Öffentlichkeit

Kinderpornographie mit den Simpsons

Noch mehr Kampf gegen Kinderpornographie: In Australien ist ein Mann verurteilt worden, weil er eine Comic-Bild-Kollage auf seinem Rechner hatte, auf der Bart und Lisa Simpsons Sex haben. Nun kann man sich über den Sinn und Unsinn, sowie der Ästhetik einer solchen Kollage streiten. Aber rechtfertigt das die Verurteilung wegen des Anbietens von Kinderpornographie? The Register hat die ganze Story: Aussie convicted over Simpsons sex pics.

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Alan John McEwan was convicted in February of possessing child pornography and using his computer to access child pornography because he had a series of cartoons based on the TV series The Simpsons including images of the children having sex. Judge Adams noted that in some ways the figures do not imitate humans – they only have four digits on each hand and: „the faces have eyes, a nose and mouth markedly and deliberately different to those of any possible human being“. The judgement said that the television series implied ages of about ten for Bart and eight for Lisa.

Das Urteil waren 3000 australische Dollar Strafe und zwei Jahre Bewährung.

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9 Kommentare
  1. Da die Aussies denken wenigstens mal an die Kinder! Am besten das Internet gleich ganz abschalten, Kameras, Papier, gedruckte Hefte und Fotos auch gleich mit verbieten. Und Kinder auch, dann gibts auch keine Kinderpornografie mehr. Endlich!

  2. Au weia! Es geht also tatsächlich um die fiktive Darstellung eines Gewaltverbrechens. Damit dürfte nahezu das gesamte Kino- und Feierabend-Fernsehprogramm auf dem Index stehen.

    Düstere Zeiten voller „Wetten das?“ und „Musikantenstadl“ dämmern herauf…

    1. @ninjaturkey
      Welches Gewaltverbrechen?

      Außerdem: Falls das dieselbe Darstellung ist, die ich letztens gesehen habe, passt das Alter von 8-10 Jahre nicht, da die entsprechenden Geschlechtsmerkmale schon deutlich stärker ausgeprägt sind, als sie bei einem Menschen in diesem Alter wären (wobei ich nicht weiss, in wiefern das auf die Entwicklungsstufe gelber vierfingriger Wesen übertragen kann).

  3. @Binar: Du hast Recht, für ein „Gewaltverbrechen“ hätte dann wohl schon Homer mit Lisa… Und selbst das wäre nach meinem Empfinden allenfalls irgendwo zwischen albern und geschmacklos anzusiedeln gewesen.

    Die aktuelle Rechtsprechung wirft ein seltsam verklemmtes Bild auf das Sexualverständnis nicht nur unserer Parlamentarier und Richter.

  4. Da stellt sich mal wieder die Frage: Wo fängt es an, wo zieht man die Linie dessen, was noch ok, was grenzwärtig und was nicht mehr geht. Ist das Urteil zu heftig? Auf jeden Fall sollte mit dieser Thematik nicht zu lachs umgegangen werden. Dafür ist einfach schon zu viel passiert.

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