Laut Informationen des Guardians haben zwei norwegische Politiker, Baard Vegar Solhjell und Snorre Valen, Edward Snowden für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert. Während die Nominierungen erst 50 Jahre nach Vergabe des Preises offiziell durch das Nobelpreiskomitee bekannt gegeben werden, hat es sich mittlerweile zu einer gängigen Praxis unter NominatorInnen entwickelt, ihre Vorschläge selber öffentlich zu machen. Vorschlagsberechtigt sind alle Parlaments- und Regierungsmitglieder, ProfessorInnen der Gesellschaftswissenschaften, Rechtswissenschaft sowie Vorsitzende von Friedensforschungsinstituten.
Streng genommen ist das Edward Snowdens zweite Nominierung für den Friedensnobelpreis. Im vergangenen Juli schlug ihn der Soziologieprofessor Stefan Svallfors vor, da die Deadlines aber am 1. Februar lagen, ist der Vorschlag damals höchstwahrscheinlich nicht mehr in die Auswahl gekommen. Allerdings werden verspätete Nominierungen für das kommende Jahr aufbewahrt. Rein technisch gesehen hätten Solhjell und Valen Snowden also nicht vorschlagen müssen, aber doppelt hält ja bekanntlich besser und das Thema ist nun wieder in der Öffentlichkeit.
Die Laureaten des Friedensnobelpreis werden im Oktober verliehen, die Verleihung findet im Dezember statt.