Fiona Krakenbürger

Fiona Krakenbürger ist Community Organizerin im Projekt "Code for Germany" bei der Open Knowledge Foundation Deutschland. Sie studiert Europäische Ethnologie und engagiert sich seit einigen Jahren im Netz, um Menschen dazu zu ermutigen, sich mit Technik, Computern und Programmieren auseinanderzusetzen.

  • : International Open Data Day am 21. Februar
    International Open Data Day am 21. Februar

    Am 21. Februar werden wieder weltweit zahlreiche Events rund um Open Data stattfinden, organisiert von der internationalen Open-Data-Community. Egal ob Entwicklerinnen, Journalisten oder Städtevertreterinnen – alle Interessierten sind eingeladen, die Events zu besuchen oder selber eines zu starten.

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    Die globale Initiative ruft dieses Jahr zum fünften Mal zum Open Data Day auf. Die Idee dahinter ist es, mit dezentralen Events den Nutzen und Mehrwert von Open Data aufzuzeigen, Aktivistinnen zu vernetzen, gemeinsam an Projekten zu arbeiten, sowie Interessierten mit Hands-on Workshops das Thema Offene Daten näher zu bringen. Auch die Zusammenarbeit und Vernetzung mit Datenbereitstellern wie Behörden und Kulturinstitutionen ist Ziel des Open Data Days

    Das Format steht allen offen, jede und jeder kann mitmachen und selbst ein Event organisieren. Derzeit sind im Community Wiki 100 Events in 40 teilnehmende Ländern auf sechs Kontinenten aufgelistet. In Deutschland werden ebenfalls Hackathons und Workshops organisiert, unter Anderem von den Open Knowledge Labs, correct!v und weiteren Open Data Initiativen.

    Auf der Seite de.opendataday.org sind die Events aufgelistet, die Ihr besuchen könnt. Ist Eure Stadt noch nicht dabei? Dann tut euch mit FreundInnen, NGOs, JournalistInnen oder der Stadt zusammen und hostet selber ein Event, z.B. einen Hackathon, einen Workshop oder ein offenes Treffen für Interessierte. Anleitungen dazu gibt es im Wiki.

    Prototypen, Anwendungen, Visualisierungen und weitere Ideen aus dem letztes Jahr gibt es im Hackdash des Open Data Days 2014. Wie so ein Hackday aussehen kann, zeigt das Video vom Open Data Day aus Berlin.

    6. Februar 2015
  • : Die Codeweek vom 11. bis 17. Oktober
    Die Codeweek vom 11. bis 17. Oktober

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    In wenigen Tagen findet das größte kollektive Coding-Event Europas statt: die EU Code Week! Vom 11. bis 17. Oktober finden in ganz Europa über eintausend Events rund ums Coden, Hacken und Basteln statt. Die Codeweek ist eine Initiative der Young Advisors for Neelie Kroes und der Europäischen Kommission.

    Mit zahlreichen Workshops, Hackathons und Infoveranstaltungen werden in 38 Ländern Kids und Erwachsene an Technologien herangeführt und lernen, Code sinnvoll und kreativ zu nutzen.

    Seit einigen Jahren entstehen weltweit immer mehr Initiativen und Tools, die Jugendlichen und Erwachsenen Fähigkeiten rund ums Programmieren und Hacken vermitteln und das Wissen über Computer zugänglicher machen. Die Codeweek macht diese erfreuliche Entwicklung sichtbar: Allein in Deutschland gibt es knapp 50 Veranstaltungen. Mit dabei sind die Codeschule, das Design Research Lab und das Fablab in Berlin, die Open Knowledge Labs in mehreren Städten und das Coderdojo-Netzwerk in Braunschweig. Auch in Österreich gibt es zahlreiche spannende Veranstaltungen, z.B. von den Railsgirls in St. Pölten, einen Django-Workshop von den PyLadies und das „Young Coders Festival“ der Open Knowledge Foundation.

    Es ist auch noch nicht zu spät, um weitere Veranstaltungen anzumelden! Teilt euer Wissen über Code und Computertechnologien und veranstaltet einen Infoabend oder Workshop. Eintragen könnt ihr eure Iniative einfach selber auf codeweek.eu

     

     

     

    7. Oktober 2014
  • : Jugend hackt – ein Wochenende lang Hacken, Basteln und Programmieren
    Jugend hackt – ein Wochenende lang Hacken, Basteln und Programmieren

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    Am vergangenen Wochenende fand zum zweiten Mal “Jugend hackt” statt, eine Veranstaltung der Open Knowledge Foundation. Ein Wochenende lang kamen 120 Jugendliche aus ganz Deutschland in Berlin zusammen, um gemeinsam mit Gleichgesinnten an Softwareprojekten rund um die Themen Überwachung, Bildung, Gesundheit, Gesellschaft, Freizeit und Umwelt zu arbeiten.

    Die Jugendlichen waren überwiegend zwischen 12 und 18 Jahren alt und entwickelten insgesamt 27 Projekte, mit denen sie ein deutliches Statement gegen den beliebten Narrativ der politisch desinteressierten Jugend setzten. Sie zeigten nicht nur, dass sie technisch versiert und kreativ mit Computern umgehen konnten, sondern auch einen wachsamen und kritischen Blick auf gesellschaftliche und politische Herausforderungen haben. Die Projektideen sind selbstständig von den Jugendlichen erarbeitet und umgesetzt worden. Für Fragen standen den Teilnehmerinnen und Teilnehmer das ganze Wochenende über erwachsene Mentorinnen und Mentoren ehrenamtlich zur Seite.

    Die Ansätze waren so unterschiedlich wie die Themen und Teilnehmenden selbst. Einige fanden ganz praktische konkrete Lösungsansätze für alltägliche Problemstellungen. Das Team “Aweareness” beispielsweise hat mithilfe eines 3D-Druckers ein Armband angefertigt, das vibriert, sobald Überwachungskameras in der Nähe sind und macht damit die Allgegenwärtigkeit von Überwachung spürbar. Eine andere Projektgruppe hat eine intelligente Pillenbox entworfen, die ältere Menschen an die Einnahme ihrer Medikamente per App erinnert und die korrekte Dosis automatisch ausgibt. Von der Projektgruppe “Pet Finder” stammt die gleichnamige Webanwendung, die das Wiederfinden verlorener Haustiere ermöglicht. Mit den Worten “wir haben uns überlegt, wir wollen die Welt verbessern” eröffneten die Erfinder der Recycling-App “Dein Müll” ihre Projektpräsentation und zeigten, wie die App dabei hilft, Mülleimer in der Nähe zu finden.

    Andere versuchten, komplexe Zusammenhänge aus offenen Datensätzen verständlich aufzubereiten. So wie die Entwicklerinnen von „Wat ham’se denn“, einer Website, die über Behandlungskosten aufklärt. Auch die spannende und lange Diskussion am Freitagabend, die sich an den Vortrag über Hackerethik von Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs, anschloss, zeigte, dass die Jugendlichen sich Fragen über Politik und Gesellschaft stellen.

    Als OrganisatorInnen bleiben uns Erinnerungen an ein aufregendes Wochenende mit unheimlich aufgeweckten, interessierten und begabten Kids und Jugendlichen, die mit nur einer Mate am morgen bis 1 Uhr nachts durchhacken können – im Gegensatz zu uns Erwachsenen. Dabei bewiesen sie nicht nun Verantwortungsbewusstsein im Miteinander und in der Teamarbeit, sondern auch für die Bedürfnisse anderer Menschen und Gruppen. Man darf gespannt sein auf das, was kommt, denn an einigen Projekten wird fleißig weiter gearbeitet und wir sind uns sicher – viele der Jugendlichen werden wir nicht zum letzten Mal gesehen und bewundert haben.

    Wir können abschließend nur wärmstens ans Herz legen, sich die Projekte anzuschauen, die von den Teilnehmenden entworfen wurden. Die Gesamtliste ist auf dem Hackdash von YRS einsehbar.

    Fotos der Veranstaltung gibt es auf Flickr (und stehen unter Angabe des Fotografen Leonard Wolf frei zur Verfügung)

     

    Die Autorin war als Mitarbeiterin der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. an der Organisation der Veranstaltung beteiligt.

    Fotos: Leonard Wolf

    Jugend hackt auch in Österreich am 11. und 12. Oktober

    Unter dem Namen „Young Coders Festival“ kommt das Konzept von Jugend hackt auch nach Österreich. Im Schloss Laudon bei Wien gibt es am 11. und 12. Oktober  die Möglichkeit für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren ihre Programmier-Ideen umzusetzen. Mehr Infos auf YoungCoders.at und bei der Open Knowledge Foundation Österreich.

    17. September 2014