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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : Frankreich: Freie Software für Schüler
    Frankreich: Freie Software für Schüler

    Eine vorbildliche Initiative plant derzeit die französische Region Auvergne und versteht sich damit als Vorreiter eines neuen Zeitalters. Ab dem nächsten Monat sollen Schüler zwischen 15 und 19 Jahren von den Schulen zwei CDs mit Freier Software bekommen. Die eine ist voller Freier Software für Windows und die andere besteht aus der französischen Knoppix-Variante Kaella. 64000 Pakete werden insgesamt ausgeliefert. Später soll es noch Trainingsprogramme und Schulungen geben.

    Mehr Informationen haben Pro-Linux und ZDNet UK.

    Und wann sehen wir in Deutschland mal eine solche Initiative?

    12. August 2005
  • : Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer
    Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer

    Die Organisatoren des Thought Thieve$-Filmwettbewerbes haben mich wegen weiterer Übersetzungen vom englischen ins deutsche angefragt. Da meine Zeitressourcen derzeit äusserst knapp sind, kann ich dies leider nicht machen. Aber vielleicht findet sich unter den Lesern jemand, der/die Lust und Zeit dafür hat?

    Freiwillige melden sich bitte direkt bei Sasha Costanza-Chock, schock ADD riseup PUNKT net

    12. August 2005 2
  • : iRights: US-Lehrbücher mit Verfallsdatum
    iRights: US-Lehrbücher mit Verfallsdatum

    Vor drei Tagen geisterte die Meldung über ermässigte wissenschaftliche DRM-Textbooks durch zumeist US-amerikanische Medien und Blogs. Ich wollte dazu auch was schreiben (Danke auch an Stefan für die Mail) , hatte aber leider nicht die gewünschte Zeit. Also nutze ich jetzt mal das Potential der Creative Commons Lizenzen und nehme einen schönen Text von Matthias Spielkamp, den dieser für das Verbraucherportal iRights.info geschrieben hat:

    US-Lehrbücher mit Verfallsdatum

    Der US-Buchgroßhändler MBS Textbook Exchange plant gemeinsam mit fünf großen Verlagen Lehrbücher für Universitäten als E‑Books anzubieten. Die digitalen Ausgaben sollen ein Drittel weniger kosten als ihre gedruckten Pendants, können jedoch durch den Einsatz von digitalem Rechtekontroll-Management (DRM) nur auf einem Computer gespeichert werden und laufen nach fünf Monaten ab.

    „Universal Digital Textbooks“ nennt MBS das Programm, an dem die Verlage McGraw-Hill Higher Education, Houghton Mifflin Company, John Wiley & Sons, Thomson Learning und SAGE Publications teilnehmen. In einem ersten Schritt sollen die E‑Books in Buchläden an zehn US-Universitäten verkauft werden. Die E‑Books im Adobe-PDF-Format werden mit einem DRM-System versehen, das kontrolliert, dass die Bücher nur auf einen Computer geladen werden können. Nach fünf Monaten – einem US-Semester – sind die Dateien nicht mehr lesbar. Außerdem können die E‑Books nicht weiter verkauft werden.

    12. August 2005
  • : Microsoft schmeisst Party im Abgeordnetenhaus
    Microsoft schmeisst Party im Abgeordnetenhaus

    Hallo? In Berlin wundert mich gar nichts mehr:

    Where do you want to go today? Der Software-Multi Microsoft wird seinen Werbeslogan am 18. August so beantworten: Ab ins Abgeordnetenhaus! Der wegen seiner Geschäftspraktiken umstrittene Großkonzern lädt an diesem Datum alle Berliner Parlamentarier zu einer Werbeveranstaltung samt Buffet – in den Festsaal des Abgeordnetenhauses, direkt im Anschluss an eine Plenarsitzung. Als Vertreter des rot-roten Senats hat sich Ehrhart Körting (SPD) angekündigt. Der Innensenator wird auf dem Termin eine Rede halten.

    … berichtet die TAZ heute, und zitiert dann u.a. noch die Microsoft-Sprecherin:

    „Unser Engagement wurde politisch nicht als Problem empfunden. Warum sollten wir dann übersensibel sein?“, fragt Microsoft-Sprecherin Inger Paus. Schließlich hat die Lösung Festsaal handfeste Vorteile: Angesichts der Zeitnot der Parlamentarier, so Paus, wolle man ihnen die Teilnahme so einfach wie möglich machen.

    Auch Parlamentspräsident Walter Momper hat keine Problem damit: „Ich halte es für richtig, wenn Firmen und Institutionen die Gelegenheit erhalten, Abgeordneten Informationen zu vermitteln – auch hier an Ort und Stelle“.

    Offensichtlich gibt es aber doch ein politisches Problem damit, das Abgeordnetenhaus für eine Lobby-Party zu nutzen. Protest kommt von den Grünen, wie neben der TAZ auch Heise berichtet:

    Generell stößt der Grünen sauer auf, dass sich das Parlament zwar bereits wiederholt dafür ausgesprochen habe, die Vormacht Microsofts in den Computerinfrastrukturen des Landes zu brechen und Alternativen mit Open Source zu testen, „der rot-rote Senat es aber immer genau anders macht“.

    Vielleicht liegt es daran, dass der ehemalige CDU Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner mittlerweile Chef-Lobbyist bei Microsoft für den Bereich „Public Sector“ ist und seine ehemaligen Kollegen einlädt?

    Auch für die Berliner Zeitung ist das ein Thema: Zu Gast bei Bill Gates

    So steht es in der Einladung der Microsoft Deutschland GmbH, die die Abgeordneten jetzt erreichte, unterschrieben übrigens vom Ex-Senator und Ex-Abgeordneten der CDU, Wolfgang Branoner, derzeit wichtiger PR-Mann der Firma. Natürlich ist die Teilnahme an jenem Beisammensein freiwillig. Doch ist es schön zu wissen, dass ausgerechnet im Hause des demokratischen Souveräns ein paar abhängig Beschäftigte des reichsten Mannes der Welt, Bill Gates, zum Büfett laden? Noch dazu am Tag einer Plenarsitzung, am 18. August, wenn die Abgeordneten ihrer höchsten Pflicht genügen und den parlamentarischen Wettstreit austragen? Zwar beginnt die Veranstaltung laut Einladung nach Abschluss der Debatten – aber wird hier nicht doch auf eine etwas arg plumpe Art Lobbyismus betrieben?

    de.internet.com berichtet noch über den wahren Grund: Microsoft versucht Berliner Senat mit edlem Empfang zu kaufen

    Der Software-Konzern Microsoft hat alle 141 Abgeordneten des Berliner Senats am 18. August zu einem „Parlamentarischen Abend“ im Festsaal des Berliner Landesparlaments eingeladen. Was offiziell als Vorstellung „Microsoft Initiativen für Bildung und Innovation“ beim Land Berlin deklariert wird, ist eine Lobbyveranstaltung, bei der es um Updates für die rund 65.000 Desktops in den Berliner Landes- und Bezirksverwaltungen geht. In den Berliner Verwaltungen läuft weitestgehend noch Windows 2000 mit MS Office 97.

    11. August 2005 1
  • : Netzeitung: Windows macht Google unglücklich
    Netzeitung: Windows macht Google unglücklich

    Die Netzeitung berichtet über die Gründe von Google, auf Linux anstatt auf Windows zu setzen. Diese hatte Chris DiBona, Open-Source-Manager bei Google, auf einer Linux-Konferenz in San Francisco ausführlich beschrieben:

    Setze man beispielsweise Windows oder ein anderes Betriebssystem ein, das nicht Open Source sei, müsse man erst den Hersteller fragen, bevor Änderungen am Programmcode vorgenommen werden können. «Warum sollten wir die Kontrolle über unsere Software einer anderen Firma übertragen?», wird DiBona in der Online-Ausgabe der Zeitschrift «Computer Business Review» zitiert.

    11. August 2005
  • : USA: RIAA Strassenkampagne für stärkeres Urheberrecht
    USA: RIAA Strassenkampagne für stärkeres Urheberrecht

    In den USA macht die „Music United Coalition“ (RIAA) eine Posteraktion mit dem Slogan „Füttert die Musiker durch legale Downloads“ (Feed a musician, download legally) und will sich für ein stärkeres Urheberrecht einsetzen. Verwundert frage ich mich, was denn da noch stärker werden kann? Meine Antwort: „Respektiert die Nutzer und verzichtet auf DRM!“.

    [via BoingBoing]

    11. August 2005 1
  • : Ubuntu-Lite für ältere Rechner
    Ubuntu-Lite für ältere Rechner

    Gerade bin ich über Ubuntu-Lite gestolpert. Das ist eine Extraversion meiner derzeitigen Lieblingsdistribution für ältere Rechner. Die neuen Linux-Distributionen sind ja eher auf aktuelle Rechnerarchitekturen ausgerichtet. Ältere Rechner der Pentium I und II – Generation kommen allerdings normalerweise nicht mehr mit den neuesten Desktop-Oberflächen klar, zu hoch sind die Anforderungen an Hauptspeicher und andere Dinge. Ubuntu-Lite soll jetzt das Problem lösen. Mehr INformationen hat Distrowatch und das Ubuntu-Lite-Wiki. Ich in gespannt.

    [via Linuxlog]

    11. August 2005
  • : Erste Alpha-Version von KDE 3.5 erschienen
    Erste Alpha-Version von KDE 3.5 erschienen

    Die erste Alpha-Version des populären freien Desktopmanagers KDE ist in der Version 3.5 erschienen. Golem und Heise haben weitere News. Den Feature-Plan gibt es hier. Das KDE Developers Journal ist auch interessant. Ich freue mich auf das Erscheinen der stabilen Version.

    11. August 2005
  • : Film: Gimme the Mermaid
    Film: Gimme the Mermaid

    Einen Film, den ich schon seit einiger Zeit wiederfinden wollte, habe ich gerade noch bei Thought Thieve$ verlinkt gefunden:

    „Gimme the Mermaid“:

    by Negativland and Tim Maloney
    A new short from the band Negativland, with help from Disney animator Tim Maloney, who created this using his employer’s equipment after hours. „Mermaid“ combines the sound of a music industry lawyer with the voice of the Little Mermaid and Negativland’s helium-tinged cover of Black Flag’s „Gimme Gimme Gimme.“ The video appears on the band’s release, No Business, available via Stay Free!

    Während des ersten World Summit on the Information Society im Dezember 2003 in Genf gab es eine kleine Guerilla-Aktion der WSIS? We Seize! Gegen-Gipfel – Aktivisten vor der WIPO. Auf dem Gipfel selbst wurden gefakte Einladungen verteilt, wonach die WIPO Abends einen Film zum Thema Intellectual Property in ihrem Gebäude, nicht weit weg vom Gipfel, zeigen wollte. (Muss mal zuhause schauen, ob ich die „Einladung“ noch finde) Den gab es dann nicht im Gebäude und auch nicht offiziell von der WIPO, sondern Medienaktivisten beamten den Film an die Aussenwand der WIPO. War eine coole Aktion. Sowas wird es wohl beim zweiten WSIS im November diesen Jahres in Tunis vermutlich nicht geben.

    Den Film gibt es neben anderen interessanten Sachen als 11MB grosse MP4-Datei bei Illegal-Art. Sehr empfehlenswert!

    10. August 2005
  • : Thought Thieve$ Filmwettbewerb
    Thought Thieve$ Filmwettbewerb

    Eine witzige Idee ist der Gegenwettbewerb zur Microsoft UK-Kampagne über „Gedankendiebe“. Junge Menschen werden da aufgefordert, Filme zum Thema Intellectual Property hinzuschicken. Kritische sind natürlich nicht erwünscht. Seit heute gibt es aber „THOUGHT THIEVE$“, um allen kritisch denkenden die Gelegenheit zu geben, auch bei einem Wettbewerb mit zu machen:

    Ausschreibung: THOUGHT THIEVE$ Kurz-Film-Schau

    THOUGHT THIEVE$ ist eine Kurz-Film-Schau darüber, wie Konzerne sich Wissen, Kultur und Kreativität unter den Nagel reißen und die Antwort der Basis auf die Micro$oft-Wettbewebs­propaganda gleichen Namens [siehe http://www.msn.co.uk/thoughtthieves/Default.asp].

    Bei unserer Version von THOUGHT THIEVE$ geht es um große Konzerne, um den von ihnen begangenen Diebstahl und ihren Profit am Wissen des gewöhnlichen Volkes. Einfach gefragt: was löst es wohl für eine Reaktion aus, wenn die eigene traditionelle Kultur, die gemeinsame Kreativität, die tausende von Jahre alten Samen-Bestände, das althergebrachte medizinische Wissen oder gar das eigene genetische Muster als Eigentum eines multinationalen Konzerns angesehen wird? Was würdet Ihr tun?

    Wir wollen es wissen!

    Schickt uns Euren Kurzfilm über Konzern-Piraterie bis zum 16. September, 2005. Damit hat Euer Film die Chance, an einer internationalen Aufführungs-Tour teilzunehmen. Steht noch nicht fest: die Macher der kreativsten Filme der Publikumswertung werden zu einer Premierenaufführung ihres Filmes in Tunis, Genf oder London eingeladen.

    Wir können auch alle eine riesige Auswahl neuester Gratis-Software gewinnen; massig Recherche-Material zu Public Domain, Fair Use, Creative Commons, und Copyleft; nicht genveränderte Nahrung; erschwingliche Allgemeinmedizin … und weitere tolle Sachen, die wir bald bekanntgeben werden.

    TERMIN: Abgabeschluss 16. September 2005.

    Ein Poster zum Wettbewerb zum selber ausdrucken und aufhängen gibt es hier als PDF.

    10. August 2005
  • : Womit verdient Hollywood sein Geld?
    Womit verdient Hollywood sein Geld?

    Eine interessante Frage beantwortet Edward Jay Epstein im Slate-Magazin: Womit verdient Hollywood sein Geld?

    a) Im Kino?
    b) DVDs?
    c) Fernsehen?

    Der grosse Gewinner ist das Fernsehen, bzw. Lizenzen fürs Senden von Filmen. Epstein nennt die Fernsehlizenzen „das Eldorado“ von Hollywood. 90% der Lizenzgebühren ist Profit. Währenddessen bringen DVD-Verkäufe nur ca. 2/3 an Profit rein. Die Produktions- und Vertriebskosten für DVDs liegen bei ca. 5$. Bei den gegenwärtigen Verkaufspreisen wird dabei zwischen 100–400% Gewinn gemacht. Ein dickes Minusgeschäft ist allerdings das Kino, hier zahlt Hollywood sogar noch drauf. Und das bei ständig steigenden Kinopreisen, die zudem wiederum Schwund bei den Kinobesuchern mit sich bringen. Marketing und PR kosten halt eine ganze Menge für die Erstverwertung. Grosse Verlierer sind laut Epstein die unabhängigen Filmemacher, die nicht so leicht Zugang zum TV-Geschäft finden.

    Sehr interessanter Artikel! Einen passenden Audiobeitrag dazu gibt es auch bei NPR.

    10. August 2005
  • : Erste Beta von OpenSuSE ist raus
    Erste Beta von OpenSuSE ist raus

    ALs erste Beta-Version ist „Prag“, das neue OpenSuSE, online gestellt worden. Downloads gibts via FTP und Bittorrent. Im Wochentakt sollen jetzt weitere Beta-Versionen erscheinen. Aber Vorsicht: Diese Version befindet sich noch in einem Entwicklerstadium.

    10. August 2005
  • : Studie zum Einsatz von Freier Software in KMUs
    Studie zum Einsatz von Freier Software in KMUs

    Eine regionale Umfrage der Forschungsgruppe Fazit ergab, dass im Raum Baden-Württemberg rund 19 Prozent der klein- und mittelständischen Unternehmen Freie Software eingesetzt wird. Zugleich wurde jedoch ein massives Informationsdfizit bezüglich Freier Software offenkundig. Denn rund 80 Prozent der befragten klein- und mittelständischen Unternehmen gaben an unzureichend bzw. gar nicht über Freie Software informiert zu sein.

    Bei näherer Betrachtung zeigt sich dabei, dass es gravierende Unterschiede in der Aufgeschlossenheit gegenüber des Einsatzes Freier Software gibt. So ist die Verbreitung Freier Software in IT- und medienaffinen Unternehmen mit 26 Prozent wesentlich höher als in anderen Branchen, z.B. dem Finanz- oder verarbeitenden Sektor, wo lediglich rund 14 Prozent der Betriebe Freie Software einsetzen.

    Zudem wurde nachgeweisen, dass die Nutzungswahrscheinlichkeit Freier Software mit der Größe des Unternehemens steigt. So wird Freie Sofware nur in rund 17 Prozent der Unternehmen mit 1 bis 4 Beschäftigten OSS eingesetzt, während rund 40 Prozent der großen Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten OSS einsetzen.

    Gründe für diese „Verwerfungen“ könnten sein, dass größere Unternehmen in der Regel über eine eigene IT-Abteilung und damit ein fundiertes Fachwissen verfügen. Zudem bieten sich in größeren Firmen zahlreichere Einsatzmöglichkeiten für OSS-Anwendungen als beispielsweise in einem Vier-Mann-Unterehmen. Generell wird das Informationsdefizit und die damit einhergehende Unsicherheit einstimmig als größtes Hemmnis für einen flächendeckenden Einsatz Freier Software in KMUs gewertet.

    Die Notwendigkeit einer breiten Aufklärungskampagne über die Hintergründe, Einsatzmöglichkeiten und Funktionalität Freier Software in KMUs ist daher offensichtlich. Gefragt sind dabei nicht nur Politik und IT-Spezialisten sondern gerade auch Wirtschafts- und unternehmerische Interessensverbände. Es wird zukünftig darauf ankommen, Unternehmern durch regionale Initiativen und Public-Private-Partnerships langfristige Beratungsangebote zu öffnen.

    10. August 2005
  • : Tagesanzeiger: Creative Commons in der Schweiz
    Tagesanzeiger: Creative Commons in der Schweiz

    Im Schweizer Tagesanzeiger hab ich einen Artikel über Creative Commons gefunden: Guerilla-Copyright sprengt Grenzen

    5. August 2005 2
  • : Richard Stallman zu Softwarepatenten in Europa
    Richard Stallman zu Softwarepatenten in Europa

    Richard Stallman kommentiert im Guardian die Situation rund um Softwarepatente in Europa: Soft sell

    So, did consumers and programmers win anything? Yes – time, but not much.

    The directive on „computer-implemented inventions“ is dead but software patents in Europe are not. We have not defeated the pro-patent forces, only driven them off. They decided to avoid a showdown at that time and place, but that does not mean they have given up. We do not know when or how they will be back, but we must not assume they will use the same methods or that we have years to prepare.

    This battle has implications far beyond the software field. Our years-long fight has shown how undemocratic the EU is. It is a system in which bureaucrats can make decisions that, practically speaking, the public can never reverse.

    2. August 2005
  • : CampusSource: e‑Learning in Nordrhein-Westfalen
    CampusSource: e‑Learning in Nordrhein-Westfalen

    Das Schlagwort der Gegenwart heißt Neue Medien. Kaum ein Bereich des täglichen Lebens, der nicht von den vielfältigen technologischen Entwicklungen der Informations- und Telekommunikationsbranche beeinflusst ist. Informationsgesellschaft als Label für eine Ära. Wissen wird zur wichtigsten Ressource für das Individuum. Doch Wissen ist nicht uniform und genauso wenig gibt es einheitliche Wege Wissen zu erlangen. Jeder Einzelne ist gefordert sich kontinuierlich in verschiedensten Richtungen weiter zu befähigen. Lebenslanges Lernen als Lebensentwurf.

    Vor diesem Hintergrund bekommen alternative Lehr- und Lernstrategien einen neuen Stellenwert. Bildung muss sich den technologischen Entwicklungen anpassen und diese integrieren. Der Trend geht zum E‑Learning. Das haben auch Politik und Bildungseinrichtungen erkannt und engagieren sich zunehmend in entsprechenden Projekten.

    Vorreiter in diesem Feld ist Nordrhein-Westfalen. Dort gibt es bereits seit 2001 die Initiative CampusSource, die vom dortigen Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung unter dem Projektnamen „Softwaretechnologien für das Lehren und Lernen“ im Rahmen des Innovationsprogramms Forschung gefördert wird.

    An dem Projekt sind zahlreiche Bildungseinrichtungen beteiligt. CampusSource versteht sich als Plattform, die die singulären Entwicklungen der Universitäten des Landes bündelt und einer breiten Nutzung zuführt. Die Projektleitung wird von einer eigenen Geschäftsstelle unter Leitung von Prof. Hoyer und in Abstimmung mit der Steuerungsgruppe wahrgenommen. Dieser gehören acht Wissenschaftler verschiedener Landesuniversitäten sowie Vertretern des Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen an. Die Geschäftsstelle ist an der Fernuniversität Hagen angesiedelt.

    Der universitäre Grundsatz Forschungsergebnisse geeignet zu publizieren, zu verifizieren und die Weiterentwicklung gewonnener Erkenntnisse sicherzustellen, ist dem Open Source-Konzept eng verwandt. Open Source Software ist per Definition frei verfügbar und kann für individuelle Zwecke modifiziert und weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse müssen unter derselben Lizenz wie die ursprüngliche Software publiziert werden. Damit ist der Rückfluss der Entwicklungen und damit der Mehrwert für die Allgemeinheit sichergestellt.

    Das Projekt CampusSource setzt bei der Entwicklung von e‑Learning-Systemen daher bewußt auf Open Source Software. Diese Entscheidung folgt der Definition von Wissensvermittlung als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe. Bildung ist Gemeingut und muss als solches möglichst vielen Bürgern zugänglich sein. Open Source Software als Mittel zur Umsetzung von Forschung und Wissenschaft im digitalen Zeitalter ist daher logische Konsequenz.

    Der Auf- und Ausbau eines Systems zum erfolgreichen computer- und netzbasierten Lernen und Lehren ist das Anliegen von CampusSource. Der Einsatzes Neuer Medien in Aus- und Weiterbildung soll intensiv gefördert und bestehende Infrastrukturen insgesamt verbessert werden. Die Qualität von e‑Learning-Angeboten soll entscheidend gesteigert werden.

    Durch den Austausch von Eigenentwicklungen und Erfahrungen beim Einsatz der Technologien sowie die Vereinheitlichung der Entwicklungen sollen Synergien stärker genutzt werden. CampusSource versteht sich als Plattform und Börse, in der Software Anwendern und insbesondere Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt und im kooperativen Verbund gemeinsam entwickelt werden kann. Nutzvolle Weiterentwicklungen statt unnötige Parallelentwicklungen lautet die Devise. Die Bündelung der Ressourcen hat Effekte sowohl in finanzieller als auch in strategischer Hinsicht, denn einerseits können Landeszuschüsse für Forschung und Entwicklung auf diese Weise zielgerichtet eingesetzt werden, andererseits bedeutet die Verbundstärke neue Chancen im weltweiten Wettbewerb.

    Zugleich ist CampusSource Dokumentationsstelle, die über die Bestrebungen der Universitäten bei der Entwicklung von Softwaretechnologien inbesondere für Bildungszwecke informiert. CampusSource vereint ausgewiesene fachliche Kompetenz und nimmt am Diskurs um die Fortentwicklung der Software aktiv teil. CampusSource ist in diesem Sinne Referenz für die Kompetenz der Landesuniverstitäten in Sachen Entwicklung von Software und e‑Learning-Systemen für Aus- und Weiterbildung.

    CampusSource ist ein zweisprachiges Projekt (deutsch/englisch), das sich an verschiedenste private und öffentliche Bildungsträger, an Lehrkörper, Lernende und Privatanwender richtet. Das Angebot umfasst unterschiedliche Anwendungen, die auf die Verbesserung der Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden zielen und zum Aufbau effizienter e‑Learning-Systeme beitragen können. Ob durch Qualitätskontrolle, als Impulsgeber oder durch direkte Weiterentwicklungen der Software – Anwender tragen in verschiedener Hinsicht zum Erfolg von CampusSource bei.

    Die auf CampusSource verfügbare Software kann von jedem kostenlos, d.h. ohne Lizenzgebühren entrichten zu müssen, nutzen. Allerdings ist eine vorherige Registrierung erforderlich. Anschließend kann die „CampusSource-Börse“ auf dreierlei Wegen genutzt werden.

    Unter dem Dach von CampusSource haben sich im Laufe der Zeit mehrere Subprojekte zusammen geschlossen. Informationen zur Initiative gibt es auf http://www.campussource.de. Dort stehen zudem zahlreiche Anwendungen darunter das Lernmanagementsystem Moodle zum Download bereit.

    2. August 2005
  • : Mehr Wohlfahrt durch Kopien
    Mehr Wohlfahrt durch Kopien

    Telepolis schreibt über die Dissertation von Jochen Haller mit dem Titel „Urheberrechtsschutz in der Musikindustrie: Eine ökonomische Analyse“. Haller hat untersucht, ob stärkere Urheberrechtsschutzmaßnahmen ein Heilmittel gegen die Probleme der Musikindustrie sind. Die Antwort darauf ist, wie zu erwarten, „nein“:

    Volkswirtschaftlich betrachtet sei das Kopieren von Musik sogar eine gute Sache, da es die Wohlfahrt steigere. Darüberhinaus sind Hallers Forderungen altbekannt, u. a. niedrigere Tonträgerpreise, ein differenzierteres Urheberrecht und die Erkenntnis, dass nicht jedem verkauften CD-Rohling ein entgangener Musikkauf entspricht. Aber eine weitere Studie, die zu diesen Schlüssen führt, ist ja keine schlechte Sache.

    Insgesamt wird anhand der Ergebnisse der vorliegenden Analyse deutlich, daß Zweifel angebracht sind, ob weitere Erhöhungen des Urheberrechtsschutzes langfristig ein probates Mittel zur Überwindung der derzeitigen Krise der Musikindustrie darstellt. Hierzu scheint vielmehr die Entwicklung neuer Strategien seitens der Tonträgerhersteller geeignet zu sein.

    1. August 2005
  • : Auf dem Weg zu WhattheHack
    Auf dem Weg zu WhattheHack

    Ich bin gerade auf dem Weg nach Holland zum „What the Hack“ – Camp. Am Freitag spreche ich um 17h in Zelt3 zusammen mit Elmar Geese, dem Vorsitzenden des Linux-Verbandes über folgendes Thema:

    A Guide to Free Software Lobbying

    Lobbying for Open Source and Free Software is necessary for raising awareness in politicians’ minds. But there are only few who really do just that on a national and european level. Lobbying for free software means working in your spare time against lots of paid Microsoft lobbyists and agencies. In this presentation we want to show how lobbying for free software and open source works and what can be done to promote freedoms in the digital age.

    Berichte gibts dann ab morgen, wenn die Technik (und das Wetter) mitspielt.

    27. Juli 2005
  • : BPB: Aus Politik und Zeitgeschichte zum Thema Netzpolitik
    BPB: Aus Politik und Zeitgeschichte zum Thema Netzpolitik

    Die neueste „Aus Politik und Zeitgeschichte“-Publikation der Bundeszentrale für politische Bildung ist zwar noch nicht gedruckt erhältlich, dafür schon im Netz zu finden. Die kleinen Heftchen liefern immer wieder einen Überblick zu einzelnen Themen. Diesmal ist Netzpolitik das grosse Thema, wenngleich der Titel eigentlich „Sicherheit im Internet“ lautet.

    Die rasche Ausbreitung des Internets über geographische und administrative Grenzen hinweg hat ungeahnte individuelle Freiheiten eröffnet. Zugleich haben sich die Sicherheitsprobleme verschärft. Doch viele Nutzer bewegen sich sorglos im Netz – ohne individuelle Sicherheitsvorkehrungen wie Virenscanner und Firewalls. Die Vision eines zuverlässigen Netzes setzt dagegen auf verantwortliche und verlässliche Nutzer.

    In der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts muss das Spannungsfeld von Copyright und seinen Schranken, von geistigem Eigentum und Kollektivgut, von Verwertungsinteressen und Bürgerrechten neu vermessen werden. Staatliche Eingriffe erscheinen indes weder zweckmäßig noch wünschenswert. Autoritär regierte Staaten haben zu drakonischen Zensurmaßnahmen gegriffen.

    Die Beiträge können wahlweise einzeln im Netz gelesen werden. Empfehlenswert ist auch das ganze PDF.

    Editorial
    Das zuverlässige Netz
    Die Zukunft der Ideen
    Urheberrecht in der Wissensgesellschaft
    Information Warfare
    Zensur im Internet

    Das letzte Mal, dass ein Heft zum Thema Internet erschienen ist, war zum ersten World Summit on the Information Society (WSIS) vor knapp zwei Jahren.

    [via immaterialblog]

    26. Juli 2005
  • : Freies Wissen als Schulphilosophie
    Freies Wissen als Schulphilosophie

    Auch im Bereich Bildung ist Großbritannien mal wieder ein Stück weiter: Am Londoner Ravensbourne College gibt es jetzt die School of Computing for the Creative Industries. Die Schüler sollen nicht nur auf Leben und Arbeit in der digitalen Welt vorbereitet werden, sondern bekommen gleichzeitig auch die Philosophie rund um Open Source und freies Wissen nahegelegt. Alle Unterrichtsmaterialien werden zudem unter Creative-Commons-Lizenzen veröffentlicht:

    Although we recognise an important role for trade secrets and proprietary knowledge, the School also recognises that open standards – and open source solutions – have been instrumental in the rapid growth and enduring success of the internet. Furthermore, we recognise that appropriation and reuse – rip, mix, and burn – are central to the progress of innovation in digital technology and the creative industries. A balanced view of intellectual property, therefore, recognises the crucial role of open source solutions and a „creative commons“.

    […]

    The School of Computing for the Creative Industries will release its learning materials under a Creative Commons license to ensure their widest possible dissemination and use. Technical facilities in the School will be built on open source platforms. We will support students who wish to release projects under free and open source licenses.

    (via BoingBoing)

    24. Juli 2005