Kultur

Medien müssen akzeptieren, dass auch Nutzer einen Mehrwert bringen

Ulrike Langer hat mich mal vor einem Jahr für eine Studie über Journalismus interviewt und eine verkürzte Version des Gespräches ist jetzt bei Vocer.org als Interview erschienen: „Medien müssen akzeptieren, dass auch Nutzer einen Mehrwert bringen“.

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Und von der Nutzerseite aus, welche Informationsangebote werden künftig für die Bevölkerung wichtiger werden?

Viele fluchen über die sogenannte Informationsflut und wünschen sich eine einfachere Navigierbarkeit und bessere Übersichten. Das wäre eine klassische Kuratierungs- und Filterarbeit von klassischen Redaktionen, wenn die ein bisschen mehr individualisiert werden würden. Dann gibt es noch die Nutzer wie mich, die sich von der Informationsflut nicht überfordert fühlen, sondern glücklich darüber sind. Aber ich hätte gerne mehr Filtermöglichkeiten, die ich selber unter Kontrolle habe, um das alles noch effektiver verwalten zu können.

13 Kommentare
  1. Ähm. Jetzt bin ich aber doch auch ein bisschen verwirrt. Nimms mir bitte nicht übel aber es wirkt schon ein ganz klein bisschen seltsam, hier erst 2 lange Artikel über die doofen Leserkommentare zu lesen um dann wieder so einen Appell an den Mehrwert der Nutzerbeteiligung zu sehen.

    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du Userbeteiligung per so gut findest das jetzt alles vielleicht nur ein etwas unglückliches Timing ist.

    1. @da|v|ax: Das Interview ist a) schon ein Jahr alt, wurde aber jetzt veröffentlicht und b) hab ich hier diese Woche Nutzerkommentare nicht per se hier für schlecht befunden sondern thematisiert, dass hier eine kleine Gruppe verhaltensauffällig wird und das den Spaß am bloggen nimmt.

      1. zu b), Zwischen

        thematisiert, dass hier eine kleine Gruppe

        und

        Ich hab keine Lust mehr. Ich hab keine Lust mehr auf eine Kommentarkultur, wo sich die Hälfte aller Kommentatoren nicht im Ton beherrschen können und ständig einfach irgendwas oder irgend wen bashen – in der Regel mit Beleidigungen und/oder Unterstellungen, die gerne auch mal falsche Tatsachenbehauptungen sind.

        passt aber mehr als nur ein Blatt Papier.

      2. @Philip

        Wieso, die kleine Gruppe ist halt für die Hälfte der Kommentare Verantwortlich. Ist doch Möglich. Ansonsten gibt es übrigens auch das Stilmittel der Übertreibung. Vor allem in emotionalen Momentan von vielen Menschen gerne benutzt…

      3. Es gibt eine Menge Stilmittel. Ausser Übertreibung gibt es noch Ironie und Sarkasmus. Und, zumindest theoretisch, auch sachliche Argumentation. Und vermutlich noch ein paar andere. Sind Alles gute Stile. Aber Leute persönlich herabzusetzen, zu beleidigen und zu diffamieren, das ist schlechter Stil. Da hört dann auch die Übertreibung auf. Da würde ich eine Grenze setzen.

  2. Auch wenn das nach Haarspalterei aussieht: Ich sehe sogar einen Unterschied zwischen

    Hälfte aller Kommentatoren

    und

    Hälfte der Kommentare

    … aber es bleibt dabei:
    User generated content ist Gut und Schlecht zugleich, Benutzerkommentare sind Gut und Schlecht zugleich.

    Markus könnte sich sehr einfach zurücklehen und sagen: Mein Blog, Mein Spielplatz, Meine Regeln.

    Aber allein der Name ’netzpolitik‘ generiert eine Mindestverantwortung, und wenn’s da nicht funktioniert, deuten Alle anderen darauf und sagen: Da funktioniert’s auch nicht, lassen wir doch das mit dem Internet.

    (manchmal allerdings frage ich mich, wie die Einzelkämpfer wie Don Alphonso das schaffen?)

  3. ääähm – und „hat mich mal vor einem Jahr für eine Studie interviewt“ und eine „verkürzte Version des Gespräches ist jetzt bei Vocer.org als Interview erschienen“ ist jetzt also die wahnsinnig innovative, neue, andere Art des Online-Journalismus? Das Verfahren wirkt ja eher wie handelsübliche Zweitverwurstung, die im Printbereich durch „klassische Kuratierungs- und Filterarbeit von klassischen Redaktionen “ aussortiert würde, oder?

    1. Naja: im klassischen Printbereich werden solche Sachen ohne viel Nachdenken aussortiert. Im Blog denkt man eben noch mal nach. Hier entscheidet nicht der Redakteur, sondern der Author. So gesehen kann eine Zweitverwurstung, wenn sie angebracht ist, durchaus nützlich sein.

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