Kultur
Meme, Veranstaltungen, Kunst, Museen, Remixe, Musik, Internetphänomene, Computerspiele und Archive.
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: Eindämmung von Filesharing durch Unterrichtsmaterialien?
: Eindämmung von Filesharing durch Unterrichtsmaterialien? Die Musikindustrie in Österreich sieht eine „Trendwende“ im Kampf gegen Filesharing. Scheint sich jetzt zur allgemeinen Kommunikationsstrategie in den westlichen Ländern zu entwickeln, in Deutschland wird das durch die Musik- und Filmindustrie seit einiger Zeit auch verkündet. Gut möglich, dass damit das scharfe Vorgehen gegen Filesharer („Raubkopierer sind Verbrecher“ Kampagne der Filmindustrie und Klagewellen der Musikindustrie) gegenüber Politikern als Erfolg kommuniziert werden soll, damit diese dann noch bei den anstehenden Urheberrechts-Reformen den Rechteinhabern mehr Rechte zur Durchsetzung ihrer Interessen geben sollen. Was natürlich auf Kosten von Verbraucherrechten geschehen soll, bzw. schon geschehen ist. Und natürlich ist es eine Kommunikationskampagne für „den Erfolg“ der DRM-Plattformen.
Futurezone beleuchtet die aktuellen Schritte der IFPI in Österreich ein wenig:
Interessant ist, woher die IFPI diese P2P-Eindämmung herleitet: Aus einer Gfk-Studie im Dezember 2004, bei der die Nutzer zu ihren künftigen Download-Absichten befragt wurden.
Nutzerstatistiken, wie etwa Nielsen NetRatings oder BigChampagne bereitstellen, wurden nicht berücksichtigt.
Daher bleibt fraglich, ob die 55 Prozent der Befragten, die angaben, Musik in den nächsten drei Monaten von Band-Websites und legalen Download-Plattformen herunterladen zu wollen, dies auch getan haben. Beziehungsweise ob statt im Dezember 40 Prozent, nun „nur“ noch 38 Prozent der Befragten ihre Songs aus P2P-Netzen beziehen.
Und jetzt gehts noch in die Schulen…
Um diesen Trend noch zu verstärken, soll ab Herbst Urheberrechtsunterricht an Österreichs Schulen angeboten werden.
Im Rahmen des Projekts „Ideen sind etwas wert“ soll den Jugendlichen vor Augen geführt werden, wieviel Arbeit hinter dem Produkt Musik steckt.
Entsprechendes Lehrmaterial, das alle Seiten der Problematik beleuchten soll, wird in Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium von Pädagogen zusammengestellt.
Die Unterrichtsmaterialien gibt es auch schon in Deutschland. Ein Heft heisst „Wert der Kreativität“ und liegt bei mir Zuhause. Meiner Meinung nach ist es nicht Aufgabe des Staates, Unterrichtsmaterialien von privaten Interessengruppen zuzulassen, die politisch umstrittene Themen einseitig beleuchten. Aber leider mittlerweile Realität. Und einseitig ist die Broschüre auf jeden Fall.
Offene und kollaborative Prozesse der Wissens- und Kulturerzeugung in der digitalen Welt kommen natürlich nicht vor. Kreativität wird nur als geschlossene Aktion verkauft. Dabei ist es deutlich sinnvoller, wenn der Staat schon in der Ausbildung an die Arbeits-Prozesse der Zukunft hinweist. Freie Software, Wikipedia, Weblogs und die Creative Commons sind erst der Anfang, um eine „Free Culture“ im digitalen Raum zu schaffen. Un sie funktionieren.
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: Fairsharing: Privates Kopieren ist kein Verbrechen!
: Fairsharing: Privates Kopieren ist kein Verbrechen! Über 30.000 Menschen haben in Frankreich ein Manifest unterzeichnet. Sie wehren sich damit gegen die juristische Verfolgung von P2P-Usern und fordern einen offenen gesellschaftlichen Dialog anstelle der Kriminalisierung großer Bevölkerungsteile. Wir schließen uns dieser Forderung an, gehen aber noch einen Schritt weiter, indem wir eine Alternative mit ins Gespräch bringen: die Kulturflatrate.

Die FairSharing Erklärung: Privates Kopieren ist kein Verbrechen!
Wie Millionen andere sind auch wir potentiell straffällig geworden, weil wir irgendwann einmal zu privaten Zwecken Musik- und Filmdateien z.B. in P2P-Netzwerken getauscht haben. Gegen diese Kriminalisierung setzen wir uns zur Wehr: Das Kopieren und Tauschen von urheberrechtlich geschützten Musik- und Filmwerken zu privaten Zwecken soll künftig auch in der digitalen Welt legal sein. Gleichzeitig erkennen wir den Anspruch von Kunstschaffenden an, für ihre getauschten Werke eine Kompensation zu erhalten.
Dafür dürfen aber Bürgerrechte nicht durch Maßnahmen wie z.B. Digitale Rechte Minimierung (DRM) eingeschränkt werden. Deswegen fordern wir eine öffentliche Diskussion über eine beide Seiten zufrieden stellende Lösung, wie z.B. die Einführung einer Kulturflatrate.
Kurz: Wir fordern Kompensation ohne Kontrolle.
Die Erklärung kann hier unterzeichnet werden.
Mehr Infos bietet die Webseite Fairsharing.de.
Zu den ErstunterstützerInnen gehören u.a.
Volker Grassmuck / Privatkopie.net, Georg Greve / Free Software Foundation Europe, Padeluun / FoeBud, Matthias Mehldau / Chaos Computer Club, Katja Husen / Grüner Bundesvorstand , Frank Hansen / Gründer stiftung bridge, Janko Röttgers / MixBurnRip, Peter Glaser / Journalist, Alvar Freude / Odem.org, Frank Fenstermacher / Fehlfarben, Axel Fischer / Console
Initatoren des Fairsharing – Netzwerkes sind:
Attac AG Wissensallmende und freier Informationsfluss
FoeBuD e.V.
Grüne Jugend
privatkopie.net -
: c´t – Umfrage zu DRM und Kulturflatrate
: c´t – Umfrage zu DRM und Kulturflatrate Der Heise-Verlag macht eine Umfrage zum Thema DRM & Musikkonsum. Dabei werden auch Fragen zur Kulturflatrate gestellt. Um an der Umfrage teilnehmen zu können, muss man sich bei Heise registrieren.
Doch wie sieht es generell mit der Akzeptanz von DRM-Systeme für online gekaufte Musik bei den Kunden aus? Und wie sollte Ihrer Meinung nach eine faire Vergütung aussehen, falls Sie DRM ablehnen?
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: Creative Commons Sampling Contest
: Creative Commons Sampling Contest
Samstag ist die Deadline für den Creative Commons „Fine Art of Sampling contests“. Die Aufgabe des „Freestyle Mix Contest“ ist, einen der Songs der „THE WIRED CD – Rip. Mix. Sample. Mash. Share“ zu remixen, die alle unter der Creative Commons Sampling Licence stehen. Die Aufgabe beim Militia Mix Contest ist es, den Song „No Meaning No,“ von Chuck D zu remixen.Preise gibt es auch zu gewinnen:
The top prize on the Freestyle Mix will be appearing on an upcoming mix CD released by Creative Commons, while the best Militia Mix track will end up on the Fine Arts Militia’s next album. If you’re into audio mixing, turntables, and making music on your computer, check out the current entries and be sure and upload your entries before Saturday’s deadline.
Auf der CC-Mixter Seite finden sich alle notwendigen Informationen. Die bisherigen Einsendungen finden sich hier und hier.
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: 21C3 trailer im DVD format
: 21C3 trailer im DVD format Als kleinen Vorgeschmack auf die schon längst überfälligen 21c3-Kongressvideos gibt es nun vorab zum „Aufwärmen“ des Bittorrent-Trackers den 21c3-Trailer im DVD-Format.
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: Neues EDRi-gram erschienen
: Neues EDRi-gram erschienen Alle zwei Wochen gibts das EDRi-gram, den englisch-sprachigen Newsletter der European Digital Rights Initiative, dem Netzwerk der Digital Civil Rights Organisationen in Europa (Mitglieder aus Deutschland sind der Chaos Computer Club, Fitug, FifF und das Netzwerk Neue Medien).
Heute ist das neue EDRi-gram mit folgenden Themen erschienen:
1. Rapporteur demands co-decision data retention
2. EP committee wants new software patents proposal
3. Two Unesco conferences on human rights and internet
4. Article 29 consultations on RFID and DRM
5. Microsoft excludes free software from EU ruling
6. Romanian Copyright Office sets fixed fee for online music
7. Update ISOC Bulgaria
8. Copyright law revision in Switzerland criticised
9. 3.300 ID fines in the Netherlands in 1 month
10. European countries promise collaboration against spam
11. Agenda
12. About -
: Music Democracy durch Podcasting?
: Music Democracy durch Podcasting? Auf USA Today ist ein Artikel über Podcasting.
„What we’re trying to accomplish is a music democracy,“ Rundle says. „There are no boundaries and no restrictions, and we are only limited by our own ingenuity and pool of talent.“
If only Microsoft, Apple and Hollywood could muster Rundle’s panache. Big tech suppliers and media companies have fumbled for years trying to tap deeper into the potentially vast market for delivering digital content across the Internet. The best they’ve been able to do is legitimize by-the-song music downloads and squabble over who has the best technology for enforcing broader copyright restrictions moving ahead.
Now podcasting has arrived with the potential to rewrite the rules of the game.
Wikipedia definiert Podcasting übrigens folgendermassen:
Podcasting ist das Erstellen und Verteilen von herunterladbaren Mediendateien. Der Begriff „podcasting“ leitet sich ab vom englischen Wort „broadcasting“ (etwa: „Senden“ o.a. „Rundfunk“) und dem Namen des weit verbreiteten MP3-Players iPod.
Podcasting stellt eine Art von Radiosendung dar, die aber vom Hörer nicht in Echtzeit, sondern als Aufnahme (später) auf dem Rechner oder einem MP3-Player angehört wird. Seit September 2004 erfreut sich Podcasting zunehmender Beliebtheit im Internet, es existieren Podcasts zu vielen Themen, verwandt ist die Szene mit der Blog-Szene. Die Erstellung eines Podcasts ist jedem möglich, der eine Internetanbindung, evtl. Webpräsenz, und einen Computer mit Soundkarte (heute Standard) und entsprechender Software besitzt oder Zugang dazu hat.
Eine ausführliche Liste deutschsprachiger Podcasts findet sich bei podcast.de.
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: Geldmaschine GEMA – Nur nicht für Künstler
: Geldmaschine GEMA – Nur nicht für Künstler Martin Kretschmer, Professor of Information Jurisprudence and Joint Director of the Centre for Intellectual Property Policy & Management an der Bournemouth University hat eine spannende Studie über die Verdienstmöglichkeiten von Künstlern über das Urheberrecht / Copyright erstellt:
Abstract
Digital technologies are often said (1) to enable a qualitatively new engagement with already existing cultural materials (for example through sampling and adaptation); and, (2) to offer a new disintermediated distribution channel to the creator. A review of secondary data on music artists’ earnings and eight in–depth interviews conducted in 2003-04 in Britain and Germany indicate that both ambitions have remained largely unfulfilled. The article discusses to what extent the structure of copyright law is to blame, and sets out a research agenda.Die Kritik an der bisherigen Urheberrechtsgesetzgebung, die ja den Künstlern dienen soll, ist vernichtend: Ganze 1200 Künstler können in Deutschland durch das Urheberrecht ihren kompletten Unterhalt verdienen. Das meiste Geld kassieren die Rechteinhaber, die nicht mehr wie in der Vergangenheit die Künstler selbst sind. Diese müssen über andere Wege an ihr Geld kommen, beispielsweise Live spielen:
Earnings from non–copyright, and even non–artistic activities, are an important source of income for most creators.
Natürlich bieten auch die bestehenden Verwertungsgesellschaften neue Geschäftsmodelle (man denke mal an Klingeltöne, die nicht unerheblichen Teil der GEMA-Zahlungen ausmachen):
There is increasing pressure by more powerful actors, such as advertising agencies and broadcasters, to capture valuable copyright royalties by setting up their own publishing companies. These new music publishers do not promote the music they sign but act simply as a legal vehicle for receiving royalties.
Auch die Verwendung von Samples (Manche Songs verwenden bis zu 250 davon) hat nichts mehr mit Kreativität zu tun: Bei der Verwendung fremder Samples in eigenen Liedern müssen bis zu 50% der Einnahmen an den Rechteinhaber eines einzigen Samples gezahlt werden.
If an artist wants to include a sample from another record, major rights holders often insist on a controlling interest of 50 to 100 percent of the rights in the new track.
Er schlägt vor, Verwertungsgesellschaften wie die GEMA oder GVL, in der die Rechteinhaber vertreten sind in allgemeine Körperschaften zu transformieren, in der die gesamte Öffentlichkeit vertreten ist. Ein nicht uninteressanter Gedanke. Dann könnte die Gesellschaft auch entscheiden, dass nach den Creative Commons lizenzierte Lieder im Radio gespielt werden dürfen. Da derzeit die GEMA Creative Commons – Songs nicht akzeptiert, dürfen Radiosender dies nicht wegen „GEMA-Musik-Flatrates“ und dahinterstehenden Knebelverträgen.
Die Studie ist bei First Monday, ein „Peer-Reviewed-Journal on the Internet“ unter einer Creative Commons Lizenz erschienen.
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: Diskussion: Die Zukunft des Hacktivismus
: Diskussion: Die Zukunft des Hacktivismus Im Rahmen der hack.it.art – Hacktivism in the Context of Art and Media in Italy – Ausstellung in Berlin-Kreuzberg gibt es heute Abend eine Podiumsdiskussion:
Hacktivism. Was tun?/Che fare? – Die Zukunft des Hacktivismus
- Sebastian Lütgert, Textz.com (Berlin, D)
– Tommaso Tozzi, Hacker Art (Florence, IT)
– Susanne Schmidt, Informationsfreiheiten.de (Berlin, D)
– Asbesto, Freaknet Medialab (Catania, IT)Anschließend Diskussion
– Moderation: Alessandro Ludovico, Neural Magazine (Bari, IT)Dienstag, den 08. Februar 2005, 19.00Uhr
Kunstraum Kreuzberg/Bethanien | Mariannenplatz 2, 1o997 Berlin | -
: Wie Napster die Musikwelt veränderte
: Wie Napster die Musikwelt veränderte News.ch hat einen Artikel über die Entstehung von Napster veröffentlicht: Wie Napster die Musikwelt veränderte
Was 1980 aus einer Liebesnacht beim High School Abschlussball entstand, entwickelte Jahre später eine Software, die die Musikindustrie revolutionierte. Shawn Fanning aus Massachusetts läutete mit seiner Gründung von Napster die Neuzeit der Musikindustrie ein.
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: The Economist über die Ökonomie des Tauschens
: The Economist über die Ökonomie des Tauschens Sehr interessant ist ein Artikel in The Economist über die neue Ökonomie des Tauschens. P2P, SETI und Freie Software kommen vor:
…The characteristics of information—be it software, text or even biotech research—make it an economically obvious thing to share. It is a “non-rival” good: ie, your use of it does not interfere with my use. Better still, there are network effects: ie, the more people who use it, the more useful it is to any individual user. Best of all, the existence of the internet means that the costs of sharing are remarkably low. The cost of distribution is negligible, and co-ordination is easy because people can easily find others with similar goals and can contribute when convenient.….
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: Tote können nicht verklagt werden…
: Tote können nicht verklagt werden… The Recording Industry Association of America is getting soft. RIAA spokesman Jonathan Lamy announced that they will drop their lawsuit against a woman who died last month at the age of 83 and didn’t own a computer.
[via BoingBoing]
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: Urheberrecht-Aufklärung mit iRights.info
: Urheberrecht-Aufklärung mit iRights.info
Zum Weltverbraucherschutztag am 15. März wird das neue Verbraucherportal iRights.info online gehen, in dessen Beirat ich berufen wurde. Das vom Verbraucherschutzministerium geförderte Projekt dient dazu, darüber aufzuklären, was noch wie im Umgang mit digitalen Medien kopiert werden darf und was nicht. Gleichzeitig sollen die Verbraucher über den zweiten Korb der Urheberrechtsreform und andere Gesetzesvorhaben in dem Bereich aufgeklärt werden, wie die EU-Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums. Vorab gibt es schon ein freigeschaltetes Forum, wo Verbraucher Fragen stellen können. Im Gegensatz zum Forum der Kopien-brauchen-Originale Webseite des Bundesjustizministerium wird natürlich auch auf Fragen kompetent geantwortet.Heise gibt heute schon vorab einen kleinen Überblick, was zu erwarten ist. Morgen wird es auf der Transmediale in Berlin einen kleinen Preview-Launch geben.
…Statt als erstes aufzulisten, was der digitale Netzbürger alles nicht darf, wird zunächst darüber aufgeklärt, was im Zusammenspiel mit PC und Internet, CD-Brennern und Tauschbörsen kopiert werden darf. „Jeder kann Musik, Text und Bild digital speichern, bearbeiten und übertragen, und auf eine Art und Weise an Kultur teilnehmen, die vorher so nicht vorstellbar war“, heißt es auf der Startseite.…
…Das eigentliche Portal gliedert sich in die Schwerpunkte „Kopieren“, „Selber machen“ und „Hintergrund“. Dabei werden typische Alltagssituationen durchgespielt, in denen man etwa beim Musik-Sampeln oder beim Filesharing mit dem Urheberrecht in Berührung kommt. Dazu kommen Informationen etwa über den so genannten 2. Korb der Gesetzesnovelle oder das digitale Rechtekontroll-Management (DRM).…
Mehr Informationen dazu gibt es dann am 15. März.
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: Modebranche = Creative Commons?
: Modebranche = Creative Commons? Der Commons-Forscher David Bollier organisierte am 29. die Konferenz “Ready to Share: Fashion and the Ownership of Creativity“. Interessant daran war, dass die Konferenz am Beispiel der Modeindustrie aufzeigen wollte, wie eine weniger restriktive Handhabung von „Geistigem Eigentum“ (Der Begriff „Limitierte geistige Monopole“ passt eigentlich besser) mehr Innovation bringt. Denn BHs mit Leopardenfell können z.B. nicht patentiert werden, aber jeder kann daraus eigene Geschäftsmodelle (z.B. Brand draufsetzen) kreieren. Oder wie David Bollier darüber in seinem Weblog „OnTheCommons“ schreibt: They are all part of a vast creative commons. Seine Keynote findet sich hier im Real-Format.
If you listen to the film and music industries, there is only one way to assure healthy markets and a steady flow of new creativity: strict copyright protection. Yet one of the most creatively robust and competitive industries in the world – fashion – does quite well, thank you, with only the most minimal copyright controls over their work.
In apparel design, you can own your trademarked name and logo, but no one can own the creative design. No one can own hip-hugging denims, leopard-skin bikinis or the herring-bone suit. They are all part of a vast creative commons. Everyone constantly borrows, modifies and transforms other people’s creative work, and the industry is richer for that fact. There is, in fact, a whole niche of the fashion industry based on knocking-off dresses made by elite designers and worn by Hollywood starlets on the red carpet. While knock-offs may not have the prestige of an original Chanel or Gucci dress, no one calls the copy „piracy.“
The framework for creativity in fashion has a great deal in common with the digital world, in fact. From open source software to Wikipedia to the blogosphere, sharing and creative derivation are key elements in the process of creating something new. Originality and derivation blur into each other, making it difficult (or counter-productive!) to impose property boundaries based on some purported individual “originality.” Yet individuals and companies can still make money.
The point is that there are a variety of viable business models for creative endeavors that can be built around less-restrictive intellectual property regimes. This is being shown by IBM and Sun, which recently made dozens of their patents available to anyone, without payment or licensing, on an open source basis. Those companies realize (in this instance at least) that there is more money to be made by fostering a sufficiently large and robust knowledge commons (upon which one can build specialized value-added products and services) than by asserting strict proprietary control (which may actually prevent any marketplace from developing in the first place).
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: Bittorrent wächst weiter – Trotz Klage-Welle der Filmindustrie
: Bittorrent wächst weiter – Trotz Klage-Welle der Filmindustrie Die Musik- und Filmindustrie möchte ja gerne den Anschein erwecken, dass ihre Klagewellen gegen Tauschbörsen und die zunehmende Kriminalisierung der Nutzer durch die Politik das Tauschverhalten einschränken. Dass dem aber nicht so ist, berichtet Janko Röttgers auf Netzwelt.de:
Bittorrent bleibt trotz der Kampagne des Filmindustrie-Branchenverbands MPAA weiterhin das aktivste P2P-System. Dies bestätigte jetzt der Gründer der britischen Netzwerk-Analyse-Firma Cachelogic gegenüber dem Onlinemagazin Slyck.com. Zu Hochzeiten verursacht Bittorrent zudem weiterhin mehr Datenverkehr als alle anderen Internet-Anwendungen zusammen. Cachelogic-Gründer Andrew Parker dazu wörtlich: „Ich glaube, die MPAA sollte P2P als Chance und nicht als Bedrohung ansehen.“
BitTorrent: Medienwirksame Kampagne für das Netzwerk
Eric Garland von der in Los Angeles ansässigen P2P-Analyse-Firma BigChampagne glaubt sogar, dass Bittorrent durch die Kampagne der Filmindustrie noch weiter gewachsen ist. „Das ist der ungewollte Effekt öffentlichkeitswirksamer Anti-Piraterie-Kampagnen“, so Garland gegenüber Slyck. „Wir haben das immer wieder beobachten können, angefangen mit der Klage gegen Napster.“
Vielleicht ist das ganze ja doch eine riesige Marketingkampagne der Industrie für p2p?
Update: Gnutella geht auch immer weiter nach oben. Mittlerweile gibt es über 1,2 Millionen Nutzer am Tag, wie diese Statistik zeigt.
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: Manuel Castells: Innovation, Information Technology and the culture of Freedom
: Manuel Castells: Innovation, Information Technology and the culture of Freedom Manuel Castells hat auf dem World Social Forum in Porto Allegre eine spannende lange Rede gehalten, die jetzt auch im Netz verfügbar ist: Innovation, Information Technology and the culture of Freedom.
Introduction: Open Source as Social Organization of Production and as a Form of Technological Innovation Based on a New Conception of Property Rights.…
…Conventionally, in a capitalist economy, property is the right to exclude others from the use of a good or service. In open source, property is configured fundamentally around the right to distribute, not to exclude. The source code for open source is published and distributed for the use by anyone who wishes. And because the source code is known, users can modify it, and can modify or generate new applications. Free source code is open, public, and non proprietary. This new form of property, that is entirely contradictory with the usual regime of intellectual property rights, is supported by a governance system that holds together a community of producers. It is based on human motivation to work within this logic and is supported by an evolving set of organizational structures to coordinate behavior.
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: Sounds Right – „Info-Heft über die Musikszene“
: Sounds Right – „Info-Heft über die Musikszene“ Jenny Louise Becker, Jura Studentin und Chill-Out DJane mit dem Künstlernamen „La Nina“, hat ein 188 seitiges „Sounds Right – Info-Heft über die Musikszene“ geschrieben. Darin behandelt sie alle wichtigen Themen von DRM, P2P, Sampling bis hin zur GEMA. Das Heft gibts als PDF zum kostenfreien Download, kann aber auch gebunden für 3 Euro bestellt werden.
„Wie oben bereits angesprochen, sprang mir zunächst die momentane [Problem-]Situation ins Auge: urheberrechtlich geschütztes digital vertriebenes Gedankengut aller Art und teilweiser Kriminalisierung derselben. Als „21st Century Digital Girl“, auch wenn ich noch Vinyl auflege, geht natürlich gar nichts mehr ohne permanenter e‑Mail-Connect, ohne Google, ohne dem Netz. Zwar gehör ich nicht zu den Sucker-DJs mit Standleitung und einer Million MP3-Files auf der Festpladde, auch nicht zu den „Wollen wir ins Kino in den neuen XY, ist gerade angelaufen? Hab ich schon auf CD geguckt“- MovieTrashKids … aber dass das der Stand der Dinge ist und vollkommen zu unserer Normalität gehört, ist klar. Dass das an sich verboten ist und zwar komplett, auch zum privaten Gebrauch, ist auch klar – oder nicht? Dann lass’ Dich im Folgenden eines „besseren“ [?] belehren…“
Ein echt cooles Heft!
[via de-bug]
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: Coole, vom Aussterben bedrohte Technologien
: Coole, vom Aussterben bedrohte Technologien Die Electronic Frontier Foundation hat eine neue Projektseite online gestellt: „Endangered Gizmos List“ zeigt auf, wie schlechte Gesetze den Nährboden für Innovation behindern. Mit dabei sind Tools wie Napster 1.0, der Betamax Videorekorder, DVD Kopiersoftware,
San Francisco – A new project of the Electronic Frontier Foundation (EFF) highlights the way misguided laws and lawsuits can pollute the environment for technological innovation. „Endangered Gizmos“ is a natural history of technologies from the Betamax VCR to filesharing software that have been threatened or extinguished through ruthless litigation. The „Endangered Gizmos List“ gives readers the vital statistics on a host of gadgets, along with steps they can take to save those that haven’t yet been killed off.
The list also includes devices that have been saved by good laws. The VCR, for example, was rescued from extinction by the Supreme Court’s landmark ruling in Universal v. Sony, which shielded the Sony Betamax VCR from being declared unlawful simply because people could use it to infringe copyright.
Endangered Gizmos debuts the same day that the opening briefs are being filed in MGM v. Grokster, a Supreme Court case the outcome of which could render extinct several currently legal technologies. „Endangered Gizmos“ is an educational project that complements EFF’s work defending Streamcast in that case.
„This isn’t about saving one or two geeky gadgets. It’s about fostering technological development by letting products be designed by technologists, rather than Congress and the courts,“ said EFF Staff Attorney Wendy Seltzer. „What we’re seeing is the beginning of the extinction of both current and future gadgets, due to a mix of proposed law, litigation, and overreaching use of existing law. Lawsuits are destroying future technological progress by killing off today’s best innovations.“
EFF will continue to post new profiles of at-risk technologies on the Endangered Gizmos website on a regular basis. „We hope the ranks of ’saved’ gizmos will grow faster than the ‚endangered’ list,“ said Seltzer. „But until laws stop killing innovation, we’ll be counting the bodies.“
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: Righting Copyright – Fair Use and „digital Environmentalism“
: Righting Copyright – Fair Use and „digital Environmentalism“ Robert Boynton hat vier spannende Bücher aus der „digitalen Umweltbewegung“ untersucht, die alle eine Balance der Urheberrechtsgesetzgebung zum Thema haben und eine Rezension darüber geschrieben: Righting Copyright – Fair Use and „digital Environmentalism“
* Free Culture: How Big Media Uses Technology and the Law to Lock Down Culture and Control Creativity von Larry Lessig,
* Brand-Name Bullies: The Quest to Own and Control Culture von David Bollier
* Shamans, Software and Spleens: Law and the Construction of the Information Society von Jamie Boyle
* Freedom of Expression: Overzealous Copyright Bozos and Other Enemies of Creativity,von Kembrew McLeod – auch bekannt als derjenige, der sich das Markenrecht für den Slogan „Freedom of Expression gesichert hat -
: Musik im Netz: „Guerilla – Sklaverei“?
: Musik im Netz: „Guerilla – Sklaverei“? Eine neue Studie von Shelley Taylor & Associates hat 15 verschiedene Musik Downloadplattformen untersucht. Dabei kam u.a. folgendes heraus:
„We see some of the most popular download services actively engaging in a form of guerrilla slavery; using proprietary formats, closed system media players and proprietary portable devices,“ said the report’s author Shelley Taylor. „As a result, user’s initial enthusiasm is being deflated as they realise they have been conned – there are more limitations imposed on legitimate digital downloads, media players and portable devices than advertised. If music services focused on creating and delivering features, functions and content that enabled users to more fully participate in the pleasure of music, then these services would sell themselves.“