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#Orgastreik: Admins legen Infrastruktur der Piratenpartei lahm

Warnstreik. 2014-02-21 09-02-53Bei den Piraten fliegen immer mehr die Fetzen. Die Administratoren und Verwaltungsmenschen haben sich in einen „Warnstreik“ begeben und Teile der Partei-eigenen Infrastruktur abgeschaltet. Dazu zählten wohl Mailinglisten, das Mumble-System für Audio-Chats, das Wiki und die Etherpads. Die Piratenpads haben sie aber wieder eingeschaltet. Begründet wird der Warnstreik u.a. damit, dass man von der eigenen Basis „eine Diskussionskultur ohne Mobbing, Drohungen und Hetzjagden“ erwarte. Ansonsten bin ich beim Versuch ausgestiegen, die derzeitigen Konfliktlinien, den Begründungstext und die Aktion rational zu verstehen.

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Kommentare zu der Aktion gibt es viele, dieser hier ist stellvertretend für eine Menge Meinungen:

Falls jemand der übrig gebliebenen Piraten außer Flamewars auch mal was Netzpolitisches machen will: Auf der EU-Ebene brennt es gerade wegen Netzneutralität (Hintergrund: Kernthema und so) und es wäre notwendig, wenn sich da mehr Menschen engagieren. Worum es geht und was man machen kann, steht auf SavetheInternet.eu. Die letzte Meldung auf piratenpartei.de zum Thema ist vom Oktober vergangenen Jahres.

Was denkt Ihr über den #Orgastreik?

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42 Kommentare
  1. Dass die Piraten was mit Netzpolitik zu tun hatten, ist lange her.
    Inzwischen herrscht da BGE, Gender und sonstiger Kram der sie möglichst unwählbar macht.

    1. BGE ist ja eine sinvolle Reaktion auf den technischen Fortschritt, da durch Robotik usw keine Vollbeschäftigung möglich ist.

      Was mich an den Piraten stört sind die Antideutschen Antifas, und die Gender ideologisten die gegen jeden und alles hetzetn was nicht 100% ihrer Meinung entspricht. Diese Leute müssten aus der Partei ausgeschlossen werden.

    2. Als ich der Partei 2009 beitrat, wurden die BGE-Verfechter in den Foren noch als Trolle belächelt und regelmäßig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

      Was zwischen jenem Zustand und dem Parteiprogramm passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen – hat aber bestimmt mit den externen „Forderungen“ nach einem Vollprogramm zu tun. Klar, jede kleine Partei braucht ein Vollprogramm, falls man morgen zufällig die absolute Mehrheit holt…

  2. > Was denkt Ihr über den #Orgastreik?

    Ist der Sargnagel bzgl. der Europawahl. Schlimmer als vereinzelte Links- oder Rechtsbekloppte sind zuviele BOFHs, die sich trotz oder von Ex-BuVo-Mitglied Swanhild Götze (@schwan1) dergestalt einspannen lassen. Daß so viele Schatzmeister dabei sind legt auch Veschwörungstheorie nahe, daß sie schon Pläne für die kommende Parteienfinanzierung haben. Bezahlte Ämter und so waren schon immer im Gespräch. Da helfen kritische Leute in der Partei nicht und es wird momentan, wie man sehen kann, viel versucht, um die Mitgliederzahl zu reduzieren.

    1. Naja die Partei kommt für Menschen die nicht Involviert sind, nichtmehr als Partei für Bügerrechte, Netzpolitik, Datenschutz und Urheberrechtsreform sowie andere Fragen des Digitalen Zeitalters rüber.

      Es macht sich eher ein Eindruck breit dass hier gemacht wird was für „Die Linke“ zu kindisch, zu peinlich oder zu dumm ist. (Und „Die Linke“ macht nichtmal schlechte Netzpolitik)

      Antworten auf Fragen des täglichen Politikgeschehens bietet die Partei schon lange nicht mehr.
      Kein Statement zur Edaty Affäre in der alle ehemaligen Kernthemen der Partei eine Rolle spielten (Metadaten und VDS, Filz der „alten“ Parteien, Schärfere Internetgesetze ) blieb völlig aus. Sogar in der NSA Affäre, als viele zu den Piraten als Hoffnung blickten, haben die Piraten lieber lautstark gegendert und sich darüber unterhalten ob man sich nun mit Gruppen einer zerspilitterten Linksextremen Szene solidarisiert oder nicht (kann man ja machen, aber zu diesem Zeitpunkt?).
      Und dann aber nur leise oder garnicht gegen den NSA Überwachungswahn protestiert, und von politischen Massnahmen und Antworten ganz zu schweigen. Und vom neuerlichen schwadronieren unserer Regierungskoalition über VDS garnicht zu reden, die kommt ohne Widerworte der Partei.
      Danke Bomber Harris.

      Und wenn eine Organisation für ihren Zweck nichtmehr geeignet ist, ist selbstauflösung eine Option.

      Good night sweet prince 2006-2014.
      And nothing of value was lost.

      1. Das ist ja guut dass es sowas gibt, aber wie Hannes schon sagt, das kommt bei dem Geschrei um Transgenderklos und Anarchistenfahnen, auch auf nicht „klassischen Presse“ Kanälen NICHT durch.

        Danach muss man aktiv suchen, während die Genderdebatten und Statements vom linken äusseren Rand von Piraten, (die definitiv nichts mit dem Themenkreis Bügerrechte, Netzpolitik, Datenschutz und Urheberrechtsreform zu tun haben) Twitter, Facebook, Tumblr und alle anderen sozialen der alternativen Presse Kanäle.

        Es entsteht der Eindruck für den Aussenstehenden, es ginge um nichts anderes mehr.
        Und das kostet (Stamm)Wähler, und (Langzeit)Unterstützer, und schreckt jene ab die gerne netzpolitisch aktiv werden oder bleiben wollen.
        Denn Kunden die Bürgerrechte und Datenschutz kauften, kauften eben nicht auch Brandsätze auf Botschaften.

  3. Ich möchte Bomber Harris danken. Nicht nur hat er maßgeblich daran mitgewirkt, Deutschland im zweiten Weltkrieg zu besiegen und somit die Herrschaft der Nationalsozialisten zu beenden, auch haben seine Handlungen mehr als siebzig Jahre später die freudige Wirkung diese fremdschamauslösende, als Partei getarnte Ansammung voller Sandförmchenklauempörer, Pöstchenbesetzer, rechtsoffenen Verschwörungsprallos und Penisschwingern mittels einer hoffentlich rückstandslosen Implosion in Wohlgefallen und allgemeine Erleichterung aufzulösen.

      1. Warum denn gleich so streng?
        Wenn der von zengoraft beschriebene Teil der Piraten sich gerade wegsprengt und noch 3, 4 liberale Piraten mit Bock auf Gestaltung übrig bleiben, ist der Partei doch gedient.

  4. Zitat Fefe:

    „Die selbe Bewegung, die auch beim CCC Creepercards verteilt hat, und an der seit Jahren ein linkes Projekt nach dem nächsten kläglich eingeht. Leute, deren Interesse nicht am Mitmachen besteht, sondern am Validieren ihres Weltbildes, das sie hier die Opfer sind und von allen anderen in eine Opferrolle gedrängt werden. Und wenn dir das nicht klar ist, und sich das mit Fakten nicht belegen lässt, dann liegt das daran, dass du Täter bist. Die Tatsache, dass du deine Schuld nicht sehen kannst, ist ein eindeutiger Beleg für deine Schuld. Du solltest dich was schämen!“

    Und die Piratenpartei wurde das nächste Opfer in der langen Liste.

  5. Genderinninen haben erneut ein Opfer gefordert und damit die Ansätze von Bürgerbeteiligung in der Politik über eine grunddemokratische Partei für die nächsten Jahre verbrannt. Dank der Genderpiraten haben einzelne Stadtteile Berlins mittlerweile härtere Auflagen für Werbung als fundamentalislamische Staaten wie Saudi Arabien, gibt es endlich Verordnungen zu Toiletten für die Personen, die sich ob ihres Geschlechts im unklaren sind und werden demnächst wohl auch Quoten für Zwangsabtreibungen eingeführt.

    Man muss nicht konservativ sein um diese Entwicklung schlecht zu heißen, es genügt klarer Verstand.

    Mit einer Konzentration auf netzpolitische Themen ab Gründung hätte man im Zuge des NSA Skandals bundesweit zweistellig werden können. Stattdessen entschied man sich für den Genderwahn und nicht durchsetzbare Forderungen, vorgetragen von einem Saboteur, der keinerlei Anstand besaß und die eigentlich wichtigen Themen immer hinten anstellte um sich selbst zu produzieren.

    Traurig. Ich bereue jede Sekunde die ich in dieses Projekt investiert hab und wurde im Zuge dessen zu einem erbitterten Gegner der Linksextremisten und der Genderideologie.

    1. Dank der Genderpiraten haben einzelne Stadtteile Berlins mittlerweile härtere Auflagen für Werbung als fundamentalislamische Staaten wie Saudi Arabien, gibt es endlich Verordnungen zu Toiletten für die Personen, die sich ob ihres Geschlechts im unklaren sind und werden demnächst wohl auch Quoten für Zwangsabtreibungen eingeführt.

      Woran glaubst Du sonst noch? Ich wohne in Berlin und ich hab noch nichts mitbekommen, dass hier härtere Auflagen als in Saudi Arabien herrschen. Warst Du schonmal in Saudi-Arabien (oder in Kreuzberg)?

    2. „Man muss nicht konservativ sein um diese Entwicklung schlecht zu heißen, es genügt klarer Verstand.“
      Wer nicht deiner Meinung ist MUSS ja zwangsläufig geistig umnachtet sein. Super Argumentationsstil. Sehr glaubwürdig.

      Man kann die „Genderideologie“ natürlich für unsinnig halten. Man kann Toiletten für Transgender- oder Intergenderpersonen natürlich für lächerlich halten.
      Dann muss man aber konsequenter Weise auch dafür sein, dass trans-Männer auf’s Herrenklo gehen und trans-Frauen auf’s Damenklo – unabhängig davon, ob die Person eine „gechlechtsangleichende Opertion“ hatte oder nicht.
      Aber irgendwie sind weite Teile der Gesellschaft nicht bereit das zu akzeptieren.

      Im Zeitalter von Nanotechnologie und Quantenphysik haben wir verstanden, dass Dinge auch dann exitieren können, wenn wir sie nicht mit unseren fünf Sinnen erfassen können. Wenn es aber um einen Teil der Geschlechteridentität geht, der nicht physisch sichtbar ist, fehlt uns plötzlich die Phantasie?
      Solange das so ist, müssen wir die ganze Diskussion um Gender leider haben.
      Es ist leicht einen Kampf für Akzeptanz für überbewertet zu halten, wenn man selbst nicht betroffen ist.

      Dass dem durchschnittlichen Leser von Netzpolitik das Thema Netzpolitik mehr am Herzen liegt als die Akzeptanz von LSBTTIQ-Menschen ist nicht überraschend.
      Wer aber dafür ist, dass die Problematik um NSA und co in den Köpfen der Leute ankommt, sollte nicht die alltäglichen Probleme anderer Menschen pauschal für unwichtig erklären.
      Für Betroffene ist das Problem nämlich sehr wohl real.

      1. Das stimmt schon, aber als Partei muss man doch Prioritäten setzen können. Da ist Netzüberwachung einfach ein vieel größeres Aufregerthema als die Genderdebatte, die nunmal 90-95% (korrigiert mich!) der Leute nicht direkt betrifft.
        Nicht, dass man sich mit der Genderproblematik (und Pro-Atom-Leuten, Naziflugscheibenspinnern uns so weiter) nicht beschäftigen kann und soll- aber das kann auch „nebenbei“ geschehen und darf die tagesaktuelle Parteiarbeit nicht beeinflussen.
        Eigentlich bräuchten es nur einen charismatischen Kopf mit Beharrungsvermögen (nicht gleich ragen, quitten oder beides) und einem Funken politischem Gespür, dann wird das schon.

      2. Hej chris, darf ich zusammenfassen?
        90-95% der Menschen haben kein soziales Geschlecht und die Piraten brauchen dringend eine S. Wagenknecht.
        Richtig?

      3. @janosch
        Natürlich haben diese 90-95% der Menschen ein soziales Geschlecht. Aber vielleicht (Achtung, ganz ganz steile These) fühlen sie sich einfach nicht permanent dazu veranlasst dieses zu thematisieren. Könnte ja sein, oder?
        Und ob die Piraten eine Wagenknecht brauchen sei dahin gestellt. Doch es scheint, als bedürfe die deutsche Presselandschaft einer solchen, bedenkt man deren damaligen Rummel um Marina Weisband.

        @topic:
        meh. Das alte Lied vom https://xkcd.com/438/
        Und es ensteht der Eindruck, als wollten nicht wenige deutsche Piraten lieber auf ewig dieses Lied weitersingen, anstatt ihre Energie mal konstruktiv zu nutzen.
        Tja, dann überlasst halt die Prozentpunkte zur Europawahl den Europafeinden, denn die hetzen zumindest nicht gegeneinander, sondern den nationalistischen Stammtisch gegen die vermeintlichen „Sozialschmarotzer“ auf. m(

        Ich, für meinen kleinen bescheidenen Teil, sehe wenig Hoffnung für mittelfristige Besserung bei den deutschen Piraten. Da verdampft einem dort einfach jedes Tröpfen an Mitarbeit auf dem heißen Gemüterstein.
        Momentant rate ich dem geneigten Piraten zur Mithilfe am Aufbau der PPI und der PPEU. Beides Ist beides, langfristig sinnvoll UND besser für den Blutdruck.

  6. Die Kommentare hier geben der Abschaltung durch die Admins nicht unbedingt unrecht..Schade, dass man den ganzen nicht mehr auf Popcornpiraten belustigt folgen kann. Ernst nehmen, kann man da niemanden mehr.

    1. Grundsätzlich ein sympathischer Gedanke, aber wenn ich mir die Streikschrift der Admins durchlese, habe ich nicht den Eindruck, dass sie deeskalieren wollen, sondern dass auch sie für eine bestimmte Strömung in der Partei stehen und sich vor allem über vermeintiche Verunglimpfungen dieser Strömung aufregen.

  7. Ich als Admin empfinde das als absolutes No-Go!

    Wie will man gegen Repression für Netzneutralität usw. diskutieren, wenn die eigene Plattform ohne klare Regeln/Konsens einfach abgeschalten oder auch nur verändert wird?

    Ich finde Vertrauen ist das höchste Gut bei der Administration, welches hier durch Missbrauch verletzt wurde und eigentlich von den Verantwortlichen nicht mehr zurück erlangt werden kann. Auf der anderen Seite sollten vor diesem Hintergrund Überlegungen zu einem Eid für IT-Verantwortliche weiter getrieben werden.

    Ich bin über „meine“ Kollegen erschüttert und möchte sie am liebsten gar nicht mehr so nennen.

    Tilo Werner, Leipzig

    1. Ich kann das Verhalten der Admins gut nachvollziehen.

      Wäre ich dort je Admin gewesen, ich wäre schon vor einigen Monaten gegangen.
      Warum sollte man denn überhaupt noch einen Finger krumm machen wenn dumme Schreihälse und untätige Mitglieder die Partei den Bach runter gehen lassen?

      1. Gehen ist um einiges unfairer als einmal laut zu STOP zu rufen und dann zu gehen. Und genau das haben die Admins jetzt getan. Und ich als noch Pirat muss sagen: ZU RECHT!

  8. Übrigens gehört es sich, den Gründern der Deutschen Piratenpartei ein ehrliches Dankeschön mitzuteilen, einhergehend mit der Bitte, weiterzumachen. Die Effektivität und Gesprächskompetenz anderer Parteien hat sich durch das Sammelbecken der Piraten für seltsam skurielle Menschen nachhaltig erhöht. Zwar entsorgten sich leider nicht alle rechtzeitig, als noch mit schnellen Ämtern gelockt wurde, hin zu den Piraten, aber immerhin, dankbarkeit ist angemessen. Und somit, Bitte durchhalten. Und nein, andere wollen Eure persönliche Kompetenz (…) NICHT zurück.

  9. Grandioser Fehler wichtige Infrastruktur zentral zu betreiben.
    Was wird gepredigt? Dezentrale Strukturen aufbauen um Ausfallsicherheit zu erhalten?
    Ich stelle mir grade vor wenn diese „Admins“ ihre Finger in lebenswichtiger Infrastruktur stecken dürften. Das Machtspiel muss beendet und eine Wiederholung verhindert werden. Entmachtet die IT und baut vernetzte, dezentrale Strukturen auf. So ein Systemfehler darf nie wieder zugelassen werden. Ein Neuanfang ist notwendig, politisch und auch technisch ist das System Piratenpartei so nicht mehr tragbar.

    1. Das will ich sehen, wie die ganzen Gender-netz-feministen und die Sozialromantiker diese Infrastruktur aufbauen nachdem die IT entmachtet wurde und der Partei den Rücken kehrt ;)

  10. Das Grundproblem der Piratenpartei liegt an ihrer Unfähigkeit zu angemessener innerparteilicher Meinungsfindung und dem Aushalten der dadurch entstehenden Spannungen. Man könnte jetzt mutmaßen, dass das von der direkten Übertragung den vorherrschenden Diskussionsstils im Netz kommt. Das wäre sicherlich zu kurz gegriffen, aber auch ein bisschen zutreffend.

    Was die Admins gerade tun ist Rumbocken und dabei die Handlungsfähigkeit einer ganzen Partei in Geiselhaft zu nehmen. Begründung: Uns gefällt die Diskussionskultur nicht. Dem würde ich wie gesagt zustimmen. Aber die Konsequenz kann doch nicht sein, selbst die Diskussionskultur zu vernichten!
    Dann können wir auch unsere Grundrechte abschaffen, um böse Terroristen zu jagen.

  11. Sich beschweren, dass man Infrastruktur nicht aus politischen Gründen abstellt: naheliegend.

    Ignorieren, dass die Infrastruktur aus Idealismus unbezahlt betrieben wird: unwissend.

    Nicht wissen, dass man als Parteigehilfe seinem Gewissen besonders verpflichtet sein muss – und darum auch aufhören kann, wenn es nicht mehr zusammenpasst: unbegreiflich.

  12. Bei der grundsätzlichen frage ob solche aktionen legitim sind würde ich ja immer sofort „ja“ sagen, auch wenn ich jetzt bei den piraten sowas erst mal nicht erwartet hätte, also gerade nicht von dem jetzt in aktion getretenen teil, denn das sind ja genau diejenigen die sonst schon bei simpler kommentarmoderation von zensur sprechen und äußerungen mit „MEINUNGSFREIHEIT“ verteidigen bei denen alle anderen die kotze in im hals hoch steigt.

    Aber viel interessanter als die frage der grundsätzlichen legitimität finde ich tatsächlich den anlass in diesem speziellen fall;
    denn, wenn man sich mal die bisherigen skandälchen der piratenpartei so anschaut dann kann man schon erstaunt sein wie glimpflich die im vergleich abgelaufen sind.
    Als Aaron König im BuVo saß und aus dem sessel heraus frei seinen rechtspopulismus verbreitete und anschließend direkt die FREIHEIT gründete da hat die IT-Abteilung der piraten offensichtlich das gewissen noch nicht geplagt.
    Auch nicht als durch auffällig unauffällige zufälle es irendwie passiert ist das bodo thiesen nicht ausgeschlossen werden konnte regte sich offenbar nicht genug gewissen für aktion.
    Auch scheint es bei diesen leuten jetzt keine gewissensbisse gegeben zu haben als wahlkampf mit „Frei, Sozial, National“ betrieben wurde und selbst der Parteiausschluss von Otla Pinnow konnte nur gegen massiven widerstand durchgesetzt werden, großteils widerstand von genau den leuten die jetzt plötzlich das gewissen plagt weil Antifaschisten aus der Partei bei einer Demonstration gegen einen Naziaufmarsch eine bekannte Parole zum Nazis provozieren benutzen.
    Ich erinner mich auch noch an piratenlogos die in reichsadler gebastelt wurden von leuten in rechten studentenverbindungen bei denen es auch nur konsequenzen gab weil die von sich aus gegangen sind, weil, wer hätte es gedacht, maßnahmen stießen auf widerstand.
    Also zusammenfassend sieht es doch leider so aus, von den etlichen größeren und kleineren skandalen mit mehr oder weniger rechten tendenzen hat kein einziger dafür gesorgt dass bei den piraten leute so sehr gewissensbisse hatten wie wenn leute provokativ gegen nazisaufmärsche demonstrieren.

    Und darum, auch wenn ichs grundsätzlich legitim finde, halte ich die aktion jetzt, mit dieser begründung und zu diesen zweck für wirklich äußerst traurig.
    Obwohl man wahrscheinlich froh sein sollte weil man dadurch doch sehr deutlich sehen kann wie etliche in dieser partei ihre prioritäten setzen.
    Grade in der letzten zeit, wo der NSU ausschuss kaum noch hinterher kommt und täglich neue meldungen über brennende flüchtlingsunterkünfte reinflattern ist es schon sehr vielsagend wenn einen ausgerechnet bei antifaschistischen aktionen gegen naziaufmärsche plötzlich das gewissen plagt.

  13. Meinungsfreiheit ja!

    Aber niemand ist verpflichtet, den Schwachsinn den jemand anderes von sich gibt zu lesen oder gar zu verbreiten.

    Wenn Ihr Meinungsfreiheit wollt, dann besorgt Euch die Mittel/Server dazu bitte selber.

    Ich finde die Aktion toll und ich hoffe sie vertreibt all jene, die Frfe so schön einmal beschrieben hat.

    Admins, get root!

  14. Offenbar lebe ich in meinem Hinterwäldlerinnendorf auf einer Insel der Glückseligen, wo die Piraten wirklich gute und engagierte Arbeit leisten. Ich hatte nach dem Debakel der Bundestagswahl gehofft, dass sich die ganzen aufmerksamkeitsgierigen Schreihälse in andere Parteien verkrümeln, die ihnen eine größere Plattform bieten, aber statt dessen haben sich offenbar die meisten guten Leute verdrückt und den Idiotinnen das Feld überlassen. Ausbaden müssen es die wenigen verbliebenen Idealistinnen, die jetzt Wahl für Wahl die Watschn für das kassieren, was sie verzweifelt zu verhindern suchen.

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