2005
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: Nachrichtenüberblick 10.06.
: Nachrichtenüberblick 10.06. Heise: WLAN-Schnitzeljagd in Kiel
The Inquirer:How thought control works in the Disinformation Age
Telepolis: Gehören Online-Demos zu den Bürgerrechten?
ZDNet: USA wollen nicht auf biometrische Pässe bestehen
Newsforge: Does ‚community’ still exist in open source?
silicon.de: Kollegen ausspionieren ist in den USA ein Vollzeitjob
intern.de: EU-Kommission positioniert sich für WSIS 2005
de.internet.com: Erster Krach zwischen Union und FDP um Datenschutz
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: Umschalten auf Spreeblick
: Umschalten auf Spreeblick Ich empfehle ausdrücklich einen Besuch von Spreeblick…
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: Global: Der aktuelle Stand von Creative Commons
: Global: Der aktuelle Stand von Creative Commons 
Hier ist der aktuelle Stand von Creative Commons zu sehen. In den grün-grauen Ländern gibt es bereits Lizenzen, die in nationales Urheberrecht übersetzt wurden. Die gelben Länder stehen nahe vor einer Umsetzung. Bei den roten Ländern dauert es einige Zeit.
[via Lessig.org]
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: Morgen beginnt „Berlin05 – Das Festival für junge Politik “
: Morgen beginnt „Berlin05 – Das Festival für junge Politik “ Jetzt steht der endgültige Veranstaltungsplan für „Berlin 05 – Das Festival für junge Politik“, welches am Wochenende in der Berliner Wuhlheide stattfindet. Das Festival wird noch grösser als geplant. Statt 5000–8000 Besuchern gibt es jetzt schon mehr als 10000 Anmeldungen. Der Vorverkauf ist abgeschlossen, es wird aber wohl noch für jeden Karten zum Preis von 15 Euro an der „Abendkasse“ geben.
Hier ist mal eine Auswahl von Diskussionsrunden und Workshops, wo ich teilnehmen werde:
Freitag, 16h-18h, Camp Discordia – Raum Alice:
Mit Open Source in die Informationsgesellschaft – Wie das Teilen von Wissen die Welt revolutioniertFreitag, 18h-20h, Camp Discordia – Raum Alice:
Blog your participation – Nutzung des Internets zur politischen KommunikationSamstag, 16h-18h, Camp Discordia – Raum Bob:
Filesharing nach der Digitalen Revolution – Untergang der Musikindustrie oder die neue Chance für Künstler?
Zusammen mit Janko Röttgers, Julius Mittenzwei und Matthias Mehldau.Samstag, 18h-20h, FEZ Palast:
Filesharing! – Segen für Musik oder für ihre Industrie?
Hier werde ich zusammen mit Janko Röttgers und Smudo von den Fantastischen Vier über Filesharing diskutieren.
Moderiert wird die Diskussion von Matthias Spielkamp.Den Creative Commons Workshop kann ich leider wegen der kurzfristigen Zusage von Smudo nicht machen. Dieser findet um 17h in einem der Workshop-Räume statt und Philip übernimmt für mich die Einführung in die Creative Commons Lizenzen.

Des weiteren gibt es einen interessanten iRights-Workshop:
Mit dabei:
– Valie Djordjevic, iRights-Redakteurin und Medienkünstlerin;
– Benjamin Heyer, Musiker, Produzent und Web-Designer;
– Till Kreutzer, iRights-Redakteur, Rechtsanwalt und Firmengründer;
– Matthias Spielkamp, iRights-Redakteur, Journalist und Blogger;
– Reimar Philipps, Musiker, Musikmanager, Label-Gründer (Popagenten).Der iRights.info Workshop findet statt am Samstag von 12 bis 14 Uhr in Raum 308.
Das ist jetzt nur mal ein kleiner Auszug der vielen spannenden Workshops und Diskussionsrunden. Der Chaos Computer Club hat wieder mal ein sehr spannendes Vortragsprogramm im Rahmen des Camp Discordia auf die Beine gestellt.
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: Filesharing verursacht Krebs
: Filesharing verursacht Krebs Wollte es eigentlich gestern Abend schon bloggen und wurde jetzt nochmal durch den Spiegel-Artikel daran erinnert: IFPI, der Branchenverband der Musikindustrie, hat eine Aufklärungsbroschüre für Eltern herausgegeben, indem vor den Gefahren durch Filesharing gewarnt wird. Die ist echt lustig geworden, man fragt sich zu Recht, ob es irgendwann noch peinlicher werden kann. Jetzt weiss ich auch, wieso Planetopia bei BitTorrent von einem Portal sprach. Die haben es aus der Broschüre übernommen!
Der Spiegel fasst nochmal zusammen, worum es geht:
Die Broschüre weist deutlich auf die Risiken des Pornografiezugriffes über P2P-Börsen hin, auf Viren- und Spionagerisiken, vor allem aber auf das juristische Risiko für Eltern. Die sollten ihren Nachwuchs stattdessen dazu anhalten, auf legale, kostenpflichtige Möglichkeiten zuzugreifen.
Liebe Eltern, dann zückt mal ganz schnell Eure Kreditkarten, damit Eure Kinder mal die kostenpflichtigen Downloadbörsen nutzen können.
Am coolsten ist noch folgender Satz aus der Broschüre:
Für weniger Geld als ein Busfahrschein für einen Erwachsenen können Sie einen Titel von einem legalen Musikanbieter herunterladen und ein Leben lang behalten.
Tja, wäre da nicht das DRM, was garantiert verhindert, dass man einen gekauften Song ein Leben lang behalten kann. Denn die Kopierschutzmassnahmen halten garantiert nicht ein Leben lang, vielleicht nur die nächsten drei Kopien oder die nächste Generation der Software. Dann läuft nichts mehr. Im Gegensatz zu Offenen Standards, die aber nur wenige anbieten, wie beispielsweise Finetunes.
Nicorola, wo ich die News gestern schon las, kommentiert die Broschüre so:
In der Broschüre wird vor allem eines getan: Angst gemacht. Und zwar nicht zu knapp. Die P2P-Programme sind der Antichrist. Sie infizieren den Rechner mit Viren, Spyware, eröffnen Zugang zu pornografischen Dateien, öffnen den Rechner wie ein Scheunentor,
Aber eigentlich ist alles lustig. Sollte man sich mal durchlesen! Was mir persönlich noch fehlt, ist der Hinweis, dass Filesharing Krebs verursacht.
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: Nachrichtenüberblick 09.06.
: Nachrichtenüberblick 09.06. Pro-Linux: Barcelona startet Migration auf Linux
Heise: Neue Ermahnungen zur grundlegenden Reform des Patentsystems
intern: Blog-Schelte für 1and1
Tonspion: Beethoven goes MP3
Wired: Academic Journals Open to Change
Futurezone: Indonesien tut Buße für Raubkopien
de.internet.com: Union liebäugelt mit Heinrich von Pierer als Wirtschafts-Wahlkampfhelfer
The Register: VeriSign given control of .net until 2011
intern: EU-Kommission positioniert sich für WSIS 2005
Pro-Linux: Justizministerium hintergeht Bundestag in Brüssel
Deutsche Welle: Weblogs erobern die Politik
Netzeitung: Verbraucherschützer: Stärkung des Konsumentenrechts nutzt der Konjunktur
News.com: Indie labels join forces
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: Fairsharing erklärt Bittorrent
: Fairsharing erklärt Bittorrent Bittorrent ist schon eine schwierige Sache. Eine neue Definition, die knapp an Planetopia heran kommt, stammt aus einer aktuellen Pressemitteilung der Fairsharing-Kampagne:
Aktuell ist das Thema durch die Medien-Berichte über den Filesharing Provider BittTorrent (u.a. stern und WDR): Auf dem Computerkunst-Festival Prix Ars Electronica wird der Filesharing Provider BitTorrent mit einen Sonderpreis in der Kategorie Digital Communities ausgezeichnet. Begründet wurde die Preisverleihung mit dem einfachen Prinzip der Superdistribution (d.h. eine Zusammenstellung von Software, die direkt über Peer to Peer weitergegeben wird. Viele einzelne Programme werden in dieser Software gebündelt), die den ‚Künstlern auf gemeinschaftliche Art und Weise helfen würde‚, ihre Arbeit auch weiterhin im Sinne der “free software”-Idee zur Verfügung stellen zu können. Dies ist überraschend im Hinblick auf die „Raubkopierer sind Verbrecher“-Kampagne, die im völligen Gegensatz dazu steht.
Ich glaube, der Text erklärt sich von selbst…
Es finden sich übrigens noch diverse andere Fehler in der PM.Update: Die PM wurde gerade verbessert.
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: Die Debatte rund um „Internet Governance“
: Die Debatte rund um „Internet Governance“ Wolgang Kleinwächter beschreibt auf Telepolis die globale politische Diskussion rund um „Internet Governance“. (Verkürzt kann man die Debatte auch „ITU vs. ICANN“ nennen.)
Am Streit darüber, wie das globale Internet gemanagt werden soll, wäre im Dezember 2003 fast der erste Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS I) gescheitert. Seither bemüht sich eine von UN-Generalsekretär Kofi Annan berufene Working Group on Internet Governance (WGIG) darum, brauchbare Lösungen zu erarbeiten, die beim 2. Weltgipfel im November 2005 in Tunis verabschiedet werden könnten. Die Europäische Union hat drei Regierungsvertreter in dem 40-köpfigen Gremium. Je mehr sich die Arbeit der WGIG ihrem Ende nähert – nach einer letzten Sitzung Mitte Juni in Genf soll der Abschlussbericht am 18. Juli 2005 präsentiert werden – desto mehr schiebt sich die EU in die Rolle eines potentiellen Vermittlers. Gibt es zwischen der US-Position der privaten Selbst-Verwaltung des Internet und der chinesischen Forderung nach staatlicher Kontrolle einen dritten Weg?
Der Artikel ist sehr lesenswert und fasst die Debatte gut zusammen. Viele Infos rund um den WSIS und damit auch die Fragen rund um „Internet Governance“ bietet die von Ralf Bendrath betreute Webseite WorldSummit2005. Wie es ausschaut, werde ich im November zum WSIS 2 nach Tunis fahren und kann dann vor Ort bloggen.
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: Geld sparen ohne Power-Sauger
: Geld sparen ohne Power-Sauger Es gibt ja Menschen, die ohne Probleme mit einer DSL-Flatrate im Monat viele Gigabyte Daten herunterladen. Ist ja auch praktisch, wenn man sich eben mal zum rumspielen die neue Debian Sarge mti mehr als vier GB herunterladen kann. Allerdings ist das nicht ganz so praktisch für die Provider. Diese machen eine Mischkalkulation, da nicht jeder ein „Power-Sauger“ ist und andere mit ihrer Flatrate nur mal eben ihre Mails checken. Um Geld zu sparen will 1&1 jetzt die Power-Sauger loswerden, die Daten im mittleren zweistelligen Bereich herunterladen, wie Heise berichtet:
1&1‑Sprecher Michael Frenzel kommentiert den Vorgang so: „Unsere Kundenberater zeigen im Gespräch Einsparmöglichkeiten auf, die im beiderseitigen Interesse liegen.“ Im Klartext: Der Kunde, der den Provider mehr Geld kostet als er einbringt, möge doch durch einen Wechsel zu einem günstigeren Angebot lieber Konkurrenten zur Last fallen.
Betriebswirtschaftlich gibt es sicherlich Gründe dafür. Fand nur den Kommentar, bzw. Klartext bei Heise grad schön.
1&1 ist übrigens die Firma, die in Blogs gerade negative Schlagzahlen machte, weil sie per se Bittorrent verbieten wollten – alles illegales Zeug…
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: Nachrichtenüberblick 08.06.
: Nachrichtenüberblick 08.06. Telepolis: Um Auskunft wird gebeten
Telepolis: Warnung vor Überwachungswahn
Golem: Bluetooth-PIN wurde erfolgreich geknackt
intern: .net Abstimmung gescheitert
Pro-Linux: Debian GNU/Linux 3.1r0a in Kürze
Wired: Wiki Targets How-To Buffs
Heise: Universität Bielefeld für „Open Access“
Heise: Der Ritter des Internet – zum 50. Geburtstag von Tim Berners-Lee
Heise: BSA fordert Ratifizierung des mittelamerikanischen Freihandelsabkommens
Tagesschau: EU streitet um die Speicherung von Telefondaten
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: Manager-Magazin warnt vor Offenen Quellcodes
: Manager-Magazin warnt vor Offenen Quellcodes Das Manager-Magazin warnt vor Freier Software:
Vorsicht vor der großen Freiheit
Der größte Vorteil von Open-Source-Software ist, dass die Anwendungen von jedem Programmierer weiterentwickelt werden können. Doch genau das erweist sich auch als schwerer Nachteil: Der offene Quellcode ermöglicht Hackern das Einschleusen schädlicher Dateien.
Weiter beziehen sie sich auf einen Artikel der PC Professionell. Dieser warnt wohl davor, dass in Freier Software Hintertüren eingebaut sein können, wenn man sie nicht von „vertrauenswürdigen“ Seiten herunterlädt. Auch hier findet sich mal wieder ein Beispiel für mangelnde Medienkompetenz und unnötige Verbraucherverunsicherung. Natürlich ist es richtig, Verbraucher darüber aufzuklären, dass man aufpassen soll, wo man Software herunterlädt. Allerdings ist dies ein Problem von Software generell und hat nichts mit dem offenen Code zu tun. Man schaue sich nur mal die ganzen Sicherheitslücken von Windows an, die junge Schüler ohne Probleme und ohne Zugriff auf den Sourcecode (!) manipulieren können (Stichwort Viren). Also liebes Manager-Magazin, bitte vorher informieren und nicht so einen vorurteilsbehafteten Müll in die Welt setzen, wo zum Schluss hängen bleibt, dass der offene Quellcode schädlich ist.
Man kauft ja viele Produkte in der analogen Welt lieber in einem Laden als bei zwielichtigen Händlern in einer dunklen Ecke am Strassenrand. Genauso läuft das auch bei Software, egal ob der Code offen oder geschlossen ist.
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: Professionell aussehende Fotos drucken wir nicht
: Professionell aussehende Fotos drucken wir nicht Digitalkameras sind ein praktisches Werkzeug, um Fotos zu machen. Mit einem passenden Bildbearbeitungsprogramm können diese dann noch bequem und einfach am heimischen PC nachbearbeitet werden. Dann noch schnell zur Drogerie um die Ecke, um sie professionell ausdrucken zu lassen. Allerdings dürfen die Bilder in den USA nicht zu professionell aussehen, sonst weigern sich Firmen wie Wal-Mart, diese zu drucken. Begründung: Könnte ja eine Copyright-Verletzung sein…
There are a growing number of stories of amateur photographers being turned away by photofinishers for having photos that looked, at least in the eyes of a store clerk, too good to have been taken by anyone other than a professional.
Their photos have become collateral damage in the war on digital copyright infringement.
SignOnSanDiego hat eine nette Story darüber: Digital photos can look great, but some labs won’t print those that appear too professional
[via Julian-Finn]
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: EU-Parlament lehnt einstimmig Vorratsdatenspeicherung ab
: EU-Parlament lehnt einstimmig Vorratsdatenspeicherung ab Heise: EU-Parlament stimmt gegen Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten
Das EU-Parlament hat in seiner Plenarsitzung am heutigen Dienstag den vom EU-Rat vorangetriebenen Plänen zu einer Vorratsspeicherung der Telekommunikationsverbindungsdaten eine klare Absage erteilt. Bei der pauschalen Überwachungsmaßnahme geht es um die Verpflichtung der Anbieter zur Aufbewahrung sämtlicher Verbindungs- und Standortdaten über Monate und Jahre hinweg, die bei der Abwicklung von Diensten wie Telefonieren, E‑Mailen, SMS-Versand, Surfen, Chatten oder Filesharing anfallen. Einstimmig haben die Abgeordneten den entscheidenden und auch hierzulande kontrovers diskutierten Vorstoß zu dem Vorhaben aus Frankreich, Großbritannien, Irland und Schweden für einen EU-Rahmenbeschluss abgelehnt.
Demokratie in Europa – Das wird aber vermutlich die Mitgliedsstaaten nicht abhalten, diese trotzdem einzuführen…
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: Nachrichtenüberblick 07.06.
: Nachrichtenüberblick 07.06. -
: Debian Sarge 3.1 erschienen!
: Debian Sarge 3.1 erschienen! Lange hat es gedauert, aber nun ist die Futurezone der Meinung, dass im Moment die Debian Sarge 3.1 – Images auf die verschiedenen Mirror-Server weltweit verteilt werden und heute Erscheinungstag ist:
Damit ist nun Schluss: Heute soll die lang erwartete Version „Sarge“ frei gegeben werden. Die Mirrors füllen sich bereits mit Daten, ein offizielles Announcement steht noch aus.
Ich bin gespannt.
Die Debian-Seite verrät noch nichts, auch in den Weblogs ist es noch sehr ruhig.Update:
Es ist soweit:6. Juni 2005
Das Debian-Projekt freut sich, das offizielle Release von Debian GNU/Linux Version 3.1 Codename »Sarge« nach beinahe dreijähriger fortlaufender Entwicklung bekanntzugeben. Debian GNU/Linux ist ein freies Betriebssystem, das insgesamt elf Prozessor-Architekturen unterstützt, KDE‑, GNOME- und GNUstep-Arbeitsumgebungen enthält, kryptographische Software bietet, dem FHS v2.3 entspricht und Software, die für die LSB entwickelt wurde, unterstützt.
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: Nachrichtenüberblick 06.06.
: Nachrichtenüberblick 06.06. Spiegel: Was die Spieler von den Mädchen lernen können
Frankfurter Rundschau: Tante liest mit – Chinas Regierung versucht, im Internet zu moderieren
Wired: Laptops for Kids With No Power
Wired: Radio Industry Hits Shuffle
Heise: Softwarepatente: Bundesregierung ignoriert weiter den Bundestagsbeschluss
News.com: The politics of .xxx
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: Vortrag: Warum offene Standards nicht funktionieren, aber trotzdem nötig sind
: Vortrag: Warum offene Standards nicht funktionieren, aber trotzdem nötig sind Am kommenden Donnerstag, den 9.6.2005 gibt es um 19h im newthinking store folgenden spannenden Vortrag:
[…] Der Vortrag gibt eine Einführung in die Thematik der Interoperabilität und „Offenen Standards“. Es wird erklärt, was Interoperabilität überhaupt ist und welche Arten von Interoperabilität es gibt. Im weiteren Verlauf des Vortrags wird diskutiert, ob Offene Standards eine Lösung zur Herstellung von Interoperabilität darstellen und welche Gefahren „Offene Standards“ in der „freien Wildbahn“ überstehen müssen.
Referent: Oliver Zendel ist Mitbegründer des LinuxTag e.V. und beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit Freier Software.
09.06.05, 19.00h, newthinking store, Tucholskystr. 48, 10117 Berlin-Mitte
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: Digital Rights: Offener Brief zur Vorratsdatenspeicherung an das Europäische Parlament
: Digital Rights: Offener Brief zur Vorratsdatenspeicherung an das Europäische Parlament Offener Brief an die Abgeordneten im Europaparlament von European Digital Rights, dem Zusammenschluss von 17 Organisationen aus 11 europäischen Ländern, tätig im Bereich der digitalen Bürgerrechte, Privacy International, einer internationalen Nicht-Regierungs-Organisation mit Mitgliedern in über 30 Ländern, und Statewatch, einer Organisation, die mit Korrespondenten in 14 europäischen Ländern die Freiheiten der Bürger überwacht.
[…] Die Vorratsdatenspeicherung von Kommunikationsdaten ist eine Maßnahme, mit der die Überwachungsmöglichkeiten in bisher beispielloser Weise erweitert werden. Sie wiederruft auf einen Schlag viele der in den europäischen Menschenrechtsinstrumenten wie den Datenschutzdirektiven und der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerten Schutzmaßnahmen.
Wie wir gegenüber der Europäischen Kommission im September 2004, unterstützt von 200 Organisationen der Zivilgesellschaft und des Privaten Sektors, zum Ausdruck brachten:
* ist Vorratsdatenspeicherung eine äußerst aufdringliche Maßnahme,
* die in die Privatsphäre aller Menschen in Europa eingreift. ist die Speicherung von persönlichen Daten über jeden eine illegale Praxis in Hinblick auf Artikel 8 der Europäischen
* Menschenrechtskonvention, da sie unverhältnismäßig ist. kann sich die Sicherheit, die durch Vorratsdatenspeicherung erreicht werden kann, als Illusion herausstellen, da es
* wahrscheinlich ist, dass Verkehrsdaten, die einer Person zugeordnet werden, tatsächlich den Aktivitäten einer anderen Person zuzuordnen sind, oder einem Ablauf, der mit den Aktivitäten dieses Benutzers in keinem Zusammenhang steht. sind die Mittel, mit denen diese Politik verfolgt wird, illegitim,
da einige Mitgliedsländer, deren nationalen Parlamente dieser Maßnahme nicht zustimmten, nun versuchen, diese stattdessen im Namen der Harmonisierung und der internationalen Zusammenarbeit über die EU durchzusetzen.Eine derartige Maßnahme hat mit großer Wahrscheinlichkeit teure Auswirkungen auf die Bereitstellung von Telekommunikationsprodukten und ‑dienstleistungen innerhalb Europas. Dies wird nicht nur zu Nachteilen für die Europäische Industrie führen sondern wahrscheinlich auch erhöhte Kosten für die Konsumenten nach sich ziehen und in einem Sektor, der für die Entwicklung der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft essentiell ist, zu reduziertem Wachstum führen.
Daher unterstützen wir den Bericht des LIBE-Berichterstatters. Nirgendwo in Europa wurden Forschungen zum Bedarf und zur Notwendigkeit der Einrichtung einer derart umfassenden Datensammlung vorgenommen, die derart sensible Daten über die 450 Millionen Menschen in Europa enthalten soll. Wir stimmen mit dem Berichterstatter ebenso darin überein, dass diese Maßnahme ineffektiv ist und nicht mit dem Prinzip der grundsätzlichen Unschuldsvermutung in Einklang steht.[…]
Die komplette deutschsprachige Übersetzung findet sich auf den Seiten des Netzwerk Neue Medien.
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: DerStandard mag keine Offenen Standards
: DerStandard mag keine Offenen Standards Komische Meldung, die mir DerStandard.at beim Aufrufen mit dem Konqueror zeigt:
Der von Ihnen verwendete Browser ist nicht mehr mit den aktuellen Internetstandards (HTML 4.01, CSS 2.0) kompatibel. Somit werden die zuletzt auf derStandard.at erfolgten Umstellungen von Ihrem Browser nicht mehr oder nur mehr bedingt angezeigt. derStandard.at wird sich in Zukunft strikt an die Vorgaben des W3Cs für die weitere Entwicklung der Website halten.…
Hab ich was verpasst? Konqueror geht nicht, weil Standard.at nur die Vorgaben des W3Cs akzeptiert, dafür wird aber der Internet Explorer unterstützt? Ein schneller Blick auf die Konqueror-Seite bestätigt u.a. folgendes:
Features of the HTML rendering component in KDE 3.4:
HTML 4.01 compliance.
…
Cascading Style Sheets:
CSS 1: supported
CSS 2.1: supported (paged media only partially supported)
CSS 3 Selectors: supportedNicht umsonst verwendet Apple bei Safari den Konqueror, bzw. das dahinterliegende KHTML als Basis. Aber wie kommt der Standard darauf, den Konqueror nicht zu akzeptieren und sich darauf noch auf das W3C zu beziehen?
Alternativen werden auch geboten:
Mit dem von Ihnen verwendeten Browser werden Sie ab nun automatisch auf unsere Textversion unter derStandard.at/Text umgeleitet. Bitte beachten Sie, dass die Funktionalität dieser Version eingeschränkt ist gegenüber der Vollversion.
Dort liest man dann:
Dieses Angebot ist kostenpflichtig:
€ 1,- für einen Tag, € 2,- für eine Woche oder € 6,- für ein Monat.
LOGINDas klingt tatsächlich „eingeschränkt“. Vielleicht sollte sich die Redaktion mal eine andere Argumentationlinie für die Begründungs-Seite überlegen oder den Konqueror einfach mal testen? Offene Standards sind schon schwer – auch für den Standard.
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: Das Open Source Bier verpasst
: Das Open Source Bier verpasst Globalisierung ist eine lustige Sache. Ich hatte mal vor einiger Zeit über das erste „Open Source Bier“ namens Vores øl geschrieben. Jetzt lese ich gerade auf einer US-amerikanischen Mailingliste, dass dies vor zwei Wochen bei mir um die Ecke in der Berliner Volksbühne als Kunstprojekt präsentiert wurde:
Installation:Superflex – FREE BEERGARTEN
Die dänische Künstlergruppe Superflex (Rasmus Nielsen, Jakob Fenger und Bjørnstjerne Christiansen) thematisiert in ihren Projekten herrschende Ökonomische Strukturen sowie Produktionsabläufe von Waren und schlägt alternative Konzepte vor. Neben dem Vertrieb einer gemeinsam mit afrikanischen Ingenieuren entwickelten Biogas-Produktionseinheit (Supergas) und dem Vertrieb eines mit brasilianischen Kleinbauern produzierten Guarana- getränks (Guarana Power) haben Superflex auch eine eigenes Bier kreiert („Vores øl“ / Unser Bier). Es ist dem Gedanken der „Open Source“ verpflichtet und versteht sich als gegenökonomische Strategie zur Praxis multinationaler Konzerne. „Vores øl“ wurde auf Basis klassischer Brauereikunst entwickelt. Das Rezept für „Vores øl“ ist allgemein zugänglich und kann von jedem verwendet oder modifiziert werden, auch zu kommerziellen Zwecken, unter der Voraussetzung, dass das Produkt als Werk von Superflex ausgewiesen und die genaue Zusammensetzung veröffentlicht wird. Für „Ersatzstadt“ entwickeln Superflex eine Bierstube mit begleitendem Entertainment-Programm. „Unser Bier“ wird hier als Teil einer Surrogat-Ökonomie ausgeschenkt und vertrieben.
FREE BEERGARDEN, die Bierstube von Superflex bleibt über die gesamte Dauer des ErsatzStadt-Wochenendes im Sternfoyer aufgebaut