RIM knickt auch vor Indien ein

Nachdem Der Blackberry-Hersteller RIM, der von einigen Staaten aufgrund verschiedener verwendeter Verschlüsselungstechniken mit Verbot und/oder Sperre seiner Geräte bedroht wurde, vor einigen Wochen bereits vor den Vereinigten Arabischen Emiraten eingeknickt ist, kooperiert RIM nun auch mit Indien und gibt den Blackberry-Dienst BBM (eine Art Instant-Messenger) zur Überwachung durch indische Behörden frei.

Sicher erinnert ihr euch an Skype oder die immer wiederkehrenden Debatten um default-Hintertüren, die auch in den USA und Deutschland geführt werden. Der Vorgang zeigt einmal mehr: Man darf sich nicht auf kommerzielle Systeme verlassen. Verschlüsselung muss man selbst in die Hand nehmen.

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5 Ergänzungen

  1. Wayne juckt schon der BBM, dass einzig wichtige ist der BES.

    Und dazu weiß man genauso viel wie vorher. Beim Fazit habt ihr trotzdem recht ;)

  2. in Anbetracht der zunehmenden bedrohung durch den internationalen terrorismus finde ich es wichtig das der Staat im Zweifelsfall in der Lage ist die gesamte Kommunikation zu analysieren.

    Denn die freiheit kann nur durch einen starken Sicherheitsstaat geschützt werden.

    1. @ Keine Freiheit ohne Sicherheit (#3)

      Wie bitte? Ein ’starker Sicherheitsstaat‘ ist genau das Gegenteil von Freiheit. In einem solchen darf man nur noch genau das machen, was staatlich als unverdächtig zugelassen und überwacht war. Kein scharfes Messer, keine unregistrierte Schreibmaschine, …

      Freiheit in einem Käfig ist keine mehr. Und die Leute, die ernsthaft unüberwacht kommunizieren wollen, werden das ohnehin auch weiterhin tun.

      Upps. Offensichtlichkeit des Trolls erst nach der Url erkannt. :-(

  3. @ Keine Freiheit ohne Sicherheit (#3)

    Wie war das? Trolle mögen Fische? Hier hast Du Deinen, wenngleich Du Dir mit einem derartigen Trollversuch meines Erachtens schlichtweg die falsche Wiese zu spielen ausgesucht hast. Andere Orte im Netz könnten Dir u. U. mehr Spaß bereiten.

    -Platzhalter für ASCII-Art Fisch- (wurde irgendwie nicht akzeptiert)

    Sollte dies hingegen Deine ernsthafte Sichtweise sein, klar, sei Dir zugestanden, doch unter Umständen wäre ein tieferes Befassen mit Staaten, in welchen einfach zu viel der Kontrolle vorherrscht, ratsam. Beispiele führe ich jetzt keine an, da gibt es einfach zu viele.

    Wie sagte es u. a. Benjamin F. doch so schön treffend: Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

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