2005
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: Das „Who is Who“ der US-Amerikanischen P2P-Debatte
: Das „Who is Who“ der US-Amerikanischen P2P-Debatte CNet hat eine Übersicht der US-Amerikanischen Player in der Debatte um Filesharing, P2P und Grokster. Sehr lesenswert, da ein guter Überblick gegeben wird: Who’s who in the P2P debates
The Supreme Court’s review of file-swapping–and by extension, of the legal protections afforded to a host of mainstream technologies–has drawn interest from all corners, and Monday’s decision won’t stop the debate.
Copyright companies are pitted against technology manufacturers; conservative Christians are allied with Hollywood; government agencies at all levels are opposing venture capitalists. Here’s a quick guide to some of the key players in the debate, what they’ve said, and why they care.
Auch spannend ist „The evolution of file swapping“, ebenfalls bei CNet, als zeitliche Zusammenfassung der Debatte.
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: ZDF: Israel schickt Microsoft in die Wüste
: ZDF: Israel schickt Microsoft in die Wüste ZDF: Israel schickt Microsoft in die Wüste
Israel macht im Streit mit Microsoft ernst: In den kommenden sechs Monaten soll kein Rechner in einem Regierungsbüro mehr mit Produkten des Software-Riesen betrieben werden. Künftig sollen die Verwaltungsmitarbeiter mit Open Source-Software arbeiten. Einer der Gründe: Microsofts Programmversionen für andere Betriebssyteme sind für hebräischsprachige Anwender nutzlos, weil sie das von rechts nach links geschriebene Skript nur mangelhaft unterstützen.
Wahrscheinlich kommen da auch noch Sicherheitsbedenken hinzu.
Interessant in diesem Zusammenhang ist noch der Hinweis darauf, wie Microsoft versuchte, die öffentliche Debatte zu beeinflussen:
Statt sich daran ein Beispiel zu nehmen, verlegte sich Microsoft auf klassische Lobbyarbeit. Entlang israelischer Autobahnen verkündeten Poster: „Microsoft dankt den Soldaten der Streitkräfte für ihre Opfer im Krieg gegen den Terror“. Derweil drohten Microsoft-Sprecher unermüdlich mit dem Verlust von Arbeitsplätzen, und der Konzern versuchte, Abgeordnete sowie Regierungsmitglieder mit attraktiven Vergünstigungen in Versuchung zu führen – meist vergeblich: Am vergangenen Sonntag stimmten in der Knesseth nur noch 13 Abgeordnete gegen die Software-Umstellung.
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: Grokster-Verfahren verloren – P2P jetzt illegal in den USA?
: Grokster-Verfahren verloren – P2P jetzt illegal in den USA? Heute ist der Grokster-Fall entschieden worden. Der oberste Gerichtshof der USA hatte zu entscheiden, ob P2P-Börsen in den USA nun legal oder illegal sind. Geklagt hatte der Medienkonzern MGM. In dem Verfahren ging es darum, ob P2P-Betreiber für das Tauschen von urheberrechtlich geschütztem Content verantwortlich gemacht werden können. Verbraucher- und Bürgerrechtler hatten u.a. damit argumentiert, dass Hersteller von Brechstangen auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn mit diesen Werkzeugen Einbrüche begangen werden. Auch Waffenhersteller werden in den USA nicht dafür verantwortlich gemacht, dass mit diesen Waffen tausende von US-Amerikanern im Jahr getötet werden. Den Wortlaut der Urteilsbegründung findet man hier.
Relativ unklar ist noch, ob zukünftig auch Programme wie Bittorrent in den USA nicht mehr zum Download angeboten werden dürfen. Laut Medienberichten soll der Gang zum Gericht allerdings lediglich unter bestimmten Umständen möglich sein: „Nur wer Tausch-Technologie klar mit dem Ziel anbiete, den Bruch von Copyright-Bestimmungen zu ermöglichen, könne belangt werden, befanden die Richter.“ sagt Tagesschau.de. Die Frage ist nun, ob nur kommerzielle Tauschbörsenhersteller verklagt werden können, bzw. die nur ihr Marketing ändern müssen. Und was ist mit Herstellern von MP3-Playernund digitalen Vidiorekordern oder mit DSL-Anbietern, die Werbung machen, dass mit ihren Leitungen soundsoviele MP3s in einer Stunde herunter geladen werden können? Ich bin mal auf Meinungen von Urheberrechtsexperten gespannt, die in den nächsten Tagen mehr und mehr Stellungnahmen veröffentlichen werden.
Fakt ist, statt Rechtssicherheit wird es vermehrt Rechtsunsicherheit geben. Klagewellen werden folgen und Innovation wird von Gerichten entschieden.
Nachrichtenüberblick:
CNN: Hollywood wins Internet piracy battle
Heise: Unterhaltungsindustrie gewinnt vor dem obersten US-Gericht
The Register: Supremes down P2P software makers in unanimous decision
ars technica: Hollywood prevails in MGM v. Grokster
Spiegel: US-Gericht entscheidet gegen Internet-Tauschbörsen
BoingBoing: Blogs on today’s SCOTUS rulings; Xeni on Grokster on NPR, CNN
Tagesschau: Tauschbörsen haften künftig für Nutzer
News.com: Supreme Court rules against file swapping
Golem: Oberstes US-Gericht entscheidet gegen Tauschbörsen
Futurezone: Gericht entscheidet gegen Tauschbörsen
Slashdot: Supreme Court Rules against Grokster
Techdirt: Grokster, Brand X Lose… Sort Of
Washinton Post: Supreme Court Ruling: File-Sharing
Golem: P2P-Urteil: Schwere Bürde für Technologie-Unternehmen
Futurezone: Die Zukunft der Tauschbörsen
Netzeitung: Filesharing-Urteil in der Kritik
Blog Maverick: Kaboom !
Wired: Grokster Loss Sucks for Tech
Salon.com: Supreme Court’s unsound decision
Intern: Vollständige Niederlage für Grokster und StreamCast
Heise: Entscheidung des Supreme Court versetzt Musikindustrie in Euphorie
Netzwelt: Grokster: Ein Wendepunkt für P2P?
Spiegel: „Die Revolution ist nicht am Ende“
Slyck: MGM vs. Grokster – An Outright Entertainment Industry Win?
Taz: Tauschbörsen haften für ihre Nutzer
Taz: Ein vorschnelles Urteil
Telepolis: Grokster und das GedankenverbrechenErnest Miller war bei der Pressekonferenz der P2P-Verteidiger und hat mitgebloggt.
Die Electronic Frontier Foundation hatte vorgestern schon auf ihrer Webseite erklärt, worum es in diesem Verfahren geht:
# It’s not about P2P. The P2P genie is irreversibly out of the bottle, with the software already installed on hundreds of millions of computers and developers in countries beyond the reach of American laws. It’s the rest of America’s innovation sector that will be living with the Supreme Court’s ruling. So, as you read what they have to say, ask how it will affect not just Apple, HP, and Intel, but also the next „genius in a garage,“ like Sling Media or the kids developing urban vehicular grid technology.
# No matter what, we’ve won. From the beginning of this lawsuit, the entertainment industries pushed the lower courts to adopt extreme, outlandish interpretations of copyright law. For example, they argued that the Sony Betamax decision doesn’t apply at all to Internet technologies, and that simply knowing that somebody is using your technology to infringe triggers an obligation to redesign it. No matter what the Court may announce on Monday, it will not be adopting this extreme position. So remember what we’ve already won.
# Main Event #1: Sony Betamax. In 1984, the Supreme Court rejected contributory liability for Sony because the Betamax was „capable of substantial noninfringing uses.“ Everyone will be watching to see what this Court has to say about that phrase. What does „capable“ mean? What does „substantial“ mean? What role, if any, does the proportion of infringing and noninfringing uses play?
# Main Event #2: Vicarious liability. The Supreme Court has never spoken on the doctrine of vicarious copyright liability, which lower courts have applied where a defendant has the right and ability to control an infringer and receives a direct financial benefit from the infringement. Will the Court endorse, modify, or reject what the lower courts have fashioned?
# Main Event #3: Inducement? There has been much talk about whether any such thing as „inducement liability“ exists in copyright law and, if it does, what its scope might be. Justices Ginsburg and O’Connor asked several questions about the idea during the oral argument; Justice Scalia expressed skepticism. Don Verrilli, arguing for the entertainment industry, said that inducement liability would not be enough to address the concerns of copyright owners. What will the Court have to say about this uncharted territory?
# Next Bout: Congress. The Court’s opinion will set the stage for the inevitable fight on Capitol Hill. A big victory for either side will be characterized as an „extreme“ result, potentially strengthening the hand of the opposite side in Congress. An intermediate outcome, on the other hand, may lead Congress to „leave well enough alone.“
Hier ist die Pressmeitteilung der EFF nach dem Urteil: Supreme Court Ruling Will Chill Technology Innovation
Einen guten Überblick liefert auch die MGM v. Grokster – Seite der EFF.
Scheint wohl Mainstream zu sein: Gerade hat mich Spreeradio aus Berlin noch nach den Auswirkungen dieses Urteils interviewed. Das Interview wird wohl morgen Vormittag ausgesendet.
Ältere Meldungen zum Grokster-Verfahren mit vielen Links und Meinungen auf netzpolitik.org:
29.3.2005 Special zum Grokster-Fall
30.3.2005 Special zum Grokster-Fall (Teil 2) -
: Morgen in Berlin: Peter Schaar zu „Biometrie und Datenschutz“
: Morgen in Berlin: Peter Schaar zu „Biometrie und Datenschutz“ Im Rahmen des Adlershofer Kolloquiums spricht am Dienstag, den 28.6. ab 16 Uhr Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz zum Thema „Biometrie und Datenschutz“.
Die Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung der Humboldt-Universität zu Berlin, der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e.V. (IGAFA) und des Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF).
Das Kolloquium findet im Konferenzraum des Erwin-Schrödinger-Zentrums, Rudower Chaussee 26, 12489 Berlin (Adlershof) statt.
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: Creative Commons Videos
: Creative Commons Videos Bei Vorträgen über die Creative Commons Lizenzen zeige ich gerne das 6,5 min lange „Get Creative“-Video. Dieses erklärt die Lizenzen und ihren Hintergrund einfach und verständlich. Von dem Video gibt es mittlerweile auch noch eine Version mit deutschen Untertiteln (26 MB / AVI). Die Rohfassung des Flash-Films umfasst 162 MB und lädt zum Remixen ein. „Building on the past“ (MPEG) ist der Gewinner eines Creative Commons Videowettbewerbes gewesen. Und auch Creative Commons Australien hat zum Launch der dortigen Lizenzen ein Video veröffentlicht (Quicktime).
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: Nachrichtenüberblick 22./23.06.
: Nachrichtenüberblick 22./23.06. Heise: LinuxTag: Linux-Konnektor für Outlook
de.internet.com: Gericht: Bundeswehr-Programmierer nach Befehlsverweigerung freigesprochen
de.internet.com: Schily peitscht die biometrischen Pässe trotz erheblicher Bedenken durchs Kabinett
Golem: Knowledge: Wikipedia kooperiert mit KDE
Telepolis: Code-Knacken ein Klacks
Wired News: Wiki Reviews Guantanamo Docs
Spiegel Online: Einstein geht online
Spiegel Online: Gehackte Firma agierte ohne staatliche Kontrolle
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: Wipo Blogging Teil2
: Wipo Blogging Teil2 Diese Woche gab es mal wieder ein WIPO-Meeting in Genf. Karsten Gerloff von der Free Software Foundation Europe war vor Ort und bloggte kräftig mit.
Monika Ermert war ebenfalls für Heise vor Ort und schrieb einen Artikel darüber: WIPO: Geistiges Eigentum, Rechteschutz und Entwicklungspolitik
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: KDE / Wikipedia Partnerschaft auf dem LinuxTag präsentiert
: KDE / Wikipedia Partnerschaft auf dem LinuxTag präsentiert Free Knowledge for a free Society
Zur Eröffnung des Freien Vortragsprogramm hielt Jimmy Wales, Gründer der Enzyklopädie Wikipedia die Keynote. Diese führte in Wikipedia ein und schlug eine Brücke von der Freien Software Bewegung hin zur Bewegung des Freien Wissens.
Wikipedia ist am erfolgreichsten in europäischen Sprachen. Mehr als eine halbe Millionen Artikel mit über 200 Millionen Wörtern hat mittlerweile die englische Ausgabe. Damit ist sie grösser als die „kommerziellen“ Enzyklopädien Britannica und Encharta zusammen. Die deutschsprachige Ausgabe schafft in den nächsten Tagen den Sprung über 250000 Artikel und ist damit gleich gross wie Brockhaus. Das ist im Allgemeinen etwas verwunderlich, weil deutsch nur in Mitteleuropa gesprochen und geschrieben wird. Weit verbreitete Sprachen wie Spanisch oder Portugiesisch (u.a. Brasilien) sind derzeit bei knapp über 50 000 Artikel. Sprachen wie Hindi und Arabisch sind hingegen noch steigerungsfähig: Gerade 3300 Artikel fasst derzeit die arabische Version, die Hindu-Version gar nur 1500. Hier sind vor allem in der Zukunft grosse Steigerungsraten möglich, wenn die digitale Spaltung in diesen Ländern verringert wird.
Mehr als 70 Servers stehen weltweit der Wikipedia zur Verfügung. Die ganze Infrastruktur basiert auf Freier Software und wird von einer Community von Freiwilligen gewartet. Helfer werden immer gesucht, allerdings bekommt man verständlicherweise erst Root-Zugang, wenn Vertrauen aufgebaut wurde. Eine Möglichkeit dazu ist, im IRC bei Wikipedia „abzuhängen“ und mit zu diskutieren.
Um das Entwicklungs-Modell von Wikipedia zu verdeutlichen, verglich Jimbo Wales das „Emergent-Modell“ mit dem „Community-Modell“. Ersteres wird bei Seiten wie Ebay, Amazon oder Slashdot verwendet. Es ist eher eine TopDown Kommunikation, wo die Nutzer klein und ohne Macht sind und nur Punkte zur Reputation gegenseitig vergeben können. Das „Community-Modell“ ist dem überlegen, da Reputation durch Soziale Interaktion entsteht. Die Nutzer müssen sich gegenseitig respektieren, eine neutralen Standpunkt finden und haben sehr viel Macht.
Die deutsche Wikipedia-Community besteht aus mehr als 3200 aktiven Schreibern. Ca. 450 von denen gelten als sehr aktiv. Insgesamt 9% aller registrierten User sind für 90% der erzeugten Artikel verantwortlich. Gar 212 User sind für mehr als die Hälfte der Artikel verantwortlich.
Das wichtigste Prinzip der Wikipedia ist Freies Wissen. Die Free Document Licence verhindert, dass jemand die gemeinschaftlich erzeugten Texten in seinen Privatbesitz bringen kann. Wie bei Freier Software sorgt die Lizenz dafür, dass alles erzeugte Allgemeineigentum wird und damit allen frei zur Verfügung steht. Auch wenn viele es nichts glauben können – das Prinzip funktioniert. Gerade dadurch werden Menschen motiviert, ihre Freizeit dafür einzusetzen, die Wikipedia zu erweitern. Die FDL-Lizenz sorgt dafür, dass selbst bei kommerziellen Nutzungen der Name „Wikipedia“ weiter verbreitet und somit das Projekt populärer wird. Ohne Namensnennung des Urhebers, bzw. in diesem Fall Wikipedia als Projekt, wird ein Urheberverstoss begangen.
Das zweite Hauptprinzip ist der neutrale Standpunkt, da in dem offenen Projekt viele unterschiedliche Meinungen zusammenkommen. Es wird zur Not solange über einzelne Punkte debatiert, bis man eine für alle zufriedenstellende Fassung bekommen hat.
Wikipedia und KDE Partnerschaft
Eine Weltneuheut, die präsentiert wurde, ist eine Partnerschaft zwischen der Wikipedia-Community und dem KDE-Projekt. Das KDE-Projekt hat die populärste grafische Oberfläche für Linux und Unix geschaffen, die mittlerwiele in der Version 3.4 vorliegt und die ich auch verwende. Die Basis für die Partnerschaft ist ein Austausch von APIs, den Programmierschnittstellen. Wikipedia stellt seine Webservices-API, basierend auf dem Offenen Standard SOAP, zur Verfügung und KDE erstellt eine native-API für Wikipedia. Ein grösseres Problem für das Offline-Lesen der Wikipedia war bisher, dass für einige Betriebssysteme keine Freie Software zur Verfügung stand. Es gibt zwar die Wikipedia-DVD, allerdings wird diese von einem Verlag herausgebracht, der die dazu passende Software in seinem Eigentum hält und wohl nur für Linux als Freie Software zur Verfügung stellt.
Dieses Problem soll jetzt durch die Partnerschaft und den KDE-Entwicklern und die APIs gelöst werden. Desktop-Nutzern soll ein Zugang zur Wikipedia gewährt werden, der über das Browsen auf den Wikipedia-Seiten hinaus geht. Knowledge heisst der derzeitige Arbeitstitel für den Offline-Browser. Dieser soll bei einer Internetverbindung Änderungen automatisch herunterladen. Gut möglich sind damit auch Linux-Distributionen, die zugleich mit KDE eine Momentaufnahme von Wikipedia mit liefern.
Der KDE-Medienplayer amaroK hat jetzt schon eine Schnittstelle zur Wikipedia integriert. Beim Abspielen von MP3s einer Band werden gleichzeitig, wenn vorhanden, die Wikipedia-Artikel zu Album, Künstler und Titel angezeigt.
Mögliche weitere Projekte könnten die Integration von Wikipedia in KStars sein, dem KDE Planetorium. Informationen zu Sternen und Astronomie könnten so direkt in das Programm integriert werden. Viele weitere Projektkooperationen sind möglich. Globepedia ist eine weitere Idee, um länderspezifische Informationen in das Kartentool zu integrieren. Dazu bietet sich noch Kalzium, eine Chemie-Applikation an, oder die Integtration von historischen Verweisen zu jedem Tag direkt in den Kalender, bzw. die Verwendung des Fremdwörter-Projektes Wictionary in alle möglichen Projekte.
Feedback und Helfer werden für alles gesucht. Das ganze ist eine echt coole Sache und wird einige
Auswirkungen auf die Entwicklung einer freien und offenen Wissensgesellschaft haben.Jetzt ist auch unsere Pressemitteilung in Kooperation mit Wikipedia und KDE veröffentlicht:
LinuxTag: Partnerschaft zwischen Wikipedia und KDE vorgestellt -
: Schöne Einführung in Social Software
: Schöne Einführung in Social Software Eine schöne Einführung in Social Software hat Mario Sixtus für Technology Review geschrieben: Das Web sind wir – Das neue Leben im Netz: Wie Blogs und soziale Netze das Web umkrempeln
Es ist eine erstaunliche Volksbewegung, die sich derzeit formiert. Computer-Freaks und Netzrebellen sehen anders aus. Die neuen Web-Bewohner kommen als Siedler, nicht als Revolutionäre. Sie machen es sich gemütlich und bringen die Sitten aus der realen Welt mit. Das Netz bekommt ein Gesicht. Viele Gesichter. Wir sind das Web.
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: Irreführende Überschriften
: Irreführende Überschriften Was erwartet man bei folgender Überschrift:
Wikipedia-Nutzer denken sofort an freie Lizenzen, ein Wiki und den Aufbau einer Community. Könnte man sich ja vorstellen, immerhin versucht ja Microsoft relativ verzweifelt, Communityprozesse verstehen und nutzen zu wollen. Aber Pustekuchen. Der dazu passende Artikel will einfach nur erklären, dass MSN zukünftig bei Suchabfragen nach dem Vorbild von Yahoo, welches Wikipedia-Artikel verlinkt, auf Encharta-Artikel verlinken möchte. Also nichts mit der Freigabe von Teilen der Encharta. Prädikat: Irreführend. Und braucht niemand. Wer nutzt schon MSN? Bei meinen Logfiles rangiert die Suchmaschine noch hinter mir unbekannten Suchhelfern.
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: Exklusiv: LinuxTag-Interview mit Jimbo Wales
: Exklusiv: LinuxTag-Interview mit Jimbo Wales Wir hatten gestern das Glück, Jimbo Wales von Wikipedia noch vor dem Beginn des LinuxTages ausgiebig interviewen zu können. Wir haben ihn zur Wikipedia, freien Lizenzen, Wiki-Technologien und die Entstehung der Bewegung des Freien Wissens befragt.
Das ca. 24min lange Interview gibt es als Audio-Mitschnitt im MP3- und OGG-Format zum herunterladen.
Das Video dazu gibt es gleich in drei verschiedenen Fassungen: Als AVI mit 243 MB, als kleines AVI mit 48 MB und als kleines 48 MB grosses OGG-Video.
Wir habe noch Interesse an einem Bittorrent-Tracker für die grosse AVI-Version! Wer gerade Zugriff auf einen hat und uns helfen will: Bitte online stellen und den Tracker-Link hier in den Kommentaren posten.Dank Tim haben wir jetzt auch einen Bittorrent-Download.
Das Interview steht unter der Creative Commons Commercial-Sharealike-Attribution-Licence. Die kommerzielle Verwendung wird ebenso wie das Bearbeiten und Remixen ausdrücklich erlaubt, wenn als Urheber der LinuxTag angegeben und alle Veränderungen wieder unter der gleichen Lizenz veröffentlicht werden. Mit anderen Worten: Macht damit, was ihr wollt, wir geben Euch die Freiheiten dazu – Aber beachtet die Lizenz!
Michael Kleinhenz haben wir die Kameraaufnahmen zu verdanken, Torsten Spindler hat die Bearbeitung übernommen und die Fragen kommen von mir. Die Qualität ist nicht perfekt, da eine Nachbearbeitung erst für die Zeit nach dem LinuxTag für die Dokumentation eingeplant ist.
Jimbo Wales wird morgen um 10h auf dem LinuxTag in Karlsruhe mit einer Keynote das Freie Vortragsprogramm eröffnen: „Free Content in a Free World: The Wikipedia Phenomenon.“
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: Der LinuxTag 2005 startet
: Der LinuxTag 2005 startet Der LinuxTag 2005 startet morgen. Gerade wird noch überall rumgeschraubt und aufgebaut, auch das Netz ist noch nicht flächendeckend erreichbar. Aber das wird sich noch ändern und ich warte sehnsüchtig auf das Kabel, welches das Pressezentrum ans Netz anschliesst. Eben haben wir ein halbstündiges Videointerview mit Jimbo Wales von Wikipedia gemacht, der übermorgen die Keynote zum Start des Freien Vortragsprogrammes halten wird. Eine Veröffentlichung des Videos scheitert gerade noch an einem Firewire-Kabel und etwas Zeitressourcen, die ca. 10GB grosse Videodatei zu bearbeiten und zu komprimieren. Ein Kabel können wir noch organisieren. Falls jemand mit dem notwendigen Equipment auf dem LinuxTag ist, sowie Zeit und Lust hat uns zu helfen, möge sich bitte im Pressezentrum melden. Geplant ist, das Video über Bittorrent zu distributieren und eine MP3- und Ogg-Datei zum Podcasten online zu stellen. Natürlich unter einer Creative Commons – Lizenz, die zum remixen einlädt.
By the way: Wir haben ein LinuxTag-Blog: LinuxNacht.org. Dort wird es bei Verfügbarkeit des Netzes viele Informationen rund um den LinuxTag geben.
Gestern hat schon Heise ausführlich über den LinuxTag berichtet: LinuxTag 2005: Nicht nur für IT-Profis
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: Knoppix 4.0 ist raus
: Knoppix 4.0 ist raus Heise weiss schon vom Release der Knoppix Live-CD in der Version 4.0 zu berichten.
Auf den Downloadservern findet man sie noch nicht.Hier gibts die Mirrors und Bittorrent geht auch. Allerdings wird es sie auf dem LinuxTag geben, der übermorgen in Karlsruhe startet.Knoppix 4.0 erscheint in einer abgespeckten CD- und einer erweiterten DVD-Version, auf dem LinuxTag ist die Erstausgabe auf DVD für 5 Euro zu bekommen. Laut Knopper konnte dank cloop-Datenkompression über 9 Gigabyte an Software aus dem Debian-Pool auf eine Singe-Layer-DVD gepackt werden. Insgesamt seien über 2600 Softwarepakete mit insgesamt über 5300 Anwendungen auf der DVD vorhanden.
Das Design der Knoopix 4.0 stammt übrigens von meiner Firma, newthinking communications.
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: Taz-Interview zum biometrischen Pass
: Taz-Interview zum biometrischen Pass Das Taz-Interview mit Jan Krissler zum Thema „Biometrischer Pass“ vom 16.6. hatte ich glatt übersehen: „Am besten in Alufolie einpacken“
Sollte man sich schnell noch einen alten Pass holen?
Das empfehle ich definitiv. Die aktuellen Pässe kosten nur die Hälfte, und es wird mit den biometrischen Pässen auf jeden Fall Probleme geben, die man zumindest für zehn Jahre umgehen kann. Ein Problem ist zum Beispiel der RFID-Chip, der die Daten speichert. Diese Chips sind anfällig für mechanische Belastung oder auch für hohe Energien, wie zum Beispiel in einer Mikrowelle.
Der Pass kann also bewusst zerstört werden?
Bestimmt. Häufiges Knicken wird der Verbindung zwischen Chip und Antenne garantiert schaden. In der Mikrowelle allerdings könnte es ein Brandloch geben, wenn der Chip hochgeht.
Bei der Mikrowelle bitte beachten, dass mehr als 300° Brandlöcher ergeben könnte…
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: Deutschlandfunk-Interview mit Peter Schaar
: Deutschlandfunk-Interview mit Peter Schaar Der Bundesdatenschützer Peter Schaar gab dem Deutschlandfunk ein Interview: „Ich werde mir nicht den Mund verbieten lassen.“
Pfister: Daher rühren ja wahrscheinlich Ihre eigentlichen Bedenken. Wenn ich Sie richtig verstehe, dann vermuten Sie eher, dass die Polizei in großem Stil auf solche biometrischen Pässe zugreifen wird und die Daten, die darauf gespeichert sind?
Schaar: Also wenn solche Daten erst mal in den Pässen vorhanden sind – und auch später dann in den Personalausweisen, wie das geplant ist -, dann lassen sich sehr viel einfacher Massenkontrollen durchführen. Das ist ja auch ein Zweck dieser neuen biometrischen Merkmale. Und diese Entwicklung ist natürlich aus Sicht eines Datenschützers kritisch zu bewerten und ich werde mir da auch nicht den Mund verbieten lassen.
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: Verschiedene Artikel zu Film und Urheberrecht
: Verschiedene Artikel zu Film und Urheberrecht Heute ist Filmtag.
Die New York Times beschreibt in „Keeping Moviegoers Away From the Dark Side“ die Lobbyingstrategien der MPAA, dem US-amerikanischen Lobbyverband der Filmindustrie. Der Artikel ist sehr umfassend und thematisiert Trusted Computing ebenso wie Bittorrent. Könnte aber auch kritischer sein.
Zum Thema Trusted Computing bietet das Verbraucherportal iRights einen umfassenden Artikel: „Endlich sicher?“
In den USA ist die Broadcast-Flag auch weiterhin im Mittelpunkt der Lobbyisten. Nachdem der Supreme Court die Broadcast-Flag für ungültig erklärte, weil die Federal Communications Commission (FCC) nicht berechtigt war, diese legislativ einzuführen, wird jetzt Lobbying für eine Gesetzesänderung gemacht. Verschiedene Bürger- und Verbraucherschutzorganisationen haben dazu jetzt einen offenen Brief an die Mitglieder des Kongresses veröffentlicht, um diese auf die Auswirkungen auf Verbraucherrechte hinzuweisen.
Mehr zum Broadcast-Flag-Verfahren habe ich hier noch zusammen gefasst.
Das Wired-Magazin hat den demokratischen Kongressabgeordneten Rick Boucher interviewed. Dieser ist einer der seltenen Abgeordneten, der für Verbraucherrechte und einer fairen Balance im Urheberrecht eintritt: Lawmaker Revs Up Fair-Use Crusade
Die Taz vom 20. Juni beschäftigt sich mit der Strategie der hiesigen Filmbranche, an Multiplexkinos Nachtsichtgeräte auszuliefern, um „Raubkopierer“ zu fassen: „Das Kino schaut gnadenlos zurück“. Kollateralschaden ist die Privatsphäre der Besucher. Diese finden es gar nicht lustig, bei steigenden Preisen in Form von „Raubkopierer sind Verbrecher“-Clips und Postern beschimpft, verdächtigt und dann beim Konsum des Filmes auch noch überwacht zu werden. Bei 20 Millionen Kinogängern in Deutschland habe man bisher 2 Versuche entdeckt, einen Film mitzuschneiden…
Ausnahmsweise noch die Berliner Morgenpost: Ein Fall von Gleichtaktung – Hollywood leidet unter Kontrollverlust. Und will deshalb steuern, wann Filmkritiken erscheinen dürfen. Diese beschwert sich zu Recht über die Strategie der Paramount Studios, weltweit Medien vorschreiben zu wollen, dass Filmkritiken zu „Krieg der Welten“ erst zum Kinostart am 29. Juni. veröffentlicht werden dürfen:
Aber ein derart rigoroser Versuch der Gleichtaktung ist bislang noch nicht unternommen worden. Denn Pressefreiheit bedeutet nicht bloß, schreiben zu können, was man will, sondern auch wann und in welcher Form.
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: Datenschützer nutzen ein Wiki
: Datenschützer nutzen ein Wiki Die Landesdatenschützer und der Bundesbeauftragte für den Datenschutz haben ein Wiki aufgesetzt, um Orientierungsleitfäden für wichtige Themen in einem kollaborativen Prozess zu schreiben. Das Projekt ist noch im Anfangsstadium und derzeit können nur die Mitglieder des Autorenteams die Inhalte sehen und bearbeiten. Aber das soll sich bald ändern:
Künftig sollen aber die Seiten geöffnet werden, sodass jede® mitarbeiten kann, sofern er/sie angemeldet ist. Wenn Sie im Autorenteam mitarbeiten möchten, wenden Sie sich bitte an das Referat VI beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz.
Ich finde die Herangehensweise klasse. Bisher werden zwei Orientierungsleitfäden entwickelt, jeweils zu RFID und Linux. Bin mal auf den Prozess gespannt, wenn er offener wird und Menschen aus der Zivilgesellschaft sich einbringen können.
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: Nachrichtenüberblick 17.06.
: Nachrichtenüberblick 17.06. Netzeitung: Parteien rüsten im Internet für kurzen und heftigen Wahlkampf
de.internet.com: Gegen Software-Patente: Bürgermeister aus Wien und München appellieren an EU-Parlamentarier
de.internet.com: EU-Berater Free Software Foundation fordert weitere Zugeständnisse von Microsoft
The Register: ‚Patriot’ Act may get partially declawed
Intern: Cache-Kopie = Besitz?
Tonspion: Das Rechtsverständnis in einer digitalen Welt
Telepolis: Politik als Treibmittel für die Blogosphäre?
Süddeutsche: Die Tortur der Bits
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: Die 11 Layer des Citizen Journalism
: Die 11 Layer des Citizen Journalism Sehr lesenswert: Steve Outing über die 11 Layer des Bürger-Journalismus:
„Citizen journalism.“ It’s one of the hottest buzzwords in the news business these days. Many news executives are probably thinking about implementing some sort of citizen-journalism initiative; a small but growing number have already done so. But there’s plenty of confusion about citizen journalism. What exactly is it? Is this something that’s going to be essential to the future prosperity of news companies?
Von Weblogs über OhMyNews bis hin zu WikiNews ist alles dabei.
[via Spindoktor]
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: Knoppix-Handbuch unter freier Lizenz
: Knoppix-Handbuch unter freier Lizenz Gerade bei Pro-Linux gefunden:
Knoppix kompakt – Tutorial – Ein Leitfaden für Einsteiger
Das bekannte Tutorial „Knowing Knoppix“ von Phil Jones liegt in deutscher Übersetzung vor. Rainer Hattenhauer, selbst Knoppix-Experte und Autor des Buches „Linux-Livesysteme“ hat sich die Zeit genommen und das Werk komplett ins Deutsche übersetzt und an einigen Stellen erweitert.
Bücher über Knoppix gibt es schon einige. Das tolle an diesem Buch ist, dass es unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (GNU FDL) veröffentlicht wurde. Diese wird auch bei Wikipedia angewendet und erlaubt das Weiterbearbeiten, Verändern und Weitergeben. Natürlich nur, wenn die Lizenz weiter verwendet und beachtet wird. Es gibt wahlweise eine 5,5 MB grosse PDF-Version und eine bearbeitsfreundliche gezippte OpenOffice-Datei. Es spricht also nichts dagegen, den Text der OpenOffice-Version zu nehmen und in einem Wiki zur Erweiterung frei zur Verfügung zu stellen. Ich bin schon auf Knoppix 4.0 gespannt.