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Influence Explorer oder: Wie man Daten schön aufbereitet.

Wie viel Geld hat Google eigentlich in den letzten Jahren der SPD gespendet?
Welche Lobby-Firmen hat die Telekom in den letzten Jahren für wie viel Geld angeheuert?
…und an welche Parteien spendet eigentlich der Unilever-Konzern? Wie viel?

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Einfache Fragen, die locker das Potenzial haben, einen deutschen Durchschnittspraktikanten geraume Zeit zu beschäftigen. In den USA sind solche Daten leichter verfügbar. Organisationen wie OpenSecrets und Follow the Money sammeln die Daten und bereiten sie auf. Dabei können sie auf Datenberge und Mitarbeiterzahlen zurückgreifen, von denen Lobby Control in Deutschland noch träumen muss [über Lobby Control].

Die große Aufgabe bleibt es, diese auf viele verschiedene Datenbanken verteilen Informationen sinnvoll zu verknüpfen – denn ein reines Lobbyregister wirft ja zunächst mehr Fragen auf, als es beantwortet. Um diese Fragen kümmern sich neben den oben genannten noch viele andere Gruppierungen. Von der Sunlight Foundation kommt jetzt der Influence Explorer, der im Übrigen alle Antworten auf die amerikanischen Pendants der eingangs gestellten Fragen bereithält (1., 2., 3.) – und zwar übersichtlich und verständlich grafisch aufbereitet. Hier zum Beispiel die Ausgaben von Apple Inc. seit 1989:

Eine solche Transparenz ist lebensnotwendig für die Demokratie, sei es zur Aufdeckung von Verflechtungen, oder zum Nachweis, dass es keine gibt. Ein sinnvolles Argument gegen Transparenz ist mir nicht bekannt. Hier kann Deutschland noch einiges lernen. Unterstützen wir also bis es so weit ist das Open Data Network.

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