Überwachungstechnologien im Alltag

Die Welt am Sonntag hat ausführlich zusammengestellt, was der „Alltag als Fundgrube für Datensammler“ so alles bietet. Verschiedene Firmen, Produkte, aktuelle Forschungen und Anwendungen werden vorgestellt.

Videoüberwachung in Berlin zum Beispiel:


In Berlin betreibt die Verkehrszentrale fast 100 Kameras, das Sony-Center am Potsdamer Platz ist komplett erfaßt, ebenso die Meilen um die Regierungsbezirke. Am Ostbahnhof arbeiten mindestens 70 Systeme. „Man kann einzelne Personen aus der Menge herausholen und einen Vergleich mit vorhandenen Fotos ziehen“, sagt Siemens-Techniker Uwe Tilzen. Viele Kameras sind kaum zu sehen. Discreet-Technologies zum Beispiel bietet Apparate an, die in Feuermelder oder Steckdosen passen und ihre Aufnahmen drahtlos an einen Rechner schicken.

„Noch“ gehts uns gut…


Noch darf die Polizei deutsche Bürger nicht mit diesen Hilfsmitteln komplett erfassen. Davor schützen Gesetze. Die Technik ist aber soweit, alle Überwachungsverfahren und die gesammelten Daten zu kombinieren. Ob eine totale Videokontrolle Sinn macht, ist fraglich. Zumal Terroristen bei ihren Aktionen gefilmt werden wollen, damit TV-Sender die Bilder weltweit senden können.

Es gibt aber auch Hilfe zur Selbsthilfe. Alufolie eignet sich z.B. gut als „Privacy Enhancing Tool“:


Ganz Vorsichtige umwickeln ihre Portemonnaies mit Alufolie, damit kein funkendes Lesegerät Karten mit persönlichen Daten erfassen kann, zum Beispiel die geplanten Personalausweise mit Mikrochips. Darauf werden biometrische Daten wie Fingerabdrücke gespeichert sein. Um Mißbrauch zu vermeiden, könnten die Chips einen Code erstellen. Damit erhielt die Polizei Informationen über die Person ohne Hinweise auf ihre Identität. „Wir müssen den Unterschied zwischen Berechtigungsnachweisen und Identifizierung begreifen“, sagt Marc Rotenberg, Geschäftsführer des Washingtoner Electronic Privacy Information Center.

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