Kultur

Meme, Veranstaltungen, Kunst, Museen, Remixe, Musik, Internetphänomene, Computerspiele und Archive.

  • : Bericht über Creative Commons UK
    Bericht über Creative Commons UK

    Das PolicyDevCenter von O’Reilly hat einen lesenswerten Bericht von Becky Hogge über Creative Commons UK veröffentlicht.

    7. April 2005
  • : Mehr Wikipedia-Server durch Yahoo
    Mehr Wikipedia-Server durch Yahoo

    Was macht Yahoo gerade? Eigentlich müsste man fragen, was sie nicht machen. Im Rennen um die künftige Top-Position im Suchmaschinenmarkt hatte ich sie schon fast abgeschrieben, zu gross erschien die Marktmacht von Google und Microsoft. Aber die letzten Wochen lassen aufhorchen. Erst der Kauf von Flickr, dann Yahoo 360, nicht zu vergessen die Suche nach Creative Commons Werken. Und nun? Nun sponsert Yahoo als erstes Wikipedia einige Server und nicht Google, wie es vor wenigen Wochen durch die internationale Presse geisterte. Google muss nun nachziehen. Ich bin mal gespannt, wann ich dort explizit Creative Commons Werke suchen kann und auch Wikipedia kann mehr Unterstützung gebrauchen.

    Aber so schön das ja alles ist, sollte man eines nicht vergessen: Dies sind börsennotierte Firmen, die nicht aufgrund ihres Herzens „Gutes“ tun, sondern ihren Aktienbesitzern verpflichtet sind. Und die wollen Geld verdienen. Deswegen ist es notwendig, über Alternativen nachzudenken.

    7. April 2005
  • : Protestaktionen gegen Klagewellen
    Protestaktionen gegen Klagewellen

    Janko Röttgers schreibt bei MotorFM über die Klagewellen der Musikindustrie und Proteste dagegen. Seine Empfehlung sind Protestaktionen gegen einzelne Konzerne der Musikindustrie anstatt die Musikbranche als Ganzes zu dämonisieren. Immerhin zählen zu dieser auch eine Vielzahl an Künstlern und Labels, die mit den Klagewellen nicht einverstanden sind.

    Lektion Nummer zwei: Erfolgreiche Boykott-Aktionen drehen sich nicht ums Geld. Jedenfalls nicht um die paar Kröten, die eine Hand voll kritische Verbraucher in der Tasche haben. Was zählt, ist auch hier das Signal. Die Schlagzeile. Das beschmutzte Image. Das wachsende Misstrauen der Shareholder. Wer will schon gerne in eine Firma investieren, die so verzweifelt ist, dass sie Universitäten drangsaliert, Rentner ruiniert und kleine Kinder frisst?

    7. April 2005
  • : Die Wikipedia DVD ist raus
    Die Wikipedia DVD ist raus

    Die Wikipedia-DVD ist veröffentlich worden:

    Ab sofort gibt es wieder eine aktuelle Ausgabe der Wikipedia zur Offline-Nutzung. Angespornt durch den großen Erfolg seiner CD-Ausgabe im Herbst 2004, hat der Verlag Directmedia Publishing mit Unterstützung der Wikipedia-Gemeinschaft jetzt eine DVD-Version herausgegeben, auf der nun über 200.000 Artikel (Inhalte der deutschsprachigen Wikipedia vom 3. März 2005) enthalten sind. Die DVD ist unter Windows, Linux und Mac nutzbar und enthält darüber hinaus auch Ausgaben der freien Enzyklopädie für PDAs und moderne Mobiltelefone. Zusätzlich liegt eine startfähige CD-Rom bei, die einen schnellen Zugang zur Offline-Wikipedia ermöglicht, wenn der Computer gerade ausgeschaltet ist oder keine Software installiert werden soll. Das Paket aus DVD und CD ist unter dem Titel „Wikipedia. Ausgabe Frühjahr 2005“ ab sofort im Buchhandel erhältlich. Ein Euro je verkauftem Exemplar kommt dem Verein Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. zugute.

    [via IT&W]

    Die DVD wird auch bald zum Download frei gegeben. Ich freu mich schon. Gesucht werden noch FTP-Server:

    In wenigen Tagen werden auch die Dateien zum Selbstbrennen verfügbar sein. Gerne sind noch Besitzer von größeren FTP-Servern mit entsprechender Bandbreite und einem großen Herz für Wikipedia gesucht, die beim Verteilen der Dateien helfen. Mails an info@wikipedia.de mit dem Subject “Wikipedia-DVD-mirror” sind gerne gesehen.

    6. April 2005
  • : 3. Internationale Linux Audio-Konferenz in Karlsruhe
    3. Internationale Linux Audio-Konferenz in Karlsruhe

    Die „3. Internationale Linux Audio-Konferenz“ (LAC) findet vom 21. bis 24. April am ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe statt. In 24 Einzelbeiträgen wird über aktuelle Trends und neue Projekte aus dem Audio- und MIDI-Bereich informiert. Dabei werden sowohl entwicklungs- als auch anwendungsorientierte Fragestellungen diskutiert. Die Linux-Audio-Distribution AGNULA, im vergangenen Jahr Schwerpunkt auf dem LinuxTag, wird auch auf der LAC ein wichtiges Thema sein. Angekündigt, wenn auch unter Vorbehalt, ist zudem die erste stabile Version von „Ardour“, der Harddisk Recording-Applikation von Paul Davis, die sich seit über 4 Jahren in der Entwicklung befindet.

    Neben dem kostenlosen Vortragsprogramm lockt die Veranstaltung mit abendlichen Programmhighlights, die zugleich zeigen wie existierende Anwendungen und Werkzeuge für Komposition und Aufführungen verwendet werden. Verschiedene Konzerte, die „Linux Sound Night“ und die „Linux Jam Night“ laden die Besucher zum zuhören, entspannen und mitmachen ein.

    Dem Bereich Multimedia widmet auch der LinuxTag 2005 vom 22. – 25. Juni in Karlsruhe besondere Aufmerksamkeit und richtet eine ganze Vortragsreihe zum Thema „Video“ aus. Projektentwickler der verschiedener Videoplayer und ‑anwendungen werden dabei über technischen Möglichkeiten und zukünftige Trends informieren. Parallel zur Veranstaltung erscheint der Sammelband „Video“, ein Gemeinschaftsprojekt vom LinuxTag e.V. und der Open Source Press.

    [via Freie Software Presseagentur]

    5. April 2005
  • : Wikimania 2005 vom 4.–8. August in Frankfurt
    Wikimania 2005 vom 4.–8. August in Frankfurt

    Wikimania 2005: Die erste internationale Wikimedia Konferenz wird in Frankfurt am Main, Deutschland vom 4. bis 8. August 2005 stattfinden.

    Wikimania ist eine einzigartige Gelegenheit, die Leute zu treffen, die an „vorderster Front“ in den Wikimedia-Projekten arbeiten. Prominente Vertreter aus der Welt des freien Wissens, Mitglieder der Community und Wissenschaftler werden ihre Studien und ihre Erfahrungen mit der Wikipedia und anderen Projekten der Wikimedia Foundation (http://wikimediafoundation.org/) präsentieren. Zentrale Themen der Konferenz sind die Wiki-Kultur, deren Technologie und die Welt des freien Wissens. Das Programm umfasst Vorträge, Workshops und Tutorials sowohl für Newcomer als auch für „alte Hasen“.

    Alle aktive Wikipedianer und interessierten Nutzer der Wikimedia-Projekte sind eingeladen, sich ein Bild von der weltweiten Wikimedia-Gemeinschaft und der theoretischen und praktischen Anwendung von Wikis zu machen. Die Konferenz soll den Teilnehmern einen Überblick über die Wikimedia-Projekte geben und die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Projekten fördern.

    Viele Vorträge und Diskussionen werden in Englisch stattfinden, die Konferenz wird aber simultan in verschiedene offizielle Sprachen übersetzt und auch Vorträge in anderen Sprachen sind ausdrücklich erwünscht.

    Passend dazu ist heute die Webseite in Form eines Wikis veröffentlicht worden.

    5. April 2005
  • : Die spinnen, die Franzosen.…
    Die spinnen, die Franzosen.…

    Das Frankreich Googleś Plan fürchtet, mehr als 15 Millionen Büchern aus britischen und US-amerikanischen Bibliotheken zu digitalisieren und online zu stellen, ist ja keine wirklich neue News mehr. Die Begründung kann ich ja noch verstehen:

    Eine „überwältigende Dominanz Amerikas“ fürchtet der Präsident der Bibliothèque Nationale, und Staatspräsident Chirac hat jetzt den Kampf gegen den Imperialismus der amerikanischen google-Kultur zur Chefsache erklärt: Eine europäische virtuelle Bibliothek, so der Wunsch Chiracs, soll dem US-Unternehmen Paroli bieten.

    Aber liebe Franzosen: Wenn ihr schon gegen den „amerikanischen google-Kultur – Imperialismus“ kämpfen wollt, glaubt ihr wirklich, dass Microsoft dafür der perfekte Partner ist?

    2. April 2005
  • : Britannica takeover of Wikimedia
    Britannica takeover of Wikimedia

    Auch Wikipedia hat gemeinschaftlich einen April-Scherz getextet: Britannica takeover of Wikimedia. Der Text ist das Ergebniss eines kollektiven Prozesses und hat es nun auch schon auf Slashdot geschafft.

    Die Botschaft ist, dass die Enzyklopädie Britannica für ca. 667 Millionen Dollar die ganze Wikimedia-Stiftung inkl. Inventar und Personen gekauft und quasi „übernommen“ hat.

    Update: auch die chinesische Wikipedia berichtet über den Fall, allerdings hat hier die volkschinesische Regierung den chinesischprachigen Teil der Enzyklopädie gekauft, und das taiwanesische Erziehungsministerium gleich dazu.

    1. April 2005
  • : SonyBMG will keine Musik mehr verschenken?
    SonyBMG will keine Musik mehr verschenken?

    Hab ich was verpasst? Sony und BMG sind heute offiziell fusioniert worden und Maarten Steinkamp, der neue Vorsitzende von Sony BMG in Deutschland und Europa, verkündet folgendes:

    Gleichzeitig machte er klar, dass es von Sony BMG keine Musik mehr „geschenkt“ geben werde. Der Wert von Musik müsse wieder mehr geschätzt und geschützt werden, forderte er.

    Also noch höhere CD Preise? Keine Gewinnspiele und keine Promotionaktionen mehr? Oder was ist damit gemeint? Mir haben weder Sony noch BMG je was geschenkt…

    1. April 2005
  • : Digitaler Widerstand in der Golfregion
    Digitaler Widerstand in der Golfregion

    Die Washington Post hat einen Artikel veröffentlicht, der die Organisation von politischem Widerstand via Handy & Co. in den Golfstaaten beschreibt:
    In the Gulf, Dissidence Goes Digital – Text Messaging Is New Tool Of Political Underground

    In this roiling political spring of protest and debate about democracy in repressive Arab countries, cell phone text messaging has become a powerful underground channel of free and often impolite speech, especially in the oil-rich Persian Gulf monarchies, where mobile phones are common but candid public talk about politics is not.

    30. März 2005
  • : Heute: Chaosradio100 zum Thema Stromverbrauch
    Heute: Chaosradio100 zum Thema Stromverbrauch

    Heute ab 22h gibt es bei Fritz-Radio die 100. Chaosradio-Sendung des Chaos Computer Club. Thema diesmal ist Stromverbrauch.

    Wie im Chaos üblich werden wir die 100. Sendung nicht – wie sicher von euch erwartet – großartig feiern. Dafür wird es dieses Jahr noch eine bessere Gelegenheit geben. Stattdessen werden wir über die Nebenwirkungen von den ganzen Gadgets on ‚always on’ Technologien sprechen. Heute, 22 Uhr auf Radio Fritz.

    Nach dem sogenannten Moore’s Law verdoppelt sich die Rechenleistung der Computer alle zwei Jahre. Leider steigt mit der Geschwindigkeit auch regelmäßig der Energieverbrauch deutlich. Und mehr Energie bedeutet mehr Wärme, die im PC entsteht. Und das bedeutet meist auch mehr Lärm auf dem Schreibtisch.

    Dazu kommt, dass sich in typischen Haushalten immer mehr Elektronik ansammelt: PCs, Server, Router, DSL-Modems, ISDN-Anlagen, DVB-Receiver, etc.

    Die Infrastruktur der modernen Kommunikationsnetze tut ihr übriges: Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland 3–5% des gesamten jährlichen Strombedarfs alleine für die Infrastruktur des Internets verbraucht wird.

    Nicht zu vergessen ist auch die bereits bei der Produktion der Mikrolektronik notwendige Energiemenge, welche umgelegt auf die kurzen Produktlebenszyklen deutlich ins Gewicht fällt.

    Chaosradio 100 macht eine Bestandsaufnahme des Stromverbrauchs moderner IT-Elektronik und versucht besonders gute wie schlechte Beispiele herauszuarbeiten. Wie haltet ihr es mit dem Standby-Modus, wie wichtig sind euch energiesparende Geräte?

    Eine Mitmachseite bei Wikipedia enthält viele Links zum Thema sowie ein Brainstorming und Fragen und Antworten.

    Besucht die chaosradio Homepage für Infos, wie ihr die Sendung auch empfangen könnt, wenn ihr nicht in Berlin/Brandenburg wohnt.

    30. März 2005
  • : Open Source Social Bookmarking Service
    Open Source Social Bookmarking Service

    Gestern noch habe ich mit einem Freund darüber geredet, dass es mal an der Zeit sei, den Social Bookmarking-Service del.icio.us als Freie Software zu programmieren, um solch ein Tool beispielsweise auch produktiv in Unternehmen als Wissensmanagement-Lösung einsetzen zu können. Und einen Tag später finde ich auf Slashdot die Meldung, dass sich jemand die Mühe gemacht hat: de.lirio.us. Lustigerweise hat er wohl genau die Woche benötigt, die wir gestern für den Aufwand geschätzt haben.

    Gleichzeitig ist heute Nacht die Meldung erschienen, dass der del.icio.us – Macher endlich eine Vollzeit-Finanzierung bekommen hat, um sich um die Weiterentwicklung zu kümmern.

    30. März 2005
  • : Special zum Grokster-Fall (Teil 2)
    Special zum Grokster-Fall (Teil 2)

    Hier ist Teil 2 des Grokster-Specials:

    Golem: US-Supreme-Court verhandelt über File-Sharing

    The Inquirer: Intel backs Grokster in Supreme Court spat

    Telepolis: Copyright, Peer-2-Peer und Innovation

    TecChannel: Musikindustrie mit Klage gegen Tauschbörsen in letzter Instanz

    Intern.de: Anhörung vor dem Supreme Court

    Wired: File Sharing Has Supreme Moment

    Heise: Tauschbörsenklage: Oberste US-Richter sorgen sich um die Innovation

    iRights.info: MGM vs. Grokster: Engagierte Debatte vor dem Obersten US-Gericht

    Yahoo: Streit um Internet-Tauschbörsen erreicht Obersten US-Gerichtshof

    Zeit: Hollywood vs. Internet

    The Economist: Grokster and StreamCast face the music

    The rush into legal downloading is bound to cannibalise sales of CDs and DVDs, hitting profits. And perhaps the decline in global sales is indicative of a far greater problem for the music industry—that consumers simply think many of its products are not worth paying for.

    Salon.com: Music rules

    If the entertainment studios had their way, every time a format changed, you’d have to buy all your records all over again. In their ideal world, we would hold restricted licenses to our content, not ownership. Digital rights management would cripple our all-powerful computers, creating backups would be impossible, and the basic human impulse to share the wealth of information that helps define who we are would be beset with obstacles. This is not paranoia. At every step of the way, intellectual-property-right holders have resisted technological innovations that give ordinary people more scope to enjoy and consume music, television, movies or any other content.

    That’s why MGM vs. Grokster is so important. The deeper we get into the digital age, the more we will be defined not by our relationships with physical objects but with the data that we have accumulated in our journeys through life. If we lose the right to own that data and do what we want with it, if the power of the computer, and the Net, is taken from us, we’re at risk of losing a lot more than a few files – we stand at risk of losing the evidence that tells us who we are.

    Wired: Camping Out for the Grokster Case

    WASHINGTON – Forget Star Wars premieres. A seat at the MGM Studios v. Grokster Supreme Court hearing Tuesday morning was the hottest ticket in town.

    Gray skies, with intermittent rain and cold, didn’t deter a group of staunch file-sharing supporters – as well as a number of hired line-standers – from queuing up starting at around 2:30 p.m. Monday to secure a seat in court for the landmark copyright case.

    Bei Flickr gibts noch mehr Fotos.

    Radioberichterstattung:

    NPR: Xeni Jardin – The Changing View of Downloading Music

    NPR: Silicon Valley, Hollywood Square off in File-Sharing Case

    Die Electronic Frontier Foundation und Public Knowledge haben jeweils auf ihren Webseiten viele Hintergrundinformationen zum Grokster-Fall.

    30. März 2005
  • : Polls zu Filesharing
    Polls zu Filesharing

    Folgende Umfragen (Polls) bei grösseren Seiten zum Thema Filesharing/MixBurnRip sind mir heute aufgefallen:

    Die Zeit fragt auf ihrer Startseite:

    Urheberrecht – Der Oberste Gerichtshof in Washington befasst sich heute mit dem Urheberrecht im Internet. Ist Ihrer Meinung nach das Herunterladen von Musik oder Filmen rechtens?

    Ja, ein freier Datentausch muss möglich sein
    Ja, solange man es nicht übertreibt
    Nein, das ist Diebstahl

    Und der Spiegel fragt in seinem Artikel „Showdown vor Gericht: Ist P2P-Software illegal?“

    Rippen Sie noch?
    Hand aufs Herz und völlig anonym: Wie sieht es bei Ihnen aus mit den umstrittenen digitalen Kopien? Vermehren sich in Ihrem Medienregal noch die „Selbstgebrannten“?

    Aber ja. Ich besitze „Gebrannte“, und ihre Zahl wächst noch
    Ich besitze unautorisierte Kopien, aber Neue kommen immer seltener hinzu
    Nein. Ich habe so etwas nicht (oder habe damit aufgehört)

    Naja, vollkommen anonym ist nur mittels TOR oder JAP möglich. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Spiegel Logfiles an potentiell interessierte Firmen aus der Content-Industrie weiter gibt, liegt bei 0%. Also keine Angst, etwas Datenschutz gibt es ja noch in Deutschland.

    29. März 2005
  • : Special zum Grokster-Fall
    Special zum Grokster-Fall

    Da viele Medien gerade über den Grokster-Fall berichten, stelle ich hier mal alle Links zusammen, die ich gefunden habe:

    Spiegel: Ist P2P-Software illegal?

    Auch das laute Jammern und Klagen der Industrie über kollabierende Umsätze war nie ganz ohne Falschheit: Branchenintern gärt die Diskussion seit Jahren, ob es nun wirklich nur die Brenner und Börsen waren, die zur Branchenkrise führten, oder nicht auch eine völlig verfehlte Produkt- und Preispolitik.

    Tagesschau: Erbitterte Gegner vor dem höchsten US-Gericht

    Zwei erbitterte Gegner treten zum Showdown an: Auf der einen Seite wird das Hollywoodstudio MGM von mehr als zwei Dutzend Firmen der US-Musik- und Filmindustrie unterstützt. Ihnen gegenüber stehen die Betreiber der kostenlosen Internet-Musikbörsen Grokster und StreamCast, die zahlreiche Verbraucherschützer und Internetnutzer hinter sich wissen.

    NDR: Musik- gegen Softwarebranche – 29.03.05 [Georg Schwarte, NDR-Hörfunkstudio Washington] (Real-Stream)

    Heise: Medienmogul unterstützt Anbieter von Filesharing-Software

    Als Erklärung gab der Multimillionär an, dass er das Verfahren auch und gerade als Kampf der großen Content-Inhaber gegen ihn selbst und seine kleinen Content-Unternehmen betrachte. Es ginge den großen Studios darum, ihm als Wettbewerber die Möglichkeit zu nehmen, künftig technische Innovationen zu nutzen.

    Wired: Supreme Showdown for P2P’s Future

    „All these internet technologies share this common mass-copying capability: e‑mail, web servers, web browsers, basic hard drives,“ said Jason Schultz, an attorney with the Electronic Frontier Foundation, which represents StreamCast Networks. „There’s no principal distinction between (P2P) and other internet technologies in the way it’s designed.

    „I think the court will find it very, very difficult – if not impossible – to draw any distinctions between the programs in front of them in this case and other internet communication programs,“ he said.

    Handelsblatt: Innovation versus Urheberrecht

    Angetreten ist auf der einen Seite die Crème de la Crème der Unterhaltungsindustrie. Angeführt von MGM reicht die Liste der Kläger von Walt Disney über Time Warner bis hin zur Bertelsmann-Tochter BMG. Vertreten wird die illustre Gruppe von Kenneth Starr, jenem Staatsanwalt, der Präsident Bill Clinton aus dem Weißen Haus jagen wollte. Der Vorwurf von Hollywood & Co. lautet, Grokster und Streamcast würden „eine der größten Plünderungen von Privateigentum in der Geschichte“ ermöglichen.

    DiePresse: „Internet-Prozess des Jahrhunderts“

    So unterstützt Intel die Anliegen von Grokster & Co, weil der Chipriese und neutrale Experten die „Innovation“ in der High-Tech-Branche gefährdet sehen, sollte die Unterhaltungsindustrie gewinnen. Die großen Musikkonzerne argumentieren wieder, den beiden Firmen müsse das Handwerk gelegt werden, denn es handle sich um Diebstahl von geistigem Eigentum. Die Filmindustrie habe sich noch gegen jede Innovation gestemmt, und jedesmal sei es ein Fehler gewesen, meinen indes die Technologiekonzerne.

    Newsforge: How the Grokster case will affect free software

    Mad Penguin: Why is this stuff worth fighting for? I personally think that humanity has the opportunity to enter a golden era of creativity, with the price of the tools to rip, mix and burn getting cheaper and cheaper all the time.

    Cindy Cohn (EFF): I think that there is a chance that we could enter into a new golden era if we’re able to win a lot of these battles. I think that the fundamental change will be that we’ve lived in a world for the past 50 years where we are passive consumers recipients of art created by a few anointed creators of art. And the rest of us are support to just nod and say, “That’s great.”

    We have seen some tremendous art in the past fifty years, but I think that technology has the promise release art for all the rest of us. Some of us are going to be great artists. Some of us are going to be lousy artists. But inevitably out of this big cacophony of people all beginning to interact more with their media, and create mash ups, and so forth, are going to come things that are just astounding and tremendously different than anything that a traditional artist community would come up with. The sheer numbers of it is going to mean that. And we’ll all be the beneficiaries of that.

    You know, if you want to be a recipient of all this cool new art, you can, and I think that a lot of people still will be passive recipients. But I think that tremendously large numbers of us will not only be recipients of art, but creators of art through that dialog back and forth we’ll see some tremendous and amazing things that we can’t predict right now.

    Written for Mad Penguin by Christian Einfeldt

    TechDirt: The Chilling Effects Of The Entertainment Industry’s Grokster Position

    Netzwelt: Mark Cuban finanziert P2P-Verteidigung

    Netzeitung: Tauschbörsen vor dem Obersten Gerichtshof

    Unterstützt werden Grokster und Morpheus von Intel und dem mächtigen Industrieverband Consumer Electronics Association. Sie fürchten, ein Sieg der Unterhaltungsindustrie werde künftig Innovationen verhindern. Sie argumentieren, für Entwicklungen wie etwa Apples «iPod» fehle es künftig an Rechtssicherheit, sollten Internet-Tauschbörsen verboten werden.

    Heise: „Musikindustrie vs. Tauschbörsen“ geht in die letzte Instanz

    ZDNet: Musikindustrie mit Klage gegen Tauschbörsen jetzt in letzter Instanz

    Ein Urteil wird frühestens im Juli erwartet. Die angeklagten Tauschbörsen hatten alle bisherigen Verfahren in den anderen Instanzen gewonnen.

    Urheberrecht.org: Letzte Instanz im Rechtsstreit der US-Branchenindustrie gegen Grokster und Streamcast

    Die Vorinstanzen hatten bisher zugunsten der Beklagten entschieden und eine Schließung der Netzwerke abgelehnt. Hierbei wandten die Gerichte erstmals das Videorecorder betreffende Betamax-Urteil auf Internet-Tauschsoftware an. Wie bei Videorecordern könne der Hersteller der Software nicht für die Handlungen der Nutzer verantwortlich gemacht werden, da auch die Software für legale und illegale Anwendungen genutzt werden könne. Mangels eines zentralen Servers hätten die Entwickler der Tauschbörsen keinen Überblick darüber, was getauscht werde.

    News.com: Supreme Court takes hard look at P2P

    Dueling protesters lined the sidewalks outside the court building before the hearing got underway. Black-T-shirt-wearing supporters of file sharing carried signs proclaiming „Save Betamax“ and „RIAA keep your hands off my iPod.“

    Facts On: Wie damals beim Videorecorder

    Die Gegenseite hat ebenfalls mächtige Fürsprecher. Christen und Kinderschützer, Sportveranstalter, Musikerverbände und selbst die US-Regierung haben bereits Partei für die Kläger ergriffen. Moralisierend beklagen sie Piraterie und Pornografie, Sodom und Gomorrha in den Tauschnetzen. «Sehr beängstigend» seien diese Positionen, so Shapiro. Wie das Verfahren ausgehen wird, vermag angesichts derart harter Geschütze niemand zu prophezeien.

    CNN: Entertainment groups predict more films, songs over Web

    Critics of the entertainment industries said the fast pace of technology will continue to force companies to confront piracy as programmers find methods to defeat the digital locks protecting songs and films from being copied illegally.

    „No matter what happens in this case, they’re going to be competing with free from now on,“ said Fred von Lohmann of the Electronic Frontier Foundation, a San Francisco-based civil liberties group that sided with Grokster. „It’s just the nature of the digital world.“

    Via BoingBoing gibts auch Bilder von der Demo vor dem Supreme Court:

    Berichterstattung in Blogs:

    * Wendy Seltzer von der EFF
    * Machination
    * IPac
    * CopyFight
    * IPcentral: Grokster Day
    * Siva Vaidhyanathan

    * Und auch die Electronic Frontier Foundation hat angefangen, aus Washington zu bloggen.

    Bei Slashdot gibt es eine längere Diskussion zu dem Thema.

    Alte Artikel von Netzpolitik.org zum Grokster-Fall:

    * Emerging Technology Conference, San Diego
    * Wissenschaft auf der Seite von Grokster
    * Coole, vom Aussterben bedrohte Technologien
    * Filesharing-Software in den USA legal

    Update:

    Bei Boing Boing gibt es jetzt einen Link zu einer Argumentenanalyse zum Grokster-Fall von einem Jura-Studenten:

    At least some of the Justices, Scalia in particular, seemed troubled by how an inventor would know, at the time of inventing, how its invention might be marketed in the future. How, some of the Justices asked MGM, could the inventors of the iPod (or the VCR, or the photocopier, or even the printing press) know whether they could go ahead with developing their invention? It surely would not be difficult for them to imagine that somebody might hit upon the idea of marketing their device as a tool for infringement.

    MGM’s answer to this was pretty unsatisfying. They said that at the time the iPod was invented, it was clear that there were many perfectly lawful uses for it, such as ripping one’s own CD and storing it in the iPod. This was a very interesting point for them to make, not least because I would wager that there are a substantial number of people on MGM’s side of the case who don’t think that example is one bit legal. But they’ve now conceded the contrary in open court, so if they actually win this case they’ll be barred from challenging „ripping“ in the future under the doctrine of judicial estoppel. In any event, though, MGM’s iPod example did exactly what their proposed standard expressly doesn’t do: it evaluated the legality of the invention based on the knowledge available to the inventor at the time, not from a post hoc perspective that asks how the invention is subsequently marketed or what business models later grow up around it.

    Auch SCOTUSblog hat einen „Erlebnisbericht“: Court conflicted over file-swapping

    Die Washington Post lässt einen Reporter die Verhandlung über Audio kommentieren.

    Dazu gibts die ersten Medien-Kommentare in schriftlicher Form:

    AP: Supreme Court Hears File-Sharing Case

    News.com: Supreme Court takes hard look at P2P

    The Register: Supremes leery of P2P ban

    Reuters: Top U.S. Court Weighs Internet File-Sharing Case

    Edward Felten in „Freedom to Tinker“: A (True) Story for Grokster Eve

    EFF vs. RIAA – Diskussion als Real-File:

    Fred Von Lohmann, Senior Staff Attorney for the Electronic Frontier Foundation, and Theodore Olson, Former Solicitor General for the Bush Administration (2001–2004) and Representative of the Recording Industry and Motion Pictures Association, discuss the Supreme Court case on sharing music and video files over the internet.

    [via Copyfight]

    Teil 2 des Grokster-Specials findet sich hier.

    29. März 2005
  • : Consumerpedia – Wikipedia für Produkte
    Consumerpedia – Wikipedia für Produkte

    Consumerpedia ist ein Versuch, mittels der Wiki-Technologie eine Verbraucherorientierte Webseite zu schaffen, in der unabhängige und neutrale Berichte über Produkte geschaffen werden:

    Consumerpedia came out of a desire to have a user-driven consumer resource that evolved based on how people actually used it – where they were not forced into certain narrow categories and topics as an appendage of someone’s ecommerce effort, but rather a completely independent information resource that was an end in itself – one that had no conflict of interest and with the sole goal of simply making it easier to find and share helpful information

    Die Suchseite ähnelt Google, dazu gibt es noch ein Blog. Im Moment befindet sich die Seite aber noch im Alpha-Stadium.

    29. März 2005
  • : Wired stellt Social Networking Services vor
    Wired stellt Social Networking Services vor

    Wired stellt in einem zwei-seitigen Artikel verschiedene Social Networking Services vor: Are Socialites Still Networking?

    24. März 2005
  • : SWR2: Weltweit – Der 24. März 2005
    SWR2: Weltweit – Der 24. März 2005

    SWR2 hat heute einen Weblog-Tag und mischt intelligent Netztechnologien mit Radioprogramm:

    Über 30 Reporter aus aller Welt befragen am 24. März 2005 Menschen rund um den Erdball: Was bewegt sie? Was macht ihnen zu schaffen? Welche Hoffnungen befügeln und welche Sorgen drücken sie?

    Antworten stellen die Reporter noch am selben Tag in das Weblog ein: O‑Töne, Fotos und Texte, ergänzt durch atmosphärische Eindrücke der jeweiligen Orte, an denen Sie aufgezeichnet wurden.

    Die Website bietet auch einen Podcasting-Service. „Podcasting“ (aus: „iPod“ und „Broadcasting“) ist der neueste Trend der Netzwelt.

    Und hier gehts zum Weblog: http://www.weltweit24maerz.de/

    24. März 2005
  • : Nature-Interview mit Jimmy Wales
    Nature-Interview mit Jimmy Wales

    Jimmy Wales, Gründer von Wikipedia, wurde von der Zeitschrift „Nature“ interviewed.

    Would you link the concept of the wisdom of crowds to how Wikipedia works?

    I think that a lot of people believe there are a million people adding a sentence each and through a giant, mass process somehow an encyclopaedia is produced. But within the community we don’t see it that way. It’s actually more traditional than that: a group of people who know each other communicate. It’s not very different from what would go on in any publication.

    23. März 2005
  • : Start von OurMedia.org
    Start von OurMedia.org

    OurMedia.org wurde heute gelauncht:

    Ourmedia.org, a free global repository for grassroots media, allows anyone to upload, store and share digital works. The site will accept home movies, music videos, original music, audio interviews, photos, art, documentaries, grassroots political ads, animations, books, student films, software — any work in digital form.

    The site is open to all kinds of works but will focus on videoblogs, podcasts and other emerging types of media that are just beginning to catch the public’s attention. A videoblog is a homemade video about politics, culture or any subject that appears on a Web journal. A podcast is simply a voice recording, similar to a radio broadcast, that listeners can download and enjoy at their convenience. A digital story is a combination of images and video overlaid with a narrator’s voice.

    “We’re living in a time of fundamental change in the media landscape,” said Lasica, a blogger and author of an upcoming book on the personal media revolution. “We’ve been taught that only a trained professional elite can create media. But people are now realizing that there are alternatives to top-down, passive consumer culture.

    The effort, begun last June, has been largely accomplished as an open-source effort, with no income, no expenses and a central group of 50 volunteers working in a public wiki (or collaborative online work space) to build the site. Ourmedia, which will soon become a not-for-profit 501(c)(3), has partnered with the Internet Archive and Creative Commons, both non-profit outfits in San Francisco, and Bryght, an open-source content publishing company in Vancouver, Canada.

    “The biggest hurdle people face today after creating a really cool movie or taking some really amazing photos is: What now? Where do I put it? How do I share it?” Lasica said. “We say: Put it here and we’ll store it, safeguard it, and let you show it off. Free. Forever.”

    Ourmedia agrees to host such works as long as the authors or artists are willing to share their works with the global community. Podcasters and videobloggers like the service because they can upload their media without being hit by hundreds of dollars in bandwidth bills, as sometimes happens when a file they host becomes widely popular.

    Ourmedia will also test the boundaries of fair use, permitting inventive or educational mash-ups or “remix” works that contain small snippets of copyrighted work — but drawing the line against infringement and illegal misappropriation of others’ content. Advisors include Lawrence Lessig, a Stanford University professor and chairman of Creative Commons; James Boyle, co-director of the Center for the Study of the Public Domain at Duke Law School; David Bollier, co-founder of the public interest group Public Knowledge; Angela Beesley of Wikipedia; authors Howard Rheingold and Dan Gillmor, and 10 others.

    Ourmedia will take advantage of the latest publishing technologies to offer RSS feeds that let anyone subscribe to a channel, such as music videos or animations; peer-to-peer technologies such as BitTorrent, which allows people to easily and legally share their own creations; and search tools that will allow anyone to legally remix or build upon others’ works.

    Auf jeden Fall eine spannende Sache!

    21. März 2005