2018
-
EU-Kommission: Datenschutz in Freihandelsabkommen nicht verhandelbar
EU-Kommission: Datenschutz in Freihandelsabkommen nicht verhandelbar Bereits Ende Januar hat die EU-Kommission beschlossen, den Transfer und den Schutz personenbezogener Daten künftig von Freihandelsabkommen ausklammern zu wollen. In einer Presseerklärung hielt die Kommission fest: „Da der Schutz personenbezogener Daten in der EU ein Grundrecht ist, kann er nicht Verhandlungsgegenstand im Kontext von EU-Freihandelsabkommen sein.
-
: Mord an Ján Kuciak: Slowakische Behörden tragen vermutlich Mitschuld
Demonstration für den ermordeten Journalisten Ján Kuciak und seine Verlobte Martina Kušnírová in Bratislava : Mord an Ján Kuciak: Slowakische Behörden tragen vermutlich Mitschuld Der Mord am Journalisten Ján Kuciak erschüttert die slowakische Politik. Der slowakische Innenminister ist heute zurückgetreten. Wie das investigative Reporternetzwerk OCCRP berichtet, sollen die Behörden des Landes Daten von Kuciak an Dritte weitergegeben haben.
-
: Cyborgs? about:blank erklärt elektronische Implantate
: Cyborgs? about:blank erklärt elektronische Implantate Vom Herzschrittmacher bis zum implantierten RFID-Chip für Mitarbeiter, die möglichen Einsatzgebiete und Beweggründe für elektronische Implantate sind vielfältig. Manche Menschen, die ihre physischen und mentalen Fähigkeiten mit Hilfe von Technologien erweitern, bezeichnen sich als Cyborgs. In der neuen Folge unseres Webvideo-Formats about:blank stellt Florian Prokop Pioniere auf dem Gebiet vor und fragt, ob elektronische Implantate, trotz Sicherheitslücken, in Zukunft verpflichtend werden könnten.
-
: EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot
Falschnachrichten wie jene von der angeblichen Unterstützung des Papstes für Donald Trump im US-Wahlkampf 2016 verbreiten sich weiterhin munter auf Youtube. Dabei helfen ihnen auch die Empfehlungsalgorithmen der Plattform. : EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot Die EU-Kommission bestellte bei einer hochrangigen Gruppe von Wissenschaftlern und Branchenvertretern einen Bericht zu Fake News. Die Experten schafften erstmal gleich den Begriff ab und wollen nur noch von Desinformation sprechen. Ihr Bericht bleibt in seinen Empfehlungen vage. Immerhin: Die Experten fordern die Social-Media-Plattformen zu mehr Transparenz bei ihren Algorithmen auf.
-
: Tag gegen Internetzensur: Verbotene Texte als Popsongs
10 zensierte Texte werden zu 10 unzensierten Popsongs: Die Aktion "Uncensored Playlist" anlässlich des Welttagges gegen Internetzensur. : Tag gegen Internetzensur: Verbotene Texte als Popsongs Medienfreiheit ist in autoritären Regimen kaum vorhanden – Musik-Streamingdienste schon. Mit einer kreativen Aktion will „Reporter ohne Grenzen“ heute die Zensur in Ländern wie China, Ägypten und Usbekistan umgehen.
-
: Nach zehn Wochen: Regierungspolitiker denken laut über NetzDG-Reform nach
Kritiker beklagen eine Löschorgie legaler Inhalte durch das NetzDG. (Symbolbild) : Nach zehn Wochen: Regierungspolitiker denken laut über NetzDG-Reform nach Die Kritik gegen überzogenes Löschen von Beiträgen in sozialen Medien kommt langsam bei Union und SPD an. An der Problematik von privaten Unternehmen als Foren öffentlicher Meinung ändern jetzt gemachte Vorschläge allerdings wenig.
-
: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 10: Die Posten sind vergeben
Alles wird gut: Noch elf Tage bis zum Frühlingsanfang. : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 10: Die Posten sind vergeben Für den neuen Kanzleramtschef gehört Kupfer im Netzausbau nicht mehr weitergefördert, während die Staatsministerin für Digitales „Tempo machen“ will. Mit Jan Philip Albrecht verliert das Europaparlament einen profilierten Netzpolitiker und Unternehmen bremsen Kampagnen gegen Sexismus aus. Die letzte Woche im Überblick.
-
: Berliner Datenschützerin warnt: Volksbegehren für mehr Videoüberwachung ist eine „Mogelpackung“
Aktivisten protestieren mit einer Performance am Überwachungsbahnhof Südkreuz in Berlin. : Berliner Datenschützerin warnt: Volksbegehren für mehr Videoüberwachung ist eine „Mogelpackung“ Videoüberwachung macht Berlin weder sicher noch ist sie mit den Grundrechten vereinbar, sagt Berlins oberste Datenschützerin. Sie fand zudem einen Fehler im Text der Unterschriftensammler, der an der Rechtmäßigkeit des Vorhabens rüttelt.
-
: Studie über Twitter: Menschen neigen zum Verbreiten von Fake News
Alles Fake News. Twitter hat der Präsident noch nicht beschuldigt. : Studie über Twitter: Menschen neigen zum Verbreiten von Fake News Das US-Magazin Science hat vor kurzem eine Studie des Massachusetts Institute of Technology zu Fake News veröffentlicht. Computerlinguist Soroush Vosoughi und seine Kollegen untersuchen darin mehr als 4,5 Millionen Tweets der vergangenen zwölf Jahre. Das Ergebnis: Falschmeldungen werden von menschlichen Nutzern auf Twitter im Durchschnitt fast doppelt so häufig geteilt wie andere Inhalte.
-
: Parlamentsgutachten rügt Polizei für Blockieren von Nutzern auf Twitter
In sozialen Medien gibt sich die Polizei gerne kuschlig. Wer dort aber vorlaut wird, wird von der Polizei oft geblockt. : Parlamentsgutachten rügt Polizei für Blockieren von Nutzern auf Twitter Die Hausjuristen des Deutschen Bundestages zerpflücken in einer schriftlichen Stellungnahme die Argumente der Polizei für ihr Vorgehen in den sozialen Medien. Nun könnten bald die Gerichte klären, was die Polizei online darf und was nicht.
-
: Netzneutralität: ARD prüft, an StreamOn und Vodafone Pass teilzunehmen
Die ARD kann sich den Tatsachen nicht entziehen, welche die Mobilfunkbetreiber geschaffen haben und prüft derzeit, an ihren Zero-Rating-Modellen teilzunehmen. : Netzneutralität: ARD prüft, an StreamOn und Vodafone Pass teilzunehmen Der öffentlich-rechtliche Senderverbund erwägt, sein Angebot künftig über StreamOn der Telekom Deutschland und Vodafone Pass verfügbar zu machen. Die föderale und dezentrale Struktur der ARD macht dies jedoch nicht einfach. Über eine Teilnahme würden sich die Netzbetreiber freuen, die in Deutschland das Datenvolumen künstlich knapp halten.
-
: China: Social-Media-Dienst sperrt feministische Stimmen
Das Logo der chinesischen Aktivistinnen "Feministische Stimmen": Der Social-Media Dienst Sina Weibo hat die Rakete vorerst ausgebremst. : China: Social-Media-Dienst sperrt feministische Stimmen Die chinesische Mikroblogging-Plattform Sina Weibo hat den Account „Feministische Stimmen“, der über 180.000 Follower hat, gesperrt. Zunächst erhielten die Aktivistinnen lediglich den Hinweis darauf, dass der Account aufgrund von „Irregularitäten“ gesperrt worden sei.
Lü Pin, die Gründerin des populären feministischen Mikroblogs, schrieb auf Twitter, dass der Blog vor dem Weltfrauentag Nutzer dazu aufgerufen hatte, sich gegen sexuelle Belästigung auszusprechen. -
: Netflix wird zum Politikmedium: Barack Obama bekommt eigene Show
Mit Plänen für eine eigene Sendung macht Ex-Präsident Obama sein Image zur Ware. Im Bild: Puppen von Prominenten. Von links nach rechts: Ein Ninja-Turtle, Jesus, Obama und sein Nachfolger Donald Trump : Netflix wird zum Politikmedium: Barack Obama bekommt eigene Show Der Videostreamingdienst Netflix plant, mit selbstproduzierten Inhalten in das politische Tagesgeschäft einzugreifen. Laut einem Bericht der New York Times befindet sich Netflix in „fortgeschrittenen Gesprächen“ mit Barack Obama über eine eigene Sendung mit dem früheren US-Präsidenten. Mit der Obama-Show und angekündigten Talk-Formaten versucht Netflix, das mit dem Polit-Thriller „House of Cards“ seinen ersten großen Hit landete, zunehmend selbst die politische Agenda zu setzen.
-
: EU-Kommission: Ungleichheit im IT-Bereich setzt sich fort
: EU-Kommission: Ungleichheit im IT-Bereich setzt sich fort Zum Weltfrauentag hat die EU-Kommission eine Studie zum Geschlechterverhältnis im IT-Bereich veröffentlicht. Laut der Studie arbeiten in der Branche dreimal so viele Männer wie Frauen.
Als Hauptgründe macht die Studie nach wie vor weitverbreitete Vorurteile gegenüber Frauen sowie Tokenismus aus. Letzteres äußert sich beispielsweise darin, dass Frauen zu Konferenzen eingeladen werden, um zu erzählen, wie es ihnen als Frauen in der Tech-Branche geht. -
: Kurz erklärt: Wie Facebook dich ausspioniert, auch ohne dein Mikro abzuhören
Nein, um sie für Werbezwecke auszuspionieren, muss Facebook nicht die Smartphone-Mikros seiner Nutzerinnen und Nutzer anzapfen, zeigt das Wall Street Journal. : Kurz erklärt: Wie Facebook dich ausspioniert, auch ohne dein Mikro abzuhören In einem dreiminütigen Video räumt das Wall Street Journal mit dem Mythos auf, Facebook zapfe die Smartphone-Mikros seiner Nutzerinnen und Nutzer an, um Werbung zu personalisieren. Das hat der Datenkonzern allerdings gar nicht nötig, da er auch auf anderen Wegen in Erfahrungen bringt, wie wir ticken.
-
: Transparenzbericht: Unsere Einnahmen und Ausgaben im Januar 2018
: Transparenzbericht: Unsere Einnahmen und Ausgaben im Januar 2018 Als von Leserinnen und Lesern finanziertes Medium setzen wir uns nicht nur für Transparenz ein, sondern wir sind auch transparent. Wir geben Euch deshalb Einblicke in unsere Einnahmen und Ausgaben im Januar 2018. Wir haben ein Minus von 2.146 Euro gemacht, was jedoch nicht überraschend kam.
-
: Facebook-Bug gab Werbekunden die Telefonnummern von Nutzern preis
Durch mehrere "Filterungsvorgänge" konnten die Forscher Nutzer ausspähen. : Facebook-Bug gab Werbekunden die Telefonnummern von Nutzern preis Eine Schwachstelle in der Werbe-Schnittstelle von Facebook hat es Forschern ermöglicht, sich persönliche Daten von Nutzern zu verschaffen. Neben dem bekannten Microtargeting nach Kategorien wie Arbeiter, Mittelklasse oder Oberschicht steht Werbetreibenden auf der Plattform noch ein weiterer Weg zum gezielten Werben und Überzeugen zur Verfügung.
-
: Kanzleramt: Klare Absage an Kupfer beim Breitbandausbau
Der designierte Kanzleramtschef Helge Braun gibt die Linie vor: Staatlich gefördert sollen nur mehr echte Glasfaserleitungen. : Kanzleramt: Klare Absage an Kupfer beim Breitbandausbau Nach Jahren der Fehlentwicklungen unter Alexander Dobrindt erteilt die neue Bundesregierung der staatlichen Förderung von Kupfer endlich eine Absage. Künftig werde man nur mehr echte Glasfaserleitungen fördern, erklärte Kanzleramtschef Helge Braun. Das ist nur eine von mehreren Baustellen in der deutschen Infrastrukturpolitik.
-
: Vorwurf gegen Telekomanbieter A1 in Österreich wegen Sammelwut bei Kundendaten
Bei jedem Anruf, jeder SMS und jedem Webseiten-Aufruf fallen Verkehrsdaten an. : Vorwurf gegen Telekomanbieter A1 in Österreich wegen Sammelwut bei Kundendaten Das österreichische Telekommunikationsunternehmen A1 soll über Jahre hinweg Telefon- und Internetdaten von Kunden illegal gespeichert haben. Das berichtet die Tageszeitung Kurier unter Berufung auf den Anwalt Ewald Scheucher. Dieser hat den Fall bei der österreichischen Datenschutzbehörde angezeigt. Von der Speicherung könnten Tausende Privatpersonen und Unternehmen betroffen sein.
-
: EU-Urheberrecht: Deutschland für vergütetes „Recht auf Remix“ statt Upload-Filter?
Das Netz ist voller Memes, meist aus geschütztem Material. Hier eine schöne Auswahl, gefiltert von Googles Safe-Search-Funktion. : EU-Urheberrecht: Deutschland für vergütetes „Recht auf Remix“ statt Upload-Filter? Aus Berlin gibt es wieder Überraschendes zur EU-Urheberrechtsreform: Das Maas-Ministerium möchte die Einführung eines Recht auf Remix offiziell prüfen lassen. Im Gegenzug sollen Plattformen wie Facebook eine Pauschalabgabe für nicht-gewerbliche Inhaltsnutzung ihrer User bezahlen.