Kultur

Kimble trollt Barack Obama mit Song

Kimble (aka Kim Schmitz von Megaupload) trollt jetzt Barack Obama mit seinem ersten Song: Mr President. Er kann zwar nicht gut singen, aber irgendwer hat ihm einen Song geschrieben und ein Video mit lauter Schnipseln von ACTA-Demos zusammen geschnitten. Unsere erste Reaktion schwankt zwischen Fremdschämen und Popcorn. Aber seht und hört selbst:


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Gleichzeitig hat Kimble direkt auf seiner Webseite ein „Movement“ gestartet, kleiner gehts nicht, und will sich damit wohl auf die erfolgreichen Bewegungen gegen SOPA und ACTA setzen. Das heißt dann „Sopa, Pipa, ACTA, Mega“. Irgendwas mit vier Buchstaben.

29 Kommentare
    1. Weia, sind die Protokolle peinlich. Erinnert mich an Minderjährige, die in den Ferien aus lauter Langeweile in den IRC kommen und keine Ahnung haben, wie man sich benimmt. Denen kann man aber wenigstens noch Manieren beibringen (auch wenn es manchmal etwas dauert).

    1. kontroverse Gestalt, die polarisiert – früher nannte man so was „Blender“.
      Ich bezweifle aber, dass so ein Maulheld wirklich hilfreich für die Sache ist. So weit wie ich mich erinnern kann, hat er damals enorme Schäden in der Münchner Mailbox-Szene hinterlassen und Hacker ans Messer geliefert, mit denen er zusammen gearbeitet hat um seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Und der will jetzt eine Aktion aufbauend auf ACTA starten? Wenn das mal nicht genau das Futter ist das die, die ACTA durchbringen wollen benötigen…

  1. Kim Schmitz jetzt ein „schwergewichtiger“ politischer Netz-Aktivist ?
    Er fährt dann sicher im goldenen „Hummer“ zur nächsten Anti ACTA Demo vor ;-)
    Aber wenn es nach Obama geht , Rockt er bald nur noch in Guantanamo.

  2. Das ganze ist eine reine Werbemasche: Hey, Kimble ist wieder da!
    Seine windigen ‚Geschäftsmodelle‘, seine Scams und seine Zuhälterei für ‚befreiten Content‘ beruhen zu 100% auf genau der Weltordnung, die er jetzt scheinbar verteufelt.

    1. Ich finds auch ganz nett, zumindest gibts deutlich schlechteres.
      Andererseits sollte man aber auch den Hintergrund bedenken.
      Kimble erreicht damit auf jeden Fall, dass er auch positiv im Gespräch bleibt. Wenn morgen der Prozess enden würde, könnte er Megaupload übermorgen wieder eröffnen..

    2. Ich finds gut. Ich hab allerdings auch die eher seltene Eigenschaft Dinge absolut ohne Vorurteil zu beurteilen, selbst wenn ich vorher andere Informationen habe. Kimble war ein Arsch und wird immer einer bleiben, nichts desto trotz ist die Message des Songs absolut real und nicht gelogen.
      Es scheint ja auch so, das die USA massiven Rechtsbruch begehen mussten um Megaupload zu schließen. Das ist einfach nicht akzeptabel, ob Kimble nun ein Arsch ist oder nicht.

  3. Aber mal ehrlich… Muss man dem Typen jetzt auch hier ein Podium bieten?

    Klar wird im Text schon deutlich, dass man den hier auch nicht so mag, aber das verblasst dann gegenüber dem Video; vor allem bei Leuten, die von Schmitz nichts oder kaum was wissen und ihn nur im Zusammenhang mit Megaupload kennen.

  4. Mal ehrlich, es gab in den 90ern musikalisch schon deutlich schlimmeres.
    Kimble ist und bleibt ein Blender, nichts desto trotz wäre es genial, wenn er den amerikanischen Copyright-Cowboys mal richtig vors Schienbein tritt.

  5. und in der privacy policy:

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    kimble rettet die welt!!!!!1!!1elf!

    .~.

  6. Ich denke Kim Schmitz ist ein Trittbrettfahrer, der sich hier an den Erfolg der Anti-ACTA-Bewegung anhängt und von ihr profitieren will.

    Umgekehrt kostet Kim Schmitz den ACTA-Kritikern viel politisches Kapital mit solchen Aktionen.

    Schließlich ist ein Geschäftsmodell, das auf dem Verteilen von illegalen Kopien basiert tatsächlich indiskutabel. Die ACTA-Befürworter werden ganz schnell damit kommen, dass es den ACTA-Gegnern eh nur darum gehe, weiterhin einfach an „Raubkopien“ zu kommen. Andere, wichtige und stichhaltige Argumente werden dagegen eher unter gehen.

    Fazit:
    Ohne Kim Dotcom und Co täten wir uns wesentlich leichter Gesetzesvorhaben wie ACTA, IPRED, CETA usw. abzuwehren.

    1. „Die ACTA-Befürworter werden ganz schnell damit kommen, dass es den ACTA-Gegnern eh nur darum gehe, weiterhin einfach an “Raubkopien” zu kommen. „

      Warum soll man sich mit Leuten auseinandersetzen, die keine Ahnung haben? Und wie die Missverständnisse der Leute die keine Ahnung haben einen falschen Eindruck erwecken könnten? Es gibt ausserdem gar keine „Befürworter“-Szene, sondern nur lauwarme Trittbrettfahrer der nationalen Debatte.

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