber er musste wohl als Kulturminister von Brasilien eine Arbeits-Rede vom Blatt ablesen, wo er die Musikwirtschaft nach Brasilien zu einer Musikmesse einlud und die eigene Musikwirtschaft lobte.
Wer mehr über brasilianische Musik erfahren will, kann dies u.a. bei Wikipedia tun. Und hier ist nochmal ein kurzes Video, wo Gilberto Gil mit Stallman jammt. Die anderen Videos finden sich hier.
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: SuMA-Veranstaltung zu Suchmaschinen in Berlin
: SuMA-Veranstaltung zu Suchmaschinen in Berlin Nächste Woche Donnerstag gibt es das 3. SuMa-eV Forum in Berlin zum Thema „Suchmaschinen: In Technik, Wirtschaft und Medienkunst“.
Die zentrale Rolle der Suchmaschinen in der Informationsgesellschaft hat sich auf hohem Niveau etabliert. Gleichzeitig wächst von vielen Seiten die Kritik an den monopolartigen Strukturen des digitalen Wissenszugangs und der Ruf nach Alternativen wird (endlich) unüberhörbar lauter.
Das 3. SuMa-eV Forum wird Trends, Richtungen, Probleme und Alternativen vorstellen und diskutieren. Dabei werden drei Richtungen genauer betrachtet: Entwicklungen in der Technik, in der Wirtschaft und deren Reflexionen in der Medienkunst. Die Veranstaltung findet statt am
Donnerstag, den 28.9.2006, ab 13.00 Uhr
in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund, In den Ministergärten 10, 10117 Berlin
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: Urheberrecht auf der Popkomm
: Urheberrecht auf der Popkomm Stefan Krempl berichtet auf Heise über Diskussionen auf der Popkomm zum Urheberrecht und der Zukunft der Musikwirtschaft: Musikwirtschaft will Zugangsanbieter zur Kasse bitten.
Hier nur mal ein paar Zitate:
„Wir müssen die Internetzugangsanbieter davon abhalten, unsere Inhalte weiter zu entwerten“ – Shira Perlmutter vom internationalen Branchenverband der Musikindustrie IFPI.
Bleibt die Frage, wie die IFPI sich das vorstellt. Sollen die Provider zukünftig Ports sperren oder ihren Kunden den Zugang kündigen, wenn diese Tauschbörsen nutzen? Wa sist mit legalen Nutzungen von Tauschbörsen wie dem Download der neuesten Knoppix-DVD oder CC-lizenzierten Materialien?
„Wir brauchen Geschäftsvereinbarungen mit Providern und Telcos“, forderte die Vertreterin von Indie-Labels. Die Zugangsanbieter könnten sich nicht länger darauf zurückziehen, nur „dumme Leitungen“ zur Verfügung zu stellen. Vielmehr müssten sie die Tatsache anerkennen, dass ihre Backbones mit Hochgeschwindigkeit geschützte und für die Nutzer attraktive Inhalte liefern würden. „Dafür wollen wir beispielsweise 50 Euro verlangen“, erläuterte Wenham ihr Erlösmodell. Dies sei letztlich im Interesse aller Beteiligten. Es gehe dabei schlicht um die Anerkennung des Werts digitaler Unterhaltungsinhalte.
Wie auch Stefan Krempl schon anschliessend schreibt, ist das Modell nicht weit weg von der Idee eienr Content-Flatrate. Bleibt die Frage, wie sich denn die Indie-Labels die 50 Euro vorstellen. Sollen Internetzugänge zukünftig 50 Euro teurer werden, damit Filesharing vielleicht legalisiert / tolleriert wird? Ich zahle im Moment weniger als 50 Euro für 6 MBit Flatrate inkl. ISDN für quasi alles – 50 Euro mehr dafür finde ich ein wenig arg unrealistisch und fantasiert. Aber vielleicht ist das ja die bewährte politische Strategie, erstmal mit Wunschvorstellungen in eine Debatte zu gehen, um beim Poker eine gute Ausgangsbasis zu haben? Im Interesse aller Beteiligten ist das in dieser Form sicher nicht. Ich bin mal auf ein Papier dazu gespannt, wo mehr Infos enthalten sind.
Politiker gabs auch dort, u.a. Herr Otto von der FDP:
Der FDP-Medienpolitiker Hans-Joachim Otto gab dennoch die Losung aus, DRM-Systeme weiter zu fördern und durchzusetzen, damit Pauschalabgaben möglichst überflüssig werden. „Soviel DRM und individuelle Vergütung wie möglich“, gab er als Ziel aus.
Wieder mal ein grandioses Beispiel für Anschein und Wirklichkeit der „Bürgerrechtspartei FDP“. Ich hatte ja mal letztes Jahr zur Cebit das ungemein erfreuliche Vergnügen, in einem Bus auf der Rückfahrt von der Cebit im Rahmen einer von der Telekom gesponsorten Politiker-Butterfahrt (Mach ich nie wieder) auf dem Platz hinter zwei Mitarbeitern von Herrn Otto zu sitzen, die sich stundenlang (viel Stau) über alles Mögliche unterhielten. War grausam und interessant zugleich. U.a. sprachen sie auch über DRM und ihren Gesprächen mit dem Bitkom. Soviel politische / technische Naivität hatte ich nicht für Möglich gehalten, die glaub(t)en anscheinend alles ungefragt, was die Lobbyisten denen erzählten. Unfassbar.
Vorher in dem Artikel nochmal der Hinweis von unerwarteter Seite, die der „Datenschutzpartei“ FDP doch mal zu Denken geben sollte:
Dagmar Sikorski-Großmann vom Deutschen Musikverleger-Verband befand ebenfalls, dass „es noch kein wirksames DRM gibt“. Ein perfektes Inhaltekontrollsystem stoße zudem „an Grenzen des Datenschutzes“.
Update: Über dpa/OTS lief noch eine eingekaufte Zusammenfassung der Diskussion von der Rechtsanwaltskanzlei, die den Moderator stellte. Daher hier als Ergänzung nochmal die „progressive“ Linkspartei, die bei Heise nicht vorkam:
Für einen besseren Schutz der Kreativen plädierte auch die Journalistin und Bundestagsabgeordnete Dr. Luc Jochimsen (Linkspartei.PDS): „Es ist falsch anzunehmen, dass der Zugang zu kreativen Werken wie Musik stets umsonst sein muss. Auf ein Musikkonzert kann ich mit einer Eintrittskarte ja auch nicht sieben Freunde mitnehmen.“
Hilfe, kann der Frau nicht mal einer erklären, dass das Recht auf Privatkopie mit den bis zu sieben Kopien ein Verbraucherrecht ist und sie die falschen Analogien zieht? Solche Statements hört man normalerweise von Dr Krings von der CDU, aber von der Linkspartei? Da läuft irgendwas schief!
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: Audiomitschnitt von *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik
: Audiomitschnitt von *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik Gestern Abend fand die von der Heinrich Böll Stiftung und dem Netzwerk Neue Medien organisierte Diskussionsrunde „*iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik“ im Grünen Salon in Berlin statt.

Der Saal war voll, die Diskussion spannend und abwechslungsreich und die Zuschauer kamen auch oft genug zu Wort. Herr Zombik von der IFPI hatte einen schweren Stand und musste weitgehend allen Recht geben. Etwas überraschend: Am Ende der Diskussion fanden ganze drei Personen im Raum DRM gut – inklusive zweier Referenten auf dem Podium.
Wir haben alles mitgeschnitten und heute gibts erstmal als MP3 (87MB) und OGG (99MB) die Audioversion. Bis zum Wochenende haben wir hoffentlich die 2,5 Stunden Video bearbeitet und eine weitere Folge NetzpolitikTV mit den Reaktionen der Referenten nach der Diskussion fertig.
Und hier gibts Bilder von der Veranstaltung.
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: Mitschnitt des 7. Berliner Webmontag
: Mitschnitt des 7. Berliner Webmontag Hier ist ein Audiomitschnitt (MP3) des 7. Berliner Webmontag, der diese Woche bei uns im newthinking store stattfand. Die Beiträge waren:
* newsride.org – Web-Demokratie-Plattform: “Newsride is a social community aimed at news junkies and politically interested surfers.” (Relaunched, Arash Yalpani)
* Netlabels: Geschichte, Entwicklung und Blick in die Zukunft! Vor- und Nachteile von digitalen Labels für Musiker auf dem Weg ins Web 2.0‑Zeitalter (Moritz “mo.” Sauer, Phlow)
* eBay Webservices: APIs, Affiliate Programme, SDKs und mehr für Mashups und zum Geld verdienen (Björn Behrendt, http://entwickler.ebay.de)
* “A new AJAX Approach”: TwoBirds – Frameworks sind die anderen? (Frank Thürigen, http://system.dlv.phpb002.de)Meinen Vortrag zum Thema „Social Software bei NonProfits“ hab ich auf den nächsten Webmontag verschoben, weil ich dieses Mal wieder moderieren musste.
Dieses Mal hat Christian den Mitschnitt gemacht. Die ersten drei Minuten des Mitschnitts klingen nicht so gut wie der ganza Rest, da zuerst ein externes Mikro ausprobiert wurde und dann der Mitschnitt über die Anlage ging.
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: Am Dienstag in Berlin: Das Internet und die Zukunft der Musik
: Am Dienstag in Berlin: Das Internet und die Zukunft der Musik *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik

Podiumsdiskussion mit anschließender Lounge, veranstaltet von Heinrich-Böll-Stiftung und Netzwerk Neue Medien am Dienstag, den 19. September 2006 um 20:00 Uhr im Grüner Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Eintritt ist frei und anschliessend gibts Musik.
Mit:
* Peter Zombik * (*IFPI*, Verband der deutschen Phonoindustrie)
* Stephan Benn * (*VUT*, Verband unabhängiger Tonträgerhersteller)
* Johnny Haeusler * (Blogger von *spreeblick.com*)
* Moritz Sauer * (Netlabel-Katalog *phlow.net*)Moderation: *Katja Husen* (Netzwerk Neue Medien)
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: Die Show des freien Wissens im Offenen Kanal
: Die Show des freien Wissens im Offenen Kanal Einer der zahlreichen Höhepukte der Wizards of OS4 war die „Show des freien Wissens“. Ein Mitschnitt der sehenswerten Show wird am Mittwoch um 10:00 Uhr im Berliner Offenen Kanal übertragen. Die Show dauert mindestens zwei Stunden (Ich weiss nicht, ob der OK die Überlänge mitsendet) und wird nur im Kabelnetz übertragen.
Ich würde mich über einen digitalen Mitschnitt freuen.