Auf der Jagd nach Konsumenten von Kinderpornographie haben Staatsanwaltschaft und Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt zu einer laut Spiegel-Online „bisher beispiellosen Maßnahme“ gegriffen: Die erste richtige Rasterfahndung deutscher Kreditkartenkunden.
Offenbar ließen sie den Zahlungsverkehr aller deutschen Kreditkartenbesitzer daraufhin überprüfen, ob eine bestimmte Summe in einem festgelegten Zeitraum auf ein verdächtiges Konto im Ausland überwiesen worden ist. Sämtliche um Auskunft ersuchten Unternehmen der Kreditkartenwirtschaft kooperierten offenbar mit den Ermittlern und gaben die Daten ihrer verdächtigen Kunden preis. Die Überprüfung einzelner Kreditkartendaten ist beim Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet Standard. „Dass die Kollegen jedoch bundesweit sämtliche Kreditkarten in die Ermittlungen einbezogen haben, ist ein Novum“, wie ein erfahrener Ermittler sagt.