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iCommons: A Cultural Environmentalist Movement and Beyond?

Gerade startet die Session „A Cultural Environmentalist Movement and Beyond?“ mit Cory Doctorow, John Wilbanks, Jennifer Jenkins und James Boyle. Sicherlich eines der spannensten Panels auf dem ganzen iCommons Summit. Dementsprechend ist der Raum auch überfüllt. Und unklar ist, warum die Diskussion nicht im grossen Saal stattfindet. Dort gibt es auch genug Steckdosen. Weiss jetzt gar nicht, ob das hier aufgezeichnet wird.


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James Boyle ist immer grosses Kino, wenn er spricht. Er ist Commons-Forscher und gibt einen Überblick zum Thema, was Umweltschutz und Public Domain gemeinsam haben. Und vor allem, was die Umweltbewegung mit der Free Culture Bewegung gemeinsam hat. Leider redet er zu schnell fürs mitbloggen. Eine kurze Zusammenfassung: Von der Umweltbewegung kann man lernen, Bilder zu schaffen um komplexe Zusammenhänge den Menschen erklären zu können. Auf der letzten Wizards of OS 4 hatte ich zu dem Thema mal einen Workshop gemacht, der sich um diese Fragestellung drehte. Tote Robben oder verschmutzte Bäche sind mächtige Bilder, um das Bewusstsein für Probleme zu schaffen. Was sind unsere Bilder?

Jennifer Jenkins
ist Direktor des Center for the Study of the Public Domain an der Duke Law School und erklärt Probleme mit dem Copyright anhand von Beispielen. Jugendliche haben einen Film gedreht über ihr Leben. Das grosse Problem war, dass ein Handy mittendrin kurz klingelt und damit eine Rechteverletzung vorlag. Die Rechte dafür zu bekommen kostete 500 Dollar. Ansonsten spricht sie allgemeine Probleme des Copyrights im Bildungssektor an.

Gerade wurden erstmal „Bound by Law – Comic“ an alle verteilt. Prima, wollte ich immer schon mal bestellen. Der Rucksack wird immer voller mit interessanten Materialien. Das Comic kann man jetzt auch übersetzen. Wer also Zeit und Lust dazu hat, findet hier alle Infos.

Cory Doctorow berichtet über die Anti-DRM-Bewegung. Ein hilfreiches Bindeglied waren US-Politiker, die keine Ahnung vom Thema hatten, diese aber nach aussen kommunizierten. Gleichzeitig sind radikale Positionen wie vom schwedischen Piratenbüro und der Piratebay notwendig, um zu verdeutlichen, dass eine DRM-kritische Position kein Extremismus ist. DRM-Kritik in einem Satz: „Machines shouldn’t be designed to attack their owners.“

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