In den letzten Tagen wurden durch Justiz- und Heimatschutz-Ministerium sowie 9 Staatsanwaltschaften in den USA insegesamt 82 Webseiten stillgelegt. Allen wurde vorgeworfen, entweder gefälschte Güter verkauft, oder aber gegen das Copyright verstoßen zu haben.
Dass sich darunter weniger Online-Shops für gefälschte Markenjeans als Musik-Websites (nur mal so als Beispiel) befinden, dürfte keinen überraschen. Prominente Opfer sind OnSmash.com und RapGodfathers.com, die sich beide wohl mit HipHop-Kultur und dem promoten neuer Alben beschäftigt haben. In den angebotenen Foren wurden von Lesern immer mal wieder Links zu illegalen Downloads gepostet.
Wer heute die Seiten aufruft, sieht folgenden Hinweis:
Es wurden jedoch nicht tatsächlich die Server sichergestellt: Stattdessen wird – wie es in Deutschland mit Stopp-Schildern geplant war/ist – einfach der DNS-Eintrag auf eine zentrale Stelle umgeändert, die dann die generische Warnung ausgibt. So kam es auch, dass innerhalb kurzer Zeit Seiten wie RapGodfathers.info völlig überraschend das Licht der Welt erblickten.
Wahrscheinlich wird man sich in den USA an solche Sperren gewöhnen dürfen, denn mit dem COICA werden dort gerade Netzsperren durchgedrückt, ohne dass man einen Milliardenmarkt für dokumentierten Kindesmissbrauch vorschiebt. In den USA ist man da ehrlicher: COICA steht für „Combatting Online Infringement and Counterfeits Act“.
