Datenschutz

  • : NPR: Protecting Your Privacy in the Virtual World?
    NPR: Protecting Your Privacy in the Virtual World?

    Der US-Radiosender NPR hat einen interessanten Beitrag zu „Protecting Your Privacy in the Virtual World“. Und wie junge US-Bürger darübe rin Zeiten von MySpace & Co denken.

    Teenagers and young adults put their private information on the Internet, seemingly with little thought about consequences for their personal and professional lives. How has the Web changed American ideas about privacy? At the University of Southern California, students express their views about sharing their personal information with a virtual world of strangers.

    Klappt leider nur mit RM und WMA.

    4. Januar 2007
  • : It’s fun to hack the RFID!
    It’s fun to hack the RFID!

    Das „Kunst-Technologie-Philosophie Kollektiv“ monochrom aus Wien hatte auf dem 23c3 einen Auftritt mit Gitarre. Und Gesang. Im Flur. Von dem Song „It’s fun to hack the RFID!“ gibt es bei Youtube ein Video dazu. Oder hier weiter unten als Flash. Oder ganz neu als MP3 in zwei verschiedenen Versionen. Ich vermisse ja noch ein Video von „Danke für diesen guten Morgen“ in der geänderten Form. Das hatte schon fast Kirchentag-Atmosphäre.

    4. Januar 2007 5
  • : Rettet die Grundrechte?!
    Rettet die Grundrechte?!

    Spiegel-Online hat den ehemaligen deutschen Innenminister Gerhart Baum zum Luftsicherheitsgesetz und dem Umgang mit Grundrechten in Deutschland befragt: „Schäuble ist in dieser Frage blind“.

    Was mich beunruhigt, ist die geradezu verfassungsverachtende Gesetzgebung Berlins. Das Bundesverfassungsgericht ist ja schon zu einem ständigen Korrektiv geworden. Wir dürfen uns aber nicht auf Karlsruhe allein verlassen: Wir brauchen eine große Initiative derjenigen, die sich gegen die jahrelange Aushöhlung der Grundrechte einsetzen. Ich träume von einem Kongress „Rettet die Grundrechte“.
    […]
    m Grunde hat der Prozess der fortschreitenden Aushöhlung von Grundrechten mit der RAF-Zeit begonnen. Damals wurden die Rechte von Angeklagten und Anwälten eingeschränkt – und zwar in einer maßlos überzogenen Weise. Die Situation hat das nie erfordert. Wir prüfen auch rechtliche Schritte, sollte Berlin nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens den rechtlichen Weg für PC-Schnüffeleien durch Verfassungsschützer freimachen. Es kann nicht sein, dass sich Verfassungsschützer in einem so weiten Maße in private Personalcomputer hacken dürfen.

    Interessant ist ja vor allem letzteres. Werden die alten liberalen Granden auch den jetzigen FDP-Innenminister in NRW in Karlsruhe wegen den Verfassungsschutz-Durchsuchungen auf heimischen PCs verklagen?

    [via]

    3. Januar 2007 1
  • : Vorratsdatenspeicherung mit Ralf und Padeluun
    Vorratsdatenspeicherung mit Ralf und Padeluun

    Mario Behling hat Ralf Bendrath und Padeluun auf dem 23c3 zum Thema Vorratsdatenspeicherung befragt. Also eigentlich nur die Fragen übermittelt und mit der Kamera drauf gehalten. Ralf musste dann fragen und antworten. Das Ergebnis findet sich bei Google-Video oder hier als Flash:

    3. Januar 2007 2
  • : Terror-Variante von „I hacked 127.0.0.1“
    Terror-Variante von „I hacked 127.0.0.1“

    Aus aktuellem Anlass gibt es einen „Schäuble vs. TerrorAchmed“-Remix des legendären Chatprotokolls von Stophiphop.com zum Thema „Wie wehre ich mich gegen dumme Möchtegern-Hacker?“ (via)

    3. Januar 2007 8
  • : StudiVZ an Holtzbrinck verkauft – für 100.000.000 Euro
    StudiVZ an Holtzbrinck verkauft – für 100.000.000 Euro

    Nun sahnen die ehemaligen Vorzeige-Kids der deutschen Web2.0‑Blase also doch noch ab. Der bisherige Minderheits-Eigner Holtzbrinck Ventures hat sich laut Spiegel Online gegen einen weiteren Bieter durchgesetzt. Don Alphonso und die anderen Blogger, die in den letzten Monaten die Firma wegen Daten-GAUs, Stalker-Gruppen, Nazi-Symbolik und rumprollenden Geschäftsführern mit einer Reihe von Breitseiten angeschossen hatten, dürften den Kaufpreis um einiges gesenkt haben. Ob Holtzbrinck sich wohl dafür bedankt hat? Oder die werden sich noch ärgern: Auf dem 23C3 gab es gerade vor wenigen Tagen noch eine schöne Auswertung der vollständig abgesaugten Mitglieder-Datenbank von StudiVZ. Wenn da ein paar von den Studies mal anfangen zu klagen, weil StudiVZ nicht die Mindest-Vorsicht gegen solche Sachen hat walten lassen, könnte es vielleicht doch noch etwas teurer werden.

    Liebe Studierende, die das Portal immer noch nutzen: Lest mal beim Don nach, warum ihr vielleicht doch was zu verbergen habt.

    Update: Jetzt schreiben auch heise, Focus und Don Alphonso darüber. Der Kaufpreis lag offenbar doch etwas unter 100 Millionen, obwohl Springer in letzter Minute sogar 120 geboten haben soll.

    Lustig finde ich die Diskussion im StudVZ-Blog, wo viele von den 1 Mio Mitgliedern jetzt „ihre“ 100€ haben wollen. Da kann man sagen „Leute, wacht auf, das war schon immer eine Firma“. Man kann es aber auch als Zeichen davon sehen, dass die Leute langsam begreifen, wie sie mit ihren Daten den Wert solcher Unternehmen steigern. Oder man schaut in die StudVZ-Statistik und stellt fest, dass die größte Gruppe BWL-StudentInnen sind.

    3. Januar 2007 11
  • : weiblich, technikaffin, politisch engagiert.
    weiblich, technikaffin, politisch engagiert.

    Die FAZ hat einen Bericht zum 23c3 online und portraitiert darin Constanze Kurz ein wenig: Die neue Hack-Ordnung.

    Frauen sind hier eher selten, nur knapp ein Zehntel der Besucher ist weiblich. Constanze Kurz mittendrin, die Moderation ist vorbei. Jetzt hämmert sie die Gliederung für den nächsten Vortrag in ihren schwarzen Apple-Laptop. Sie hat den Kongreß mit vorbereitet, hat nächtelang an Vorträgen gefeilt, die Presseeinladungen verschickt und vergangene Nacht nur ein paar Stunden geschlafen. Es sind auch ihre Themen, über die hier gesprochen wird. Sie schreibt an einer Dissertation über „Überwachungstechnologien“ und hält Vorlesungen zur „Geschichte der Verschlüsselung“ an der Universität. „Aber da kann ich nicht politisch argumentieren“, sagt sie, „sondern nur wissenschaftlich. Ich bin aber ein zutiefst politischer Mensch.“ Sie repräsentiert die neue Zeit im CCC: weiblich, technikaffin, politisch engagiert.

    Wer Constanze gerne mal etwas politsich argumentieren hören möchte, im Netzpolitik-Podcast gibt es ein längeres Interview mit ihr zu Datenschutzfragestellungen.

    3. Januar 2007 2
  • : Argumente in der Debatte um Überwachungstechnologien
    Argumente in der Debatte um Überwachungstechnologien

    Zu den Debattentricks in der Wirkungsforschung zu Überwachungstechnologien:

    Im Streit um Überwachungstechnologien sind vermeintlich gesicherte Zahlen und Fakten dankbar genutzte Argumentationshilfen. Ob es um Videoüberwachung oder um biometrische Identifikationssysteme geht: Mit dem Nachweis, dass die Technik tatsächlich funktioniert, ist oftmals die politische Diskussion vorerst beendet – Punktsieg für die Überwachungsbefürworter.

    Dass die Befürworter oft methodisch unsauber arbeiten, hat der kanadische Kriminologe Kevin Haggerty kürzlich in Berlin vorgetragen, und Telepolis fasst seine Kritik lesenswert zusammen.

    In diesem Kontext ist mir ein Dilemma der Überwachungskritiker aufgefallen: Oft geht man davon aus, dass Überwachungstechnologien wirklich repressiv wirken und Menschen dazu bringen, sich konform zu verhalten – man nimmt also Benthams Postulat zum Panoptikum als wahr an (das machen viele Liberale Privacy-Theoretiker wie z.B. Beate Rössler). Dann kann man aber nicht mehr wirklich sagen, dass es kaum Erfolge in der Kriminalitätsbekämpfung durch solche Systeme geben wird. Oder man glaubt einfach nicht an die repressive Wirkung bzw. verweigert sich ihr einfach, was einem auch wieder Freiräume eröffnet („bange machen gilt nicht“). Dann kann man aber die Systeme nicht gleichzeitig als Umsetzung von Orwell in der Realität bezeichnen. Auf dem CCC-Kongress gab es in dieser Richtung offenbar eine rege Diskussion bei einem Vortrag, den ich leider verpasst habe. Christian Heller hat aber recht ausführlich drüber gebloggt.

    2. Januar 2007 2
  • : 23C3-Aufräumarbeiten
    23C3-Aufräumarbeiten

    Der CCC-Kongress neigt sich dem Ende zu, gerade haben wir bei den „Security Nightmares 2007“ noch einmal kräftig gelacht. Meine beiden Vorträge sind recht gut gelaufen. Wer nicht dabei war und / oder nochmal nachlesen will:

    Insgesamt: Schön war’s mal wieder. Bemerkenswert fand ich, dass das Interesse an Datenschutz-Themen massiv angestiegen ist. Da freut man sich doch schon auf das CCC-Sommercamp 2007.

    30. Dezember 2006 4
  • : EDRi-gram in deutsch
    EDRi-gram in deutsch

    Andreas Krisch ist nicht nur Schatzmeister/Kassierer von European Digital Rights (EDRi), sondern übersetzt auch immer flessig mit etwas Abstand den zwei-wöchentlich erscheinenden Newsletter EDRi-gram in die deutsche Sprache. Aktuell gibt es das „EDRI-gram – 4.24, 20. Dezember 2006″ mit den folgenden Themen bei unwatched.org zu finden:

    * Unterstützt das EDRI-gram!
    * Neue Richtlinie zu audiovisuellen Medien: Erste Gesetzeslesung im EU-
    Parlament abgeschlossen
    * Pläne zur Online-Durchsuchung von PCs in Deutschland
    * Neue Empfehlung der EU bezieht sich auf das Recht auf Erwiderung in
    Online-Medien
    * Gewalttätige Videospiele – ein heißes Eisen im Europäischen Agenda
    * Abhörskandal in Griechenland endet mit einer Rekordstrafe
    * Werbung für Open Standards in Polen
    * EUCD Handbuch für Bewährte Verfahren herausgegeben
    * Biometrisches Scannen wird am Flughafen Heathrow getestet
    * Britische Regierung reagiert auf die Kampagne zum Ausstieg aus der
    zentralen medizinischen Datenbank
    * ENDitorial: Die AVMS Richtlinie – Fernsehen oder nicht-Fernsehen, das
    ist hier die Frage!
    * Lesestoff
    * Agenda

    Für diese Fleiss-Arbeit kann man auch immer gerne auf die Werbung bei unwatched.org klicken.

    25. Dezember 2006
  • : Teil 3 und 4 der Video-Serie „Alltag Überwachung“
    Teil 3 und 4 der Video-Serie „Alltag Überwachung“

    Teil 3 und 4 der Video-Serie „Alltag Überwachung“ von Roman Mischel und Fiete Stegers gibt es mittlerweile bei tagesschau.de zu sehen:

    Winzige Helfer mit Schnüffelpotenzial

    Teil drei unseres Video-Dossiers beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken der RFID-Technologie. Vom Supermarkt-Etikett über das WM-Ticket bis zum Reisepass: In immer mehr Gegenständen stecken winzige Funkchips. Die Industrie verspricht sich von der RFID-Technik billigere Logistik und ihren Kunden individuellere Dienstleistungen. Skeptiker reden dagegen von „Schnüffelchips“.

    Auf dem Weg in den Überwachungsstaat?

    Im letzten Teil unseres Video-Dossiers geht es um die Ohnmacht des Einzelnen gegenüber der digitalen Sammelwut – und um die Arglosigkeit vieler Bürger. Ob durch Überwachungskameras an der Tankstelle, beim Surfen im Internet oder beim Bezahlen mit einer Treuekarte: Freiwilig oder unfreiwillig hinterlässt jeder Spuren. Aber wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Oder?

    25. Dezember 2006
  • : Bundestrojaner jetzt verfügbar
    Bundestrojaner jetzt verfügbar

    Das Gesetz zum staatlichen Hacken ist in NRW gerade verabschiedet worden, aber viele andere Bundesländer und der Bundestag zögern noch. Daher kann man jetzt schon den Bundestrojaner herunterladen und freiwillig installieren. Gute Gründe gibt es genug:

    Der von der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem bekannten Softwarehersteller Dodo entwickelte Bundestrojaner bedeutet vor allem für Sie einen nicht zu unterschätzenden Gewinn an Sicherheit. Denn der Bundestrojaner überwacht Ihren Computer rund um die Uhr und meldet verdächtige Dateien sofort an bis zu 37 Sicherheitsbehörden weiter, darunter das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) des Bundesinnenministeriums. Der Vorteil für Sie als Computernutzer ist, daß Sie sich dank des Bundestrojaners keine Sorgen mehr um die Sicherheit Ihres Computers oder Ihrer Daten machen müssen. Das erledigen nach Download und Installation des Bundestrojaners die deutschen Sicherheitsbehörden für Sie. Sollten alle Stricke reißen, dann haben die Sicherheitsbehörden auch ein Back-Up Ihrer Datensätze für Sie parat.

    23. Dezember 2006 9
  • : Kampf um die Vorratsdatenspeicherung bei tagesschau.de
    Kampf um die Vorratsdatenspeicherung bei tagesschau.de

    Heute beim DatenschutzTV von tagesschau.de: Kampf um die Vorratsdatenspeicherung.

    Teil zwei unseres Video-Dossiers beschäftigt sich mit der Speicherung von Kommunikationsdaten. Wer mit wem telefoniert, wo sich Handy-Besitzer aufhalten, jeder Internet-Abruf – künftig sollen in der EU Kommunikationsdaten in ungeheurem Ausmaß gespeichert werden, zum Schutz vor Terroristen. „Die Bevölkerung wird unter einen Generalverdacht gestellt“, meinen Datenschützer. Peter Strehmel hat schon erfahren, wie sich das anfühlt.

    21. Dezember 2006
  • : Zitate zum NRW-Verfassungsschutzgesetz
    Zitate zum NRW-Verfassungsschutzgesetz

    Auf Telepolis gibt es einen Artikel zum neuen NRW-Verfassungsschutzgesetz: Der Große Bruder im privaten Computer. Mit dabei sind auch zwei Zitate.

    Horst Engel (FDP):

    „Mit dem World Wide Web verlässt man den geschützten Wohnraum für eine unbestimmte Öffentlichkeit. Wenn Sie etwas online stellen, ist das, als ob Sie etwas ins Schaufenster hängen.“

    Innenminister Ingo Wolf (FDP):

    „Die Sichtung von Inhalten eines standortunabhängigen PC´s, der über Telefonleitungen mit dem world-wide-web verbunden ist, stellt aber keine Wohnraumüberwachung dar, da nicht die typische Lebenssituation der in Art. 13 geschützten häuslichen Gemeinschaft überwacht wird. Auf Grund der Schwere des Eingriffs haben wir als erste Regierung eine ausdrückliche gesetzliche Regelung geschaffen und die konkreten Handlungsbefugnisse im Bereich der offensiven Internetmaßnahmen im Verfassungsschutzgesetz verankert und transparent gemacht.“

    Eine sinnvolle politische Entscheidung wäre ja mal, dass nur die Politiker über Rahmenbedinungen der digitalen Welt entscheiden dürfen, die auch in ihr leben und sie verstehen. Dann müssten wir uns nicht so einen Unsinn anhören.

    21. Dezember 2006 2
  • : Alltag Überwachung bei tagesschau.de
    Alltag Überwachung bei tagesschau.de

    Die Dokumentation „Alltag Überwachung“ von Roman Mischel und Fiete Stegers gibt es jetzt in vier Teilen auf den Seiten von tagesschau.de.

    Die digitale Technik macht es möglich: Immer mehr Informationen werden über den Einzelnen gesammelt, gespeichert und verknüpft. Stärkt dies die Sicherheit der Bürger oder befinden wir uns auf dem Weg in den modernen Überwachungsstaat? tagesschau.de hat sich auf Spurensuche in Deutschland begeben.

    Heute ist Start der Reihe: Hunderttausende Kamers beobachten uns.

    Teil eins unserer Videoserie zeigt die Überwachung öffentlicher Plätze. Hunderttausende öffentliche und private Kameras sind in Deutschland installiert. Doch die Forderung nach mehr Videoüberwachung reißt nicht ab. Viele erhoffen sich davon mehr Sicherheit. Viele warnen aber auch vor immer mehr Überwachung und Kontrolle – wie zum Beispiel in Leipzig. Dort setzt die Polizei schon seit mehr als zehn Jahren auf Kameras.

    Morgen gibt es dann die Vorratsdatenspeicherung. Weiter finden sich auf den Sieten Hintergrundtexte, Links und Dossiers zum Themenkomplex. Sehr schön, jetzt fehlt dann nur noch eine downloadbare Version. Hintergrundinfos, ein Trailer und Bilder gibt es bei Onlinejournalismus.de.

    [via]

    20. Dezember 2006 4
  • : In Offenburg essen Schüler demnächst mit ihrem Fingerabdruck
    In Offenburg essen Schüler demnächst mit ihrem Fingerabdruck

    Irgendwie hat bisher nur die Futurezone darüber berichtet, dass in Offenburg nun für 110.000 Euro die Kantinen an acht Ganztagsschulen Offenburgs auf biometrische Bezahlung umgestellt wird. 5000 Schüler sollen zukünftig bargeldlos und nur mit ihrem Fingerabdruck bewaffnet bezahlen.

    Im Gegensatz zu Chipkarte und Bargeld sei das auf Körperdaten basierende Bezahlsystem sicher und zugleich wirtschaftlich, sagte Jopen. So könne etwa der Verlust oder Diebstahl von Karte oder Geld verhindert werden. Der Datenschutz werde garantiert, weil nur Name und Bankverbindung der Schüler gespeichert würden. Abgebucht wird laut Angaben automatisch.

    Denen sollte man ruhig mal ein paar CCC-Trainingsvideos und Starbug als Trainer vorbeischicken, um mit der Ausstattung rumzuspielen. Beispielsweise könnte man Aktionstage machen und Schüler mit Kopien des Fingerabdrucks des jeweiligen Schul-Direktors in die Mensa schicken.

    20. Dezember 2006 6
  • : NRW: Verfassungschutz darf jetzt legal in Computer eindringen
    NRW: Verfassungschutz darf jetzt legal in Computer eindringen

    In NRW hat die schwarz-gelbe Koalition das „Verfassungsschutzgesetz“ verabschiedet: NRW-Landtag verabschiedet Verfassungsschutzgesetz.

    Das Gesetz soll die Befugnisse des Verfassungsschutzes erweitern. Damit soll nach Ansicht der Landesregierung eine rechtssichere Grundlage geschaffen werden, um zum Beispiel Bankkonten, Telefone und Computer von Extremisten kontrollieren zu können. Laut Wolf sei die geplante Kontrolle von Internet und Privatcomputern ein Mittel, um Informationen über Anschlagspläne zu erhalten. Das Gesetz soll dem NRW-Verfassungsschutz auch verdeckten Zugriff auf „Festplatten“ und andere „informationstechnische Systeme“ im Internet geben, also für so genannte Online-Durchsuchungen.

    Jetzt darf dort der Verfassungsschutz auch legal in private Computer einbrechen, weil FDP-Innenminister Ingo Wolf ein ganz komisches Verständnis von Privatsphäre im digitalen Zeitalter hat und dies im Vorfeld der Entscheidung oftmals verbal unter Beweis gestellt hat:

    “Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden”, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. “Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt”, erläuterte der Innenminister.

    Aber das hatten wir ja schon mehrmals.

    20. Dezember 2006 12
  • : Filmst Du mich – fotografier ich Dich!
    Filmst Du mich – fotografier ich Dich!

    Die beiden Blogs F!xmbr und .get privacy haben jetzt die Aktion „Filmst Du mich – fotografier ich Dich!“ in Form eines gleichnamigen Flickr-Pools gestartet. Ziel ist es, Aufnahmen von Videokameras und sonstigem Überwachungs-SchnickSchnack zu sammeln. Ralf hat schon in den Kommentaren empfohlen, dass man gleich noch Geo-Tagging und weitere Informationen dazu packen soll. Am Besten unter Remix-fähige Creative Commons Lizenzen auf Flickr oder sonstwohin packen.

    20. Dezember 2006 2
  • : 10 Thesen für eine datenschutzfreundliche Informationstechnik
    10 Thesen für eine datenschutzfreundliche Informationstechnik

    Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Peter Schaar, hat aus Anlass des gestrigen IT-Gipfels der Bundesregierung (zu dem er nicht eingeladen war) ein Thesenpapier zur datenschutzfreundlichen Gestaltung von Informationstechnik veröffentlicht. Das wäre wirklich eine Sache, die sich die Gipfelstürmer mal hinter die Ohren schreiben könnten. Deutschland hat im Bereich Datenschutz weltweit immer noch einen extrem guten Ruf und ist beim kürzlichen Ländervergleich von Privacy International sogar auf dem ersten Platz gelandet (ja – woanders scheint es noch schlimmer zu sein mit dem Ausbau des Überwachungsstaates). Sogar in den traditionell datenschutz-skeptischen USA wird immer lauter nach entsprechenden Maßnahmen gerufen, weil das Kundenvertrauen schwindet und ständig riesige Datenbanken offen rumstehen oder Laptops verloren gehen. Hier könnte man glaubwürdig und ohne großen Aufwand das Label „Made in Germany“ durch datenschutzfreundliche IT-Produkte und Dienste aufwerten.

    19. Dezember 2006 4