Ubuntu 7.04 ist offiziell da

Es ist wieder Zeit, endlich verschiedene Rechner neu zu installieren. Denn die neuen (K)Ubuntu-Versionen sind jetzt offiziell da. Die freundliche Linux-Distribution erscheint in der Verison 7.04, nennt sich „Feisty Fawn“ und ist wie immer noch nutzerfreundlicher geworden. Gleichzeitig gibt es neue Tools speziell für den Umstieg von Windows.

Neben einem praktischen Assistenten, mit dem Daten und Einstellungen von Windows migriert werden können, beinhaltet Ubuntu 7.04 eine verbesserte Multimedia Unterstützung. Codecs, die nicht mit der Standard-Installation mitgeliefert werden, können nun einfach mit einem Wizard nachinstalliert werden. Ebenfalls neu in Version 7.04 ist die Möglichkeit, dass sich mit Avahi Dienste publizieren und Hosts in einem lokalen Netz entdecken lassen. Ebenfalls wurde die Unterstützung für WLAN weiter optimiert.

Gleichzeitig veröffentlicht Canonical heute neue Versionen von Kubuntu und Edubuntu. Kubuntu enthält jetzt KDE 3.5.6. in der Standardinstallation. Die Einrichtung des Netzes soll mit „knetworkmanager“ einfacher werden und als weitere Softwarepakete wurden Digikam 0.9.1 und Kexi beigelegt. Bei Edubuntu gibt es eine Terminal-Server, Schul- und Ausbildungssoftware und eine Server-Variante. Die Server-Ausgabe Ubuntu 7.04 bietet eine neue erweiterte Hardware Unterstützung und ermöglicht beschleunigte Zugriffe auf die Kernel-basierte virtuelle Maschine (KVM). Enthaltene Softwarepakete sind unter anderem Apache 2.2, PostgreSQL 8.2, PHP.

Golem hat ein Interview mit Canonical-Chef und Ubuntu-Sponsor Mark Shuttleworth: „Ubuntu ist Mitglied der Debian-Familie“

Ubuntu ist noch immer unweigerlich mit Mark Shuttleworth verbunden. Der südafrikanische Multimillionär und Weltraumtourist rief die Linux-Distribution ins Leben und tritt mit seiner Firma Canonical weiterhin als Hauptsponsor auf. Anlässlich der Veröffentlichung von Ubuntu 7.04 hatte Golem.de die Gelegenheit, mit Mark Shuttleworth ein Interview zu führen, in dem er unter anderem über das Verhältnis zu Debian und natürlich die neue Ubuntu-Version sprach.

Und Oliver Diedrich hat für Heise-Open die neue Version getestet: Ubuntu 7.04: Erster Test.

Ubuntu 7.04 präsentiert sich als solides Update, das eine Reihe von eher vorsichtigen Neuerungen einführt – den 3D-Desktop mit Compiz und die Virtualisierungslösung Xen etwa hat Novell bereits vor einem Jahr mit Suse Linux 10 eingeführt. Die automatische Suche nach Multimedia-Codecs nimmt dem Anwender einige Mühe ab. Der Migrationsassistent ist eine schöne Idee, muss aber erst noch seine Kinderkrankheiten überwinden.

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6 Ergänzungen

  1. Neu installieren? Da empfehle ich doch bitte lieber ein normales Upgrade zu machen. Seit dem die neue Version raus ist, wird in der Ubuntu Aktualisierungsverwaltung das Upgrade auf diese Version angeboten (siehe Screenshot). Man sollte damit allerdings ein paar Tage warten, weil die Server natuerlich gerade sehr belastet sind.

    Es wird uebrigens automatisch geprueft, ob das Upgrade gefahrlos durchgefuehrt werden kann. Das ist naemlich nicht immer der Fall (besonders wenn man viele Fremdquellen wie z.B. Beryl verwendet).

  2. Klar geht auch ein Upgrade. Aber ich hab meine beiden Rechner jetzt drei Kubuntu-Versionen lang durch Upgrades laufen lassen. Und ab und an sollte man doch mal neu installieren. Zumidnest hab ich gerade den subjektiven Wunsch dazu. Fehlt nur noch die Zeit. Und neue Festplatten für noch mehr Backups.

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