Kultur
Meme, Veranstaltungen, Kunst, Museen, Remixe, Musik, Internetphänomene, Computerspiele und Archive.
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: 21c3 Audio-Mitschnitte verfügbar
: 21c3 Audio-Mitschnitte verfügbar Etwas verspätet sind die Audio-Aufnahmen des 21. Chaos Communication Congress vom vergangenen Dezember im freien Ogg Vorbis-Format endlich online. Hier gibt es das Torrent-File, um alle Aufnahmen in einem Paket herunter zu laden (Vorsicht: Gleich 2GB). Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, einzelne via FTP hier zu downloaden. Meinen Vortrag zum Urheberrecht findet sich hier. Was ich noch vermisse, ist das letzte Panel zu „Lobbying für Nerds“. Auch spannend ist Joi Ito’s Vortrag zu „State of Emerging Democracy“. Muss ich noch erwähnen, dass alle Aufnahmen unter einer Creative Commons – Lizenz stehen?
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: Open source methods and their future potential
: Open source methods and their future potential Unter einer Creative Commons Lizenz wurde vorgestern von der Young Foundation in Grossbritianien eine Studie zum Thema „Open source methods and their future potential“ veröffentlicht. Hier kann das 77-seitige PDF heruntergeladen werden.
The rise of the Internet has made it possible for knowledge to be created and shared in ways that emphasise its character as a common good, rather than as something to be owned. In the world of open source programming, the computer software is distributed under licence, allowing users to change or share the software’s source code – the human readable version of a computer programme. This open and collaborative approach to creating knowledge has produced remarkable results, such as the Linux operating system and the web-based encyclopaedia Wikipedia. In defiance of the conventional wisdom of modern business, open source methods have led the main underlying innovations around the Internet.
Other fields have much to learn from open source methods – because they bring principles and working methods which can help to produce better knowledge, goods or services, or make them available on more widely beneficial terms. From the formulation of public policy to more open forms of academic peer review, setting up mutual support groups for people facing similar health problems to collaborative forms of social innovation, the principles of open source promise to radically alter the we approach complex social problems.
The future potential of these methods is such that they will soon become commonplace in our lives. Just as it is now impossible to think about getting things done without considering the role of the Internet, so will it soon be impossible to think about how to solve a large social problem without considering the role of open methods.
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: Blogging-Kultur in Frankreich
: Blogging-Kultur in Frankreich Lustig, dass man via Wired auf die Blogging-Kultur unseres Nachbarlandes Frankreich aufmerksam wird: Vive les Blogs!
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: Scheitert Spreeblick-Radio an GVL?
: Scheitert Spreeblick-Radio an GVL? Johnny von Spreeblick will Internetradio machen und verzweifelt an der GVL. Wie immer prima geschrieben.
Noch ein kleiner Tipp, Johnny: Mit Creative Commons lizenzierter Musik hast Du das Problem nicht, aber kannst auch kein „The Clash“ spielen… (Meine Trackbacks sind leider immer noch als Kollateralschaden der Spambekämpfung zerstört – Nächste Woche zieht alles erstmal um).
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: Links zu 283 MP3 Blogs
: Links zu 283 MP3 Blogs Das Blog „London_Leben“ hat Links 283 MP3 Blogs zusammengestellt. Tolle Leistung!
Links zu MP3 blogs wollte ich schon seit laengerem posten, so here we go. Mostly English, von mainstream bis totally and utterly weird. Dancefloor, Punk, Soul, Independent, HipHop, Jazz, Country etc etc and what have you. Einige „Klassiker“ sind natuerlich dabei, wer sie nicht kennt, durchklicken. Jaja, die Liste ist etwas laenger ausgefallen als geplant. Kommt davon, wenn man ueber Monate im Netz herumstromert und ueber blogs stolpert, die einen mit grossen Kinderaugen anschauen und sagen, ich bin auch toll, nimm mich, nimm mich. Und nein, ich erzaehle nicht, welche der Seiten meine favourites sind. Und ja, ich hab auch noch ein normales Leben.
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: Wie sieht die Zukunft des Internetradios aus?
: Wie sieht die Zukunft des Internetradios aus? Dieser Frage geht Bernhard Knies in seinem Aufsatz „Aus für das Internetradio? Neuer Webcasting-Tarif der GVL in der Kritik“ nach. Die Gesellschaft für Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) hatte zum 01. April nicht nur ihre Tarifstruktur massiv (zu Ungunsten insb. von Internetradios) verändert, sondern auch neue Nutzungsbedingungen (Stichwort: DRM und Nutzungsintensität) bekannt gegeben. Knies zweifelt insbesondere daran, dass die neuformulierten Nutzungsbedingungen einer gerichtlichen Prüfung standhalten werden und sieht darin lediglich den Versuch der GVL auf Umwegen ein Verbotsrecht zu erlangen. (via Handakte WebLAWg
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: „Popecasting“ – Zeichen der Moderne?
: „Popecasting“ – Zeichen der Moderne? Ursprünglich wollte der niederländische Priester seine Hörer eigentlich vor allem auf akustische Streifzüge mitnehmen – zu den berühmten Sehenswürdigkeiten und zu den für ihn als Priester erreichbaren, aber sonst verschlossenen Ecken: „Soundseeing“ statt Sightseeing. Durch Erkrankung und Tod von Johannes Paul II. wurde aus Vonhögens Podcasting-Sendungen „Popecasting“.
Dass moderne Kommunikationstechnologien doch nicht spurlos an der katholischen Kirche vorbei gehen, beweist Roderick Vonhögen, Priester der Erzdiözese Utrecht in den Niederlanden. In seinem Podcast CatholicInsider hat er direkt von den jüngsten Ereignissen in Rom und insbesondere der Konklave berichtet. Sich selbst beschreibt er als „von der US-Popkultur beeinflusst“. Was sich auch darin zeigt, dass er sich neben den genannten Themen, auch schon mal mit Star-Trek oder Vatikan-Verschwörungstheorien beschäftigt. (Stichwort: „The Da Vinci Code“)
(via Handakte WebLAWg) -
: Nine Inch Nails veröffentlichen Song zum Remixen
: Nine Inch Nails veröffentlichen Song zum Remixen Nine Inch Nails veröffentlichen demnächst ein neues Album. Im Vorfeld davon haben sie nun einen Song im Apple Garageband-Format online gestellt. Garageband ist eine Apple Software zum Komponieren von Musik. Mit dem 70 MB grossen Datenpaket im .sit-Format kann der Song geremixt und verändert werden. Trent Reznor, der Sänger und Kopf von NIN, begründete diesen Schritt:
„For quite some time I’ve been interested in the idea of allowing you the ability to tinker around with my tracks – to create remixes, experiment, embellish or destroy what’s there. I tried a few years ago to do this in shockwave with very limited results. After spending some quality time sitting in hotel rooms on a press tour, it dawned on me that the technology now exists and is already in the hands of some of you. I got to work experimenting and came up with something I think you’ll enjoy. What I’m giving you in this file is the actual multi-track audio session for „the hand that feeds“ in GarageBand format. This is the entire thing bounced over from the actual Pro Tools session we recorded it into. I imported and converted the tracks into AppleLoop format so the size would be reasonable and the tempo flexible.“
[Via BoingBoing]
Als Promotionsinstrument finde ich die Aktion klasse. Leider finde ich keine Informationen, welche Lizenz verwendet wird. Dies ist aber dafür entscheidend, ob ich Remixe des Werkes im Internet veröffentlichen darf oder eine Abmahnung riskiere. Ich denke aber mal, dass in diesem Fall ausdrücklich erwünscht ist. Die Wahl von Garageband ist leider sehr einschränkend, da dies nur Apple-Nutzern zur Verfügung steht. Die Unterstützung von mehr (und offenen) Formaten wäre hier sicherlich hilfreich, um mehr Menschen zu erreichen.
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: Creative Archive der BBC
: Creative Archive der BBC Greg Dyke, director general of the BBC, has announced plans to give the public full access to all the corporation’s programme archives. Mr Dyke said on Sunday that everyone would in future be able to download BBC radio and TV programmes from the internet.
The service, the BBC Creative Archive, would be free and available to everyone, as long as they were not intending to use the material for commercial purposes, Mr Dyke added.Diese Meldung aus dem Jahr 2003 war der Startschuss für das als „Creative Archive“ bekannte Projekt der BBC. Archivierten Inhalte des Senders sollen den britische Steuerzahler unter Creative Commons Lizenzen zur Verfügung gestellt werden. Somit sind diese berechtigt, die Materialien auf ihre Festplatte zu speichern, zu bearbeiten, auf andere Datenträger zu kopieren und an Freunde weiterzugeben, solange dies nicht kommerziellen Zwecken dient.
Heute gut anderthalb Jahre später stellt sich die Situation ein wenig anders dar. Nachdem sich die Einführung des Creative Archive sich nun bereits um sechs Monate verschoben hat, schränkt die BBC die hohen Erwartungen nun noch weiter ein. Freigegeben werden nicht, wie urspünglich angekündigt, Beiträge aus sämtlichen Sparten, sondern zunächst nur Natur- und Dokumentarfilme der BBC. Ob und wann das inhaltliche Angebot erweitert wird, darüber machen BBC-Verantwortlichen nur sehr vage Angaben.
Nichts desto trotz sollte der Schritt der BBC nicht unterbewertet werden, da er dennoch als bisher wohl ehrgeizigstes Projekt dieser Art gelten kann und durchaus Pioniercharakter besitzt. Einen ausführlichen Bericht zum Thema gibt es hier.
netzpolitik.org berichtete vor zwei Tagen schon ausführlich: BBC Creative Archiv gelauncht
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: Filesharing über UMTS
: Filesharing über UMTS Deutsche Forscher haben herausgefunden, dass Filesharing-Systeme prima zu UMTS passen. Getestet wurde das eDonkey-Netzwerk:
„Vor allem UMTS-Netzbetreiber mit ihren teuren Lizenzen wünschen sich Anwendungen, die das Potenzial der Technologie ausnutzen und attraktiv für die Benutzer sind.“ Für diesen Anspruch scheinen mobile P2P-Datei-Tauschdienste geeignete Kandidaten zu sein, so die Forscher. So könnten Anwender beispielsweise selbstkomponierte Klingeltöne, Digitalfotos oder kurze Videos, die sich mit neuen Handys aufnehmen lassen, austauschen.
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: BBC Creative Archiv gelauncht
: BBC Creative Archiv gelauncht Heute ist das lange erwartete Creative Archive von der BBC und Partnern gelauncht worden. Die Idee dahinter ist, öffentlich-rechtliche Archive den eigenen Bürgern zu öffnen. Zukünftig sollen viele Eigenproduktionen unter die neue Creative Archive Licence gestellt werden, eine neue Creative Commons Lizenz, die nur in Grossbritanien gilt. Mit dem Projekt soll es möglich werden, dass die britischen Bürger zum ersten Mal freien Zugang zu einem Teil der britischen Kultur haben sollen, sich davon Kopien machen und diese auch verändern und mixen dürfen.
The Creative Archive is a BBC led initiative to provide access to public service audio and video archives in a way that allows the British public to find, share, watch, listen and re-use the archive as a fuel for their own creative endeavours. In other words, you can rip, mix and share the BBC.
Die Lizenz erlaubt das nicht-kommerzielle Kopieren und Remixen des Werkes (Non-Commercial). Der Name aller an dem Werk Beteiligten muss genannt werden (Attribution), und alle Änderungen müssen wieder unter dieselbe Lizenz gestellt werden (Share-Alike). Die Werke sollen allerdings nicht für Kampagnen oder Diffamierungen verwendet werden. (No Endorsement). Diese Rechte werden auch nur britischen Staatsbürgern gewährt. Dies soll eine DRM-freie Distributionsinfrastruktur gewährleisten. Vermutlich sperren sie alle IP-Adressräume ausserhalb von Grossbritanien.

Der jetzige Launch ist erstmal ein Pilot-Projekt, um die Idee des Konzeptes sowie die Akzeptanz zu testen. Während des Piloten soll Feedback eingeholt werden, welche Genres und Formate am meisten gewünscht sind. Gleichzeitig soll getestet werden, inwiefern sich die Bürger und andere Organisationen an dem Projekt beteiligen wollen und wie an neue Lizenz angenommen wird.
Während des Pilot-Projektes wird die BBC insgesamt 100h TV- und Radioaufnahmen unter der Lizenz releasen.
Schade, dass eine solche Initiative in Deutschland unmöglich erscheint. Ich würde auch gerne auf öffentlich-rechtliches Material übers Internet zugreifen können. Und wieso sollten Bürger nicht das Recht haben, z.B. die Tagesschau zu remixen oder bedeutende Augenblicke der Geschichte aus Fernseh- oder Radioaufnahmen aus öffentlich-rechtlichem Material zu nicht-kommerziellen Zwecken zusammen zu stellen? Und sie über das Internet mit anderen Bürgern teilen? Aber die politische Debatte zeigt, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten aus dem Internet heraus gehalten werden sollen, um den „Wettbewerb zu sichern“. Hingegen finde ich die Herangehensweise der BBC und die Vision von „Creative Archive“ für sehr gelungen, ihren Bürgern freien Zugang zu ihren Archiven zu verschaffen und ihnen das Recht zu geben, sich Kopien zu machen und diese auch zu verändern. So wird Kreativität gefördert und der Anschluss an das digitale Zeitalter geschafft.
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: Open Access auf dem Vormarsch
: Open Access auf dem Vormarsch Wired News berichtet über die Open Access Bewegung, deren Ziel es ist wissenschaftliche Informationen im Internet frei zugänglich zu machen. Frei heißt in diesem Fall kostenlos und ohne Lizenzbeschränkungen.
In der 2001 gegründeten Budapest Open Access Initiative sind die dem Ziel verpflichteten, internationalen Kräfte gebündelt. Von zentraler Bedeutung für die Initiative ist die so genannte Berliner Erklärung vom 23. Oktober 2003. In dieser bekennen sich nationale und internationale Forschungsorganisationen zu den Open Access Standards, d.h. die Ergebnisse ihrer Arbeiten im Internet verfügbar zu machen, samt dem Recht zu freiem Gebrauch, Kopie und Weiterleitung der Informationen.
Das Directory of Open Access Journal liefert einen (nach Forschungsbereichen sortierten) Überblick, über die derzeit frei verfügbaren Online-Journale.
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: Neue Märchen der Musikindustrie
: Neue Märchen der Musikindustrie Es war einmal… So klingt zumindest das Märchen von den um die Hälfte reduzierten Downloads in Deutschland, was der IFPI-Verband heute mal wieder kommuniziert. Ist ja schön, wenn sie selbst dran glauben. Ich bezweifle stark, dass sich die Downloads aus Filesharing-Börsen aufgrund der Klagewellen fast halbiert haben, wie Herr Gebhardt in der heutigen Pressemmitteilung behauptet. Grund seien die Klagewellen und die tollen neuen DRM-Angebote. Komisch nur, dass nach aktuellen Zahlen jeder iPod-Besitzer ganze 7 Songs gekauft hat, wo doch bis zu 10000 Stück auf so ein kleines Teil passen. Lustig ist auch, dass Gebhardt nur wenige Monate brauchte, um die Brennerstudie der Filmindustrie zu bewerten, die genau das aussagen soll. Aber da diese aufgrund von Interviews geführt wird, und die Interviewten nicht ganz so ehrlich mit den Angaben sind (Stichwort Klagewellen), dürfte der Grund der starken Abnahme eher dieser sein: Die Leute verschweigen einfach aus Angst, dass sie Filesharing-Börsen nutzen. Wer will schon Gebhardts Fusstruppen mit der Polizei vor der Tür stehen haben für das nicht-kommerzielle Kopieren von Musik.
Die Rhetorik wird jedes Jahr auf neue wiederholt. Vielleicht glauben die IFPI-Verantwortlichen ja tatsächlich daran, dass sie Erfolg haben. Das Problem wird allerdings nicht gelöst. Und in Filesharing-Börsen ist nichts davon zu merken, dass die Musikindustrie mit ihren Klagewellen riesigen Erfolg hat.
Und man kann es immer nur wiederholen: Der Download von Songs aus Tauschbörsen ist nicht illegal! Auch wenn die Musikindustrie dies gerne so hätte.
Update:
Ich hatte noch einen Fehler drin. Die Brenner-Studie 2004, auf die Herr Gebhardt sich bezieht, ist nicht wenige Monate alt. Sie ist sogar älter als ein Jahr und wurde am 30. März 2004 veröffentlicht. Wenn das nicht mal Rapid Response ist.
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: Erste Downloads der Wikipedia-DVD
: Erste Downloads der Wikipedia-DVD Die neue Wikipedia-DVD gibt es nun auch schon als erste Downloads. Das 2,69 GB grosse DVD-Iso findet sich bei Freenet und bei der Uni Erlangen. Dazu scheint das DVD-ISO auch in gängigen Filesharing-Systemen wie eMule erhältlich zu sein.
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: „Who owns Culture“ – Diskussion in NY
: „Who owns Culture“ – Diskussion in NY Lawrence Lessig von Creative Commons und Jeff Tweedy von der Rockband Wilco, die ihre Musik über Filesharing distributieren, wurden von dem Magazin Wired zu einer Diskussion über „Who Owns Culture?“ in die New York Public Library eingeladen. Die Veranstaltung fand am vergangenen Donnerstag statt und die Eintrittskarten waren innerhalb von fünf Minuten übers Internet verkauft, was in Deutschland kaum vorstellbar ist. Die Diskussion stand klar vor dem Hintergrund des Grokster-Falles. Die New York Times schildert den Verlauf des Abends in dem Artikel „Exploring the Right to Share, Mix and Burn“.
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: Innovationspapier der Grünen
: Innovationspapier der Grünen Bündnis 90/Die Grünen haben heute auf ihrem kleinen Parteitag ein Innovationspapier beschlossen. In diesem finden sich auch viele interessante Positionen zum Thema Wissensgesellschaft.
Verbraucherschutz & Privatsphäre:
„So kommt es beispielsweise bei neuen elektronischen Geschäftsmodellen darauf an, von Anfang an Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer zu etablieren, damit Verbraucherinnen und Verbraucher der damit verbundenen Technik auch das nötige Vertrauen entgegenbringen.“
Ein ganzes Kapitel ist dem Thema „Öffentliches Wissen – für eine offene Informationsgesellschaft“ gewidmet. Hier wollen sie „durch eine breite Teilhabe der Bevölkerung an öffentlichem Wissen einen volkswirtschaftlichen Mehrwert schaffen, der die Kreativität der Bürgerinnen und Bürger beflügelt und den geistigen Reichtum der Gesellschaft nachhaltig sichert.“
Eine sehr sympathische Idee finde ich folgendes:
„Staatlich finanzierte Forschungsergebnisse, öffentliche Dokumente und Daten von Bund, Ländern und Kommunen sowie öffentlich-rechtlich finanzierte Informationsinhalte müssen so frei wie möglich lizenziert werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Nachrichten, Gesetzestexte und öffentliche Studien. Es geht aber genauso um Geodaten, amtliche Statistiken und Forschungsergebnisse der Wissenschaft.“
Freie Software, Freies Wissen:
„Wir begrüßen Pläne der Stadt Mülheim an der Ruhr, staatlich finanzierte Software für Behördendienstleistungen als freie Software zu veröffentlichen, um diese auch anderen öffentlichen Trägern als Prototyp zur Verfügung zu stellen. Wir unterstützen neue Modelle und Initiativen zu einer möglichst weiten Verbreitung von Wissen und Schaffung kreativer Leistungen wie Open Access, Freie Software, die Online-Enzyklopädie Wikipedia, Creative Commons oder Open Standards. So tragen etwa München und Schwäbisch Hall durch verstärkten Einsatz von Freier Software und Open-Source-Lösungen zu mehr Wettbewerb auf dem Softwarebeschaffungsmarkt bei und sparen gleichzeitig öffentliche Gelder.“
Softwarepatente als Innovationshemmnis:
„Innovationshemmend kann sich in diesem Zusammenhang die Übertragung patentrechtlicher Vorschriften auf Gebiete auswirken, deren Schutzfähigkeit bereits ausreichend gewahrt ist. Zu nennen ist hier in erster Linie eine mögliche Patentierung von Software, die bereits durch das Urheberrecht geschützt wird. Patente auf Software würden sich insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen sehr negativ auswirken.“
Öffentliche Daseinsvorsorge in der Informationsgesellschaft:
Viele Industrieländer fördern bereits die Schaffung von öffentlichen digitalen Archiven zur Schaffung einer offenen und nachhaltigen Informationsgesellschaft, das kanadische Kulturministerium beispielsweise mit rund 45 Millionen Euro pro Jahr. In eine ähnliche Richtung zielt die Freigabe der BBC-Archive in Großbritannien unter der Creative-Commons-Lizenz. Hier sehen wir in Deutschland noch Nachholbedarf. Die Schaffung einer öffentlich-rechtlichen Mediathek oder der Aufbau von Wissenschaftsservern an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind erste und wichtige Schritte in eine innovative Richtung. Bestandteil der Leistungen öffentlicher Daseinsvorsorge ist auch die Förderung und Absicherung von Bürgermedien…
Die Positionen finde ich sehr erfreulich und frage mich, wie lange die anderen Parteien noch brauchen werden, um die neuen Potentiale und Chancen für eine sich entwickelnde Wissensgesellschaft zu entdecken. Wahrscheinlich viel zu spät, wie die derzeitigen Diskussionen um den „zweiten Korb“ des Urheberrechtes zeigen.
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: Erster „Open Music Content“-Sampler veröffentlicht
: Erster „Open Music Content“-Sampler veröffentlicht
Eine grossartige Sache war der erste „Open Music Contest“, organisiert vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Philipps-Universität Marburg. Musiker wurden eingeladen, mit ihrer Musik am Wettbewerb teilzunehmen. Einzige Bedingung war: Die Songs müssen unter einer Creative Commons Lizenz stehen. Zu gewinnen gab es einerseits mit dem eigenen Werk auf dem ersten „Open Music Contest“-Sampler vertreten zu sein und vier Bands bekommen die Chance, am 15. April zusammen mit „Die Sterne“ auf einer AStA-Party in Marburg aufzutreten. In der Jury sassen u.a. Andreas Gebhard vom newthinking network, Peter Kappes von mp3.de und Djane m.phase des Berliner Projekts „electric emparty“.Heute kam der Sampler bei uns an. Die Erstauflage ist auf 1.000 handnummerierte Exemplare limitiert. Seit Anfang April kann beim AStA gebührenfrei abgeholt werden. Wer nicht gerade in Marburg wohnt, kann sich den Sampler auch per Post zuschicken lassen. Dazu muss ein adressierter und ausreichend frankierter Briefumschlag (mind. 140x150mm, z.B. DIN C5) an diese Adresse geschickt werden:
AStA Marburg, OMC-Sampler, Erlenring 5, 35037 Marburg
Der Sampler wird demnächst auch online gestellt. Bis dahin liegen schonmal die Stücke der vier Bands im freien Ogg-Vorbis Format zum download bereit, die am 14.4.2005 zusammen mit „Die Sterne“ spielen werden.
Nächste Woche wirds noch richtig coole T‑Shirts geben!
Update:
Nach dem „geheist werden“ werde ich auch das Cover wieder einbinden. So, jetzt ist das Cover wieder da.
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: OhmyNews International offen für Bürger-Journalisten
: OhmyNews International offen für Bürger-Journalisten Die Süd-Koreanische Zeitung OhmyNews, das weltweit erste erfolgreiche Beispiel für Bürger-Journalisten, öffnet sich nun auch für Nicht-Koreaner. Damit will man das im eigenen Land erfolgreiche Projekt, wo Bürger mit Berichten aus ihrer Lebenswelt eine professionelle Redaktion unterstützen, nun über die Landesgrenzen hinaus erweitern. Das ganze wird dann „Log On and Be Part of History“ genannt.
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: „Blair Watch Project“
: „Blair Watch Project“ In Grossbritanien wird nächsten Monat vorzeitig gewählt und der Wahlkampf ist in vollem Gange. „The Guardian“ hat das jetzt das „Blair Watch Project“ geschaffen. Hauptgrund der Aktion ist die künstlicher Verknappung von Tony Blair – Bildern durch seine Spindoktoren. The Guardian ruft jetzt die englische Bevölkerung auf, Bilder einzusenden. Und zwar nicht nur von Tony Blair, sondern vom ganzen Wahlkampf. Die Bilder werden bei Flickr gesammelt. Dies geht auch via Handy, so dass Bilder direkt vom Fotohandy per Mail an den Guardian-Flickr-Account geschickt werden können. Dort sind alle Bilder einsehbar. Die Besten schaffen es auch auf die Guardian-Seite. Echt cool!
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: Urheberrecht vs. Innovation
: Urheberrecht vs. Innovation Hal R. Varian, Professor für Wirtschaft und Informationmanagement an der University of California, Berkeley hat ein Essey für die New York Times geschrieben. In diesem nimmt er zum Grokster-Fall Stellung und gibt einen Überblick über technische Innovationen im letzten Jahrhundert und wie Gerichte, Märkte und Verbraucher darauf reagierten: File-Sharing Is the Latest Battleground in the Clash of Technology and Copyright.
With respect to technology, the Sony decision got it right: encourage technologies that create more total value. Then, let companies fight to find business models that deliver that value to consumers. They can be awfully creative when they are forced to be.