Die Aufregung über die jeder Beschreibung als „unverhältnismäßig“ spottende Überwachung einer Demonstration in Dresden ist noch nicht vorbei, da kommt in Sachsen schon der nächste Überwachungsskandal auf: Wie der mdr berichtet, werden seit 2009 tausende Kundendaten der Baumarktkette OBI sowie zehntausende Mobilfunkdaten aus dem Bereich der Dresdner Neustadt beim Sächsischen Landeskriminalamt gespeichert und ausgewertet.
Zu dieser Maßnahme sieht man sich wegen des Brandanschlags auf Bundeswehrfahrzeuge veranlasst.
Insgesamt 162.000 Einkaufsjournale der Terrorismusbedarf- und Baumarktkette OBI wurden beschlagnahmt und computergestützt ausgewertet – ohne Erfolg und wohl auch ohne Sinn, außer das in den Brandsätzen Teile verbaut waren, die es nur bei dieser Kette zu kaufen gab. Da gerät man natürlich schnell mal unter Generalverdacht.
Zu der Telefonüberwachung sind bisher noch keine weiteren Zahlen bekannt. Da geht also noch was!