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Vernetzt Euch! – Auf dem Weg in die digitale Gesellschaft

In der aktuellen Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik findet sich ein weiterer Auszug unseres Buches „Die digitale Gesellschaft – Bürgerrechte, Netzpolitik und die Machtfrage“: Vernetzt Euch! – Auf dem Weg in die digitale Gesellschaft. Und hier ist ein Auszug aus dem Auszug: Früher hieß es: Wandel durch Handel. Heute muss es heißen:…

  • Markus Beckedahl

In der aktuellen Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik findet sich ein weiterer Auszug unseres Buches „Die digitale Gesellschaft – Bürgerrechte, Netzpolitik und die Machtfrage“: Vernetzt Euch! – Auf dem Weg in die digitale Gesellschaft.

Und hier ist ein Auszug aus dem Auszug:

Früher hieß es: Wandel durch Handel. Heute muss es heißen: Vernetzen! Es gibt keine Alternative – zumindest keine demokratische. Die digitale Technik wird unser aller Leben immer weiter durchdringen, sie wird unverzichtbar werden und zum Alltag gehören. Wenn sie im Besitz weniger ist und von ihnen kontrolliert wird, dann steht der Idee einer besseren, digitalen Gesellschaft eine mächtige Dystopie entgegen: der Missbrauch der digitalen Macht.

Die digitale Diktatur ist perfektionierte Unmenschlichkeit, eine freie digitale Gesellschaft hat dagegen ein immenses Potential für mehr Menschlichkeit. Wenn jede Waschmaschine digital kontrollierbar ist, jedes Portemonnaie, jeder Herzschrittmacher und jedes Elektroauto, dann sollte die Kontrolle darüber in den Händen derer liegen, die sie nutzen und denen sie nützen soll. Der Schlüssel zur digitalen Gesellschaft liegt darin, dies zu ermöglichen, in Technik und Recht, in Gesellschaft und Weltgemeinschaft, und dafür zu sorgen, dass diese Möglichkeiten nicht missbraucht werden können.

Einfach ist das nicht. Wir, die Bürger, müssen es einfordern. Wir müssen Druck auf unsere gewählten Vertreter ausüben, klarmachen, in welcher Welt wir eigentlich leben möchten. Wir müssen von ihnen das Vertrauen einfordern, dass es Menschen gibt, die eine positive Idee von Zukunft haben. Und wir müssen dafür sorgen, dass sie entsprechend handeln.

Wie jeder gesellschaftliche Wandel, der tiefgreifend ist, wird auch die fortschreitende Digitalisierung Menschen enttäuschen. Sie wird Existenzen ruinieren, Lebenskonzepte über den Haufen werfen. Veränderung ist nie für alle gut. Aber wenn wir uns als Gesamtgesellschaft dessen bewusst sind und uns um diejenigen kümmern, die – aus welchem Grund auch immer – durch diese Entwicklungen Nachteilen ausgesetzt sind und auf die Verliererseite geraten, dann stehen die Chancen gut, dass wir am Ende alle gemeinsam von der digitalen Gesellschaft profitieren.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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3 Kommentare zu „Vernetzt Euch! – Auf dem Weg in die digitale Gesellschaft“


  1. Empört Euch!
    Engagiert Euch!
    Vernetzt Euch!

    :)

    Selbstverständlich müssen wir die Digitalisierung so gestalten, dass alle Menschen davon profitieren! Und das ist auch möglich. Dafür werden vielleicht aber auch Forderungen außerhalb des digitalen Raums notwendig sein, wie z.B. ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Garantierter Zugang zu Computer / Internet und kostenfreie Bildung wird wohl auch essentiell sein.


    1. Mika B.

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      Vor allem müsste das „Netz“ dann Frei und Unüberwacht sein.
      Wenn alles im Internet Überwacht wird ist das digitale Vernetzen doch fast Sinnlos , dann haben sie was sie wollen und können ganz einfach die Störenfriede ihrer Politik herrausfiltern.


  2. Philip Engstrand

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    Zuende gedacht heisst das: Staatliches Facebook.

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