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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : US-Musikindustrie unterliegt bei Auskunftsrecht
    US-Musikindustrie unterliegt bei Auskunftsrecht

    Im Rahmen ihrer Klagewellen-Kampagne verlor die US-Musikindustrie in Form ihres Branchenverbandes RIAA ein weiteres Mal vor Gericht. Und zwar ging es um ein Auskunftsrecht, die RIAA wollte ohne Zwischenschritte mit Gericht und Staatsanwälte an die Daten von potentiellen Tauschbörsennutzern herankommen. Und zwar gleich im grossen Paket. Dies geht nun nicht, sondern nur in begründeten Einzelfällen bei konkretem Verdacht. Nun hat die RIAA ihre Strategie umgestellt und erstattet in der Regel erstmal Anzeige gegen Unbekannt, um die Herausgabe der Daten im Einzelfall erzwingen zu können. Der US-Provider Charter Communications bekam bei dem Prozess Unterstützung von einer Reihe von (Netz-) Bürgerrechtsorganisationen:

    The Electronic Frontier Foundation (EFF), along with 21 other groups, including the American Civil Liberties Union (ACLU), the Consumer Federation of America (CFA), and the Computer & Communications Industry Association (CCIA), filed a „friend of the court“ brief in the Charter case, urging the Eighth Circuit to determine that the same strong protections applied to anonymous speech in other contexts also apply when copyright infringement is claimed but has not yet been proven. In a victory for privacy and anonymity, the Eighth Circuit determined that DMCA subpoenas could not be used to get this information.

    5. Januar 2005
  • : Piraterie-Steuer?
    Piraterie-Steuer?

    News.com berichtet über die Entscheidung des Landgericht München, dass PCs nach dem Urheberrecht abgabenpflichtig sind. In dem Musterprozess hatte die VG Wort gegen Fujitsu Siemens geklagt und das Gericht entschied auf zwölf Euro Urheberrechtspauschale. Bei News.com klingt das ganze dann in gewohnter IP-Rhetorik so:

    Fujitsu-Siemens has been ordered by a German court to pay a levy every time one of its computers is sold in the country, as part of a „tax on piracy.

    4. Januar 2005
  • : War on Filesharing = War on Drugs?
    War on Filesharing = War on Drugs?

    CNN zitiert den Vorsitzenden der IP Task Force des US-Justizministeriums, der den „Kampf gegen Filesharing“ mit dem „War on drugs“ vergleicht:

    „There are a lot of similarities with the drug war,“ said David Israelite, chairman of the U.S. Justice Department’s Intellectual Property Task Force. „You never really are going to eliminate the problem, but what you hope to do is stop its growth.“

    Hier zeigt sich die falsche Logik im System. Der „War on Drugs“ hat weder das Problem gelöst, noch das Wachstum gestoppt. Drogen sind heute vor allem unter jungen Menschen populärer als je zuvor. Auch wenn die UNO immer noch daran glaubt, in vier Jahren die Welt drogenfrei zu bekommen. Stattdessen kommen in Deutschland jedes Jahr mehr als 200.000 zumeist junge Menschen wegen des Konsums von Cannabis in den Konflikt mit den bestehenden Gesetzen. Sei es, dass der Führerschein für kiffen im Park ohne Teilnahme am Strassenverkehr entzogen wird oder in südlichen Bundesländern Bewährungsstrafen für den Besitz kleinerer Mengen Cannabis verhängt werden. Einen sehr progressiven Ansatz für ein globales Cannabisregulierungsmodell haben der Verein für Drogenpolitik und der Deutsche Hanfverband vorgelegt. Die Broschüre gibt es hier als PDF. Eine sehr interessante Broschüre und ein durchaus lesenswertes Konzept.

    Auch der „War on Filesharing“ wird das Problem nicht lösen und auch das Wachstum von Tauschbörsen nicht stoppen. Neue Lösungen sind hier gefragt. Das Netzwerk Neue Medien hat aktuell zusammen mit Privatkopie.net eine Stellungnahme zum „2. Korb der Urheberrechtsreform“ veröffentlicht und fordern das Bundesjustizministerium auf, sich für eine Kulturflatrate einzusetzen. Die Stellungnahme kann hier heruntergeladen werden. Heise hat Heiligabend dazu einen Artikel mit dem Titel „Urheberrecht soll „digitale Revolution für alle“ ermöglichen“ veröffentlicht.

    4. Januar 2005
  • : Richard Stallman im Interview
    Richard Stallman im Interview

    Wieder mal gibt es ein langes Interview mit Richard Stallman von der Free Software Foundation, diesmal auf Kerneltrap.org. In diesem wird er zum Unterschied zwischen den Philosophien der Freien Software und der Open Source Bewegung befragt, wie zu GNU/Linux, GNU/Hurd und Freier Software im Allgemeinen. Aus dem üblichen Rahmen fallen die letzten Fragen und Antworten zu DRM und der Zukunft von digitalen Medien:

    Q: Is there any other current event that you’d like to address?

    Richard Stallman: The FCC last year decided to require digital restrictions management in all receivers of digital TV. And not only that, to require that they be made not modifiable by the user. I think they have not yet decided whether this device is software controlled. If they make it software controlled then for the first time there will be a government policy explicitly banning free software for a job that millions of people are going to want to
    do.

    Q: Are you optimistic about this?

    Richard Stallman: I don’t know. I am a pessimist by nature. Many people can only keep on fighting when they expect to win. I’m not like that, I always expect to lose. I fight anyway, and sometimes I win.

    I’m not the main leader in this particular battle. The Electronic Frontier Foundation is fighting. Public Knowledge is fighting. People need to get involved politically. At this point people should go to the EFF website and the Public Knowledge website, and continue doing so over the coming weeks to see how they can get involved in this coming campaign. It’s going to take a lot of people spending probably at least twenty minutes. If you care enough about your freedom to spend twenty minutes on it, if you can tear yourself away from whatever little job it is you’re doing this week, and next week, and so on. Spend a little time fighting for your freedom, and we can win.

    4. Januar 2005
  • : Neue Linux-Distributionen
    Neue Linux-Distributionen

    Über die Feiertage haben sich wieder ein paar neue Linux-Distributionen bei mir angesammelt, auf die ich hier gerne mal kurz eingehen möchte:

    Jux kommt aus Österreich und trägt den Untertitel „Linux for Youngsters“. Jux ist gerade in der zweiten Version erschienen und die Zielgruppe der selbstbootenden Distribution sind klar jüngere Menschen. Eine Vielzahl an Lernprogrammen und Spielen sind dabei, ebenso die übliche Standardsoftware wie Firefox, OpenOffice, etc. Jux wird produiziert von netbridge, der Koordinierungsstelle für IKT in der außerschulischen Jugendarbeit in Wien.

    Der Xandros Desktop Version 3 Deluxe wurde mir passend zu Weihnachten aus den USA zugeschickt. Xandros basiert auf Debian, ist allerdings eine für Windows-Umsteiger modifizierte Linux-Distribution, die ihre Stärken klar in der Interaktion mit Windows-Rechnern hat. Zwei CDs und ein Handbuch werden mitgeliefert, dazu ist eine Lizenz für Codeweavers dabei, damit Windows-Software weitgehend problemlos auch auf Linux läuft. Xandros ähnelt vom Look her Windows und ein eigener proprietärer Datei-Manager ist dabei, der den Windows Explorer im Aussehen und in der Funktionsweise ähnelt.

    Auch dyne:bolic ist in der Version 1.4 mit dem Codenamen „LUMUMBA“ erschienen. dyne:bolic ist eine selbstbootende Linux-Distribution, welche auf die Bedürfnisse von Medienaktivisten, Künstlern und Kreativen ausgerichtet ist. Alle notwendigen Werkzeuge zur Multimedia-Produktion werden mitgeliefert, sei es Streamingsoftware und sonstiges Multimedia-Schnickschnack. Die neue Version soll auch auf allen Xbox-Systemen laufen.

    4. Januar 2005
  • : Anonym kommunizieren mit TOR
    Anonym kommunizieren mit TOR

    Auf dem 21c3 war einer der technischen Höhepunkte für mich die Präsentation von TOR, einer Anonymizer-Software, die JAP mehr als Konkurrenz machen wird. TOR funktioniert als Client und Server:

    Tor is a toolset for a wide range of organizations and people that want to improve their safety and security on the Internet. Using Tor can help you anonymize web browsing and publishing, instant messaging, IRC, SSH, and more. Tor also provides a platform on which software developers can build new applications with built-in anonymity, safety, and privacy features.

    Your traffic is safer when you use Tor, because communications are bounced around a distributed network of servers, called onion routers. Instead of taking a direct route from source to destination, data packets on the Tor network take a random pathway through several servers that cover your tracks so no observer at any single point can tell where the data came from or where it’s going. This makes it hard for recipients, observers, and even the onion routers themselves to figure out who and where you are. Tor’s technology aims to provide Internet users with protection against „traffic analysis,“ a form of network surveillance that threatens personal anonymity and privacy, confidential business activities and relationships, and state security.

    Die Software steht unter der BSD-Lizenz und ist für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar. Server können von Nutzern eigenständig eingerichtet werden, für den Serverbetrieb sind 20KB/s Up- und Downstream nötig. Die Electronic Frontier Foundation fördert und unterstützt mittlerweile die Weiterentwicklung von TOR finanziell und durch ihre Anwälte.

    4. Januar 2005
  • : CC Mixer – Creative Commons Remix-Seite
    CC Mixer – Creative Commons Remix-Seite

    ccmixter ist ein neues Projekt aus dem CreativeCommons-Umfeld:

    Sampling, Mashing, Sharing

    This is a community music sharing site featuring songs licensed under Creative Commons, where you can listen to, sample, mash-up, or interact with music in whatever way you want. To get this project started, we’ve dedicated the space to WIRED Magazine’s November 2004 Issue, which featured 16 songs on THE WIRED CD – Rip. Mix. Sample. Mash. Share., all licensed under the Sampling Licenses. If you’re into music, browse this site to hear the original WIRED tracks, or, the new songs that people have built from sampling them. If you’re into sampling and mash-ups we have the full tracks and loops in a ready to mix format, and you can upload your version back into CC Mixter, for others to enjoy. You can also upload and remix your own creations here, apart from the WIRED contest currently underway.

    3. Januar 2005
  • : Überraschende Wende: Softwarepatente von der Tagesordnung gestrichen
    Überraschende Wende: Softwarepatente von der Tagesordnung gestrichen

    Kam gerade per Mail rein:

    Laut Berichten aus dem Presseraum des EU-Rates wurde der Tagesordnungspunkt zum A‑Item Softwarepatente gestrichen. Die polnische Delegation hat darum gebeten, das A‑item nicht zu beschliessen, da man grundsätzliche Probleme sieht und eine Behandlung im fachlich kompetenterenen Wettbewerbsrat sehen will. Damit hat Polen wieder einmal bewiesen, dass die geplante Richtlinie heftigst umstritten ist.

    Mehr Details folgen in Kürze auf http://kwiki.ffii.org/SwpatcninoDe

    Und hier sind die Medienberichte dazu:

    Golem: Softwarepatente: Doch keine Entscheidung im Rat

    Computerwoche: EU-Rat nimmt Softwarepatente von der Tagesordnung

    Heise: EU-Rat vertagt Entscheidung zu Softwarepatenten

    News.com: Poles push patents off EU agenda

    The Inquirer: EU software patent directive stalled

    de.internet.com: EU-Rat stoppt Entscheidung über Softwarepatentrichtlinie

    Futurezone: Polen blockiert Softwarepatente

    The Register: Poland halts software patent directive

    Und schon gibts hier einen Mitschnitt der Ratssitzung zum downloaden und anhören (Ogg Vorbis).

    21. Dezember 2004 1
  • : Tolles Weihnachtsgeschenk:Kohle für die Musik- und Filmindustrie
    Tolles Weihnachtsgeschenk:Kohle für die Musik- und Filmindustrie

    Eine lustige Weihnachtsfundraising-Aktion haben sich die p2p-Aktivisten von Downhillbattle ausgedacht: Für jede 100$, die im Dezember an die Organisationen Electronic Frontier Foundation, Public Knowledge und IPac gespendet werden, gibts einen Klumpen Kohle für die Musik- und Filmindustrie zu Weihnachten.

    Coal, Stockings, and Consumers

    This year has been a whirlwind of attacks on online rights and the public domain. The big gorillas on defense are the EFF, Public Knowledge, and the up-and-coming IPac. To show our gratitude for their valiant efforts, we put together a page to encourage end of year donations. And for every $100 donated, we’re pledging to send a lump of coal to the RIAA and MPAA: Take a look and be generous.

    20. Dezember 2004
  • : Privatkopie-Stellungnahme zum Zweiten Korb
    Privatkopie-Stellungnahme zum Zweiten Korb

    Es hat nun doch noch mit einem Weihnachtsgeschenk an das Bundesjustizministerium geklappt:

    In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern privatkopie.net, Netzwerk Neue Medien und Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V. durchsetzbare Schrankenbestimmungen für Privatkopie, Zitat und Filesharing im „Zweiten Korb“ der Urheberrechts-Reform.

    20. Dezember 2004
  • : Open Source: It’s the Community, Stupid!
    Open Source: It’s the Community, Stupid!

    In „Open Source: It’s the Community, Stupid!“ schreibt LinuxInsider über die Vorteile einer global vernetzten Freie Software – Community gegenüber Proprietärer Software:

    Adam Smith would recognize open source for what it is: market dynamics interacting to seek equilibrium. When the one segment of the market demands an alternative or a solution to a problem, another segment responds.

    If there is no response and the need is genuine, the segment seeking the solution finds the resources needed to solve the problem themselves. What invariably happens is that once the solution is exposed to others, people see ways to profit from that solution, or ways to integrate that solution as a component in a larger system.

    The simple historical fact is that monopolies work in a completely different manner and can never be as nimble and responsive as a motivated and varied community of suppliers. Monopolies invariably try to create demand for the solutions they see as optimal for their corporate goals. Sometimes they are right, sometimes they are wrong, but rarely are they optimal.

    Traditionelle Softwareentwickler und IT-Entscheidern wird der Tip gegeben, sich der Open Source – Welt anzupassen und daraus zu lernen oder zu sterben:

    So, if you’re a traditional software developer, what should you do? Adapt or die. Learn to benefit from open source by combining proven solutions into more complex products. Learn to profit from your expertise rather than trying to tie clients into proprietary closed systems.

    If you’re responsible for the IT deployments in your company, what should you do? Watch. Learn. Find solutions that fit your needs and integrate them in a logical and measured fashion. Move responsibly, but move. Save your firm some money and perhaps free up enough capital to get yourself a raise.

    17. Dezember 2004
  • : EU Landwirtschaftsminister entscheiden Dienstag über Softwarepatente
    EU Landwirtschaftsminister entscheiden Dienstag über Softwarepatente

    Die EU-Landwirtschaftsminister entscheiden am kommenden Dienstag bei einem Treffen über Softwarepatente. Das bedeutet, dass die Softwarepatente-Position des Wettbewerbsrates noch in diesem Jahr formell ohne weitere Beratung unter der niederländischen Ratspräsidentschaft beschlossen wird. Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe, kritisierte in einer Meldung der Freien Software Presseagentur das Vorhaben:

    „Eine formelle Abstimmung beim nächste Woche stattfindenden Treffen des Ministerrates zum Thema Umwelt wäre bedenklich. Geradezu tragisch wäre es, wenn der Umweltrat etwas beschlösse, was einem Sauren Regen in der europäischen IT-Landschaft entspräche.“

    Auch der Linux-Verband meldete sich in Form von Johannes Loxen, Sprecher des Linux-Verbandes in Fragen der Software-Partentierung, zu Wort:

    »Wenn dieser Rats-Entwurf Realität wird, werden die rechtlichen Auseinandersetzungen in Patentfragen in den nächsten Jahren stetig zunehmen. Ohne Not verpasst sich die EU ein Regelwerk, das die Rechtsberatungskosten europäischer Software-Unternehmen sofort in die Höhe treiben wird und damit die Konkurrenzfähigkeit gegenüber großen Anbietern verringert. Mit dem derzeit stark wachsenden Patent-Portfolio einiger weniger Konzerne wird die Entwicklung der letzten zehn Jahre wieder zurück gedreht auf eine längst überwunden geglaubte Monokultur.

    Software-Patente werden nicht zum Produkt-Schutz eingesetzt – sie sind Mittel des Rechtsschutzes für ihre Inhaber. Alle Anmelder von Softwarepatenten bestätigen diese Situation. Die Grundidee von Patenten als Innovations-Schutz und ‑Motor ist damit ins Gegenteil verkehrt.“

    Elmar Geese, Vorsitzender des Linux-Verbandes, ergänzt:

    »Deutsche und europäische Politiker müssen die in den letzten Wochen und Monaten gemachten kritischen Aussagen durch ihr Tun untermauern. Wer jetzt als Politiker die Schultern zuckt und sich nicht für zuständig erklärt, stellt seine Glaubwürdigkeit auf den Prüfstand«, ergänzt Elmar Gesse, Vorsitzender des Linux-Verbandes, »Industrie und Öffentliche Hand haben in den letzten Jahren verstärkt in bessere, sichere und kostengünstigere freie Software investiert. Diese Investitionen müssen geschützt werden. Dies ist ein Auftrag an die deutsche Politik.«

    Heise schrieb am Nachmittag noch, dass es Montag stattfinden wird. Allerdings wurde heute Nachmittag kurzfristig die Tagesordnung geändert, so dass Dienstag nun definitiv ist.

    17. Dezember 2004 1
  • : Klasse Firefox-Werbung in der NYT
    Klasse Firefox-Werbung in der NYT

    Gestern war in der New York Times eine doppelseitige Firefox-Anzeige der Spread-Firefox-Kampagne, die im Gegensatz zur deutschen Variante richtig schön geworden ist und dazu mit Argumenten überzeugt:

    Gratulation über den Teich. Ein grosses PDF kann hier heruntergeladen werden.

    17. Dezember 2004
  • : Kreatives Fundraising: Stallman auf Deinem Anrufbeantworter
    Kreatives Fundraising: Stallman auf Deinem Anrufbeantworter

    Eine aussergewöhnliche und kreative Fundraising-/ Mitgliederwerbe-Aktion macht gerade die Free Software Foundation. Für jeweils drei neue Mitglieder oder Spender bekommt man einen personalisierten Anrufbeantworterspruch, natürlich im offenen Ogg Vorbis-Format, zugesandt. Dabei werden entweder Richard Stallman oder Eben Moglin die Sprecher sein:

    For every three new members who name you as their inspiration for joining, your choice of FSF founder and president Richard Stallman or FSF counsel and scholar Eben Moglen will record a personalized greeting ready for use on your answering machine.

    Greet your callers with a prominent voice of software freedom, and help the FSF safeguard this freedom for everyone.

    After we agree on the text for the message, Stallman or Moglen will record it in a free digital format that you can play as a whole on your preferred media, be it your voice mail, web site, blog, VOIP system, answering machine—you’ll have the file, so you can move it around as you please. We can personalize them for whomever you like, so you can make them gifts for friends and family.

    We’ll do one message for you for every three referrals.

    17. Dezember 2004
  • : Eu Konsultation zu Urheberrecht
    Eu Konsultation zu Urheberrecht

    Die EU-Kommission hatte zur Konsultation rund um die Urheberrechtsreformierung von 2001 eingeladen und von 134 eingegangenen Beiträgen wurden 126 veröffentlicht.

    The review is aimed at updating the legislative framework in the field of copyright and related rights, increasing its consistency and also simplifying the provisions. In addition, there is a need to analyse whether this framework still contains shortcomings which have a negative impact on the functioning of the Internal Market. In this case, additional harmonisation measures may have to be envisaged.

    In the framework of the review, the Commission is now launching a consultation of all interested parties on the basis of a working paper. The consultation aims at completing the legal analysis and allowing further assessment of the impact of possible changes.

    Die grosse Frage ist ja, welche acht Organisationen oder Firmen machen intransparentes Lobbying und wollen nicht öffentlich genannt werden?

    16. Dezember 2004
  • : Das kleinste P2P Programm der Welt
    Das kleinste P2P Programm der Welt

    Aktuell zur neuesten Verfolgungswelle von P2P-Infrastruktur, weisst Ed Felten in seinem Weblog auf die Problematik der Regulierung von Filesharing hin, indem er TinyP2P geschrieben hat, welches nur 15 Zeilen Code hat.

    TinyP2P is a functional peer-to-peer file sharing application, written in fifteen lines of code, in the Python programming language. I wrote TinyP2P to illustrate the difficulty of regulating peer-to-peer applications. Peer-to-peer apps can be very simple, and any moderately skilled programmer can write one, so attempts to ban their creation would be fruitless.

    15. Dezember 2004
  • : Forschungsministerium fordert mehr Open Access im „Zweiten Korb“
    Forschungsministerium fordert mehr Open Access im „Zweiten Korb“

    Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) kritisiert in einem Artikel von Christiane Schultzki Haddouti aus Heise den „Zweiten Korb“ der Urheberrechtsnovelle. Dabei verweist er auf das Aktionsprogramm „Informationsgesellschaft Deutschland 2006“, wo die Bundesregierung sich verpflichtet hat, „den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen zu fairen Bedingungen sicherzustellen“. Allerdings garantiert dies der „2. Korb“ in der derzeitigen Fassung überhaupt nicht und übervorteilt nur die einflussreichen Verleger. Damit bleiben der Bibliotheksversand Subito, Schulen und Bibliotheken auf der Strecke. Übrigens gerade in Zeiten von PISA eine sehr gute Idee, um Deutschland wieder „wettbewerbsfähig“ zu machen.

    Angesichts dieser von den Verlagen durchgesetzten Restriktionen kritisierte Catenhusen, dass es nicht angehe, dass dem Staat von jenen „das Wächteramt für Wertschöpfungsketten“ angedient werde, die „bei jeder Gelegenheit zum einen eine überbordende staatliche Regulierungswut kritisieren und die andererseits ihre eigene Wertschöpfung angesichts des technischen Fortschritts nicht auf die Reihe kriegen“.

    und:

    Er fordert, dass „die Möglichkeiten einer digitalen Werknutzung und eines schnelleren und einfacheren Informationszugangs ausgeweitet werden sollen“. Gleichwohl unterstütze das BMBF zwar die Open-Access-Aktivitäten der Wissenschaft, es könne aber „nicht stellvertretend für die Wissenschaft quasi als digitale Zentralbibliothek fungieren“.

    Auch Gabriele Beger, Vorsitzende der Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbands wurde dazu von Heise befragt:

    „Die großen weltumspannenden Verlage werfen gerne in die Diskussion das Argument ein, dass Arbeitsplätze verloren gehen könnten, obgleich die Urheber von den Erlösen längst nicht mehr leben können.“ Mit der Novelle des Urheberrechts würden Instrumente abgeschafft, die für ausgeglichene Interessenlage sorgen. „Wenn alle vernünftigen Argumente ausgetauscht sind“, empfiehlt Beger daher, „müssen leistungsstarke Bibliotheken wohl in andere Länder ausweichen, um die Grundversorgung aufrechtzuerhalten.“

    15. Dezember 2004
  • : Bruce Schneier zum Thema „Wie macht man den eigenen PC sicherer“
    Bruce Schneier zum Thema „Wie macht man den eigenen PC sicherer“

    Der IT-Security Experte Bruce Schneier hat in seinem Weblog eine Auflistung veröffentlicht, wie der eigene PC sicherer gemacht werden kann. Das Ergebnis ist wenig verblüffend:

    Operating systems: If possible, don’t use Microsoft Windows. Buy a Macintosh or use Linux. If you must use Windows, set up Automatic Update so that you automatically receive security patches. And delete the files „command.com“ and „cmd.exe.“

    Applications: Limit the number of applications on your machine. If you don’t need it, don’t install it. If you no longer need it, uninstall it. Look into one of the free office suites as an alternative to Microsoft Office. Regularly check for updates to the applications you use and install them. Keeping your applications patched is important, but don’t lose sleep over it.

    Browsing: Don’t use Microsoft Internet Explorer, period. Limit use of cookies and applets to those few sites that provide services you need. Set your browser to regularly delete cookies. Don’t assume a Web site is what it claims to be, unless you’ve typed in the URL yourself. Make sure the address bar shows the exact address, not a near-miss.

    Web sites: Secure Sockets Layer (SSL) encryption does not provide any assurance that the vendor is trustworthy or that its database of customer information is secure.…

    [via Boing Boing]

    Wer trotzdem bei Windows bleiben will, dem sei wenigstens Dingens.org zu empfehlen, weil dort eine kleine und feine Software heruntergeladen werden kann, welche wenigstens die grössten Scheunentore von Windows schliesst.

    Dazu passt auch ein Artikel auf Wired von heute mit dem Titel „Linux: Fewer Bugs Than Rivals“.

    14. Dezember 2004 1
  • : Linux-Desktop Migrations Kochbuch von IBM
    Linux-Desktop Migrations Kochbuch von IBM

    IBM hat ein „Linux Client Migrations Cookbook“ mit dem Untertitel „A Practical Plannung and Implementation Guide for Migrating to Desktop Linux“ veröffentlicht. Das 268 Seiten umfassende Werk ähnelt dem Migrationsleitfaden des Innenministeriums und liefert viele Lösungsansätze sowie Pro- und Kontrapunkte für Linux auf dem Desktop.

    14. Dezember 2004
  • : Spiegel Online verwirrt?
    Spiegel Online verwirrt?

    Lieber Spiegel, die in Eurem Artikel „KaZaA ist wie eine Knarre am Kopf“ verwendete Grafik ist etwas irreführend mit dem zugehörigen Text:

    Nicht die Musikindustrie verwendet die gezeigte Grafik für eine Werbekampagne zur Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern, sondern es ist ein Motiv der Electronic Frontier Foundation (EFF), nämlich der „Let the music play“ Kampagne der EFF, und sie richtet sich gegen die Kriminalisierung von Tauschbrösennutzern.

    10. Dezember 2004