Generell

Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.

  • : Musikindustrie schreibt iRights
    Musikindustrie schreibt iRights

    Im Zuge der „AllofMP3“ (Werbe)-Kampagne der IFPI hat jetzt auch das Verbraucherportal iRights eine einen Brief für einen Link bekommen, der längst entfernt wurde:

    Nichtsdestotrotz nehmen sechs führende Plattenfirmen (unter anderem Warner, Sony, Universal, EMI und edel) den Beschluss zum Anlass, Nachrichtendienste wie iRights.info und Heise Online aufzufordern, umgehend jegliche Links auf „All of MP3“ zu entfernen. Die Redaktion von iRights.info war über das Schreiben überrascht, da der beanstandete Link von uns aufgrund der momentan ungeklärten Rechtslage schon entfernt worden war, nachdem die Deutschen Phonoverbände die Entscheidung in einer Pressemitteilung am 6. Juli veröffentlicht hatten.

    Ich fand „AllofMP3“ noch nie ganz koscher und unterstützenswert. Einen guten Kommentar dazu gibts es aus Künstlersicht bei Antifreeze. Die Abmahnwelle finde ich aber politisch bedenklicher. Mal schauen, wann sie die Domain filtern lassen wollen…

    Update:

    War natürlich keine Abmahnung.

    13. Juli 2005 1
  • : BPB: Video-Interview mit Lawrence Lessig
    BPB: Video-Interview mit Lawrence Lessig

    Die Bundeszentrale für politische Bildung hat seit heute ein Videointerview mit Lawrence Lessig online, der vor zwei Monaten in Berlin war.

    Copy creates Culture?
    Wie der Verfassungsrechtler Lawrence Lessig mit einem neuen Copyright die Kultur retten will

    So sieht ein Netzaktivist eigentlich nicht aus: Anzug, Brille und Lackschuh, ein Ex-Kandidat der Republikaner mit einer juristischen Bilderbuchkarriere. Und doch: Heute leitet Lawrence Lessig das Stanford Law School Center for Internet and Society und hat eine eigene Kolumne im kalifornischen Mutterschiff der Internetkultur, dem Magazin WIRED.

    Das Video kann man wahlweise per WMV oder Real streamen. Leider schafft es die Bundeszentrale für politische Bildung immer noch nicht, offene Standards anzubieten, die zudem barrierefreier wären. Ansonsten gibt es das Interview auch noch in der Textform.

    Sehr nett zu lesen ist auch der Artikel „Die Waldmeister“ im BPB-Jugendmagazin Fluter, welcher die Creative Commons Lizenzen und die Fragen rund um Kultur und Urheberrecht für junge Menschen aufbereitet.

    [via Metablocker]

    12. Juli 2005 2
  • : Diplomarbeit über die Wikipedia
    Diplomarbeit über die Wikipedia

    Christian Schlieker hat eine Diplomarbeit zum Thema „Explorative Untersuchung von Wissen in kollektiven Hypertexten“ geschrieben und diese veröffentlicht (3,6MB PDF, ca. 100 Seiten).

    Dieses Projekt untersucht wie Wikis Wissen speichern und wie sich Wissen innerhalb solcher Systeme verändert. Dies geschieht am Fallbespiel der Online-Enzyklopädie Wikipedia.org.

    Zentrale Fragen sind dabei:

    * Welche Unterschiede gibt es zwischen herkömmlichen Universal-Lexika(Brockhaus, Encarta) gegenüber einer communitybasierten Enzyklopädie (Wikipedia)?
    * Wie gestaltet sich die Dynamik des Wissen innerhalb von Wikis? Wie verändern sich Artikel über die Zeit?

    [via Work in Progress]

    12. Juli 2005 1
  • : Global Voices Online Relaunch
    Global Voices Online Relaunch

    Global Voices Online“ hat seit heute ein neues und übersichtlicheres Design.

    Global Voices is an international effort to diversify the conversation taking place online by involving speakers from around the world, and developing tools, institutions and relationships to help make these voices heard.

    12. Juli 2005
  • : Neue BBC-Webseite für freie Software Projekte
    Neue BBC-Webseite für freie Software Projekte

    Die BBC hat heute eine Webseite für ihre freien Softwareprojekte gelaunched: bbc.co.uk/opensource

    For the BBC, open source software development is an extension of our Public Service remit. Releasing open source software helps our audience get additional value from the work they’ve funded, and also get tools for free that they couldn’t get any other way. It also allows people outside the BBC to extend projects in such a way that may in future be used in the BBC…

    * CPAN modules
    * Apache Modules
    * Dirac
    * Media Lounge
    * TV-Anytime Java API
    * Kamaelia
    * Media Dispatch
    * MXF File Test Engine
    * Video Shot Change Detector

    Mehr über die BBC Internetstrategie bei netzpolitik.org:

    19.5.2005: Wired erklärt die Internetstrategie der BBC
    17.5.2005: BBC “interaktive Media Player”
    13.5.2005: Have fun: Die BBC-Webseite remixen
    15.4.2005: Creative Archive der BBC
    13.4.2005: BBC Creative Archiv gelauncht
    3.3.2005: BBC documents under Creative Commons licence

    12. Juli 2005 1
  • : Auch Dänemark findet Offene Standards toll
    Auch Dänemark findet Offene Standards toll

    Der dänische Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation hat eine Liste mit 20 Standards veröffentlicht, die allesamt bedeutend für die dänische Reform des öffentlichen Sektors ist. Fast alle sind Offene Standards:

    12. Juli 2005
  • : EDRi mahnt zur Zurückhaltung bei Vorratsdatenspeicherung
    EDRi mahnt zur Zurückhaltung bei Vorratsdatenspeicherung

    Die European Digital Rights Initiative (EDRi) und Privacy International haben einen offenen Brief an die Europäische Kommission und die britische EU-Präsidentschaft geschrieben. Grund ist die heutige ausserordentliche Sitzung zum Thema Vorratsdatenspeicherung in der EU:

    European Digital Rights and Privacy International have sent an urgent letter today to the UK Presidency and the European Commissioners for Justice and Media to show restraint in tomorrow’s extraordinary JHA Council. EDRI expects the UK Presidency to table a new urgent procedure for the proposal on telecommunication data retention, bypassing the European Commission and the European Parliament.

    EDRI objects to this procedure and suggests the proposal has evolved a life of its own, without any convincing proof of the usefulness and benefits and without any analysis on the costs and effectiveness. Bypassing the regular democratic procedure can only produce strong distrust in the democratic process, „thus eroding the very foundations of our society“.

    EDRI writes: „Human rights law matters most when governments and societies face times of crisis. The worst possible response would be to jeopardise those carefully wrought rights by a panic-inspired response. We consider the draft framework decision on ubiquitous data retention a serious violation of the right to a private life and a serious endangerment to freedom of speech.“

    Den Brief gibt es wahlweise auf englisch oder französisch.

    Privacy International hat gestern in einer Pressemitteilung nochmal mitgeteilt, was denn alles so für lange Zeit gespeichert werden soll:

    # Contents of email servers
    # Email server logs
    # Radius or other IP address to user resolution logs
    # Pager, SMS and MMS Messages currently on the network’s platform
    # Content of voicemail platforms
    # Call data records (includes mobile, fixed line, international gateways & VoIP)
    # Subscriber records

    Heise berichtet nun auch über das Treffen: Terrorabwehr stellt EU-Balance von Sicherheit und Freiheit in Frage

    „Starke Zweifel“ am Sinn der Datensammlung auf Vorrat hegt auch der Europäische Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx. „Wenn die Überwachung bestimmter Personen oder genau definierter Gruppen schon jetzt möglich ist, brauchen wir dann eine Routinespeicherung für alle von uns?“, fragt Hustinx. Der Datenschützer warnt: „Wir müssen sehr vorsichtig sein, die Grenze des Notwendigen nicht zu überschreiten.“ Die Industrie will zudem wissen, wer für die Millionenkosten der Datenspeicherung aufkommen soll: Die Anbieter und damit letztlich die Kunden, oder der Staat und damit der Steuerzahler?

    Reuters UK: UK, EU Commission clash on terror phone data
    BBC: Straw presses MEPs on e‑mail data

    12. Juli 2005
  • : Nagative-Campaigning-Tipps aus Österreich
    Nagative-Campaigning-Tipps aus Österreich

    In der österreichischen Steiermark finden demnächst Landtagswahlen statt. Die konservative ÖVP-Partei hatte ganz schlau ihren Helfern und Angestellten einen Wahlkampfleitfaden erstellt, mit so praktischen Tipps wie:

    … und gegen den politischen Gegner
    So heißt es etwa: Leserbriefe sind ein geeignetes Mittel, um Gerüchte zu streuen, die im Rahmen der offiziellen Medienarbeit nicht eingesetzt werden können. Oder: Postings „bieten auch die Möglichkeit, sachlich unqualifizierte, aber für die Stimmung wichtige Einträge zu veröffentlichen“. Weiters wird den ÖVP-Mitarbeitern geraten, Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und die Volkspartei lobend zu erwähnen, SPÖ-Chef Franz Voves könne hingegen durchaus „wieder einmal als Faulpelz und Verhinderer“ bezeichnet werden.

    Mehr weiss der ORF zu berichten: Leitfaden für ÖVP-Mitarbeiter

    [via Wahlblog]

    Jetzt gibt es auch den passenden Telepolis-Artikel dazu: „Unsachlich und untergriffig“

    12. Juli 2005
  • : Clement zitiert die Wikipedia
    Clement zitiert die Wikipedia

    Clements Redenschreiber im Wirtschaftsministerium recherchieren bei der Wikipedia:

    In Dresden wurden von der Hausfrau Melitta Bentz der Kaffeefilter und vom Hause Teekanne der Doppelkammerteebeutel erfunden. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia[1] nennt auch den Zigarettenfilter als Dresdner Erfindung und knüpft daran die Bemerkung: „Dresdner filtern so gut wie alles.“ Jetzt ist endlich klar, wo ich nach politischer Unterstützung für die steuerliche Förderung des Rußpartikelfilters suchen sollte.

    Gefunden in einer Rede von Wolfgang Clement anlässlich des Branchenforums „Automobiltag Ostdeutschland“. Was meint er nur mit „Jetzt ist klar… suchen muss“? Will er politische Unterstützung bei der Wikipedia finden? Nur Büssow und die GEMA sitzen nicht in Dresden. Dafür der JAP Anon-Proxy.

    [Danke an Mathias]

    12. Juli 2005
  • : Die Zeit erklärt Open Access
    Die Zeit erklärt Open Access

    Die Zeit schreibt über Open Access: Drei Wege führen … zum freien Wissen?

    So erscheint der Weg zum freien Wissen für alle Wissenschaftler noch steinig. Laut Elmar Mittler schwanken die Schätzungen über den gegenwärtigen Anteil von Open Access zwischen 5 und 25 Prozent, und nach einer – übrigens vorab auf dem Preprint-Server „eprints“ publizierten – DFG-Studie ist drei von vier deutschen Naturwissenschaftlern Open Access als Publikationsweg unbekannt. „Wir müssen alles tun, damit die Autoren ein Bewusstsein entwickeln, was sie da eigentlich tun“, drängt Mittler. Denn mit einer fertigen Arbeit auf dem Rechner, haben die Wissenschaftler die große Auswahl, wo sie das Werk unterbringen. Von ihrer Entscheidung hängt ab, wie nah oder fern Stevan Harnads Traum vom frei fließenden Wissen ist.

    Mir persönlich fehlt noch ein Hinweis auf die Creative Commons Lizenzen, bzw. Science Commons, was noch nicht soweit entwickelt ist. Aber da drei von vier Wissenschaftler noch wenig Ahnung von Open Access haben, ist (fast) jeder Artikel dazu sinnvoll. Auf jeden Fall dieser.

    [via Die tägliche Link-Show]

    12. Juli 2005
  • : Anti-Terror Wunschlisten
    Anti-Terror Wunschlisten

    Christian Rath macht in der Taz eine Bestandsaufnahme der Schutzlücken in Deutschland und welche Forderungen der Politiker Sinn machen. Darin gehts um die Kronzeugenregelung, Anti-Terror Dateien und biometrische Systeme: Eine Wunschliste gegen den Terror

    Nach dem Anschlag von London sieht sich Schily nun in seinem Vorgehen bestätigt. Der Biometrie-Pass bringe mehr Sicherheit, sagt der Innenminister. Kritiker bezweifeln das, weil deutsche Pässe schon bisher fälschungssicher waren. Die Biometrie-Daten sagen nur, ob Passinhaber und Pass zusammengehören. Offen bleibe aber, ob die Identität des Passinhabers richtig ist und – noch wichtiger – ob dieser gefährliche Absichten hegt.

    Doch Schily will im nächsten Schritt auch Personalausweise mit digitalisierten Daten von Fingerabdruck und Foto ausstatten. Eigentlich sollte dabei wieder der Umweg über die Europäische Union helfen. Doch wenn die EU-Verfassung scheitert, erhält die EU keine Kompetenz zum Schaffen einheitlicher Personalausweise. Dann muss der Streit in Deutschland ausgetragen werden.

    11. Juli 2005 1
  • : Copyfight-Konferenz in Barcelona
    Copyfight-Konferenz in Barcelona

    Eine sehr interessante Konferenz findet vom 15.–17. Juli in Barcelona statt: Copyfight.

    If intellectual property had always existed, humanity would have never known the Gilgamesh epic, the Mahbharata and the Ramayana, the Iliad and the Odyssey, the Popol Vuh, the Bible or the Quraan.

    Digital technologies for distribution such as p2p networks, projects rewriting copyright and author’s rights such as Creative Commons, or movements such as the one behind free software are turning this cultural period into a moment that demands a revision of the system regulating culture for the last three hundred years. COPYFIGHT is a series of activities about the unstoppable crisis of the contemporary model for intellectual property, and the emergence of free culture.

    COPYFIGHT will open for three days several areas for documentation and debate as a contribution to the general effort to inform cultural producers and consumers. Panels and keynote presentations, workshops, screenings, download areas and legal counseling open to all visitors will take place in a decentralized way for three days focused on creativity in such areas as digital production, music, literature, and audiovisual culture.

    Zur Konferenz wird wohl die halbe US-Aktivisten-Szene eingeflogen: Redner sind u.a. Lawrence Lessig, John Perry Barlow, Jimbo Wales, Downhill Battle, Cory Doctorow, Illegal Art…

    11. Juli 2005
  • : Freie Software Aktivisten in Süd-Amerika
    Freie Software Aktivisten in Süd-Amerika

    Meike Richter, eine der Mit-Organisatorinnen der Download-Culture Veranstaltungsreihe in Lüneburg, hat das Fair-Code Blog gestartet:

    Es ist Sommer. Alle sitzen – ein Eis in der rechten, ein kühles Bier in der linken Hand – in der Sonne. Außer mir. Ich sitze am Computer, im Internet, zwischen vielen Büchern und schreibe meine Magisterarbeit über Freie/ Open Source Software und den Digital Divide. Aber bitte kein Mitleid! Das Thema ist spannend. Damit das noch mehr Menschen mitbekommen, gibt es nun den Blog Fair Code. In dem alles veröffentlicht wird, was mit Freier/ Open Source Software, Politik, dem Internet und dem Digital Divide zu tun hat. Viel Vergnügen!

    Erster Eintrag: Freie Software-Aktivisten aus Lateinamerika berichten über ihre Arbeit

    Am Rande des Linuxtag in Karlsruhe habe ich mich mit den Aktivisten Fernanda Weiden (Brasilien), Beatriz Busaniche und Federico Heinz (beide aus Argentinien) über ihre Arbeit unterhalten. Brasilien ist weit vorn in Sachen GNU/Linux, das färbt auf die Nachbarn ab. Weil Microsoft wie immer schon vorher da war, ist die Arbeit der Drei mühsam. Lest oder hört selbst.

    Zu dem Artikel gibt es auch noch alle Interviews in Audoform, wahlweise als Ogg oder MP3, zum Download.

    11. Juli 2005 1
  • : Tagung über die neuen Formen der Überwachung in Hamburg
    Tagung über die neuen Formen der Überwachung in Hamburg

    Vom 8./9. September 2005 fndet in der Universität Hamburg die Tagung „Die neuen Formen der Überwachung: Gesellschaftliche, politische und kulturelle Folgen.“ statt:

    Videoüberwachung, biometrische Merkmale in Reisepässen, digitale Vernetzung von Datenbanken, Rasterfahndung, Terror- und Kriminalitätsbekämpfung, innere Sicherheit und Katastrophenszenarien: Wir sind gerüstet für alle Eventualitäten und Unsicherheiten – Sind wir?
    Die vom Projekt „Videoüberwachung“ am Institut für kriminologische Sozialforschung veranstaltete Tagung lädt ein diese und andere Fragen und Phänomene der Überwachung zu diskutieren und anhand aktueller Forschungen und politischer Entwicklungen, die möglichen Konsequenzen neuer Formen der Überwachung zu erörtern.

    Die Vorträge sind in folgende thematische Abschnitte gegliedert:

    - Videoüberwachung in der Praxis
    – Diskurse der Überwachung
    – Technologien der Überwachung – Kulturgeschichte der Überwachung

    Spannendes Programm zum Thema Überwachung und CCTV. Die Wikipedia-Seite über CCTV könnte übrigens noch einiges an Inhalt vertragen. (Falls hier jemand mit dem nötigen Wissen mitliest und etwas Zeitressourcen dazu hat, wäre das echt prima.)

    11. Juli 2005 1
  • : Berliner CDU-Spitzenkandidatin gegen Datenschutz
    Berliner CDU-Spitzenkandidatin gegen Datenschutz

    Kennt jemand Monika Grütters? Bis eben kannte ich sie auch nicht. Aber heute wurde sie als Spitzenkandidatin der Berliner CDU für die Bundestagswahl aufgestellt. Die Berliner Zeitung hat ein Interview mit ihr gemacht, in dem sie u.a. zu einer möglichen Verschärfung der Sicherheitsgesetze Stellung nimmt:

    Es muss jetzt schon eine härtere Gangart folgen. Ich finde es richtig, dass biometrische Daten in den Pass aufgenommen werden. Ebenso sollte eine Anti-Terror-Datei aufgebaut werden. Es kann nicht sein, dass deutsche Ermittler immer wieder an Datenschutz-Grenzen stoßen.

    Freut mich ja, dass der gesellschaftliche Wandel mittlerweile dazu führt, dass auch in der CDU Frauen Spitzenpositionen bekommen können. Deutschland wird endlich moderner. Die „Datenschutz ist Täterschutz“-Argumentation klingt allerdings aus weiblichem Mund genauso beängstigend wie von den üblichen (männlichen) Verdächtigen.

    10. Juli 2005
  • : Bloggen vom Icann-Treffen in Luxemburg
    Bloggen vom Icann-Treffen in Luxemburg

    Bis zum 15. Juli ist ICANN-Treffen in Luxemburg, quasi um die Ecke. Annette Mühlberg, zivilgesellschaftliche Vertreterin im ALAC-Gremium von ICANN, ist vor Ort und bloggt in WECANN! mit.

    Erster Artikel: Darf der katholischen Kirche “.god” gehören?

    10. Juli 2005
  • : CCC gegen GEMA
    CCC gegen GEMA

    Der Chaos Computer Club kritisiert die GEMA-Filterungen und erneuert seinen Aufruf zum Boykott der „Musikindustrie“: IFPI und GEMA drehen frei

    Der Verband der deutschen Phonoindustrie (ifpi) setzt den Kampf gegen das Internet fort.
    […]
    Der CCC erneuert hiermit seinen Aufruf zum Boykott der Musikindustrie. Nach dem erfolgreichen Kampf gegen Softwarepatente muss es jetzt darum gehen, dem Urheberrecht in diesen Auswüchsen die Zähne zu ziehen, so ein Mitglied. „Sie soll endlich aufhören das Internet zu bekämpfen und es lieber im Sinne der Musiker und Komponisten nutzen.“ Weiter empfiehlt der CCC den Einsatz von Closed-Usergroups um derartigen Zensurbemühungen auf technischem Wege den Boden zu entziehen. Es gilt die von „The Darknet and the Future of Content Distribution“ vorhergesehene Entwicklung konsequent umzusetzen. „Wir haben den Kampf um Verschlüsselung gegen die Geheimdienste gewonnen, jetzt werden wir wohl auch noch mit der Musikindustrie fertig werden“ gibt sich ein nicht namentlich genannter Hacker kämpferisch.

    Möglicherweise verliert die GEMA und die Musikindustrie auch langsam den Rückhalt bei den Musikern und Komponisten – Judith Holofernes von „Wir sind Helden“ zeigt sich sich wenig begeistert von dem Verfahren, mit dem die GEMA gegen Musikfans vorgeht. Die Musikindustrie schafft es somit erneut, sich als Feindbild der Nutzer zu profilieren.

    8. Juli 2005
  • : Die Süddeutsche über blinden Aktionismus
    Die Süddeutsche über blinden Aktionismus

    Die Süddeutsche Zeitung kritisiert die Unions-Hardliner, die u.a. eine zentrale Anti-Terror fordern: Die schwarzen Schockwellenreiter

    Immer neue Law-and-order-Institutionen und ‑Instrumente werden nichts bringen. Wie soll eine zentrale Anti-Terror-Datei gegen Bomben in Bussen und Bahnen helfen? Man sucht schließlich keine Serientäter. Terroristen können Schläfer sein, die nie zuvor aufgefallen sind: Anonyme Täter, die sich anonyme Opfer suchen. Der öffentliche Nahverkehr ist ein weiches Ziel. Er ist nur eingeschränkt zu schützen, aber sicher nicht mit einer Computerdatei.

    Lesenswert!

    [via Schockwellenreiter]

    8. Juli 2005