Oft, wenn wir uns rückversichern wollen, wie aufgeklärt unsere Gesellschaft (im Vergleich zu früher und im Vergleich zu den Wilden da draussen) doch ist, kommt eine zum abgeklärten Lächeln reizende Anekdote zum Einsatz. Klassiker ist die Geschichte von irgendwelchen Eingeborenen, die glauben, ihre Seele sei gestohlen worden, wenn man sie mit einer Kamera abgelichtet hat. Ersetze nun Kamera durch Google Street View und die Geolocation-Funktion.
Welche Grundannahmen und Spielregeln sollen gelten, wenn es darum geht, dem Internet eine Form zu geben, aus dem die Gesellschaft größten Nutzen ziehen kann – oder kommt diese Form von alleine? Welche Werkzeuge hat ein einzelner Staat heute noch, Werte der letzten Jahrzehnte und mitunter Jahrhunderte in einen weltweiten Marktplatz der Ideen einzubringen? Und überhaupt, wie steht es um die Innovationskultur in Deutschland?
Jene bereits im Posting erwähnte Firma hat vor einiger Zeit ein „Collaboratory“ angestoßen, um dem bunten Netzwerk (wer Fachrichtungen oder gesellschaftliche Gruppen dort vermisst, Vorschläge werden immer akzeptiert) derer, die sich um das Thema kümmern oder etwas dazu zu sagen haben, einen weiteren Platz zum Austausch zu geben. IMHO ein interessanter Spagat, etwas anzustoßen ohne zu dominieren, der klappen könnte.
Eines der ersten nach aussen sichtbaren Lebenszeichen ist eine derzeit noch bis Mittwoch laufende (Meinungs-)Umfrage an uns alle, Parameter der Innovationskultur abzufragen.
Die Beantwortung der Fragen sollte nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch nehmen.