Wissen

Offene Erstellung offener Lernunterlagen: Open Educational Development

Seit einiger Zeit betreiben die Kooperative Berlin und die Bundeszentrale für politische Bildung mit werkstatt.bpb.de ein Portal zum Thema offene Lehr- und Lernunterlagen (Open Educational Resources, OER). Nachdem bislang die Berichterstattung über Entwicklungen, Dimensionen und Herausforderungen rund um OER im Zentrum des Projekts standen, soll es jetzt auch an die Erstellung offener Lerninhalte selbst gehen. In einem Blogeintrag kündigt Projektkoordinatorin Jaana Müller den Start eines Projekts zur offenen Entwicklung offener Inhalte an:


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Gemeinsam mit Lehrenden der schulischen und außerschulischen Bildung sowie Experten im Bereich OER möchte die Werkstatt der Bundeszentrale für politische Bildung freie Bildungsmaterialien entwickeln – interaktiv, kollaborativ und offen. Wir starten jetzt online und offline mit einer ersten Arbeitsgruppe zum Thema „Rechtsextremismus“. Im Sommer nehmen wir uns dann des Themas „100 Jahre Erster Weltkrieg“ an. Ziel ist es, am Ende modellhaft zwei offene Unterrichtsmaterialien entwickelt zu haben, und auf dem Weg dahin möglichst viel gelernt zu haben. Nach langen Diskussionen, viel Theorie und weiterhin bestehenden Hürden heißt es nun: einfach machen!

Am 15. Mai 2013 findet in Berlin im Supermarkt ein erster Workshop statt. Hauptzielgruppe sind Lehrende der schulischen und außerschulischen Bildung sowie Experten im Bereich OER. Wer an dem Auftaktworkshop teilnehmen möchte, wird gebeten sich per E-Mail dafür anzumelden.

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3 Kommentare
  1. Ich würde gerne an so etwas wie einem „modularen Lerhwerk“ mitarbeiten. Also eine Sammlung von Aufgaben/Texten etc. zu sämtlichen Themen des Kerncurriculums aus der man sein eigenes Lehrbuch nach seinen Bedürfnissen „generiert“.
    Gibt es so ein Projekt? Dazu müsste erstmal nur jedes Thema mit seinen Anforderungen an die Aufgaben gelistet werden. Und man müsste es dann ermöglichen, dass jeder dazu Inhalte liefern kann.
    Ich habe sowetwas leider noch nicht gefunden, und wüsste auch nicht wie ich es selbst aufziehen könnte…deshalb bin ich für Tipps offen :)
    Danke
    Synchron

  2. Eine Mappe zum Thema „Rechtsextremismus“ kann sich die Bundeszentrale für politische Bildung sparen, denn sie geht von E. Jesses Extremismusideologie, basierend auf dem Hufeisenmodell, aus. Dieses wurde im Wesentlichen durch den Verfassungsschutz im Zuge des Kalten Krieges aus antikommunistischer Motivation heraus geprägt und sollte heutzutage keinerlei Grundlage für eine Diskussion darstellen.
    Kritik daran findet sich unter anderem bei W. Wippermann.

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