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#OSJUBA – Projekt für eine Hauptstadt in Südsudan nach Vorbild von Open Source

Am zweiten Tag des Summit of Newthinking stellt Stephen Kovats das Projekt „#OSJUBA“ vor, dessen Ziel es ist, inspiriert durch Open Source Projekte neue Konzepte für die Hauptstadt des Südsudan umzusetzen.


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Die Republik Südsudan ist seit Juli 2011 unabhängig, nach vielen Konflikt- und Kriegsjahren geht es jetzt darum, neue Strukturen aufzubauen und Stabilität zu schaffen. #OSJUBA steht für „Open Source City Juba“ und wurde erstmals in einer Konferenz im Juni 2012 öffentlich diskutiert. Ziel ist es, die Idee von Open Source zu nutzen, um in einer Post-Konflikt-Umgebung transparente und dadurch stabilisierende Maßnahmen zu entwerfen und umzusetzen.

Juba ist mit 1,3 Millionen Einwohnern die größte Stadt innerhalb Südsudans und eine der am schnellsten wachsenden Städte weltweit. Stephen Kovats berichtet von einem „Juba-Boom“ und möchte diesen nutzen, um gleich von Beginn an die Weichen für Transparenz und Bürgerbeteiligung zu stellen. In den kommenden Monaten sind Gespräche mit Vertretern von Zivilgesellschaft und Regierung in Juba geplant. Da es im Südsudan eine Analphabetenquote von über 70% bei den über 15jährigen gibt, sollen auch Wege gefunden werden, um der Bevölkerung die Strukturen von Regierung und Behörden näher zu bringen und somit eine Interaktion zu ermöglichen.

Das größte Problem sieht Stephen Kovats darin, dass viele Behörden Angst haben, Informationen preiszugeben und zu kooperieren. Diejenigen, die dies als Chance für einen offenen, weniger für Korruption anfälligen Südsudan sehen, seien klar in der Minderheit.

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