Raus aus Skype

Am Montag wird Microsoft seinen Windows Live Messenger einstellen, und alle Nutzer geschlossen zu Skype verschieben. Nachdem Microsoft Skype vor zwei Jahren für sagenhafte 8,5 Milliarden Dollar aufkaufte, dürfte dieses Vorgehen als Versuch verstanden werden die eigenen Nutzerzahlen mit Nachdruck in die Höhe zu treiben.

Zum Glück gibt es eine bessere Lösung. Wem seine Freiheit wichtig ist, der kann bei dieser Gelegenheit auf Kommunikationssysteme umzusteigen die auf Offenen Standards wie Jabber (XMPP) basieren, anstatt sich zu Skype migrieren zu lassen. Das Extensible Messaging and Presence Protocol (XMPP) ist ein Offener Standard und als solches ein weit verbreitetes Protokoll im Internet. Der Standard wird von der unabhängigen XMPP Standards Foundation verwaltet, und kann von jedermann ohne Restriktionen umgesetzt werden.

Damit haben Nutzer echte Wahlfreiheit, welche Software sie verwenden wollen, und welchen Servern sie vertrauen wollen. Gerade was die Wahrung der Privatsphäre, das Abhören der Kommunikation oder auch die Datensammelwut angeht, hat Skype zu Recht einen schlechten Ruf. Anstatt sich von einem zentral kontrollierten System ins nächste verschieben zu lassen, möchten wir den Nutzern Mut machen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, und sich auf Freie Software und Offene Standards einzulassen.

Wer XMPP noch nicht nutzt, sollte das kalte Wetter am Wochenende zur Gelegenheit nehmen, den Schritt in die Freiheit zu tun.

33 Kommentare
    • Frl. Unverständnis 7. Apr 2013 @ 13:54
      • Frl. Unverständnis 7. Apr 2013 @ 14:02
  1. Christoph 6. Apr 2013 @ 2:33
  2. Bruce Mangee 10. Apr 2013 @ 23:35
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