Öffentlichkeit

Moderation bleibt Handarbeit: Wie große Online-Medien Leserkommentare moderieren

Wir haben vier große Tageszeitungen befragt – das Ergebnis: Moderation beruht auf individuellen Entscheidungen, Facebook ist herausfordernder als die eigenen Seiten und Lösch-Statistiken gibt es wenige. Einig sind sich alle darüber, dass sie den Kommentarbereich zu einem Ort machen wollen, in dem sich die Lesenden wohlfühlen und eine sachliche Debatte stattfindet.

Foto: CC-BY-ND 2.0 The Freelens

Bislang dreht sich ein großer Teil der Diskussion um den Verfall der Debattenkultur, Hate Speech und Hetze darum, wie Facebook mit dem Problem umgeht. Das Unternehmen zeigt sich jedoch weiterhin verschlossen und legt nicht offen, wie es moderiert.


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Wir haben deswegen bei zehn großen deutschen Tageszeitungen und Onlinemedien angefragt, wie sie intern ihre Moderation organisieren. Vier von ihnen haben uns geantwortet: Sueddeutsche.de, taz.de, Zeit Online und Spiegel Online. Keines der Portale nutzt externe Dienstleister für die Moderation von Kommentaren. Alle bis auf sueddeutsche.de bieten den Lesern die Möglichkeit, Kommentare der Moderation zu melden.

Uns interessierten dabei folgende Themen: Gibt es festgeschriebene Moderationskriterien? Wie ist der Unterschied zwischen Kommentaren auf der eigenen Seite und denen auf Facebook? Gibt es Statistiken über gelöschte Kommentare? Gibt es Strategien, wie die Debattenkultur besser werden kann? Und was passiert eigentlich mit strafrechtlich relevanten Kommentaren?

Netiquette und Erfahrungswerte statt festgelegter Moderationskriterien

Wir fragten nach: Gibt es ein Handbuch, an dem sich Moderatorinnen und Moderatoren orientieren, in dem bestimmte Wörter, Phrasen oder Verhaltensweisen gesammelt sind, die zu einem Löschen von Kommentaren führen?

So etwas gibt es nicht. Sueddeutsche.de, Zeit Online, Spiegel Online und taz.de haben keinen festgeschriebenen internen Kriterienkatalog, der eine Moderation definiert. Grundlage für die individuelle Moderationsentscheidung ist aber immer die jeweils geltende und öffentlich einsehbare Netiquette (taz.de, Sueddeutsche.de, Spiegel Online, Zeit Online) gepaart mit den Erfahrungen der Moderatoren.

Dabei spielt die Zusammenarbeit der Moderatoren eine große Rolle. Bei kniffligen Entscheidungen werden Kollegen gefragt: „Wir machen viel nach Gefühl im Vier-Augen-Prinzip. Es ist schwer objektivierbar, was uns z. B. als Verschwörungstheorie zu bunt wird oder gerade noch durchgeht, oder wann es uns bei einem User reicht und wir ihn auf Moderation setzen“, sagt Anna Böcker von der taz. Bei der taz gibt es für neue Moderatoren jedoch eine kurze Liste, wie sie bei bestimmten Kommentaren verfahren sollen. Für die Zukunft ist eine weitere Verschriftlichung der Moderationskriterien und Guidelines geplant.

Martin Kotynek, stellvertretender Chefredakteur von Zeit Online, sagt: „Bei uns gibt es keine niedergeschriebenen Regeln, wie wir in festgelegten Situationen moderieren. Unsere ModeratorInnen orientieren sich an der Netiquette und entscheiden in jedem Einzelfall – auf der Basis ihrer eigenen Erfahrungswerte und des Kontextes der Debatte.“

Das sagt auch Daniel Wüllner, Teamleiter Social Media und Leserdialog von der SZ: „Die Moderation richtet sich nach der öffentlichen Netiquette, es gibt keine internen Moderationsregeln. Neue Mitarbeiter werden eingeführt, bis sie ein Gefühl dafür haben.“

Michael Grabowski von Spiegel Online verweist auf den menschlichen Faktor: „Bei der Moderation von Facebook-Artikeln reden Menschen mit Menschen, Social-Media-Redakteure mit Nutzern. Viele Entscheidungen beruhen auf Erfahrung, Bauchgefühl und einer persönlichen Einschätzung. Dabei spielt der individuelle Humor, die eigene Persönlichkeit, die eigene Haltung zum Thema immer auch eine Rolle – auch wenn das Ziel ist, mit einer Stimme und konsistent zu kommunizieren. Der eine Redakteur entscheidet bei der Moderation vielleicht so, der nächste hätte es anders gemacht.“

"Wir wollen dem Leser eher zuhören als ihn anzuprangern" sagt Daniel Wüllner von der taz. Foto: CC-BY-NC-ND 2.0 Darren Johnson / iDJ Photography
„Wir wollen Lesern zuhören statt sie an den Pranger zu stellen“, sagt Daniel Wüllner von der Süddeutschen Zeitung zum Thema Counterspeech und Konter durch die Moderation. Foto: CC-BY-NC-ND 2.0 Darren Johnson / iDJ Photography.

Umgang mit Counterspeech

Unter Counterspeech versteht man den Versuch, Hasskommentaren mit Gegenrede zu begegnen. Im Idealfall hat ein Forum eine gute Kultur der Gegenrede, die dazu führt, dass gar nicht erst viel moderiert werden muss. Manche Medien haben in letzter Zeit mit pointierten Kontern die Hetzer aufs Korn genommen. Die Ansätze zu Counterspeech werden von den befragten Medien unterschiedlich bewertet:

„Spiegel Online versucht, Counterspeech zu stärken, indem etwa konstruktive Kommentare geliket werden, damit sie in der Kommentaransicht prominent angezeigt werden. Punktuell beantworten wir auch eben diese Kommentare, um konstruktiven Aussagen zusätzlichen Wert und Sichtbarkeit zu geben“, sagt Michael Grabowski von Spiegel Online. Auf kritische und sachliche Kommentare, Fragen und Anmerkungen antworte das Social-Media-Team. Mit klaren Aussagen, weiterführenden Links oder auch mal einem pointierten Konter. Wichtig dabei sei, so Grabowski: „Wir wollen Nutzer nicht persönlich bloßstellen oder abschätzig behandeln.“

Daniel Wüllner von der Süddeutschen sieht manche Formen von Counterspeech kritisch: „Wir wollen Lesern zuhören statt sie an den Pranger zu stellen.“ Zudem würden nach seiner Erfahrung die Selbstreinigungskräfte beschnitten, je mehr die Moderation selbst eingreife. Counterspeech würde dann erschwert.

Umgang mit strafrechtlich relevanten Inhalten

Der Umgang mit strafrechtlich relevanten Inhalten ist bei den befragten Medien sehr unterschiedlich. Bei Spiegel Online kann schon mal die Rechtsabteilung ins Spiel kommen: „Strafrechtlich relevante Kommentare – soweit wir diese als solchen identifizieren können – übergeben wir der Rechtsabteilung/Chefredaktion zur Einschätzung und Entscheidung über weitere Verfahrensweisen.“

Anders machen es taz und Zeit Online. Anna Böcker von der taz erklärt: „Wir haben so etwas noch nie zur Anzeige gebracht. Das hat auch damit zu tun, dass wir nicht gerne Polizei in den Redaktionsräumen haben.“ Auch bei Zeit Online werden strafrechtlich relevante Kommentare einfach nur gelöscht und nicht zur Anzeige gebracht.

"Insbesondere auf Facebook bekommen wir eine große Menge an Hetzkommentaren" sagt Anna Böcker von der taz. (Symbolbild) Foto: CC-BY-NC-ND 2.0 Spyros Papaspyropoulos
„Insbesondere auf Facebook bekommen wir eine große Menge an Hetzkommentaren“, sagt Anna Böcker von der taz. (Symbolbild) Foto: CC-BY-NC-ND 2.0 Spyros Papaspyropoulos.

Statistiken: Wieviel wird eigentlich gelöscht?

Nachdem sich der Guardian in einem viel beachteten Stück seine Leserkommentare analysiert hatte, wollten wir wissen, wie es hierzulande mit der Statistik aussieht.

Richtige Statistiken über gelöschte Kommentare führt die SZ nicht. Wüllner geht aber davon aus, dass vor 2014 etwa zehn Prozent der Kommentare gelöscht wurden. Seit der Umstellung auf Themenforen und der Abschaltung der Kommentarspalte unter jedem Artikel schätzt er die Rate auf weniger als fünf Prozent auf der eigenen Seite.

Die taz hingegen führt darüber Statistiken, wie groß der Anteil der gelöschten oder versteckten Kommentare ist: „Im Juli haben wir z.B. 24 Prozent der Kommentare gehidet, im Monat davor 19 Prozent“, sagt Anna Böcker. Das sind recht hohe Zahlen, wenn man bedenkt, dass beim Guardian die Löschquote bei nur etwa zwei Prozent liegt. Gründe für diese hohe Quote könnten unter anderem sein, dass die taz Themen wie Migration und Gender stark abdeckt und sich rechte Hetzer schon seit Jahren auf die taz als „linksgrün-versifftes Zentralorgan“ eingeschossen haben.

Zeit Online hat keine Statistiken, setzt aber im Gegensatz zu den anderen auf Moderationstransparenz: Gelöschte Kommentare werden als solche gekennzeichnet, zusätzlich wird der Grund angegeben, warum ein Kommentar gelöscht oder geschwärzt wurde. Oftmals mit einem Hinweis auf die Netiquette.

Auch Spiegel Online führt keine Statistiken darüber, wieviele der Kommentare gelöscht werden: „Die Fragmentierung der Plattformen ist so groß, dass eine systematische Erfassung aller Kommentare zurzeit nicht sinnvoll erscheint. Wir erfassen aber punktuell Kommentare in Form von Screenshots oder Dokumenten, auch um Feedback in die Redaktion geben zu können oder Nutzerkommentare aufgreifen und auswerten zu können. Das entspricht keiner systematischen Statistik, dient aber dem Überblick, dem Briefing und vor allem der Verbesserung unserer Arbeit.“

Strategien, um eine sachliche Debattenkultur zu fördern

Wie lässt sich also eine Diskussion im Netz in Richtung fairer, sachlicher und konstruktiver Umgangsweise drehen? Wie lässt sich redaktionell das Abgleiten in Hass und Hetze vermeiden? Dazu gibt es unterschiedliche Ansätze.

Daniel Wüllner von der SZ sagt: „Wichtig ist bei allen Themen, dass Metadiskussion und Ansätze, die die Diskussion nicht weiterführen, verhindert werden. Sachliche und informative Leserbeiträge sollen gefördert werden.“ Metadiskussionen und artikelfremde Debatten sind ein Phänomen, dass wir bei netzpolitik.org auch immer wieder beobachten. Oftmals gleiten die Diskussionen dann ab – und haben mit dem darüberstehenden Artikel nichts mehr zu tun.

Ein anderes Feld ist die Verbreitung der eigenen Inhalte auf anderen Kanälen. Bei Spiegel Online versucht man, bestimmte Artikel bei Facebook anders aufzumachen und anzuteasern: „Gerade bei Facebook ist das Social-Team darum bemüht, bei schwierigen Themen die Zeilen der Artikel gegebenenfalls anzupassen. Bei Facebook besteht immer die Gefahr, dass Artikel (ohne sie gelesen zu haben) geteilt werden, um etwa Hetze zu verbreiten. Dem versuchen wir durch klare Formulierungen entgegenzuwirken.“
Diese Strategie steht diametral zur Praxis der Huffington Post, die auf Facebook die Teaser in Richtung Hetze frisierte, um Klicks zu generieren.

Löschen oder eine Ansage als Counterspeech? Die Moderatoren bei Tageszeitungen entscheiden immer im Einzelfall. (Symbolbild) Foto: CC-BY-NC 2.0 metaroll
Löschen oder eine Ansage als Counterspeech? Die Moderatoren bei Tageszeitungen entscheiden immer im Einzelfall. (Symbolbild) Foto: CC-BY-NC 2.0 metaroll.

Facebook-Kommentare sind anstrengender

Einige der befragten Medien schalten bei Themen wie Migration, Gender und dem Nahost-Konflikt auf ihrer Seite aufgrund der erwartbaren Entgleisungen die Kommentarfunktion ab. Bei Facebook ist dies nicht möglich, außer man postet den Artikel gar nicht. Aber wie ist eigentlich der Unterschied zwischen Kommentaren auf den eigenen Seiten und unter den Postings auf Facebook?

Generell sei die Diskussionskultur in den eigenen Foren der SZ besser als auf Facebook, sagt Daniel Wüllner. In diesen Foren seien vor allem die SZ-Leser unterwegs, während bei Facebook eben alle möglichen Leute hereinspaziert kämen.

Das sieht auch Anna Böcker, zuständig für die Community bei der taz, so: „Insbesondere auf Facebook bekommen wir eine große Menge an Hetzkommentaren.“ Priorität bei der Moderation sei es, der Hetze ein möglichst kleines Forum zu geben. Deswegen sperre die taz klar rechtsextreme Profile ohne Vorwarnung. Meldungen bei Facebook mache die taz nicht, weil das sowieso nichts bringe.

Michael Grabowski von Spiegel Online will bei Facebook den Moderationsaufwand im Auge behalten: „Weil, speziell auf Facebook, jeder Artikel, der gepostet wird, kommentierbar ist, achtet das Social-Team darauf, dass es den Moderationsaufwand im Zweifel auch leisten kann. Das heißt konkret: Wenn ein Artikel erwartbar einen hohen Moderationsaufwand nach sich zieht, das Team diesen Aufwand aber nicht leisten kann, wird genau abgewogen, ob der Artikel aus Relevanz oder Aktualitätsgründen jetzt gepostet werden muss oder zeitlich verschoben werden kann.“

Fazit: Mehr Transparenz ist wünschenswert

Bei der Moderation dieser vier wichtigen deutschen Online-Medien spielen Algorithmen und feste Moderationsregeln – außer der Netiquette – also keine Rolle. Vielmehr stehen hinter jeder Löschentscheidung Menschen, die sich Gedanken darüber machen, wie sie eine Atmosphäre schaffen, bei der alle Leser Lust haben zu kommentieren – und nicht von der scheinbaren Dominanz gewaltförmiger Kommentare abgeschreckt werden. Was von manchen als Zensur wahrgenommen wird, ist der Versuch, eine Diskussionskultur zu fördern, in der sich alle wohlfühlen und an der Sache diskutieren. Dass die Moderatorinnen und Moderatoren dies mit Liebe zum Job tun, hat übrigens zuletzt dieses Gespräch im Zeit Magazin ganz schön gezeigt.

Kritisch anzumerken bleibt, dass es generell an Transparenz in der Moderation fehlt. Nur Zeit Online macht die Löschgründe für alle Leser direkt am Kommentar transparent. Richtige Statistiken über die Anzahl der Löschungen werden nur bei der taz geführt, aber auch dort nicht den Lesern kommuniziert. Da das Löschen von Kommentaren ein sensibles Thema ist, wären Transparenzberichte wünschenswert. Aus ihnen sollte im Idealfall hervorgehen, wieviel und aus welchen Gründen gelöscht wird. Das erfordert jedoch technische Lösungen, die das auch abbilden können. Die Schwierigkeiten von Moderation sehen wir auch selbst bei netzpolitik.org, wo die Dinge sehr ähnlich laufen wie bei den befragten Online-Medien, mit dem Unterschied, dass hier die Autorinnen und Autoren alle Kommentare unter ihren Artikeln selbst lesen.

Eines ist klar: Die Moderation privatwirtschaftlicher Webseiten ist wie das Hausrecht des Gastgebers, der selbst bestimmen kann, wen er am Tisch haben will und wen nicht. Komplizierter wird es, wenn privatwirtschaftliche Plattformen eine solche Dominanz und Durchdringung wie Facebook entfalten. Aufgrund der Monopolstellung und dem Plattformcharakter können Moderation und staatliche Einmischung hier schnell zur Zensur werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Löschung von nicht strafrechtlich relevanten Kommentaren gefordert oder eine Privatisierung von Zensur von staatlicher Seite forciert wird.

Artikel und Recherche sind eine Gemeinschaftsproduktion von Markus Reuter und Ingo Dachwitz.

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79 Kommentare
  1. „Was von manchen als Zensur wahrgenommen wird, ist der Versuch, eine Diskussionskultur zu fördern, in der sich alle wohlfühlen und an der Sache diskutieren.“ da kommen einem ja fast die Tränen, ansonsten nichts neues, rechte Hetzer = böse Hetzer, linke Hetzer = gute Hetzer.

      1. Vermutlich eher die Erfahrung, die sie mit moderierten Kommentaren gemacht hat.

        Prinzipiell sehe ich das ja so:
        – Weiß ich es wird vormoderiert überlege ich ob ich überhaupt schreibe. Allein schon wegen der Verzögerung.
        – Muss ich mich mit Account anmelden verzichte ich.

  2. Es ist schon abstrus, eine Vorzensur wie bei SZ und Spiegel durch juristische Laien als „Moderation“ zu bezeichnen. Es wird noch abstruser, dass man bei strafbaren Handlungen, die man als solche meint erkannt zu haben, einfach die Beweismittel vorsätzlich und böswillig löscht und Strafvereitelung betreibt, weil man nichts mit der Polizei zu tun haben will. Diese Menschen in den Zensurämtern bei den Zeitungen, sind in unserem Staat noch nicht angekommen. Deswegen flüchten ja auch so viele, die lieber Meinungsfreiheit als Blockwart haben.
    Bei der SZ gab es vor Jahren erbitterten Streit mit den Lesern bei der Einführung der rechtswidrigen Vorzensur. Da haben Leser dann ein eigenes Portal gegründet, weil sie mit der privaten Zensur nichts mehr zu tun haben wollten und sich von diesen Maßnahmen, die sich gegen unsere Ordnung richteten, nichts mehr zu tun haben wollten.
    Der Guardian ist da etwas liberaler, aber viel auch nicht. Er führt eine Nachzensur durch, wo der Rechtsweg wie bei den deutschen Zensoren ausgeschlossen wird. Für eine freie Gesellschaft ist diese Aushöhlung des Rechtsstaats bis hin zur oben erwähnten Strafvereitelung eine Schande und unwürdig.
    Die Zeitungen bringen sich in ihrem Verhalten in die Bedeutungslosigkeit , wenn sie unseren Rechtsstaat so bekämpfen. Und warum sollen die Bürger für solche Vereinigungen noch Geld zahlen, wenn er bei Facebook Meinungsfreiheit und ggf. Strafverfolgung kostenlos hat?

    1. Es ist nicht weniger abstrus Moderation als Vorzensur zu bezeichnen.
      Ich gibt kein Grundrecht auf Veröffentlichung, die Zeitungen/Webseite haben jedes Recht auszuwählen und wegzulassen.
      Wenn man davon unbelastet sich äußern möchte: Weg frei zum eigenen Blog.

      1. Unabhängige Blogs und Foren, also alles was sich privat finanziert und nicht durch Druck auf Konzerne (Steuern und StPrivilegien) zentral „modzensieren“ lässt, werden imer weiter totreguliert werden, bis hin zum Verbot.

        Und mit der Zensur ist das halt wie mit der Diskriminierung, private Zensur ist nicht besser als private Diskriminierung. Privatrechtliche Diskriminierung ist verboten, warum sollte die Privat-Zensur es nicht sein?

    2. Vorsätzliche und böswillige Löschung von Beweismitteln? Rechtswidrige Vorzensur? Kannst du Anhaltspunkte oder Belege für diese Behauptungen liefern? Gibt es juristische Fachmeinungen, Gutachten oder Urteile, die den Vorwurf der Rechtswidrigkeit stützen?
      Ansonsten gilt imo, was Philip Engstrand sagt.

      1. Ihr seid neu im Internet? Der eigene Blog ist nicht die einzige Alternative zu vorzensierten Medienangeboten ehemaliger Zeitungen. In den Usenet-News wird seit über 30 jähren offen diskutiert. Moderiert in unmodernerer. Zu den böswilligen Löschungen zur Strafvereitelung solltet Ihr den Artikel lesen, statt eurem Hass freien Lauf zu lassen :-)
        Ansonsten bin ich der Meinung, dass das Senden eines Leserbriefes (wo man sich Erlaubnis zum Veröffentlichen geben lassen muss) rechtlich was völlig anderes ist als das Vorhalten und Nutzen eines Telemedienangebotes im Internet. Nicht umsonst gehen Betreiber Straffrei aus, wenn sie von strafbaren Inhalten keine Kenntnis haben, was sie aber bei böswilliger Vorzensur immer haben.
        Ist Euer Google kaputt, dass ihr so viele Fragen habt?

        1. Das große Problem ist, dass immer noch nicht verstanden wird, dass es so etwas wie eine „rechtswidrige Vorzensur“ auf privaten Webseiten nicht gibt. Auf den Webseiten gilt analog das Hausrecht. Kommentieren zu können ist kein Recht, sondern ein Service oder Privileg – welches jederzeit entzogen werden kann. Da reicht ein Blick in das Grundgesetz und einschlägig in das BGB.
          Wenn ich als überzeugter Fleischesser auf einer Veggie-Seite die Vorzüge eines Steaks preise, dann muss ich mich nicht wundern, wenn irgendwann der Vorhang fällt.

          Wenn die TAZ sagt, sie möchte keine Polizei im Haus haben, dann entspringt das wohl dem linken Hintergrund welcher, wie jede Ideologie, nicht mehr zeitgemäß ist. Grundsätzlich befürworte ich es aber, dass man nicht jeden Kommentar zu Anzeige bringt, man muss das Justizsystem nicht noch mehr blockieren, nur weil die Leute ihren Gedankenmüll auf die Tastatur bringen.

          1. Das ist nicht ganz so einfach, denn das GG hat eine Ausstrahlungswirkung bis ins Privatrecht, sonst wäre ja z.B. das Anti-Diskriminierungsgesetz auch rechtswidrig.

            Also darfst Du beruhigt davon ausgehen, dass die Weltanschauungsfreiheit (Art. 4 GG) auch bis ins Privatrecht von Online Kommentarbereichen hineinstahlt und weltanschaulich diskrimierende Modzensur beschränkt.

          2. Nein, das tut es eben nicht. Die Meinungsfreiheit schützt mich vor staatlicher Sanktion oder das ich privatrechtlich verfolgt werde. Das ist auch gut so.

            Wenn ich aber in einer Kneipe bin, in einem fremdem Haus und dort meine Meinung raushaue, sie aber dem Besitzer nicht gefällt, dann kann er mich vor die Tür setzen. Er braucht nicht mal eine Begründung, wir haben Privatautonomie und Eigentumsrechte. Dies ist auch überwiegend in den AGB geregelt.

            Das Antidiskriminierungsgesetzt ist übrigens ein Eingriff in diese. Da es sich aber bei Jobs oder Wohnungen um essentielle Dinge handelt, wurde dies umgesetzt.

            Im übrigen war die Rechtsprechung mal soweit, eine Vorabmoderation zu fordern (bsp. Leugnung des Holocaust etc.), da der Seitenbetreiber haftbar gemacht wurde.
            Das ist aber immer noch nicht abschließend geklärt, so kommt es darauf an, wie ein Betreiber seine Moderation regelt, da dies ja auch ein kostenaufwand und Live-Monitoring teurer ist.

            Hier schön illustriert, sogar aus dem Heimatland der Freedom Speech:

            Ich habe das Recht, mir nicht jeden Mist anhören zu müssen, wenn er in meinem Haus oder meiner Website gepostet wird.

            http://xkcd.com/1357/

          3. „Das Antidiskriminierungsgesetzt ist übrigens ein Eingriff in diese. Da es sich aber bei Jobs oder Wohnungen um essentielle Dinge handelt, wurde dies umgesetzt.“

            Du unterschätzt die „schlechthin konstituierende“ Bedeutung der Meinungsfreiheit „für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung“.
            (Lüth-Urteil, BVerfG)

            Es liegt nicht so fern anzunehmen, dass das BVerfG da eine Ausstrahlungswirkung in Privatrecht annehmen wird, wenn mal ein passender Fall bis KA durchdringt.

          4. Denke ich nicht. Prof. Dr. Brun Otto Bryde (ehem. Richter am BVerfG) hat anderes dargelegt. Privat ist Privat, Öffentliches ist Öffentlich.
            In dem Moment, wo ich mich auf Privatem befinde, kann ich auch ausgeschlossen werden. Mir kann sogar der Zugang verboten werden, analog Betreten von Privatgrundstücken. Noch höher da GG verankert die Wohnung.

      2. @Ingo
        Ich war schon‘ mal bei ner‘ Podiumsdiskussion über Kommentierung und hab‘ auch Kontakt in die SZ hinein. Es ist ein weites Feld. Ja, es wird meist erst strafrechtlich relevant, wenn es veröffentlicht wird – und genau das muß Moderation ja vermeiden im Eigeninteresse des Verlegers. Und es gibt auch die Fälle in denen die Moderation Kommentare unkommentiert an die Strafverfolgung weiterleitet.
        Und dann gibt’s natürlich Fälle, in denen die Leserschaft strafrechlich/zivilrechtliche (Beleidung meist) Relevanz sieht und auf die entsprechende Grünpflanze (Palme meist) gebracht wird wenn die Zeitung wagt, hier die entsprechenden Kommentare verschwinden zu lassen.
        Aber nur ein paar Mal pro Woche.

  3. Wenn man keine festgeschriebenen Regeln hat, ist man bequemerweise auch an keine Regeln gebunden. Die Moderationspolitik der Zeit sticht da meiner Erfahrung nach besonders heraus, wo insbesondere „differenzierte Argumentation“ und „themennahe Diskussion“ gefordert werden, fleißig zensiert wird, während bestimmte Kommentare auch mit dem größten Bullshit, null Argumenten und Informationsgehalt und samt übelster Vorurteile stehen bleiben, solange sie sich bloß gegen die richtigen Gruppen richten. Selten eine weniger neutrale Moderation als dort gesehen.

        1. Die werden gelöscht und sind dann im Daten-Nirvana. Wir haben bisher noch keine praktische Alternative gefunden, vor allem wenn Abends / Nachts oder am Wochenende niemand im Büro an einem Rechner sitzt und Kommentare vor allem von mir dann übers Smartphone weg-moderiert werden.

  4. Vielen Dank für diesen ersten Versuch ein wenig Transparenz in die „Zensur“ in Zeitungsforen zu bringen. „Zensur“ auf privaten Seiten ist schwer einzustufen. Hier nur für Facebook auf Grund der weiten Verbreitung die Einhaltung von Meinungsfreiheit zu fordern, greift meiner Einschätzung nach ein wenig zu kurz. Für die grossen Zeitungen sollten nicht die gleichen Regeln gelten wie für einen kleinen Blog. Sicher wurden früher auch Leserbriefe selektiert. Dies wurde damals mit dem begrenzten Platz im Print begründet. Heute wird es mit der Sicherstellung der Diskussionskultur begründet. Wollen wir es hier ganz der Zeitung überlassen, wie viel Meinungsfreiheit gewährt wird?
    Sicher ist ein Gesetz abzulehnen, welches private Seitenbetreiber zur eigenständigen Vor- oder Nachzensur zwingt. (Dies heisst natürlich nicht, dass sie nicht auf angezeigte rechtswidrige Kommentare reagieren sollten.) Doch ist dies genug? Sollten wir nicht auch im privatisierten digitalen Raum ein Mindestmass an Meinungsfreiheit garantieren – zumindest dann wenn dieser digitale Raum eine wichtige Öffentlichkeit schafft?
    Zensurregeln wurden von den Zeitungen keine offengelegt. Sei es, weil diese sich fliessend anpassen und dort nicht kodifiziert sind – sei es weil die Zeitungen diese nicht kommunizieren möchten. Wie sehen die Regeln aus? Werden unliebsame Meinungen zensiert? Oder wird eine ausfällige Wortwahl generell zensiert? Wird sie nur dann zensiert, wenn sie mit einer abgelehnten Meinung einhergeht? Werden Aufrufe zu Straftaten akzeptiert, wenn sie sich gegen selbst straftätige abgelehnte Randgruppen richten (z.B. „Man sollte Nazis oder Kinderschändern den Hals umdrehen“)? Werden rassistische oder sexistische Kommentare anders behandelt, wenn sie sich gegen Weisse oder gegen Männer richten? Es wäre interessant, gelöschte und zugelassene Kommentare in einem Zeitungsforum zu analysieren.

    1. „Wollen wir es hier ganz der Zeitung überlassen, wie viel Meinungsfreiheit gewährt wird?“

      In Bezug auf den Artikel, ja will ich. Wir reden hier über die eigene Seite der Zeitungen. Damit hat die Zeitung auch das letzte Wort darüber, welche Kommentare dort veröffentlich werden und welche nicht. Die Meinungsfreiheit garantiert dir, dass du deine Meinung haben darfst und dass du sie verbreiten darfst. Daraus lässt sich imho aber keine Pflicht für Zeitungen ableiten, dir uneingeschränkt eine Plattform für deine Meinung zur Verfügung stellen zu müssen.

    2. „Wollen wir es hier ganz der Zeitung überlassen, wie viel Meinungsfreiheit gewährt wird?“

      Diese Frage ist unsinnig. So etwas wie „ein bisschen Meinungsfreiheit“ oder „Meinungsfreiheit, wenn die Meinung akzeptabel ist“ gibt es nicht.

      Entweder existiert Meinungsfreiheit und dann ist jede Meinung legitim oder sie existiert eben nicht und dann bezeichnet das den Zustand, den wir in diesem Anscheinsrechtsstaat haben. Dazwischen gibt es nichts. Um strafrechtlich relevante Äusserungen (die dann eben *keine* Meinungsäußerung, sondern eine Straftat sind) haben sich die Ermittlungsbehörden zu kümmern und sonst niemand. Selbstverständlich kann jeder Betroffene die Behörden informieren, freilich auch nicht betroffene mit Hang zur Denunziation, das bleibt jedem freigestellt.

      Übrigens: wenn ich Hassreden lesen will, lese ich den redaktionellen Teil der Massenmedien, nicht den Kommentarbereich. Was die im Artikel genannten Postillen an Hetze (z.B. gegen Russland) verbreiten, erreicht ja bekanntlich schon strafrechtlich relevante Höhen, die das friedliche Zusammenleben der Völker gefährden. Meine Konsequenz daraus: ich lese die D****blätter schon längstens nicht mehr.

    3. Sie wollen eine Zensur der Zensur einführen, Nette Zensur übrigens, da nur IHRE Meinung gelten darf. Asozialität sieht anders aus, mein kleiner Asozialer……

  5. Netiquette und Erfahrungswerte statt festgelegter Moderationskriterien>/blockquote>
    Und welche „Moderationskriterien“ gibt es bei netzupolitik.org?
    Kann man die nachlesen?
    Wie konsequent werden sie umgesetzt?

    1. In unserer FAQ steht, was wir uns vornehmen zu löschen: https://netzpolitik.org/faq-fragen-und-antworten/

      Löscht ihr Kommentare?

      Ja. Wir löschen wenige Kommentare. In der Regel fallen darunter Beiträge, die gegen die Menschenwürde verstoßen (rassistisch, frauenfeindlich, behindertenfeindlich etc.), andere Menschen beleidigen oder Spam sind. Letztere fallen durch SEO-Maßnahmen auf. Wir würden gerne auf Löschungen verzichten, haben aber kein Interesse an destruktiven Diskussionen und sind angenervt von den ganzen manuellen und automatisierten Spamversuchen. Es kommt auch immer wieder vor, dass einzelne Kommentatoren immer nur destruktiv ihre Meinung hier ablassen. Das schauen wir uns eine Weile an, versuchen durch aktives Ansprechen zu adressieren, dass dies unserer Kommentarkultur nicht zuträglich ist. Und wenn sich dann immer noch nichts ändert, löschen wir zukünftig einfach die dieser Person zuzuordnenden Kommentare.

      Außerdem behalten wir uns vor, Kommentare zu löschen, die klar von professionellen Meinungsvertretern (aka Lobbyisten) stammen und die nicht transparent als solche gekennzeichnet sind. „Private Meinung“ gilt hier nicht. Wer für eine Meinung vertreten Geld bekommt, sollte das auch offen kommunizieren.

      1. Wer für eine Meinung vertreten Geld bekommt, sollte das auch offen kommunizieren. Hört, hört.
        Ich schließe jetzt mal einfach darauf, das die gleiche Regel im redaktionellen Teil genauso angewandt wird und daher Verflechtungen mit Think-Tanks oder Lobbygruppen entsprechend unter dem Autorinnennamen aufgelistet werden. Freue mich deshalb.

        1. Selbstverständlich steht bei uns immer transparent dabei, wenn jemand irgendwo angestellt ist. In den Kommentaren behalten wir uns das Löschen vor, wie Du ja weißt, bist Du eine der Ausnahmen. Wir würden uns natürlich trotzdem freuen, wenn Du auch transparenter wärst, was Deinen Arbeitgeber betrifft.

  6. Es gibt kein Recht auf eine uneingeschränkte Meinungsfreiheit. Die Grenzen der Meinungsfreiheit sind abgesteckt durch den gesetzlichen Rahmen (Beispiele sind Beleidigungen, Leugnung des Holocaust, Volksverhetzung, Aufruf zu Straftaten …).

    Das Wort „Zensur“ ist mittlerweile zu einem Kampfbegriff/Buzzword jener geworden, die ihre kruden Ansichten/Provokationen ohne jegliche Rücksicht ubiquitär verbreiten wollen.

    Wer das Wort Zensur in den Ring wirft, sollte auch stets gleich die eigene Definition von Zensur mitliefern. Das wird jedoch fast nie gemacht, weil der Vorwurf der Zensur sich dann meist nicht mehr halten ließe.

    Geübte Provokateure schwingen die Keule „Zensur“ beim leisesten Gegenwind, erreicht man doch schon zuverlässig damit die maximale Aufmerksamkeit.

    1. Das ist Quatsch. Die Definition in Wikipedia ist hinreichend klar. Zeitungen, die andere an der Meinungsfreiheit hinder, wollen die Informationsverbreitung (eigenmächtig) zensieren. Zu freien Gesellschaften passt das nicht mehr. Wer bei begangenen Straftaten eigenmächtig Beweismittel vernichtet, ohne die Strafverfolgungsbehörden zu unterrichten ist ein krimineller Straftäter. Zu Rechtsstaaten passt das nicht mehr.

      1. @Wolfgang Ksoll: Ich zitiere mal aus dem von dir verlinken Wiki-Artikel: „Eine Vorauswahl privater Stellen, ob Beiträge veröffentlicht werden oder nicht (z. B. einer Zeitungsredaktion vor der Veröffentlichung von Leserbriefen oder eines Forenmoderators vor oder nach der Veröffentlichung von Beiträgen in Online-Foren), ist daher keine Zensur im Sinne des Grundgesetzes und verfassungsrechtlich unbedenklich. “

        Ich finds auch nicht gut, wenn strafrechtlich relevantes Zeug einfach gelöscht wird. Aber wenn wir nur von rechtskonformen Meinungen in Kommentaren ausgehen, ist das Löschen selbiger Kommentare bei Zeitungen keine(!) Zensur.

        1. Was verfassungskonform ist, entscheidet das Bundesverfasungsgericht. Das ist bei der Meinungsfreiheit pingeliger als die Zensoren . Auch bei Facebook.
          Die Zeitungen machen sich kaputt mit dem Angriff auf die Meinungsfreiheit im Wirkungsbereich des Telemediengesetz. Man merkt es ja auch im inflationären Gebrauch des Wortes Troll. Alles was nicht zur verwillkürten Meinung der Zensoren passt, wird Trollerei genannt und pseudolegitimiert gelöscht (also auf die Meinungsfreiheit zynisch geschissen). Wie man im Artikel hier nach Selbstauskunft von Zensoren auch in strafvereitelnd Weise, also Volksverhetzung begünstigend.
          Besonders süß ist auch der Schwachsinn vom Hausrecht. Beim Hausrecht geht es um dingliche Rechte gegen Personen in der dinglichen Welt. Es gibt kein Haus Internet. Es ist eien zynische Verballhornung von Menschen, die mit freien Gesellschaften auf dem Kriegsfuß stehen.
          Auch beim Spiegel zynisch von Moderation zu sprechen, ist eine Verachtung und Verspottung des Rechtsstaates. Da wird nichts moderiert, da wirkt kein Moderator mäßigend und lenkend. Da findet eine entartete Vorzensur statt: es wird nach verwillkürtem Geschmack eines juristischen Laien gelöscht und vor Nutzung der Meinungsfreiheit eben diese bekämpft. Dem Kommentar wird jedes rechtliche Gehör genommen, was jedem Kriminellen in einem Rechtsstaat zusteht. Aber der Hass der Moderatoren will mit dem Rechtsstaat nichts zu tun haben. Wie man ja auch an den offen zugegebenen Strafvereitelungen hier im Artikel sieht. Diese Menschen sind in unserer Republik noch nicht angekommen. Sie sind schlecht integriert.
          https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2016/06/rk20160629_1bvr273215.html

          1. Junge junge, ziemlich viele Behauptungen, die du da schreibst. Lass mich raten.
            Deine Quelle ist das Internet und den Rest muss ich mir selbst mit ner Suchmaschine raussuchen ;-)

          2. Dieser Kommentar ist duchgehend dumm und sollte ignoriert werden,

            So blöd sind nur Impfgrgner ud Chem-traillies…… also Vollpfosten….. naja, alles das gleiche Blöde

    2. Netter Versuch. Beleidigungen, Aufruf zu Straftaten, Leugnung des Holocausts sind keine Meinungsäußerungen, sondern eben Beleidigungen, Aufrufe zu Straftaten und Leugnungen des Holocausts. Da ändern auch Wortschöpfungen wie „Meinungsfreiheitsgrenzen“ nichts. Entweder hat man die Freiheit, seine Meinung auszudrücken oder es gibt Grenzen dafür, seine Meinung auszudrücken, wie es mit ganz besonders engen Grenzen in DE der Fall ist. Letzteres ist dann aber eben gerade keine Freiheit mehr, auch wenn ihr das so nennen wollt.

  7. Interessant ist für mich, dass ich nichts über die schwarzen Listen der Moderatoren lese. Denn wenn man auf einer gelandet ist wird NICHTS mehr als Kommentar zugelassen. Egal was man schreibt. Noch interessanter dabei, dass ein nichtzugelassener Kommentar, den man unter anderem Namen und vor allem mit einer anderen E-Mail-Adresse schreibt, durchaus erscheint! Es kommt also darauf an wer den Kommentar sendet! Besonders auffällig bei SPON und der taz. Bei der SZ darf man eh‘ kaum etwas kommentieren.
    Eine wirklich offene Diskussion gibt es bei den genannten Beispielen (SPON, SZ, taz, Zeit) nicht!

    1. Kleine Zusatzinformation:

      SPON hat mich aufgrund dieses Kommentars entgültig ausgeschlossen und meinen Account gesperrt! Das ist die Art wie wir miteinander reden wollen – du sagst was wir wollen oder du erscheinst nicht!

    2. Reg dich wieder ab. Ich habe mich schon vor Jahren von SPON verabschiedet. Nicht etwa weil ich dort den Leuten auf die Nerven gehen wollte, sondern weil ich damals festgestellt habe, dass SPON seine Kommentatoren besonders gründlich trackt. auch passte es nicht mehr in mein Verständnis von Datensparsamkeit, eine gültige email-adresse anzugeben.

      Das Niveau dort unter den Schreibern war damals (~ 2009) schon unter aller Sau. Heute verschwende ich keine Sekunde mehr mit dem Lesen von SPON, Zeit oder SZ Kommentaren.

      Andererseits, wenn die dich dort endgültig verabschiedet haben, dann hast du es wohl verdient. Du warst selbst für da unterirdische SPON-Niveau zu schlecht. Kein Mitleid von mir.

          1. Ich sehe hier, dass der Kommentator antares56 mehrmals anlaßlos beleidigt wurde, provoziert wird. Was soll das bitte? Ihm jetzt vorzuwerfen, Teil einer Fehde zu sein, finde ich nicht okay.

      1. Pille, meiner Meinung nach :-) irrst Du mit Deinem letzten Satz. SPON löscht (oder löschte, als ich noch las vor mehr als einem Jahrzehnt) eben gerade nicht unterirdisches oder unterunterunterirdisches, sondern Meinungen, die dem NATO-Kampfblatt unliebsam waren.

        Was dann noch übrig bliebt (und mutmaßlich auch heute noch übrig bleibt), ist das Niveau von Claqueuren, das auch deren Leser oft erreichen, und ja: die politisch korrekte, von SPON nicht nur geduldete, sondern im redaktionellen Teil auch geförderte, vorgegebene Meinung ist in der Tat unterirdisch (Nachrichten suchte ich bei SPON meist vergeblich, aber Meinungsvorgaben – vulgo Propaganda – fand ich dafür ziemlich durchgängig – daran dürfte sich auch heutzutage nicht viel geändert haben).

        1. Früher gab es mal im Journalismus die Unterscheidung in „Informations-Artikel“ und „Meinungs-Artikel“. Im Zuge von Sparmaßnahmen wurde das dann zusammengelegt in einem Artikel. Wobei die Information nur zum Beiwerk degeneriert, um die eigene Meinung abzusondern. SpOn ist das Parade-Beispiel für „wenig Info – gerne auch mal falsch oder einseitig – aber viel eigene Meinung. Es gibt ja den alten Restaurant-Witz Ober: „Wie fanden Sie das Schnitzel?“ Gast: „Rein zufällig unter der Soße.“ Auf SpOn bezogen: Wie fanden Sie die Information? Rein zufällig zwischen all der Meinung/Propaganda.

  8. Vielleicht trägt es zur Versachlichung der Debatte bei, wenn wir uns vor Augen führen, daß Grundrechte, zu denen die Meinungsfreiheit selbstverständlich gehört, Abwehrrechte Einzelner gegen staatliche Eingriffe sind. Wenn mir jemand einen Beitrag auf meiner Klowand hinterläßt und mir dieser mißfällt, ich ihn deshalb übermale, ist es sicherlich von der Meinungsfreiheit des Verfassers gedeckt, das Übermalen als Zensur zu betrachten und zu bezeichnen – tatsächlich ist es aber keine und die Meinung in diesem Falle irrig. Da ich nicht der Staat oder eine seiner Untergliederungen bin, kann ich keine Zensur ausüben. Das Gleiche gilt für Print- oder Onlinemedien, sie sind privat organisiert und keine staatlichen Stellen. Etwas anders wäre die Sache zu beurteilen, wenn von staatlicher Seite Druck auf die jeweiligen Medien ausgeübt würde, Kommentare nach bestimmten Kriterien zu moderieren, gar nicht zuzulassen oder zu löschen, dann läge tatsächlich Zensur vor. Danke für die Aufmerksamkeit
    Michel

  9. Schade, dass die FAZ offenbar nicht geantwortet hat: Der Dialog mit den Lesern findet dort auf einem guten Niveau statt – im Gegensatz zu SPON beispielsweise.

    Das fängt schon bei den Formalien an: FAZ-Kommentare können bewertet und entsprechend sortiert werden. Antworten zu Kommentaren werden diesen direkt zugeordnet. Antworten von Autoren der Artikel sind keine Seltenheit. Und auch wenn einige Kommentare durchaus bissig oder polemisch ausfallen können, wird nie so ein konstant unterirdischer Umgang wie bei SPON erreicht.

    Dort fließen alle Kommentare einfach unübersichtlich hintereinander weg (quasi Meinung als „Meterware“). Aber halb so wild, da dermaßen viel Getrolle herrscht, dass der Mehrwert sich ohnehin häufig in sehr engen Grenzen hält.

    Eine Gegenüberstellung von FAZ- und SPON-Kommentaren wäre ein spannendes Thema für eine Masterarbeit – wie es laufen sollte und wie eben nicht. Mag bei Facebook & Co anders sein (interessiert mich nicht), aber „Inhouse“ bleibt SPON weit unter den Möglichkeiten zu einem ordentlichen Diskurs mit seinen Lesern …

      1. Tolles Beispiel für einen typischen Kommentar bei SPON. Kommentarspalten sind keine Mülleimer für geistige Diarrhö. Da diese Kommentare auf privatwirtschaftlich betriebenen Seiten erscheinen und der Betreiber auch dafür haftet (!), können Sie sich den billigen Verweis auf eine vermeintliche Meinungsfreiheit sowas von sparen. Die können Sie vielleicht in ihrem Troll-Blog, den keiner liest und wo ohnehin niemand kommentiert, so praktizieren … Capiche? :)

  10. Ich verstehe nicht, warum in diesem Text gesagt wird, es gäbe keine festen Moderationsregeln, obwohl es eine Netiquette gibt.
    Oder anders gesagt: Ist die Netiquette einer Seite nicht auch eine Moderationsregel?

    1. Eine Netiquette ist ja eher weiter gefasst und damit ein guter grundsätzlicher Anhaltspunkt sowohl für Kommentierende wie auch Moderierende. Uns hatte interessiert, ob es feste Regeln für konkrete Fälle gibt, so wie sie bei Facebook existieren sollen.

  11. Bei Welt.de habe ich Anfang 2016 eine Test gemacht.
    Es scheint wie folgt zu funktionieren: Blacklist/whitelist für den Namen bzw. die email-Adresse. Blacklist für bestimmte Worte. Das konnte ich testen, indem ich Wortvarianten oder einen Ersatz, wo möglich, bestimmter Buchstaben vorgenommen haben. Z.B. I und l, oder 1 und I. Auch Lerrzeichnen, Bindestriche etc.pp. können hier funktionieren.

    Bei Welt.de gehe ich daher von einem Gemisch aus automatisierten Filtern und menschlicher Nachbearbeitung aus. Stark auffällig ist die „Filterung“ bei kontroversen Themen, bei denen man seine Meinung mit Thesen unterstreicht und auch diese verlinkt. Gehen diese Faktn GEGEN den zu verbreiteten Narrativ, wird „gefiltert“.

    Unter dem Strich bleibt: Zensur und Filter funktionieren NIE! Im extremen Fall wird die Wortwahl auffällig freundlich, was die Zensur wiederrum ad absurdum führt.

    1. Stimmt. Die Zensur bei Kommentaren, denen ein Link beigefügt wird, ist sehr auffällig bei welt.de, obwohl – aufgrund von Leserbeschwerden – vor geraumer Zeit von der Moderation versichert wurde, dass man ’natürlich Links posten‘ dürfe.
      Ich habe jedenfalls noch keinen einzigen Link durchbekommen. Noch nicht mal dann, wenn man auf einen hausinternen Artikel verweisen will. Und schon gleich dreimal nicht, wenn der Link auf eine Nicht-Mainstream-Seite verweist (zB Tichys Einblick oder Achse des Guten).

      1. @Tamara
        Hätte der Welt gar nicht so viel Niveau zugetraut,war bestimmt ein Kurzzeitmoderator,dem sie den Job gekündigt haben.
        Tichys Einblick ist neoliberaler Quark,Broders Ausdünstungen auf der Achse des Guten sind ebenso unerträglich und bei der guten Qualitätsprüfung, hat er die Presseerzeugnisse der Welt gleich mit in den Gulli gespült.
        Ein Loblied auf den entlassenen Moderator,aber es ist kein Lobeslied auf Sie @tamara,da Sie den Stuss offensichtlich konsumieren und verlinken wollten.

  12. Was die Leute von SPIEGEL online (SpOn) – ein überwiegend einfach gestricktes Internet-Boulevardmagazin mit rudimentären Bezügen zu einem auf Papier gedrucktem Nachrichtenmagazin – gar nicht ab können, ist die Kritik an schlechter Recherche ihrer Journalisten. Wer im Zusammenhang mit SpOn höhnisch den Begriff „Qualitäts-Medium“ verwendet, hat bei der SpOn-Gouvernante verkackt. Dann werden stundenlang oder tagelang gar keine Forenbeiträge dieses Kritikers freigeschaltet. Natürlich ohne den zu informieren, daß er eine ungenannte Zeit gesperrt ist und sich die Zeit und Mühe sparen kann. Und wenn der Sturm der Foristen gegen falsche Inhalte zu groß wird, wird ein Forum ziemlich schnell geschlossen. In den meisten Fällen werden Fehler auch nicht zugegeben sondern der falsche Text wird klammheimlich verbessert. Nur in wenigen Fällen transparent. Steht am Eingang des Verlagsgebäudes eigentlich irgendwo „Par.1: Wir vom Spiegel machen keine Fehler oder wenn doch, vertuschen wir das genau so, wie wir anderen penibel Vertuschungsversuche vorhalten und uns darüber empören“?

  13. Rechte Hetzer werden immer veröffentlicht. Dann enzschuldigt man sich,m an könne ja nicht…blabläh…… immer das geiche……und das Rechtsgesindel, dieses aoziale Pack, dieser Pöbel, kriegt dadurch auch noch recht…. eklig……

  14. Würde man die eigene(n) Moderationsregeln/Netiquette auf die Beiträge der jeweiligen Medien im (geo)politischen Bereich anwenden, wie viele von diesen Artikeln müssten dann wohl gelöscht werden?

  15. In einem Selbstversuch habe ich alle (seit Neuanmeldung vor 5 Wochen) meine Beiträge bei ZON in einem Word-Dokument gespeichert. Keiner dieser Beiträge verletzt auch nur annähernd die Netiquette . Etliche meiner Beiträge beschäftigen sich aber sehr kritisch mit Merkels Migrationspoltik, Aktivisten und insbesondere der no-Borders – Fraktion.

    Vor einer Woche wurde ich gesperrt. Auf meine höfliche Mail an die Moderatoren gibt es keine Antwort. Ich ziehe deshalb – auch in Zusammenhang mit vielen früheren Erfahrungen – die Schlussfolgerung, dass ZON massive Gesinnungsmoderation betreibt.

    1. „Gesinnungsmoderation“ ist eine treffende Bezeichnung, treffender als „Zensur“. Ich kenne keine Zeitung, die online keine „Gesinnungsmoderation“ betreibt, besonders problematisch sind bei allen Medien Kritik an den eigenen Redakteuren, egal wie sachlich vorgetragen.

      Wer Geld für deutsche Zeitungen und Magazine ausgibt, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

      1. Sehr gut und auf dem Punkt gebracht !
        Ich habe das auch schon mehrfach erlebt und Lese und schreibe bei diesen nicht Demokratisch arbeiteten Zeitungs-(Stimmungs-) Machern keine Kommentare mehr.
        Reine Zeit Verschwendung, weil Kritik hier in der ganzen Gesellschaft nicht mehr angebracht uns gewünscht ist. Es gibt nur super Leistungsträger und die machen nichts falsch, siehe auch VW.

  16. Ich bin wohl etwas zu spät für die Diskussion, da ich eben erst auf den Artikel aufmerksam wurde, aber ich hätte noch einen Beitrag zu unseren Richtlinien.

    Wir haben ein paar fachbezogene Newsgroups, in denen sich die Fachbereiche austauschen. Bereits 2004 haben wir festgestellt, dass die Diskussionen immer unsachlicher wurden und haben die Regelungen verschärft. Einfach aus dem Grund, da ein Brain-Drain stattfand. Die User, die keine Lust und keine Zeit für solche Sachen hatten, verschwanden aus den Unterforen und die Qualität ließ merklich nach. Threads wurden zu lang, unübersichtlich und waren keine Hilfe mehr, sondern ein Ärgernis. Wir haben dann sehr strenge Regeln eingeführt und es wurde in den Jahren wieder besser. Zwar beschweren sich immer gerne Leute per PN bei den Moderatoren, aber das ist uns inzwischen schlicht egal. Das Ziel – ein schneller Wissens- und Erfahrungsaustausch ist wichtiger.

    Um kurz zu zeigen, wie strikt die Regeln sind, ein kleiner Auszug:

    – Thema im richtigen Forum eröffnen
    – Rechtschreibung und Interpunktion erhöhen die Lesbarkeit
    – kein OffTopic
    – keine Links zu Malware-Seiten
    – keine politischen Diskussionen
    – keine persönliche Herabwürdigung des Gegenübers

    bei einem Verstoß wird der Nutzer entweder gebannt oder gleich geblockt. Gerne nutzen wir den Shadow-Ban, sprich er kann seine Beiträge noch sehen, aber andere nicht mehr. Sehr hilfreich gegen Trolle, die immer auf Resonanz hoffen.
    Allein das Tool eines Shadow-Bans wäre schon bei facebook ein Segen.
    Natürlich werden Neulinge erst mal an die Hand genommen und ihnen die Suchfunktion erklärt und ältere Nutze, die sich mal im Ton vergreifen bekommen eine Verwarnung vor einem Ban, aber insgesamt sind die Spielregeln klar und das Niveau ist wieder gestiegen und die Groups effektiv.

    Allerdings ist die Sache natürlich nicht kommerziell, deshalb ist so ein hartes Vorgehen für Verlage oder Netzwerke nicht so umzusetzen. Bis auf den Shadow-Ban, der ist wirklich nützlich.

  17. Hier ein beispiel SZ online 4. September 2016, 18:37 Uhr
    Ihr Forum
    Mecklenburg-Vorpommern: Was bedeutet das Wahlergebnis für Deutschland?

    bettiemiddler Guest • vor 18 Stunden
    DAs sind Ihre Alternativen: http://www.stern.de/politik/de
    Lügner, Betrüger und Fälscher.

    Meine Antwort:
    Meine Antwort darauf, gibt es auch in anderen Parteien :
    – Abgeordneter verdient an leerem Flüchtlingsheim Panorama 3 – 26.04.2016 21:15 Uhr
    http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Abgeordneter-verdient-an-leerer-Fluechtlingsunterkunft,heydorn102.html
    – Wismar: Unbekannte Täter aus der Nazi-Szene sollen mit einem Messer auf einen Linken-Politiker eingestochen haben – doch anscheinend hat der junge Mann die Attacke nur erfunden.

    – Essener SPD-Frau gibt gefälschten Lebenslauf zu

    In jeder Partei gibt es Spinner, Betrüger und Täuscher, sind alle
    Menschen. Das stellt aber deswegen nicht jeden und alle unter General
    verdacht. Aber das können Sie nicht verstehen.

    Was ist daran Anstößig falsch,beleidigend oder sonst was ? Wurde gelöscht !!

    Nun bin ich komplett gesperrt nach dem ich es gewagt habe zu fragen warum ?
    So sehen die Spielregeln bei den Kommentaren aus, wenn man nicht konform ist oder vielleicht einen Leser der Zeitung kritisiert ist man raus.
    Armes Deutschland und Meinungsfreiheit und Streitkultur ?

  18. Die Willkür-Zensur, die temporär von SPON-Moderatoren nach wie vor (aktuell) angewandt wird, steht im Widerspruch zu ihrer eigenen Netiquette/ihren aufgestellten Regeln. Da klingt die Willkommensbegrüßung und das artige „vielen Dank für Ihren Beitrag“ wie ein Hohn gegenüber einem seriösen Foristen, der sich aus eigenem Interesse an Regeln hält – wenn temporär kein einziger Beitrag freigeschaltet wird. Es liegt nicht an Beitragsinhalten, sondern daran, dass einer so handelnden Moderation der Forist nicht genehm ist. Gehts eigentlich noch diskriminierender?

  19. Und wieder aktuell:
    Bei SPON und seiner temporären Willkür-Zensur-Moderation wie gehabt:
    Seit drei Tagen wird jeder meiner Versuche, mich einladungsgemäß mit einem Beitrag an einem Artikel mit Kommentarfunktion einzubringen, zensiert – völlig unabhängig vom Thema. Damit ist offensichtlich: Hier ist eine Moderation (mental) aktiv, indem sie mich als Foristen einfach zensierend aussperrt, vermutlich, weil sie mich aufgrund meiner meinungstechn. gekennzeichneten Beitragsinhalte in eine „bestimmte“ sozio-polit. Schublade steckt, die ihr höchstpersönl. nicht genehm ist.
    Und das war bsph. einer der zensierten Beiträge zum Kommentar von Frau Böger (11.07.), Thema: Protest-Kritik: In Markenklamotten gegen das System?
    (in Beantwortung auf einen anderen Foristen-Kommentar):
    „Doch nein, mir tut es nicht leid, Ihren als auch meinen Eindruck zu bestätigen: „Ihre Vergleiche erscheinen an den Haaren herbeigezogen …“.
    Denn Tatsache ist, dass viele der „Demonstranten“ keine sind/waren, die ein/ihr freiheitlich demokrat. Recht ausüben, für mehr Gerechtigkeit und Wohlstand FÜR kleine Leute gg. Raubtierkapitalismus und Ausbeutung auf die Straße zugehen. Es waren tausende, zur Identifikationserschwerung schwarz Vermummte, die ihre kriminelle Gewaltaffinität auslebten, sich dafür organisierten und geplant zusammen fanden. Schließlich haben sie sogar ihr „eigenes autonomes“ Gebiet verwüstet, gerade den dort auch lebenden sog. „kleinen Leuten“ ihr Eigentum zerstört.
    Der SPIEGEL ließ schon vor dem G20-Gipfel eine publizist. Zickzack-Linie erkennen: Der Titel vor dem G20-Wochenende zeigte einen Wolf (soll evtl. den Raubtierkapitalismus symbolisieren?), der die Weltkugel zwischen den gefletschten Zähnen hat. Titeltext: „Globalisierung außer Kontrolle. Traut Euch! Radikal denken, entschlossen handeln, nur so ist die Welt noch zu retten.“ TRAUT EUCH! RADIKAL DENKEN, ENTSCHLOSSEN HANDELN …“ – wenn das mal nicht wenige als (zusätzl.) Ermunterung verstanden haben, so wie es bei Rot-Rot-Grünen der links-radikaleren Ecke (zumindest hinter vorgehaltener Hand) üblich ist, Gewalt als legitimes Protestmittel zu billigen. Schließlich wurde die Franz. Revolution auch mit Blut geschrieben.
    Insofern scheint (auch) der SPON-Kommentar von Frau Böger wenig überzeugend, relativieren zu wollen, nachdem der SPIEGEL offensichtlich einiges an Kritik zu spüren bekam für seine Titelseite am G20-WE.“
    Was daran nicht netiquetten-/regelkonform sein soll?
    Wer so mit seriösen, um Objektivität und Sachlichkeit bemühte Foristen umgeht (ich dürfte kein Einzelfall sein), kann doch wohl kaum erwarten, dass der auch nur ein einziges beworbenes SPIEGEL-Produkt kauft. Steht die Frage im Raum: Warum duldet die SPON-Ltd. solches Foristen diskriminierende Verhalten temporär aktiver Moderatoren, die offensichtlich mental handeln und die SPON’schen Forenregeln „So wollen wir debattieren“ mit Füßen treten. Schöne Meinungsfreiheit bei SPON – SPIEGEL-geschäftsschädigend sowieso …
    Grüße an die SPON- und anderweitig Foren“geschädigte“ Foristen-Gemeinde

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