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MUSCULAR: Wieder Level 3 unter den Verdächtigen

Die New York Times hat mehr Details, wie denn der Datenverkehr zwischen den Google-Datencentern von der NSA im Rahmen des Muscular-Programmes abgehört werden konnte. Bei der Kommunikation zwischen den Datencentern nutzt man private Netzwerke und nicht das offene Netz, weshalb die Verschlüsselung wohl etwas ausbaufähig gewesen ist. Diese Infrastruktur wird von Level 3 für Google…

  • Markus Beckedahl

Die New York Times hat mehr Details, wie denn der Datenverkehr zwischen den Google-Datencentern von der NSA im Rahmen des Muscular-Programmes abgehört werden konnte. Bei der Kommunikation zwischen den Datencentern nutzt man private Netzwerke und nicht das offene Netz, weshalb die Verschlüsselung wohl etwas ausbaufähig gewesen ist. Diese Infrastruktur wird von Level 3 für Google betrieben. Level 3 tauchte im Rahmen der Snowden-Enthüllungen im August das erste Mal im Rahmen der Tempora-Berichte auf.

Das US-Unternehmen Level 3 Communications „ist ein sogenannter Tier-1-Carrier und betreibt mehrere Backbones und vier transatlantische Verbindungen von Europa nach Nordamerika.“ Im August vermuteten die Süddeutsche Zeitung und der NDR, dass Level 3 ebenso wie Vodafone und andere mit den Geheimdiensten kooperieren und ihnen Zugriff auf ihre Netzwerke gewährleisten.

Level 3 sitzt auch am Frankfurter Knotenpunkt und die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass darüber auch die NSA und/oder GCHQ in unserem Netz sitzen und alles belauschen.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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