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Staatsstreich der Armee: Militär-Regierung sperrt Facebook in Thailand

Am Mittwoch wurde Facebook in Thailand vorübergehend vom Telekommunikationsministerium gesperrt. Die Blockade dauerte nur etwa 30 Minuten, dennoch erzeugte sie ein starkes Online-Echo und Proteste, vor allem auf Twitter. Nach dem Putsch vergangene Woche hatte das Militär die Kontrolle über das Land übernommen. Einer der ersten Schritte war die Gleichschaltung der Rundfunk- und Printmedien, um…

  • Elisabeth Pohl

Am Mittwoch wurde Facebook in Thailand vorübergehend vom Telekommunikationsministerium gesperrt. Die Blockade dauerte nur etwa 30 Minuten, dennoch erzeugte sie ein starkes Online-Echo und Proteste, vor allem auf Twitter.

Nach dem Putsch vergangene Woche hatte das Militär die Kontrolle über das Land übernommen. Einer der ersten Schritte war die Gleichschaltung der Rundfunk- und Printmedien, um die Verbreitung von Kritik am Putsch zu verhindern. Ein freier Austausch über soziale Medien war weiterhin möglich.

Offenbar wurde das jetzt zu einem Problem: Dem Informationsministerium zufolge gab es Aufrufe zu Protesten gegen die Militärjunta auf Facebook. Um diese Proteste zu verhindern, erfolgte die kurzzeitige Blockade. Es sind auch Kooperationsgespräche mit anderen sozialen Medien angedacht.

Die Facebookblockade, war sie auch noch so kurz, schlug relativ hohe Wellen auf Twitter und in Nachrichtenplattformen, so dass sich Richard Barrow, vor Ort in Thailand, zu einem interessanten Tweet veranlasst sah:

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Über die Autor:innen

  • Elisabeth Pohl

    Elisabeth Pohl ist B.A. und seit Mai Praktikantin bei netzpolitik.org. Sie hat in Dresden Politikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft studiert und fand, der Blog sei die perfekte Verbindung aus beidem.


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4 Kommentare zu „Staatsstreich der Armee: Militär-Regierung sperrt Facebook in Thailand“


  1. Von Gleichschaltung zu reden ist schon ein starkes Stück, zeugt a) von wenig Geschichtsbewusstsein und b) von wenig Ortskenntnis. Die Bangkok Post die ich jeden Tag hier in Thailand bekomme ist zwar der „alten“ Regierung noch nie gewogen gewesen, veröffentlicht aber auch kritische Artikel und Kommentare. Selbst die Nation macht das. Barrow bezog sich übrigens auf seine Retweets, und er selbst hat seine Follower bei Expats und Touristen, das sagt als gar nichts über Thailand aus. Nach wie vor ist CNN und BBC nicht on Air, heute waren auch CNBC und Bllomberg weg, evtl aber wegen der Propaganda-Announcements der Junta (sogar die Thai Premier League musste deswegen verschoben werden). Übrigens behauptet die Junta nichts geblockt zu haben, und der MCIT-Sprecher ruderte zurück und sagte er seil falsch verstanden worden als er zitiert wurde, die Blockade sei angeordnet worden.


    1. Elisabeth Pohl

      ,

      Da es sich um aktuelles Geschehen handelt ist durchaus denkbar, dass sich die Quellenlage bereits wieder verändert hat. Auf welchem Kanal hat der Sprecher sich gegen das Zitat „We have blocked Facebook temporarily“ verwehrt?

      Der Tweet von Barrow sagt etwas darüber aus, wie in den sozialen Medien die Situation in Thailand wahrgenommen wird. Er ist ein Hinweis darauf, dass eine zeitweilige Unerreichbarkeit Facebooks durchaus große Aufmerksamkeit schaffen kann.


  2. […] Hier ist der Link zum Artikel auf Netzpolitik.org […]


  3. Facebook ist für die Thais DAS Internet. Jeder ist ständig auf Facebook unterwegs. Wirklich jeder. Da ist es nicht verwunderlich, wenn ein Facebook-Block so hohe Wellen in Thailand schlägt und das Militär muss schon extrem große Ei.. haben, um so etwas durchzuziehen.

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