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Laura Poitras und Glenn Greenwald testen US-Demokratie und fliegen nach New York

Die beiden Enthüllungsjournalisten Gleen Greenwald und Laura Poitras sind auf dem Weg in die USA, um in New York den rennomierten Journalistenpreis George Polk Award entgegen zu nehmen. Gegen 18 17 Uhr werden sie dort landen. Es ist der erste Besuch der beiden in ihrem Heimatland, nachdem Edward Snowden sie kontaktierte und die NSA-Enthüllungen begannen.…

  • Markus Beckedahl

Die beiden Enthüllungsjournalisten Gleen Greenwald und Laura Poitras sind auf dem Weg in die USA, um in New York den rennomierten Journalistenpreis George Polk Award entgegen zu nehmen. Gegen 18 17 Uhr werden sie dort landen. Es ist der erste Besuch der beiden in ihrem Heimatland, nachdem Edward Snowden sie kontaktierte und die NSA-Enthüllungen begannen. Der Besuch ist zugleich ein hohes Risiko für die Beiden und ein Lackmustest der US-Demokratie. Es ist unklar, wie die US-Behörden reagieren werden. Möglich wäre eine Festnahme mit dem Ziel, die beiden von weiteren Enthüllungsstories abzuhalten. Ihre Motivation ist aber, sich nicht von dieser Bedrohung einschüchtern zu lassen und ihre Grundrechte in Anspruch zu nehmen. Wir wünschen Beiden viel Erfolg bei der Ein- und Ausreise, hoffen, dass sie heil zurückkommen und gratulieren zum Preis.

Beide fliegen von Berlin aus, wo Gleen Greenwald Laura Poitras abholte. Gestern Abend sprach Greenwald im Rahmen des Liberty-Awards über Pressefreiheit und forderte zugleich Schutz und Asyl für Edward Snowden in Deutschland. Stefan Krempl hat für Heise einen Bericht geschrieben: NSA-Enthüllungsjournalist Greenwald: Die Presse muss die Mächtigen zähmen.

Das ZDF hat ein kurzes Interview mit Greenwald auf heute.de veröffentlicht: Ohne Snowden-Befragung keine NSA-Aufklärung

„Es ist unverantwortlich, den Bürgern zu erzählen, man untersuche die NSA-Affäre und dann nicht denjenigen zu interviewen, der am allermeisten weiß“, sagte Greenwald im ZDF-Interview. „Da sind noch ganz viele Dokumente, von denen die deutschen Ermittler und die deutschen Parlamente keine Ahnung haben.“

Bei Spiegel-Online kritisiert der Kolumnist Georg Diez die Hinhaltetaktik der Großen Koalition, Edward Snowden nicht als Zeugen zu vernehmen. Das Verhalten der Mehrheit im NSA-Untersuchungsausschuss verletze „nachhaltig das Vertrauen in die Demokratie“:

Noch mal zur Erinnerung: Edward Snowden und Edward Snowden allein ist es zu verdanken, dass die Welt von den Überwachungsaktivitäten der NSA erfahren hat, seine Enthüllungen haben ihn die Freiheit gekostet und der Öffentlichkeit klargemacht, wie sehr die Freiheit generell bedroht ist. Es ist logisch, dass man mit ihm, dem Whistleblower, dem Helden, der zentralen Figur in dieser Affäre spricht – es sei denn, man ist Abgeordneter einer der beiden großen Demokratieverhinderungsparteien.

Update: Zumindest reingekommen sind sie wohl ohne Probleme. Wir wünschen viel Erfolg beim Rauskommen.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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4 Kommentare zu „Laura Poitras und Glenn Greenwald testen US-Demokratie und fliegen nach New York“


  1. Krabbler

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    Der eine Link ist falsch gesetzt, der geht zum Spiegel, nicht zu Heise. Ihr meintet wohl http://heise.de/-2168143
    Ich bin gespannt, was die beiden zu erzählen haben, wenn sie wieder da sind. Wegsperren wird man sie nicht denke ich. Wir sind hier ja nicht in Großbritannien.


  2. Hendrik

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    Sind die jetzt eigentlich angekommen? Oder wurden sie gleich verhaftet?


  3. Du wirst kurz vor der Ausreise am Flughafen verknastet. So läuft das in den anderen Regimen zumindestens.


  4. […] Laura Poitras und Glenn Greenwald testen US-Demokratie und fliegen nach New York […]

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