2005
-
: Womit verdient Hollywood sein Geld?
: Womit verdient Hollywood sein Geld? Eine interessante Frage beantwortet Edward Jay Epstein im Slate-Magazin: Womit verdient Hollywood sein Geld?
a) Im Kino?
b) DVDs?
c) Fernsehen?Der grosse Gewinner ist das Fernsehen, bzw. Lizenzen fürs Senden von Filmen. Epstein nennt die Fernsehlizenzen „das Eldorado“ von Hollywood. 90% der Lizenzgebühren ist Profit. Währenddessen bringen DVD-Verkäufe nur ca. 2/3 an Profit rein. Die Produktions- und Vertriebskosten für DVDs liegen bei ca. 5$. Bei den gegenwärtigen Verkaufspreisen wird dabei zwischen 100–400% Gewinn gemacht. Ein dickes Minusgeschäft ist allerdings das Kino, hier zahlt Hollywood sogar noch drauf. Und das bei ständig steigenden Kinopreisen, die zudem wiederum Schwund bei den Kinobesuchern mit sich bringen. Marketing und PR kosten halt eine ganze Menge für die Erstverwertung. Grosse Verlierer sind laut Epstein die unabhängigen Filmemacher, die nicht so leicht Zugang zum TV-Geschäft finden.
Sehr interessanter Artikel! Einen passenden Audiobeitrag dazu gibt es auch bei NPR.
-
: Österreich: Datenschutzbericht 2005 erschienen
: Österreich: Datenschutzbericht 2005 erschienen Gerade beim ORF gefunden:
Der Bericht informiert über die Aktivitäten der Datenschutzkommission zwischen 2002 und 2005. Sie befasste sich u.a. mit so viel diskutierten Themen wie den Bonitätsprüfungen bei Handyverträgen, gegen die von der Kommission keine Handhabe gefunden werden konnte, und mit der Konsumentendaten-CD der Firma Herold, die unter bestimmten Auflagen schließlich doch verkauft werden durfte.
Der Bericht kann hier als PDf heruntergeladen werden.
-
: Erste Beta von OpenSuSE ist raus
: Erste Beta von OpenSuSE ist raus ALs erste Beta-Version ist „Prag“, das neue OpenSuSE, online gestellt worden. Downloads gibts via FTP und Bittorrent. Im Wochentakt sollen jetzt weitere Beta-Versionen erscheinen. Aber Vorsicht: Diese Version befindet sich noch in einem Entwicklerstadium.
-
: Space-Podcasting
: Space-Podcasting Die NASA bietet den ersten Podcast direkt aus dem All:
One day before landing, STS-114 Mission Specialist Steve Robinson transmitted the first podcast from space.
Einige Podcast-Empfehlungen aus dem Wissenschaftlichen Bereich hat Lucomo in seinem Blog zusammengestellt.
-
: Spiegel erklärt Anonymizer
: Spiegel erklärt Anonymizer Nett, dass auch mal in Populärmedien Anonymizer-Software wie TOR oder JAP/ANON erklärt werden. Wie diesmal beim Spiegel. Allerdings ist das Thema eigentlich Pornographie und es erinnert mich schon ein wenig an einen Telepolis-Artikel vor wneigen Tagen, der sich wiederum auf einen US-Artikel der EFF-Pressesprecherin bezieht. Aber was soll’s. In heutigen Zeiten ist jeder Artikel über anonyme Dienste gut, auch wenn es sich um Pornographie handelt. Wer weiss, wie lange diese noch legal bleiben im Krieg gegen den Terror.
-
: Studie zum Einsatz von Freier Software in KMUs
: Studie zum Einsatz von Freier Software in KMUs Eine regionale Umfrage der Forschungsgruppe Fazit ergab, dass im Raum Baden-Württemberg rund 19 Prozent der klein- und mittelständischen Unternehmen Freie Software eingesetzt wird. Zugleich wurde jedoch ein massives Informationsdfizit bezüglich Freier Software offenkundig. Denn rund 80 Prozent der befragten klein- und mittelständischen Unternehmen gaben an unzureichend bzw. gar nicht über Freie Software informiert zu sein.
Bei näherer Betrachtung zeigt sich dabei, dass es gravierende Unterschiede in der Aufgeschlossenheit gegenüber des Einsatzes Freier Software gibt. So ist die Verbreitung Freier Software in IT- und medienaffinen Unternehmen mit 26 Prozent wesentlich höher als in anderen Branchen, z.B. dem Finanz- oder verarbeitenden Sektor, wo lediglich rund 14 Prozent der Betriebe Freie Software einsetzen.
Zudem wurde nachgeweisen, dass die Nutzungswahrscheinlichkeit Freier Software mit der Größe des Unternehemens steigt. So wird Freie Sofware nur in rund 17 Prozent der Unternehmen mit 1 bis 4 Beschäftigten OSS eingesetzt, während rund 40 Prozent der großen Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten OSS einsetzen.
Gründe für diese „Verwerfungen“ könnten sein, dass größere Unternehmen in der Regel über eine eigene IT-Abteilung und damit ein fundiertes Fachwissen verfügen. Zudem bieten sich in größeren Firmen zahlreichere Einsatzmöglichkeiten für OSS-Anwendungen als beispielsweise in einem Vier-Mann-Unterehmen. Generell wird das Informationsdefizit und die damit einhergehende Unsicherheit einstimmig als größtes Hemmnis für einen flächendeckenden Einsatz Freier Software in KMUs gewertet.
Die Notwendigkeit einer breiten Aufklärungskampagne über die Hintergründe, Einsatzmöglichkeiten und Funktionalität Freier Software in KMUs ist daher offensichtlich. Gefragt sind dabei nicht nur Politik und IT-Spezialisten sondern gerade auch Wirtschafts- und unternehmerische Interessensverbände. Es wird zukünftig darauf ankommen, Unternehmern durch regionale Initiativen und Public-Private-Partnerships langfristige Beratungsangebote zu öffnen.
-
: Abhören im Krankenhaus?
: Abhören im Krankenhaus? Darf ein Verdächtiger im Krankenzimmer abgehört werden? Der Bundesgerichtshof verhandelt heute in Karlsruhe darüber:
Grundlage für die Verurteilung war das Abhören eines Selbstgespräches des Rehabilitationspatienten in seinem Krankenzimmer. Darin hatte er sich selbst gefragt, ob es nicht besser gewesen wäre, dem Opfer in den Kopf zu schießen. Nach Überzeugung der Strafkammer bezog sich seine Äußerung auf die Tötung des Landwirts. Der Mann hatte gegen das Urteil des Landgerichts München Revision eingelegt. Die rechtliche Grundsatzfrage besteht nun darin, ob das abgehörte Gespräch überhaupt gerichtsverwertbar ist.
Sehr kurioser Fall, wieviele Verdächtige wohl Selbstgespräche führen?
Update:
Diese Praxis ist rechtswidrig, wie der Spiegel berichtet:
Selbstgespräche gehören zum „Kernbereich privater Lebensgestaltung“: Wenn sie von der Polizei belauscht worden sind, dürfen sie daher nicht als Beweis gegen Angeklagte verwertet werden. Das entschied der Bundesgerichtshof im Prozess zum „großen Lauschangriff“.
Weiter heisst es da:
Offen bleibe nach wie vor die Frage, ob der Verdächtige im Krankenzimmer hätte abgehört werden dürfen und ob die Überwachung wegen eines zuvor geführten privaten Telefonats abgebrochen werden müssen, hieß es weiter.
Weitere Meldungen dazu:
FR: Abgehörte Selbstgespräche sind kein Beweis
Tagesschau: Abgehörte Selbstgespräche sind kein Beweis
SWR-Radio
SWR-Video -
: Die Süddeutsche über Social Software
: Die Süddeutsche über Social Software Die Süddeutsche Zeitung hat heute eine ganze Seite zum Thema Social Software. Neben einem Artikel zur Wikimania (Noch nicht online) gibt es noch einen über Flickr, Vlogging und Blogs, „Stunde der Amateure“.
-
: Die Tagesschau als Podcast
: Die Tagesschau als Podcast Die 20h-Sendung der Tagesschau gibt es jetzt auch wenige Minuten nach Ablauf der Sendung als Podcast zum MP3-Download. Finde ich prima. Richtig innovativ wäre jetzt noch die ganze Sendung zum Vloggen, möglichst in einem offenen Format. Könnte man auch via Bittorrent distributieren, um Bandbreite zu sparen.
-
: Nachrichtenüberblick 08.08.
: Nachrichtenüberblick 08.08. Robert Schuster schreibt auf Pro-Linux über die freie Java-Implementation: GNU Classpath – Einer für alle, alle für einen
Wir von GNU Classpath möchten Entwicklern freier Software in Java die Möglichkeit geben, ihre Software auf einer freien Umgebung laufen zu lassen. Durch eine für GNU-Verhältnisse sehr liberale Lizenzierung ist GNU Classpath aber auch im Embedded-Bereich interessant, wo zum Beispiel die Firma aicas eine mit Echtzeitfähigkeit ausgestattete proprietäre virtuelle Maschine mit unserer Klassenbibliothek anbietet.
Das „Competence Center Open Source Südtirol“ wurde gegründet und ein Logo wird jetzt mit einem Wettbewerb dafür gesucht. „Wichtig sei, dass das Logo in allen Medien verwendet werden könne und einen hohen Wiedererkennungseffekt aufweise.“ Mehr Kompetentcenter braucht das Land.
Letzte Woche hatte ich berichtet, dass Folge 11 von „The Scene“ erschienen ist. Telepolis hat jetzt ein Interview mit dem Drehbuchschreiber der Web-Serie: „Wir wollten etwas machen, das nur im Netz funktioniert“.
Und wieder Telepolis, diemal mit dem ersten Teil einer dreiteiligen Reihe über die Entwicklung der ENIGMA: „Eine Ansammlung von spinnerten oder genialen Individuen“. Technikgeschichte ist immer gut.
Die FAZ berichtet über Wikipedia: Wir sind Sprengstoff!
Der Spiegel hat jetzt auch noch einen Wikimania-Abschlussbericht, den ich aber nur der Vollständigkeit hier verlinke. Dabei versucht der Autor auch noch, etwas lustig zu sein und offenbart nur seine vollkommende Unkenntnis von der Materie: Gutmenschen unter sich
Eine Diplomarbeit wert wäre auch die Frage, was einen typischen Wikipedianer charakterisiert (sofern es ihn überhaupt gibt). In Frankfurt hatte man jedenfalls den Eindruck, dass es vor allem junge Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren sind, die sich als altruistische Gutmenschen an der freien Enzyklopädie beteiligen. Auf ihren T‑Shirts, unter denen sich erste Speckröllchen abzeichnen, sind Aussagen wie „Alt F4“, „Some Rights Reserved“ oder „What the hack?“ zu lesen – die Insignien eines echten Wikimaniacs.
Vielleicht sollte der Autor auch nochmal andere Tagungen und Kongresse im Open Source / Hacker-Umfeld besuchen. Dann würde er feststellen, dass diese T‑Shirts dort überall getragen werden und nicht die „Insignien eines echten Wikimaniacs“ sind. Ist mir auch lieber, als die Menschen, welche grosse Markenbrands auf T‑Shirts tragen, ohne dass die laufenden Littfasssäulen dafür Geld bekommen, sie zahlen sogar noch Unsummen dafür.
Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat Wahlprüfsteine an die Parteien verschickt und die Antworten auf seiner Homepage veröffentlicht:
Im Rahmen der bevorstehenden Bundestagswahl am 18. September 2005 hat der DJV den fünf großen Parteien SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Linkspartei.PDS 14 Fragen zu den Positionen der Parteien zu verschiedensten Bereichen der Medienpolitik gestellt: Die Themen reichen von der Pressefreiheit über die Pressefusionskontrolle, die Künstlersozialkasse und Outsourcing in Redaktionen bis hin zur Tarifautonomie. Alle fünf Parteien haben Stellung bezogen.
Golem berichtet über Fortschritte bei YACY. Das ist eine freie p2p-Suchmaschine, die in Deutschland entwickelt wird:
Zur Nutzung der Yacy-Suchmaschine muss eine Java-Software auf dem eigenen Rechner installiert werden, die eine Art lokalen Proxy-Server darstellt. In diesem Zwischenspeicher landen alle mit dem eigenen Rechner besuchten Webseiten und werden dann als Volltext und mit Schlagworten versehen in einen Suchindex integriert. Bei herkömmlichen Suchmaschinen grast eine Robot-Software das Internet nach Webseiten ab und fügt die gefundenen Seiten in den Suchindex ein, während dies bei YaCy quasi vom Anwender übernommen wird. Über eine Blacklist lassen sich auch besuchte Seiten gezielt aus dem Index heraushalten.
Und nochmal Wikimania, diesmal beim Stern: Die Wissen-Globalisierer
Von ganz anderen Problemen berichtet der Chinese Isaac Mao. Die chinesische Regierung hat den Wikipedianern dort im vergangenen Jahr zwei Mal die Seite blockiert, weil sie politische Einflussnahme befürchtete. Mao selbst hat das Blog-Konzept nach China gebracht. Heute schreiben zwei Millionen Chinesen ein Weblog, und die chinesischsprachige Wikipedia umfasst rund 30.000 Artikel. „Ich bin kein Dissident“, sagt der 33-Jährige. „Ich bin eher der technische Typ.“ Und gegen den technischen Fortschritt, glaubt er, kommt nicht einmal die chinesische Regierung an.
-
: Mehr Banner gegen Vorratsdatenspeicherung
: Mehr Banner gegen Vorratsdatenspeicherung Für die Vorratsdatenspeicherungs-Kampagne gibt es neue deutschsprachige Banner:




Stellt sie in Euer Weblog oder auf Eure Homepage und verbreitet die Nachricht weiter. Bisher haben 18000 Europäer unterschrieben. Das können und sollen aber noch viel mehr werden. Wir freuen uns natürlich über mehr Banner!
Ein weiteres deutschsprachiges Banner habe ich gerade bei Lucomo gefunden:

-
: ZDF-Pressestelle erklärt das Klicken eines Links
: ZDF-Pressestelle erklärt das Klicken eines Links Das ZDF lädt zur Pressevorführung ein. Verwundert stelle ich fest, wie niedrigschwellig das Klicken auf einen Link erklärt wird:
Bitte folgen Sie dem Link:
[Link zu einer Pressevorführung des ZDF]
Sollte sich der Hyperlink nicht direkt aus dieser mail aufrufen lassen, helfen folgende Schritte:
1. Linkzeile markieren und den Inhalt in die Zwischenablage kopieren
2. Internet-Browser starten bzw. zum Internet-Browser wechseln, falls dieses Programm bereits läuft
3. Cursor in die Adresszeile des Browsers setzen und dort den Inhalt der Zwischenablage einfügen
4. ENTER-Taste drückenAlso entweder hält das ZDF Journalisten für extrem blöd (Was ich mir nicht vorstellen kann) oder sie haben schon genug Erfahrungen gesammelt, dass ein Teil ihrer Zielgruppe keinerlei Plan vom Bedienen eines Computers hat…
-
: Springer kauft ProSiebenSat1
: Springer kauft ProSiebenSat1 Tolle News… Bedeutet noch weniger Wettbewerb auf dem deutschen Medienmarkt.
Ein Interview von Tagesschau.de mit Horst Röper, dem Chef des Dortmunder Medienforschungsinstituts, bringt es auf den Punkt:
tagesschau.de: Was bedeutet das für uns Leser und Zuschauer konkret
Röper: Nun, in Zukunft kann man uns Lesern und Zuschauern aus einer Hand Meinungen präsentieren, die massiv von der Familie Springer dominiert werden. Der Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung wird dadurch riesig. Man kann die Kommentierung politischer Ereignisse sehr leicht auf eine Meinung trimmen. Zeitungen, Zeitschriften und nun auch noch Fernsehsender können sich darauf verständigen, Ereignisse alle unter einem Friede Springer genehmen Blickwinkel darzustellen. Die Vorliebe des Springer-Konzerns für die Union ist ja bekannt. Es ist leicht vorstellbar, wie beispielsweise die anstehenden Wahlen dadurch beeinflusst werden.
-
: Tagesanzeiger: Creative Commons in der Schweiz
: Tagesanzeiger: Creative Commons in der Schweiz Im Schweizer Tagesanzeiger hab ich einen Artikel über Creative Commons gefunden: Guerilla-Copyright sprengt Grenzen
-
: Nachrichtenüberblick 04.08.
: Nachrichtenüberblick 04.08. Die GPL 3.0 erscheint im Jahre 2007, wie der Tecchannel berichtet.
Die Tagesschau hat sich die deutschen Politiker- und Parteienseiten angeschaut und stellt fest: Dialog ist bei Parteien unerwünscht. Sehe ich auch so.
Wird Italien Deutschland irgendwann als Weltmeister im Telefonabhören ablösen? Die Frankfurter Rundschau berichtet über massive Überwachung dort unten: Italiens Fahnder hören Millionen Telefonate mit.
Die Folge 11 von „The Scene“ ist erschienen. Klasse Online-Serie über eine Warez-Group. Gibts hier zum Downloaden, aber auch via Bittorrent oder eMule.
Ian Clarke, Entwickler von Freenet, sitzt an einem neuen Projekt namens Darknet. Wie Freenet soll es anonymes Filesharing ermöglichen, allerdings im Unterschied zu Freenet durch ein Gruppensystem, in das man eingeladen werden muss. Ziel ist es nicht, eine Infrastruktur für das Tauschen von Filmen und MP3s zu schaffen, sondern Menschen in totalitären Systemen eine sichere Infrastruktur zu ermöglichen, in denen diese an der Zensur vorbei und ohne Angst, Informationen verteilen können.
Die neue ZEIT ist heute erschienen. Zwei Artikel sind auch zum Thema Netzpolitik dabei. In „Schaun mer mal“ geht es darum, dass die deutsche Polizei immer mehr zum Geheimdienst wird. Und der Artikel „Kulturkrieg im Cyberspace“ thematisiert die Frage, ob jetzt Google die europäischen Bibliotheken digitalisiert oder das eine staatliche Aufgabe ist.
-
: Medienecho zur Wikimania
: Medienecho zur Wikimania Die Wikimania ist heute in Frankfurt gestartet und das Medienecho ist erfreulicherweise enorm. Die Online-Tagesschau bringt ein kleines Feature mit einem einführenden Text, einem Interview mit dem Entwickler Brion Vibber sowie einem Interview mit Kurt Jansson. Auch dem Inforadio hat Kurt ein Interview gegeben. Die heute-Redaktion berichtet auch und weiss: Im Wikiversum geht die Sonne niemals unter. Der Hessische Rundfunk ist auch bei der Wikimania sehr aktiv. Neben Online-Artikeln gibt es heute um 18:05h ein einstündiges Special im HR2-Radio. Und nun zieht Spiegel-Online nach: Zehn Dinge, die umsonst sein werden. Die Frankfurter Rundschau hat in ihrer heutigen Printausgabe ein grosses Wikipedia-Feature. Alle Artikel sind auch online verfügbar.
Update:
Jetzt gibt es weitere Berichte rund um die Wikimania. Jimmy Wales hat „Zehn Dinge, die frei sein müssen“ vorgestellt. Ich bin weitgehend derselben Meinung, wundere mich nur über folgendes:
Die zehnte Forderung von Wales betrifft schließlich die Grundlage der „Bewegung für eine freie Kultur“ selbst. Befreit die Communities ist der Aufruf, dass sich die einzelnen Gemeinschaften von der Abhängigkeit von einzelnen Firmen oder Techniken lösen. Viele Communities seien etwa abhängig von Anbietern wie Hostern oder Providern – gerade nach dem Platzen der New-Economy-Blase sei viel Community-Arbeit mit der Pleite von Firmen untergegangen. Ansätze, um Abhilfe zu schaffen, sieht Wales in Angeboten wie Wikicities oder Flickr.
Wie kommt er nur darauf, Flickr dort zu nennen? Immerhin gehört Flickr mittlerweile Yahoo und ist somit nicht frei.
Die Futurezone schreibt über „Wikipedia als Rotes Kreuz fürs Netz“:
Als „äußerst demokratische“ Organisation werde Wikipedia weltweit den freien Zugang zu Informationen im Internet sichern, sagte der aus Florida kommende Wales. „Ich stelle mir vor, dass wir international im Informationsbereich so eine ähnliche Funktion einnehmen wie das Rote Kreuz.“
Auch die Deutsche Welle berichtet: Wikimedia: Frei bis ans Ende der Welt.
Dann geisterte noch eine News durch die Medien, wonach in jedem Wikipedia-Artikel Rechtschreibfehler sein sollen. Verwundert stelle ich fest, dass Medien dies kritiklos übernommen haben, ohne zu hinterfragen, weshalb stichweise nur zwölf (!!) Artikel untersucht wurden und das Ergebnis dann auf alle Artikel hochgerechnet wurde. Sowas nenne ich extrem unseriös. Der Brockhaus-Sprecher bezieht sich natürlich darauf und freut sich, dass er Interviews geben darf.
Erste Bilder sammeln sich bei Flickr.
-
: Server war mal down
: Server war mal down So, jetzt ist wieder alles online. Schuld war ein Update auf ein neues Betriebssystem. Doch beim booten traten Probleme auf, so dass der Provider erstmal ins Rechenzentrum musste, um uns über die Fehlermeldung aufzuklären. Alles gar nicht so einfach in der Ferienzeit, aber nun klappt wieder alles prima.
-
: FES-Publikation zum Thema Internet & Gesellschaft
: FES-Publikation zum Thema Internet & Gesellschaft Die Friedrich Ebert Stiftung gibt das Heft „Internationale Politik und Gesellschaft“ heraus, nach eigenen Angaben „Die Zeitschrift für internationale Beziehungen und globale Trends „. Thema des aktuellen Heftes 3/2005 ist das Internet:
Ein Medium, dessen politische Bedeutung erst seit kurzer Zeit diskutiert wird – das Internet – steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe von INTERNATIONALE POLITIK UND GESELLSCHAFT. Nachdem es zunächst der Kommunikation unter Wissenschaftlern vorbehalten war, hat sein Siegeszug nach dem Wirtschaftsleben und der privaten Sphäre nun auch die Politik erreicht. Auf vielen Ebenen des politischen Prozesses verändert es bereits die Spielregeln: Es erleichtert den Zugang zu Informationen, bietet neue Möglichkeiten, die eigenen Positionen bekannt zu machen, und erlaubt partizipative und interaktive öffentliche Debatten, die geographische und soziokulturelle Grenzen überwinden. Für viele enthusiastische Beobachter schien der Übergang vom E‑Commerce zur E‑Agora vollzogen oder doch nahe.
Die Artikel können als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden.
-
: Nachrichtenüberblick 03.08.
: Nachrichtenüberblick 03.08. Es gibt einen „Call for nominations“ für den „FSF Award for the Advancement of Free Software“ im Jahre 2005. Einsendungen können bis zum 31. Oktober 2005 gemacht werden:
The Free Software Foundation (FSF) and the GNU Project announce the request for nominations for the 2005 FSF Award for the Advancement of Free Software. This award is presented to a person who has made a great contribution to the progress and development of free software, through activities that accord with the spirit of software freedom (as defined in the Free Software Definition).
SuSE goes Fedora und soll zu OpenSuSE werden. Damit geht Novell den Weg von RedHat und bildet aus SuSE ein Communityprojekt. In den nächsten Wochen soll eine Beta-Version veröffentlicht werden. Im Frühjahr 2006 soll dann die erste „richtige“ Version erscheinen.
Telepolis thematisiert, wie einfach es ist, aufgrund voreilenden Gehorsams den Betrieb einer Webseite zu blockieren oder lahm zu legen: Schnell mal eine Webseite abschalten. Die Beispiele sind FFII.org und die Machinima-Seite „RPG-Films“.
Bei der Futurezone ist die Vorratsdatenspeicherung mal wieder ein Artikel wert: Netz-Proteste gegen Datenspeicherpflicht. Bisher haben 14000 Menschen unsere Petition gegen eine drohende Vorratsdatenspeicherung in Europa unterschrieben.
Der Internet Explorer 7 wird sich wieder mal nicht an Web-Standards halten. Nun gibt es einen Protestaufruf mit dem Ziel, dass Nutzer Alternativen verwenden sollen, die sich an Standards halten:
Thurrott ruft Internetnutzer und Web-Entwickler daher mit drastischen Worten zum Boykott des Internet Explorer 7 auf. Nach seiner Ansicht ist der Internet Explorer „ein Krebsgeschwür im Web, das bekämpft werden muss“. Daher empfiehlt er den Einsatz anderer Browser wie Firefox, Safari oder Opera.
Morgen beginnt die Wikimania und heute morgen würdigte die dpa der Wikipedia einen eigenen Bericht: In vier Jahren die Welt erobert: Erster Wikipedia-Kongress.
-
: Richard Stallman zu Softwarepatenten in Europa
: Richard Stallman zu Softwarepatenten in Europa Richard Stallman kommentiert im Guardian die Situation rund um Softwarepatente in Europa: Soft sell
So, did consumers and programmers win anything? Yes – time, but not much.
The directive on „computer-implemented inventions“ is dead but software patents in Europe are not. We have not defeated the pro-patent forces, only driven them off. They decided to avoid a showdown at that time and place, but that does not mean they have given up. We do not know when or how they will be back, but we must not assume they will use the same methods or that we have years to prepare.
This battle has implications far beyond the software field. Our years-long fight has shown how undemocratic the EU is. It is a system in which bureaucrats can make decisions that, practically speaking, the public can never reverse.