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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : Wahlabend ohne Microsoft
    Wahlabend ohne Microsoft

    Der Linux-Verband hat eine Einstweilige Verfügung gegen den NDR durchgesetzt, welcher nicht mehr bei der Einblendung von Statistiken und Prognosen das Microsoft-Logo einblenden darf. Das zuständige Gericht hat heute der Einstweiligen Verfügung Recht gegeben.

    In der Pressemitteilung des Linux-Verbandes heisst es:

    Der Linux-Verband, der die Interessen der im Umfeld des Betriebssystems Linux tätigen Firmen vertritt, sieht in der Nennung von Microsoft in den Grafiken von Umfrageergebnissen eine rechtswidrige Werbung und eine Umgehung der vom Rundfunkstaatsvertrag festgelegten Regeln für politische Sendungen.

    Beispielsweise wurde in der Politik-Boulevardshow „Sabine Christiansen“ am 4. September 2005 die Grafik mit dem Logo von Microsoft ganze vier Minuten lang eingeblendet. Sowas darf es dann nicht mehr geben:

    Die Begründung des Linux-Verbandes ist echt lesenswert, hier nur einige der vielen aufgelisteten Punkte:

    Die Einblendung des Microsoft-Logos stellt eine Wettbewerbshandlung i.S.d. § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG dar. Mit der Einblendung von Grafiken zur Wahlkampfberichterstattung, die das Microsoft-Logo beinhalten, zielte der Antragsgegner darauf ab, den Wettbewerb eines Dritten, nämlich der Firma Microsoft, zu fördern. Die objektive Eignung zur Förderung des Wettbewerbs ergibt sich ohne weiteres daraus, dass einer Vielzahl von Fernsehzuschauern zur besten Sendezeit ein Firmenlogo auf dem Bildschirm gezeigt wurde. Damit liegt eine klassische Aufmerksamkeitswerbung vor (vgl. BGH GRUR 1997, 761, 763 – Politikerschelte).

    […]

    Sofern der Antragsgegner auf die technische Unterstützung verweist – so ist das Zitat aus dem Urteil des Landgerichts Hamburg zu verstehen – ergibt sich daraus nichts anderes. Denn für die graphische Darstellung einer Meinungsumfrage sind keine „aufwendigen Computerprogramme und Datennetzwerke“ erforderlich. Dies gilt umso mehr als lediglich 1200 Personen befragt wurden. Für diese einfachen Aufgaben dürften primitiv ausgestattete Alltagssysteme eines Heimanwenders ausreichen, letztlich wäre eine Auswertung und Darstellung sogar ohne Computer möglich gewesen. Zudem hängt die korrekte Darstellung von Grafiken weniger von dem verwendeten Computerprogramm ab – diese einfachen Rechenoperationen können von jedem Graphikprogramm erwartet werden – als von der richtigen Eingabe der Daten und die Bedienung des Programms, die durch das Meinungsforschungsinstitut erfolgt ist und nicht von Microsoft selbst.

    16. September 2005 5
  • : Ausgeschlossen und restriktiv: Music-Stores im Netz
    Ausgeschlossen und restriktiv: Music-Stores im Netz

    Passend zur Popkomm haben wir uns nochmal genauer die ganzen tollen neuen Downloadshops angesehen, welche in den kommenden Tagen in den höchsten Tönen gepriesen werden. Als Verbraucher interessierte uns, welche Datenformate verwendet werden können, welche Informationen angeboten werden und ob wir überhaupt als Konsumenten in Frage kommen. Dies ist vorläufig eine Beta-Version. Im Laufe des Mittwochs und in den kommenden Tagen wird dieser Text noch erweitert.

    Das Ergebnis ist eigentlich ziemlich enttäuschend. Als Apple- und Linux-Nutzer wurden wir beim Microsoft- und Sony-Store schonmal nicht zugelassen. Wir mussten extra ein altes Windows 2000 booten, damit wir via Internet Explorer überhaupt sehen konnten, was sich hinter dieser Seite befindet. Mit allen Sicherheitsrisiken, die dabei auftreten können.

    14. September 2005 26
  • : Migrationsleitfaden wieder online
    Migrationsleitfaden wieder online

    Der Migrationsleitfaden des Bundesinnenministerium ist in der zweiten Version wieder online gestellt wurden. Nachdem eine bekannte Firma aus Redmond Protest gegen die Veröffentlichung geäussert hatte, war dieser vor wenigen Monaten erstmal kurz nach der Veröffentlichung wieder zurückgezogen wurden.

    13. September 2005 2
  • : Weltbank-Strategiepapier empfiehlt Offene Standards
    Weltbank-Strategiepapier empfiehlt Offene Standards

    Offene Standards sind Garant für Innovation und Nachhaltigkeit – auch in der Öffentlichen Verwaltung. Sie stehen für mehr Bürgervertrauen in die öffentliche Institutionen, ein nachhaltiges Verwaltungshandeln, eine verbesserte Kommunikation zwischen Verwaltungseinheiten sowie einen fairen Wettbewerb von IT-Technologien.

    Nun haben sich hochrangige Regierungsvertreter aus dreizehn Nationen, darunter China, Brasilien, Dänemark und Jordanien, zusamengeschlossen und gemeinsam ein Strategiepapier formuliert, dass die Einführung Offener Standards in der Datenspeicherung fordert und fördern soll.

    Das Dokument, das der Weltbank am 09. September 2005 vorgelegt wurde, ist eine erste Roadmap für die länderübergreifende Einführung Offener Standards unter Berücksichtigung nationaler Verwaltungskontexte. Als Offenen Standard definiert der Bericht eine Technologie, die keinem einzelnen Unternehmen gehört und öffentlich verfügbar ist; verbunden mit dem Verweis, dass Offene Standards keinesfalls mit Open Source Software gleichzusetzen sind.

    Der Urspung des vorgelegten Dokuments liegt im Berkman Center for Internet and Society der Harvard Law School, wo Offene Standards bereits seit Jahren als wichtiges Thema der Informationsgesellschaft diskutiert und propagiert werden

    Die dauerhafte Unabhängigkeit der staatlichen Verwaltungsapparate von einzelnen Software-Konzernen und der nationale und internationale Austausch von Informationen und Daten, kann nur mithilfe Offener und einheitlicher IT-Standards realisiert werden.

    Wichtig sei nach Aussage der Beteiligten, die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Staaten, ob sie Freie Software oder proprietäre Produkte einsetzen wollen. Denn zugleich macht der Bericht deutlich, dass der Einsatz quelloffener Software allein keineswegs ein „offenes IT-Ökosystem“ garantiert.

    Fallbeispiele aus einzelnen Staaten, in denen Offene Standards bereits in die IT-Strategie integriert sind, illustrieren die im Report formulierten Forderungen. Offene Standards als Effizienz‑, Innovations- und wirtschaftlicher Wachstumsfaktor – unter dieser Überschrift werden die Effekte Offener Standards für den öffentlichen und privaten Sektor sowie für Endanwender behandelt.

    Um ein auf Offenen Standards basierendes IuK-System zu etablieren, bedarf es einer langfristig abgestimmten Strategie, die nationalen Bestimmungen und Strukturen genauso Rechnung trägt, wie der generellen technologischen Entwicklung. Der Bericht will jedoch kein Migrationsplan „out of the box“ sein, gibt allerdings den interessierten Verantwortlichen nützliche Hilfestellungen bei der Entwicklung nationaler IuK-Strategien.

    13. September 2005
  • : Trusted Computing Aufklärungsfilm
    Trusted Computing Aufklärungsfilm

    Gegen-Propaganda ist sinnvoll, vor allem, wenn sie schön verpackt ist: Lutz Vogel und Benjamin Stephan haben eine Flash-Animation zum Thema Trusted Computing gemacht, um Bewusstsein für diese neue Technologie zu schaffen, welche Verbraucherrechte massiv einschränken wird. Prädikat: Sehr Sehenswert!

    13. September 2005 5
  • : Heute Abend 22:30h: Matrix auf ORF
    Heute Abend 22:30h: Matrix auf ORF

    Heute Abend um 22:30h läuft für eine halbe Stunde im ORF-Radio die Sendung „matrix – computer & neue medien“:

    Die Sendung widmet sich den beiden Prix Foren „Net.Vision“ und „Digital Communities“, die von „matrix“ und der „Ars Electronica“ veranstaltet werden. Zu hören sind Ausschnitte aus den Diskussionen vom 5. und 6. September im Linzer Brucknerhaus.

    Wie steht es um die Vision eines demokratischen, offenen Netzes? Wie relevant ist die Freiheit der Codes für soziale Innovationen? Thematisiert wird die subversive Kraft von digitalen Tools wie Processing (Siegerprojekt in der Kategorie „Netvision) oder BitTorrent, einem Tauschprogramm, das mittlerweile den Großteil des P2P-Datenverkehrs verursacht.

    In der zweiten Konferenz wird die Bedeutung der „Digital Communities“ für die öffentliche Meinungsbildung und ihr Beitrag zur Kommunikationskultur diskutiert. Welche Bedürfnisse und Interessen treiben digitale Gemeinschaften an? Von Akshaya (Siegerprojekt aus Indien), das in Kerala Zugang zur IT-Infrastruktur schafft, bis zur „Free Software Foundation“: So unterschiedlich die Beweggründe zur Vernetzung sind, gemeinsam ist ihnen die Vision einer lebendigen Netzkultur abseits profitorientierter Interessen.

    Den Web-Stream findet man hier.

    11. September 2005
  • : PM: Linux-Verband kritisiert ARD wegen Schleichwerbung für Microsoft
    PM: Linux-Verband kritisiert ARD wegen Schleichwerbung für Microsoft

    Der Linux-Verband hat eine interessante Pressemitteilung veröffentlicht:

    Der Linux-Verband hat der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) Schleichwerbung für Microsoft vorgeworfen und sie aufgefordert, die in ihrer Wahlberichterstattung implementierten Logos der Firma Microsoft zu entfernen. Der Verband prüft, welche juristischen Schritte gegen diese Schleichwerbung in Informations- und Nachrichtensendungen eingeleitet werden sollen.

    Anlass der Beschwerde der Interessenvertretung der im Umfeld des freien Betriebssystems Linux tätigen Firmen ist die Einblendung des Logos in Grafiken mit Umfrage-Ergebnissen, die in verschiedenen Sendungen, so zum Beispiel bei Sabine Christiansen am 4. September gezeigt wurden. Der Verband vermutet, das die gesamte Wahlberichterstattung, soweit sie Grafiken des Dienstleisters dimap/infratest verwendet, zu großen Teilen mit einem dauerhaft sichtbaren Microsoft-Logo ausgestrahlt wird.

    Der Hinweis, Grafik-Sponsoring sei von den Landesmedienanstalten als Information und damit als zulässig bewertet worden, könne als Rechtfertigung nicht akzeptiert werden, da sich dies allenfalls auf Sportsendungen beziehe, betonte Geese. An politische Sendungen könne jedoch nicht der gleiche Maßstab angelegt werden. Insbesondere wenn öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen mit Werbung durchmischt würden, leide deren Glaubwürdigkeit und Authentizität. Daher sei für die Zuschauer Schleichwerbung eine Beeinträchtigung der politischen Information, urteilt der Linux-Verbandsvorsitzende.

    Ob und welche juristischen Schritte gegenüber den Sendanstalten eingeleitet werden können, wird laut Geese noch geprüft.

    9. September 2005 1
  • : Am Donnerstag: „Linux in Berlin“
    Am Donnerstag: „Linux in Berlin“

    Logo Linux in BERLINAm kommenden Donnerstag, den 8. September veranstalten wir die zweite „Linux in BERLIN“ im „the media centre“. Auf der halbtägigen Veranstaltung präsentieren Firmen und Projekte freie Lösungen mit dem Schwerpunktthema „Linux und Open Source für kleine und mittelständische Unternehmen“. „Linux in BERLIN“ klärt als Informationsplattform über die Potenziale Freier Software und Offener Standards auf.

    Ein spannendes Vortragsprogramm stellt verschiedene innovative und offene Lösungen vor. Verschiedene Workshops und eine Ausstellung runden das Programm der zweiten „Linux in BERLIN“ ab. Zu Weblogs gibt es auch zwei Workshops. Einmal werde ich Möglichkeiten von Weblogs im Unternehmenseinsatz vorstellen und Carsten von newthinking wird ausführlich in WordPress als Blog-Software einführen.

    Der Unkostenbeitrag für die Veranstaltung beträgt 5,- Euro (3,- Euro für Schüler/Studenten ermässigt). Die Teilnahme ist kostenlos, wenn Sie sich vorher bei uns per e‑Mail an linuxinberlin@newthinking.de anmelden. Die Voranmeldung ist nur bis Mittwoch, 7.9. 23:00 Uhr möglich.

    Das Programm im Überblick:

    5. September 2005
  • : Kazaa schuldig gesprochen
    Kazaa schuldig gesprochen

    Nach einem langen Prozess hat ein australischen Gericht Kazaa für schuldig gesprochen, das tauschen urheberrechtlich geschützter Werke möglich gemacht zu haben. Jetzt müssen Filter eingebaut werden. Allerdings hat dieses Urteil wahrscheinlich weniger Auswirkungen auf Filesharing-Software wie jetzt überall kommuniziert wird – wer nutzte in den letzten Jahren noch Kazaa? Die Firma hinter Kazaa hat jetzt einige Probleme, aber es gibt ja noch Filesharing-Tools wie eMule und Bittorrent.

    Hier einige Berichterstatung dazu:

    Futurezone: Für Tauschbörsen wird es eng
    Golem: Herbe Schlappe für Kazaa
    de.internet.com: Australisches Gericht: Kazaa verletzt das Urheberrecht
    Netzeitung: Kazaa muss Kopierschutz-Filter einbauen

    5. September 2005
  • : Die eigene Remixplattform dank Freier Software
    Die eigene Remixplattform dank Freier Software

    ccMixter ist eine Remix-Plattform im Internet, die im vergangenen Jahr von Creative Commons in den USA gestartet wurde. Die Website basiert auf einem eigens programmierten PHP-Backend. Nachdem es vor einigen Wochen schon angekündigt war, wurde dieses CMS mit dem Namen „ccHost“ jetzt unter der GPL veröffentlicht. Auf Sourceforge findet sich der Code.

    Damit ist es jetzt sehr leicht geworden, selber eine Website aufzustellen, die den Nutzern den Tausch und die Bearbeitung von Musikstücken und anderen digitalen Werken ermöglicht. Dabei kann man auch immer sehr schön in einer Baumstruktur sehen, auf welchen vorhandenen Werken eine neuer Song basiert bzw. umgekeht, wo dieser Song schon remixed wurde.

    The goal of this project is to spread media content that is licensed under Creative Commons throughout the web in much the same way that weblogs spread CC licensed text. The more installations of ccHost and its variations, the more content there will be available for enjoyment and artistic re-use in a sane and legal setting.

    Neben dem ccMixter-Projekt läuft bereits die Film-Remix-Börse Open Source Cinema mit dem ccHost-System.

    (via Creative Commons)

    3. September 2005
  • : Lessig gibt Public Domain noch 35 Jahre
    Lessig gibt Public Domain noch 35 Jahre

    Wie lange wird es noch gemeinfreie Werke geben (Der englische Begriff dafür ist Public Domain)? Dazu zählen beispielsweise Werke, deren Autoren schon länger als 70 Jahre tot sind (USA 95 Jahre wegen der Mickey Mouse).

    Lawrence Lessig gibt der Public Domain in einem Artikel für Foreign Policy noch 35 Jahre:

    So, for example, the United States has radically increased the reach of copyright regulation. And through the World Intellectual Property Organization, wealthy countries everywhere are pushing to impose even tighter restrictions on the rest of the world. These legal measures will soon be supplemented by extraordinary technologies that will secure to the owners of culture almost perfect control over how “their property” is used. Any balance between public and private will thus be lost. The private domain will swallow the public domain. And the cultivation of culture and creativity will then be dictated by those who claim to own it.

    Schuld ist u.a. der Kampf gegen „Piraterie“.

    Passend dazu ist auch eine fiktive Satire im Blog von Mathias Schindler über „Raubkopierer und Plünderer“ mit einem schönen Plädoyer gegen DRM:

    Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, daß ein Hurricane der Stufe 5 nur ansatzweise soviel Schaden anrichten kann wie langfristig eine wildgewordene Musikindustrie mit einem kaputten Geschäftsmodell. Der Kultur-Sandsturm DRM, der unseren Kindern unsere Werke verschließen wird wie es keine Hieroglyphen besser konnten, lässt sich derzeit noch nicht einmal ansatzweise in einem Schadensgeldbetrag ausdrücken.

    Eine Industrie, die es schafft, daß die Forderung nach der Erschießung von Musiktauschern nicht binnen Sekunden als Satire aufgefasst wird, ist eine Bedrohung für das, was wir Zivilisation nennen.

    2. September 2005
  • : Am Wochenende: „Metarheinmain-Chaosdays“ in Darmstadt
    Am Wochenende: „Metarheinmain-Chaosdays“ in Darmstadt

    Dieses Wochenende findet folgender spannender Event in Darmstadt statt:

    Vom 2. bis 4. September finden in Darmstadt die „Metarheinmain-Chaosdays“ statt, eine Veranstaltung für alle am Bereich Informationstechnologie (IT) Interessierte. In Kooperation mit dem Fachbereich Informatik der TU Darmstadt richten die regionalen Chaostreffs des Chaos Computer Clubs im Rhein-Main-Gebiet und die Hochschulgruppe Chaos Darmstadt e.V. die inzwischen dritte Konferenz dieser Art aus. Dabei stehen der Informationsaustausch und die Förderung von Kontakten zwischen Entwicklern, Anwendern und Wissenschaftlern im Mittelpunkt. Es werden aktuelle Themen aus allen Gebieten der Informationstechnologie diskutiert, Schwerpunktthemen sind IT-Sicherheit, Kryptographie, Biometrie, Überwachung und Datenschutz. Daneben sollen verschiedene Großprojekte des Chaos Computer Clubs besprochen und bewertet werden.

    Die Metarheinmain-Chaosdays sind bewusst für ein breites Publikum offen, um möglichst vielfältige Perspektiven berücksichtigen zu können und auch gesellschaftskritische Aspekte der IT-Umsetzung näher ins Blickfeld zu rücken. +Es werden mehrere hundert Teilnehmer erwartet.

    Weitere Informationen: Veranstaltungsort: Audimaxgebäude der TU Darmstadt, Karolinenplatz 5. Zeit: Freitag, 02.09.2005, 16 Uhr bis Sonntag, 04.09.2005, 16 Uhr. Eintrittspreise: 13,37 Euro, bei Voranmeldung 3,37 Euro Rabatt.

    2. September 2005
  • : Bundestag migriert erfolgreich die Server auf Linux
    Bundestag migriert erfolgreich die Server auf Linux

    Diese Woche hörte man des öfteren von Internetproblemen im Deutschen Bundestag. Grund dafür war die lange geplante Migrations-Vorbereitung der Server und des Verzeichnisdienstes auf Linux und OpenLDAP. Heute wird freudig verkündet, dass alles prima geklappt hat:

    „Das Zusammenwirken von Windows-PCs mit einer komplexen Open-Source-System-Umgebung und einem Open LDAP-Verzeichnisdienst wurde in dieser Größenordnung bisher erstmalig realisiert“, so der Sprecher weiter. Die Entscheidung, im Server-Bereich Open Source Software einzusetzen, basierte auf der Erwartung höherer Systemstabilität von Linux-Systemen. Darüber hinaus wolle der Bundestag seine Abhängigkeiten zu Monopolunternehmen der Software-Industrie minimieren.

    Die Vorsitzende der IuK-Kommission des Ältestenrates, Susanne Kastner: „Die Migration ist bisher reibungslos verlaufen. Es freut mich außerordentlich, dass wir diese Umstellung auf Open Source gemeistert haben.“ Dadurch entspreche man immerhin als erstes Land Europas den selbst gesetzten Zielen einer Nutzung von offenen Standards.

    [via de.internet.com]

    2. September 2005
  • : EFF-Sonderseite zu DRM in Musik Online-Shops
    EFF-Sonderseite zu DRM in Musik Online-Shops

    Eine neue Sonderseite der Electronic Frontier Foundation ist A User’s Guide to DRM in Online Music. Die Seite ist echt klasse, für Verbraucher werden die Restriktionen durch das verwendete DRM aufgezeigt und das Marketing entlarvt. Im Gegensatz zu CDs kauft man nicht mehr einen Tonträger, sondern man kauft ein Nutzungsrecht (Welches aber natürlich auch wieder entzogen werden kann). Verbraucherrechte werden damit beschnitten. Solche Seiten sind wichtig, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die „tolle neue DRM-Welt“ keine tollen Neuerungen für die Konsumenten von Musik bringen, sondern Probleme.

    Untersucht werden die Restriktionen von Apple, Microsoft, Real Networks und Napster 2.0. Alternativen ohne DRM gibt es übrigens auch.

    2. September 2005
  • : Massachusetts mag Open Source
    Massachusetts mag Open Source

    Die Netzeitung berichtet über die schrittweise Migration der Verwaltung des US-Bundesstaates Massachusetts hin zu Freier Software:

    Einen schrittweisen Wechsel von Microsoft-Anwendungen zu Open-Source-Software hat der US-Bundesstaat Massachusetts angekündigt. Ab 2007 sollen alle Behörden auf das Open-Document-Format und den Industriestandard PDF umgestellt werden.

    Das klingt erstmal so, als wenn OpenOffice zuerst eingeführt wird. Microsoft sträubt sich ja dagegen, das Open-Document-Format zu unterstützen, welches OpenOffice als Standard etabliert. Auchd ie EU-Kommission und einige EU-Nationalstaaten präferieren dieses nachhaltigere und offenere Format. Die Entscheidung wird übrigens als Signalwirkung gewertet.

    [Via Schockwellenreiter]

    2. September 2005
  • : Heise-Verlag legt Verfassungsbeschwerde ein
    Heise-Verlag legt Verfassungsbeschwerde ein

    Sehr sympathisch und notwendig: Heise legt Verfassungsbeschwerde gegen Link-Verbot ein

    Der Heise Zeitschriften Verlag wird gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München Verfassungsbeschwerde einlegen. Am 28. Juli 2005 hat das OLG entschieden, dass der zum Verlag gehörende News-Dienst heise online keinen Link zum Software-Hersteller Slysoft setzen darf. Durch dieses Verbot werde die in Artikel 5 des Grundgesetzes garantierte Freiheit der Presse ihrer Ansicht nach unzulässig eingeschränkt, erklärte die Verlagsleitung.

    1. September 2005
  • : Chinesischer IT-Industrieverband will jetzt doch keine Freie Software mehr
    Chinesischer IT-Industrieverband will jetzt doch keine Freie Software mehr

    China setzt als Teil seiner nationalen IT-Strategie auf Freie Software. Teil davon ist die eigene Linux-Distribution „Red Flag“. Wie in den meisten entwickelten Ländern (Dort meistens die Business Software Alliance), gibt es auch in China einen IT-Branchenverband, die China Software Industry Association (CSIA). Dieser warnt nun auf einmal vor Linux und der GPL, welches in den Vorjahren von demselben Branchenverband noch gelobt wurde. Ein Schelm, wer böses dabei denkt, dass Microsoft seit 2002 dort Mitglied geworden ist. In deutschen IT-Industrieverbänden sitzt Microsoft mit seinen abgestellten Mitarbeitern übrigens auch sehr oft an den entscheidenden Stellen.

    The government’s „excessive preference“ for Linux is not beneficial to the country’s software industry, says the government-backed China Software Industry Association (CSIA). The government has been a strong supporter of the Linux platform and has hoped to use the open-source software to build a robust domestic industry. The strong support for the free operating system has been detrimental to the development of software products in the country, says Zou Bian, a researcher at the CSIA. „Many people in China are under the mistaken impression that software products should be free of charge,“ Zou says. „Indifference to knowledge-based products is the major obstacle to China’s software industry as well as the major source of rampant piracy.“ The business model of Linux is flawed, the CSIA said in a report last week. The open-source software adopts the General Public Licence (GPL) scheme, under which developers can only charge users for the costs and services of the software, instead of licencing fees. This model has largely thwarted the profitability of open-source software. Sun Yufang, a Chinese scholar who has long been researching Linux software, says most Linux developers cannot make a living under the current business model. Most of these developers „either have died or have focused on other businesses in past years,“ Sun says. Chen Chong, the CSIA president , says the government should change its mindset about support for open-source software.

    [via China in the News]

    31. August 2005
  • : Games, Open Source und Innovation auf der Medienwoche Berlin-Brandenburg
    Games, Open Source und Innovation auf der Medienwoche Berlin-Brandenburg

    foto 2 Heute war ich beruflich auf der Medienwoche Berlin-Brandenburg im Olympiastadium. Meine Firma newthinking communications hatte zusammen mit dem G.A.M.E – Bundesverband (Dem Verband der deutschen Spieleentwicklerfirmen) ein Forum zum Thema „Innovationsträger Games“ organisiert. Eine spannende Veranstaltung, wie ich auch im Nachinein noch finde, denn normalerweise lerne ich bei von uns organisierten Veranstaltungen zu den üblichen (in diesem Blog thematisierten) Themen nur noch wenig. Leider hatte ich mein Notebook nicht dabei, so dass ich hier nur noch auf die Schnelle vor dem nächsten Termin wiedergeben kann, was ich während der Veranstaltung im Kopf mitgebloggt habe.

    Klaus Goldhammer, Geschäftsführer der Goldmedia GmbH, verglich in seiner Präsentation über die „Gamesbranche Berlin-Brandenburg im europäischen Vergleich“ den Standort Berlin mit anderen europäischen Metropolen. Während in Grossbritanien und Frankreich u.a. durch eine nationale Förderung der Games-Industrie viele Arbeitsplätze in vielen Unternehmen geschaffen wurden, hinkt Berlin ohne nationale Förderung noch hinterher. Dabei ist das Potential gerade in Berlin sehr gross. In der Games Academy werden die Arbeitskräfte von morgen anwendungsorientiert ausgebildet. Die deutsche Spieleindustrie ist mit 1,3 Mrd Euro Umsatz im letzten Jahr jetzt schon zu einem innovativen Wirtschaftsfaktor herangewachsen. Grosse Events wie die gerade zu Ende gegangene Games Convention in Leipzig zeigen das grosse Interesse an neuen interaktiven und digitalen Inhalten. Anwesende Vertreter von Berliner Computerspiele-Unternehmen wiesen auf einen nicht genannten Standortvorteil hin: Gerade das dynamische und moderne Berlin zieht viele Talente aus ganz Europa an, welche in der Stadt leben wollen und dafür Gehaltseinbußen gerne in Kauf nehmen.

    Holger Diener, Leiter „Digital Entertainment Technologie“ der Fraunhofer Institute, aus Rostock führte in einem sehr anschaulichen Vortrag zum Thema „Games for Innovation“ in viele Bereiche ein, wo Games-Technologie bereits eingesetzt wird. Viele Unternehmen adaptieren Benutzerschnittstellen, welche zuerst in der Computerspiele-Industrie geschaffen wurden. Bestes Beispiel ist SAP, die ihre Produktionsketten anhand von Spielesimulationen verdeutlichen wollen. Andere benutzerinterfaces führten in der Vergangenheit zu einer Unübersichtlichkeit.

    foto 3Bernd Beyreuther, Geschäftsführer der Radon Labs GmbH aus Berlin stellte die selbst entwickelte „Open Source Games Engine NEBULA II“ vor. Der Sourcecode von NEBULA II wurde 1998 unter einer freien Lizenz veröffentlicht. Radon Labs profitiert bei der Weiterentwicklung von globalen Netzwerkeffekten. Eine weltweite Community senkt Produktionskosten, indem sie in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Gerade der Bereich „Testing“ macht ca. 20 Prozent bei einer Spieleproduktion aus. Hier helfen hunderte bis tausende von Entwicklern mit, die bereits durch den offenen Sourcecode mit der Engine in Kontakt kamen und teilweise auch eigene Weiterentwicklungen beisteuern. Die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern fällt so auch einfacher. Neue Entwickler haben zumeist schon im Vorfeld Erfahrungen gesammelt und müssen nicht neu in das System eingearbeitet werden. Zum Geschäftsmodell von Radon Labs gehört Support und Beratung, sowie externe Tools wie beispielsweise ein Plugin für die 3D Modellierungssoftware Maya. Mit Maya werden die meisten Spiele designed und mit dem Plugin können Geschäftsprozesse vereinfacht werden. Und natürlich eigene Spiele-Produktionen, diese auch tweilweise für grosse Publisher. Die Engine bietet zudem grosse Chancen für kleine Entwicklerschmieden. Diese müssen nicht zuerst grosse Investitionen in die Entwicklung der technologischen Basis entwickeln, sondern können direkt mit dem Entwickeln von Computerspielen beginnen. Das Wachstum bei Radon Labs ist rasant. Letztes Jahr hatte die Firma noch 20 Angestellte und derzeit arbeiten 35 zumeist junge Menschen in dem Unternehmen. Bis Ende des Jahres wird gar eine Aufstockung auf 50 Arbeitsplätze geplant. In diesem Jahr sollen 40 Spiele in Deutschland erscheinen, welche auf NEBULA II aufbauen.

    Tom Putzki, Vorsitzender von G.A.M.E. und Leiter der Presseabteilung von Phenomedia aus Bochum sprach zuletzt über den „Investitionsfaktor Gamestechnologie“. Nationale Förderung nach dem Vorbild der Filmförderung gibt es in Deutschland noch nicht. Hier sind uns viele andere Länder weit voraus. Ein Einwand aus dem Publikum (Eine Vertreterin der Filmbranche) zeigte Defizite im Verständnis auf. „Filme seien ja Kultur und Spiele könne man doch nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen“. Dass Computerspiele längst Teil der digitalen Kultur sind, wird leider noch nicht von allen Menschen so gesehen. Und gerade die Filmbranche fürchtet sich ein wenig vor einem kleineren Stück vom Kuchen der deutschen Kulturförderung, sollten Computerspiele endlich auch mal in Deutschland stärker gefördert werden. Der Standort hat dies verdient und Berlin liegt weit vorne.

    foto 1Die Zusammenarbeit mit dem Medienboard bei der Planung und Durchführung war echt nett. Solche unkomplizierten Kooperationspartner hat man immer gerne. Und unser Logo macht sich ganz gut in Mitten der vielen Kooperationspartner der Medienwoche. Die Links zu den Präsentationen werde ich später noch hinzufügen, vielleicht komme ich auch noch dazu, den Text zu erweitern.

    31. August 2005
  • : TAZ schreibt über C/O Pop in Köln und Creative Commons
    TAZ schreibt über C/O Pop in Köln und Creative Commons

    Die TAZ hat einen Bericht über die C/O Pop KOnferenz letzte Woche in Köln veröffentlicht: Praxis entscheidet. Das Creative Commons Panel, wo Johnny Haeusler und Philip Steffan auf dem Podium sassen, wird gesondert erwähnt:

    Interessant wird es da, wo solche Lebensentwürfe und Poppraxen sich eben noch weitgehend frei von einem Überbau entfalten und damit ihrer Theoretisierung entscheidend voraus sind. Denn noch etwas bestätigte die c/o Pop Conference: Die Macht des Faktischen ist unbeugsam. Sprich: die Verbreitung und Nutzung von digitalen Inhalten im Internet, das, was Millionen UserInnen tagtäglich praktizieren, verändert das Wesen dieser Inhalte und unser Verhältnis zu ihnen maßgeblich und unaufhaltsam – und obwohl wir alle an diesem Prozess teilhaben, wissen wir halt noch nicht so ganz, was am Ende dabei rauskommt. Die Diskussionsveranstaltung zu Urheberrecht und den Creative-Commons-Lizenzen beweist genau dadurch, dass sie schlussendlich ins Leere geht, einmal mehr, dass die Tatsachen, die durch die Möglichkeiten des Internets längst nicht nur im Hinblick auf Musikkonsum geschaffen wurden, von gesetzlichen Regelungen, aber auch von unseren Denkgewohnheiten einfach noch nicht einzufangen sind.

    30. August 2005 2
  • : Beta2 von OpenOffice 2.0 erschienen
    Beta2 von OpenOffice 2.0 erschienen

    Die neue Beta2 von OpenOffice 2.0 ist heute veröffentlicht worden. Muss ich mir gleich mal herunterladen, die erste Beta sieht schon toll aus. Golem hat mehr Neuigkeiten, was verändert wurde. In dieser Version hauptsächlich Fehler. Wann die endgültige Version rauskommt, ist bisher noch unklar. Hier gehts zu den Downloads.

    29. August 2005 1