Nachdem meine ersten Nachforschungen gemischte Ergebnisse zutage förderten, habe ich heute den Selbstversuch gemacht.
Die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Internetcafés waren kurz und prägnant gehalten:
Für 4 Rand, also knappe 40–50 cent gibt es eine Viertelstunde Internet. Das klingt zunächst nicht nach besonders viel. Draußen vor der Tür habe ich mir vom Straßenhändler eine Banane gekauft – für 1 Rand, also 10 cent. Wenn man jetzt also deutsche Bananenpreise zugrunde legen würde, wäre das Internet ziemlich teuer. So auch, wenn wir bei der Perspektive des Bananenhändlers bleiben: Wenn er Reingewinn machen würde, müsste er für eine Stunde Internet 16 Bananen verkaufen. An jeder Straßenecke Maserus hat er Konkurrenz.
Deshalb hat er ein zweites Standbein. Er hat ein Telefon. Es sieht aus wie ein klassisches Festnetz-Telefon, ist aber kabellos und funktioniert über GSM. Mit dieser Dienstleistung hat er leider noch viel mehr Konkurrenz als mit dem Bananenhandel.
Im Handy-Laden erfahre ich, dass so ein Gerät ungefähr 40€ kostet. Wie viel das für die Menschen hier sein muss, lässt nur das blühende Geschäft der Inhaber dieser Geräte erahnen.
Ich entscheide mich für den Kauf einer Prepaid-Karte. Wie schon berichtet, gibt es hier (in der Stadt) auch 3G. Für 2 Euro bekomme ich 20MB Traffic. Außerdem lade ich 4 Euro als Gesprächsguthaben auf. Damit kann ich in der Hauptzeit 13, in der Nebenzeit 25 Minuten telefonieren.
In Deutschland hätte ich dafür 45 Minuten telefonieren und 200MB Traffic umsetzen können.

