2005
-
: The Guardian über Wikipedia
: The Guardian über Wikipedia Einen Rückblick auf die Wikimania bietet The Guardian: Worldwide Wikimania
„Books like the Encyclopedia Britannica are nothing else than simple knowledge compendiums without any political soul,“ says Jean-Baptiste Soufron, a legal adviser to the Wikimedia Foundation. „I am convinced that Wikipedia is the only real encyclopedia of our days because it’s the only one that relies on a real political goal: to pursue freedom over content and information.“
-
: Schüler mit Notebooks ausstatten?
: Schüler mit Notebooks ausstatten? Was passiert, wenn man Schüler mit Notebooks ausstattet und komplett hirnrissige Gesetze gegen Computerspionage erlässt, zeigt sich gerade in Philadelphia. Dort waren einige Schüler etwas kreativ, zeigten Medienkompetenz und werden jetzt eines Verbrechens angeklagt. Wieso? Sie haben das Admin-Passwort, welches auf der Rückseite des Notebooks angebracht war, genutzt um sich eigene Software zu installieren. Damit chatteten sie dann miteinander im Unterricht und surften. Was Schüler halt so tun, wenn der Unterreicht langweilig ist und sie nicht gefordert werden. Mit solchen Massnahmen kann man prima Jugendliche nachhaltig von einem funktionierenden „Rechtssystem“ überzeugen. Total plemplem!
The Register brachte die Story vor zwei Tagen mit der reisserischen Überschrift „US schoolkids run amok on internet“. Und heute ist der Spiegel dran: „Verhafte mich – ich kenne das Passwort!“
-
: Ping-Probleme mit WordPress
: Ping-Probleme mit WordPress Seit einiger Zeit pingt dieses WordPress-Blog leider nicht mehr an Technorati und Blogstats. Was mich verwundert, da dieselben Einstellungen in anderen Blogs problemlos funktionieren. Mittlerweile bin ich mit meinem Latein am Ende. Vielleicht kann mir ja jemand mitteilen, was ich falsch mache?
In den Optionen sind folgende Pings eingerichtet:
http://xmlrpc.blogg.de/
http://rpc.technorati.com/rpc/ping
http://ping.blo.gs/
http://api.my.yahoo.com/RPC2
http://rpc.blogrolling.com/pinger/
http://ping.rootblog.com/rpc.php
http://rcs.datashed.net/RPC2 -
: Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer
: Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer Die Organisatoren des Thought Thieve$-Filmwettbewerbes haben mich wegen weiterer Übersetzungen vom englischen ins deutsche angefragt. Da meine Zeitressourcen derzeit äusserst knapp sind, kann ich dies leider nicht machen. Aber vielleicht findet sich unter den Lesern jemand, der/die Lust und Zeit dafür hat?
Freiwillige melden sich bitte direkt bei Sasha Costanza-Chock, schock ADD riseup PUNKT net
-
: Ein Jahr netzpolitik.org
: Ein Jahr netzpolitik.org Heute vor einem Jahr und zwei Tagen habe ich mit einem Eintrag dieses Blog begonnen, einer Pressemitteilung, welche wir über die Freie Software Presseagentur zum Thema Softwarepatente veröffentlicht hatten. Was die Wenigsten wissen ist, dass unter dieser Domain schonmal ein Blog aktiv war, nur im Jahre 2003.Damals nutzte ich noch Nucleus als Software und berichtete „Tagebuch-ähnlich“ von meinen Reisen zu UN-Konferenzen im Rahmen des ersten World Summit on the Information Society und zum Lobbying gegen Softwarepatente in Strassburg, kurz vor der ersten Abstimmung im Europaparlament. Es trug den Untertitel „Backpacking to World Politics“ und ich schilderte meine Erfahrungen und Erlebnisse als junger Mensch in Genf und Strassburg – „bewaffnet“ mit meinem Notebook, Schlafsack und Isomatte. (Hab gerade tatsächlich noch einen Teil im Google-Cache gefunden) Grosse Reisen konnte ich mir nicht leisten und glücklicherweise bekam ich wenigstens die Fahrtkosten mit der Bahn finanziert, 14h Zugfahren, bis ich endlich in Genf ankam. Hotelkosten zahlte mir leider niemand und so nächtigte ich mit dem Schlafsack in Hotelzimmern von Freunden. Die Erlebnisse waren für mich damals sehr beeindruckend, endlich mal viele Menschen persönlich zu treffen, von denen ich immer nur gelesen hatte, bzw. nur virtuell kannte. Danach konzentrierte ich mich erstmal auf andere Dinge, wie den Aufbau meiner Firma und politischem Engagement.
Bis mich letztes Jahr wieder das Bloggen packte. Eigentlich hatte ich das Konzept für dieses Blog schon seit Jahren im Kopf. Damals noch als Portal gedacht wollte ich mit vielen anderen darüber berichten, was im Bereich Netzpolitik passiert. Leider gab es nie konkrete Zusagen, dies gemeinschaftlich zu machen. Und auch die Technik war noch nicht so ausgereift. Im Endeffekt war der Overhead auch immer zu hoch, Texte zu schreiben und sich dann noch um HTML-Formatierungen zu kümmern. Bis sich Blogs durchsetzten. Und mit ihnen easy-to-use publishing Möglichkeiten. Ich liebe dieses Medium, den HTML-Overhead vergessend, kann ich einfach drauf los schreiben, Informationen remixen und neu zusammenstellen, Wissen teilen und Bewusstsein für die Themen der digitalen Welt von morgen schaffen, die leider immer noch zu wenig Beachtung finden. Und neben all den Erfahrungen, die ich dabei sammeln kann, macht es eine Menge Spass.
Im letzten Jahr ist viel passiert, hier in diesem Blog, um Netz und in der realen Welt.
Erste grössere Aufmerksamkeit kam mit dem Livebericht unseres kleinen Hacks der MSN-Promotour im Februar: Microsoft auf Promo-Tour bei uns im Büro. Ganz verwundert war ich über die Nominierung bei den Freedom Blog Awards von Reporter ohne Grenzen in der Kategorie „Internationales“. Als einziges deutschsprachiges Blog unter lauter englischsprachigen Blogs in einem internationalen Wettbewerb fühlte ich mich geehrt, machte mir aber keine Hoffnungen auf den Gewinn. Um so verwunderter war ich über die Pressemitteilung, die mich zum Gewinner erklärte. Ich musste sie zweimal lesen und mir das Ergebnis nochmal von Freunden bestätigen lassen. Danke nochmal an alle, die für mich gestimmt haben. Seitdem steigen die Zugriffszahlen konstant und pendeln sich gerade im Sommerloch bei ca. 2500 verschiedenen Besuchern am Tag ein. Als ich anfing, hätte ich nie geglaubt, dass sowas mal möglich sein würde.
Mittlerweile bekomme ich auch immer mehr Hinweise per Mail, für die ich danken will. Ebenso Andreas und Carsten, die mir mit der Technik etwas den Rücken freihalten. Dazu noch Bea, meiner „Assistentin“, die unter „Blu“ öfters schöne Texte hier reinstellt, die bei uns im Büro entstanden sind, sowie Philipp und Wetter, die partiell auch Artikel dazu liefern. Vor allem, wenn ich wieder mal zu lange unterwegs bin. Und meiner Freundin, der ich manchmal weniger Aufmerksamkeit schenken kann, als sie verdient, wenn ich Abends noch vorm Notebook sitzend schnell etwas schreiben will. Mal schauen, wie es sich weiter entwickelt. Ich will eigentlich noch viel mehr Interviews mit interessanten Menschen aus dem Netzpolitik-Kontext machen. Und vielleicht finden sich noch mehr Mitschreiber. Was auch noch auf der To-Do Liste steht, ist ein richtiges Logo für netzpolitik.org. Vielelicht findet sich ja mal jemand, der mir eines macht, was mir dann auch gefällt.
Abschliessend kann ich nur sagen: Uns gehört das Netz!
-
: iRights: US-Lehrbücher mit Verfallsdatum
: iRights: US-Lehrbücher mit Verfallsdatum Vor drei Tagen geisterte die Meldung über ermässigte wissenschaftliche DRM-Textbooks durch zumeist US-amerikanische Medien und Blogs. Ich wollte dazu auch was schreiben (Danke auch an Stefan für die Mail) , hatte aber leider nicht die gewünschte Zeit. Also nutze ich jetzt mal das Potential der Creative Commons Lizenzen und nehme einen schönen Text von Matthias Spielkamp, den dieser für das Verbraucherportal iRights.info geschrieben hat:
US-Lehrbücher mit Verfallsdatum
Der US-Buchgroßhändler MBS Textbook Exchange plant gemeinsam mit fünf großen Verlagen Lehrbücher für Universitäten als E‑Books anzubieten. Die digitalen Ausgaben sollen ein Drittel weniger kosten als ihre gedruckten Pendants, können jedoch durch den Einsatz von digitalem Rechtekontroll-Management (DRM) nur auf einem Computer gespeichert werden und laufen nach fünf Monaten ab.
„Universal Digital Textbooks“ nennt MBS das Programm, an dem die Verlage McGraw-Hill Higher Education, Houghton Mifflin Company, John Wiley & Sons, Thomson Learning und SAGE Publications teilnehmen. In einem ersten Schritt sollen die E‑Books in Buchläden an zehn US-Universitäten verkauft werden. Die E‑Books im Adobe-PDF-Format werden mit einem DRM-System versehen, das kontrolliert, dass die Bücher nur auf einen Computer geladen werden können. Nach fünf Monaten – einem US-Semester – sind die Dateien nicht mehr lesbar. Außerdem können die E‑Books nicht weiter verkauft werden.
-
: Microsoft schmeisst Party im Abgeordnetenhaus
: Microsoft schmeisst Party im Abgeordnetenhaus Hallo? In Berlin wundert mich gar nichts mehr:
Where do you want to go today? Der Software-Multi Microsoft wird seinen Werbeslogan am 18. August so beantworten: Ab ins Abgeordnetenhaus! Der wegen seiner Geschäftspraktiken umstrittene Großkonzern lädt an diesem Datum alle Berliner Parlamentarier zu einer Werbeveranstaltung samt Buffet – in den Festsaal des Abgeordnetenhauses, direkt im Anschluss an eine Plenarsitzung. Als Vertreter des rot-roten Senats hat sich Ehrhart Körting (SPD) angekündigt. Der Innensenator wird auf dem Termin eine Rede halten.
… berichtet die TAZ heute, und zitiert dann u.a. noch die Microsoft-Sprecherin:
„Unser Engagement wurde politisch nicht als Problem empfunden. Warum sollten wir dann übersensibel sein?“, fragt Microsoft-Sprecherin Inger Paus. Schließlich hat die Lösung Festsaal handfeste Vorteile: Angesichts der Zeitnot der Parlamentarier, so Paus, wolle man ihnen die Teilnahme so einfach wie möglich machen.
Auch Parlamentspräsident Walter Momper hat keine Problem damit: „Ich halte es für richtig, wenn Firmen und Institutionen die Gelegenheit erhalten, Abgeordneten Informationen zu vermitteln – auch hier an Ort und Stelle“.
Offensichtlich gibt es aber doch ein politisches Problem damit, das Abgeordnetenhaus für eine Lobby-Party zu nutzen. Protest kommt von den Grünen, wie neben der TAZ auch Heise berichtet:
Generell stößt der Grünen sauer auf, dass sich das Parlament zwar bereits wiederholt dafür ausgesprochen habe, die Vormacht Microsofts in den Computerinfrastrukturen des Landes zu brechen und Alternativen mit Open Source zu testen, „der rot-rote Senat es aber immer genau anders macht“.
Vielleicht liegt es daran, dass der ehemalige CDU Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner mittlerweile Chef-Lobbyist bei Microsoft für den Bereich „Public Sector“ ist und seine ehemaligen Kollegen einlädt?
Auch für die Berliner Zeitung ist das ein Thema: Zu Gast bei Bill Gates
So steht es in der Einladung der Microsoft Deutschland GmbH, die die Abgeordneten jetzt erreichte, unterschrieben übrigens vom Ex-Senator und Ex-Abgeordneten der CDU, Wolfgang Branoner, derzeit wichtiger PR-Mann der Firma. Natürlich ist die Teilnahme an jenem Beisammensein freiwillig. Doch ist es schön zu wissen, dass ausgerechnet im Hause des demokratischen Souveräns ein paar abhängig Beschäftigte des reichsten Mannes der Welt, Bill Gates, zum Büfett laden? Noch dazu am Tag einer Plenarsitzung, am 18. August, wenn die Abgeordneten ihrer höchsten Pflicht genügen und den parlamentarischen Wettstreit austragen? Zwar beginnt die Veranstaltung laut Einladung nach Abschluss der Debatten – aber wird hier nicht doch auf eine etwas arg plumpe Art Lobbyismus betrieben?
de.internet.com berichtet noch über den wahren Grund: Microsoft versucht Berliner Senat mit edlem Empfang zu kaufen
Der Software-Konzern Microsoft hat alle 141 Abgeordneten des Berliner Senats am 18. August zu einem „Parlamentarischen Abend“ im Festsaal des Berliner Landesparlaments eingeladen. Was offiziell als Vorstellung „Microsoft Initiativen für Bildung und Innovation“ beim Land Berlin deklariert wird, ist eine Lobbyveranstaltung, bei der es um Updates für die rund 65.000 Desktops in den Berliner Landes- und Bezirksverwaltungen geht. In den Berliner Verwaltungen läuft weitestgehend noch Windows 2000 mit MS Office 97.
-
: EFF verkündet die Blog-a-thon – Gewinner
: EFF verkündet die Blog-a-thon – Gewinner
Die Electronic Frontier Foundation hat die Gewinner ihres Blog-a-thon – Wettbewerbes verkündet:Most Inspirational
IO Error, In Defense of Freedom: „As I said in an Independence Day posting a few weeks ago, the fight for liberty is not only conducted by the armed forces, it is conducted every day by ordinary citizens like you and me. We cannot protect freedom by curtailing it. Enemies of freedom, both foreign and domestic, threaten us every day, and we must be prepared to stand up to anyone who would take away the liberty which has made this country unique among nations.“Most Humorous
Memoirs of a Guardian Vampire, Fair use … what use is it? (Harry Potter Woke Up Goth): „ ‚Moribund is the core of my consciousness. Half-Heartedly I crawl through the strange forest until insecurities strip me of my fears. Suicide, Suicide, Suicide. Thou art my obsession.’ Thus were the thoughts that greeted Harry Potter as he woke that morning.“Best Overall
The ramblings of Laura Crossett, The Medium is Not the Message: „As I read news reports now, five years later, about bloggers getting in trouble for their writing, I’m reminded of that moment in the basement of Jessup and of the inability, or unwillingness, of the woman at the end of the hall to see electronic communication as equal to oral communication. The attempts to say that bloggers don’t have the same rights as journalists stem, in part, from a belief that electronic print is not equal to hard copy print. “ -
: Netzeitung: Windows macht Google unglücklich
: Netzeitung: Windows macht Google unglücklich Die Netzeitung berichtet über die Gründe von Google, auf Linux anstatt auf Windows zu setzen. Diese hatte Chris DiBona, Open-Source-Manager bei Google, auf einer Linux-Konferenz in San Francisco ausführlich beschrieben:
Setze man beispielsweise Windows oder ein anderes Betriebssystem ein, das nicht Open Source sei, müsse man erst den Hersteller fragen, bevor Änderungen am Programmcode vorgenommen werden können. «Warum sollten wir die Kontrolle über unsere Software einer anderen Firma übertragen?», wird DiBona in der Online-Ausgabe der Zeitschrift «Computer Business Review» zitiert.
-
: Heise über Vorratsdatenspeicherung und EDRi
: Heise über Vorratsdatenspeicherung und EDRi Monika Ermert hat das aktuelle EDRi-gram gelesen und berichtet auf Heise über die Vorratsdatenspeicherungs-Kampagne und die General Assembly der European Digital Rights Initiative letztes Wochenende hier in Berlin: Petition gegen Vorratsspeicherung von TK-Verbindungsdaten findet Unterstützung. Bisher liegt Deutschland bei den Unterschriften auf Platz 3, was uns etwas verwundert. Mehr Unterstützer haben bisher die Finnen und die Niederländer gesammelt. Helft uns, die Kampagne bekannter zu machen und stellt Banner auf Eure Webseite. Natürlich können wir auch noch bessere Banner gebrauchen. Für die Kampagne gibt es auch ein Wiki, welches aber demnächst eine eigene Subdomain bei dataretentionisnosolution.com bekommt.
Die Schwerpunkte unserer Arbeit für das nächste Jahr werden bei Heise auch vorgestellt:
Die Vorratsdatenspeicherung wird nach einem Beschluss der inzwischen 21 EDRI-Mitgliedsorganisationen in 14 Ländern bei ihrer Sitzung am vergangenen Wochenende in Berlin zu den wichtigsten Aktionsfeldern gehören. Daneben will man sich auf die Biometrie und das Nachfolgedokument zur Durchsetzungsrichtlinie für geistiges Eigentum konzentrieren. Außerdem will man die Entwicklungen bei RFID und beim anstehenden Weltgipfel der Informationsgesellschaft verfolgen.
-
: USA: RIAA Strassenkampagne für stärkeres Urheberrecht
: USA: RIAA Strassenkampagne für stärkeres Urheberrecht
In den USA macht die „Music United Coalition“ (RIAA) eine Posteraktion mit dem Slogan „Füttert die Musiker durch legale Downloads“ (Feed a musician, download legally) und will sich für ein stärkeres Urheberrecht einsetzen. Verwundert frage ich mich, was denn da noch stärker werden kann? Meine Antwort: „Respektiert die Nutzer und verzichtet auf DRM!“. [via BoingBoing]
-
: TP: Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005, Teil1
: TP: Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005, Teil1 Falk Lüke hat wieder für Telepolis über den Online-Wahlkampf geschrieben: Die Mehrheit ist drin
Der Onlinewahlkampf in der Bundesrepublik ist bereits in vollem Gange. Doch wen können, wen wollen die Parteien über die Onlinekommunikation erreichen? Wo liegen die Vorzüge des e‑Campaignings gegenüber der klassischen politischen Kommunikation? Die Antwort liegt nicht zuletzt daran, wer überhaupt online ist. Der Artikel ist der erste Teil einer vierteiligen Serie über Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005.
-
: Politikerblog-Thementag in deutschen Medien
: Politikerblog-Thementag in deutschen Medien Es gibt zwei neue Artikel über Politiker-Weblogs im Bundestagwahlkampf:
Das Handelsblatt (bzw. dpa) schreibt über „neue Wege im Wahlkampf“: Politiker entdecken Weblogs
Politikwissenschaftler Kleinsteuber meint, wenn man im Wahlkampf schon auf Blogs setze, sollten sie auch Teil des Wahlkampfkonzepts werden. „Man könnte zum Beispiel die Adressen auf Wahlplakaten veröffentlichen.“ Mit Weblogs könnten internetaffine, jüngere Wähler erreicht werden. Derzeit seien Blogs aber kaum in die Wahlkampfstrategien der Parteien eingebunden und das merke man auch an der Qualität der Angebote.
Für die Deutsche Welle kommentiert Nico Lumma den aktuellen Stand im Netz: Politiker-Blogs: Noch keine Bereicherung der Blogosphäre
Blogs spielen in diesem Wahlkampf eine Rolle, aber anders, als sich die Parteien es vorstellen. Denn die Politiker-Blogs werden eher mit Schmunzeln oder Kopfschütteln zur Kenntnis genommen, nicht aber als wirkliche Bereicherung der Blogosphäre. Im Gegensatz dazu ziehen die Blogs von Unterstützern oder die Gruppenblogs zur Wahl viele User an sich und stellen sich der Diskussion. Die Diskussionen verlaufen teilweise auf hohem Niveau, teilweise ist ein Niveau nicht zu erkennen. Blogs spiegeln in diesem Sinne das wieder, was Politiker bei Diskussionen am Infostand auch erleben können. Man sollte sich der Diskussion stellen und gut mitlesen.
Update: Hab ich einen Politikerblog-Thementag in deutschen Medien verpasst?
Jetzt berichtet der Spiegel: Wenn Politiker-Blogs zu Bumerangs werden
Realitäts-Check für Volksvertreter
Was als direkter Draht zum Bürger gedacht war, entpuppt sich in Wahrheit zum Blitzableiter des Frusts der Bürger. Teilweise seitenlange Konvolute werden den Politikern ins Webtagebuch geschrieben – ein so wohl kaum beabsichtigter Realitäts-Check für die Volksvertreter. Geklagt wird über Hartz IV, arrogante Ossis, korrupte Berufspolitiker und die Sozis, die sieben Jahren nichts auf die Reihe gekriegt haben.Falk Lüke hat sich jetzt für die Netzeitung die Blogs angesehen: Politiker suchen mit Blogs den «direkten Draht», und weiss vom neuen Weblog der Grünen Partei:
Die Grünen starten am heutigen Freitag ein Blog mit ihren neun Spitzenpolitikern. Neben dem Spitzenkandidaten und Außenminister Joschka Fischer bloggen dort auch Renate Künast und Jürgen Trittin sowie die Partei- und Fraktionsspitzen. Die Grünen-Pressespecherin Sigrid Wolff «Mit dem Blog wollen wir zum Dialog über grüne Politik einladen, sowie live und authentisch aus dem grünen Wahlkampf berichten. Damit sind Bündnis 90/Die Grünen die erste Partei in diesem Wahlkampf mit einem eigenen Web-Blog, in dem alle SpitzenpolitikerInnen zusammen bloggen werden.»
Und auch die Tagesschau berichtet: Was Politiker so bloggen (lassen)
Eine persönliche Website gehört inzwischen zur Grundausstattung für Politiker. Das Kandidaten-Weblog dagegen ist noch relativ jung. Im Wahlkampf 2005 spielen die aufgebohrten Online-Tagebücher trotzdem eine Rolle. Ein Streifzug durch Politikerblogs.
-
: Ubuntu-Lite für ältere Rechner
: Ubuntu-Lite für ältere Rechner Gerade bin ich über Ubuntu-Lite gestolpert. Das ist eine Extraversion meiner derzeitigen Lieblingsdistribution für ältere Rechner. Die neuen Linux-Distributionen sind ja eher auf aktuelle Rechnerarchitekturen ausgerichtet. Ältere Rechner der Pentium I und II – Generation kommen allerdings normalerweise nicht mehr mit den neuesten Desktop-Oberflächen klar, zu hoch sind die Anforderungen an Hauptspeicher und andere Dinge. Ubuntu-Lite soll jetzt das Problem lösen. Mehr INformationen hat Distrowatch und das Ubuntu-Lite-Wiki. Ich in gespannt.
[via Linuxlog]
-
: Die Zeit über Wikipedia
: Die Zeit über Wikipedia Die Zeit schreibt heute in einer Glosse über Wikipedia: Wiki heißt schnell
Das Internet bringt Menschen zusammen, zu guten und zu bösen Zwecken. Es ist insbesondere ein Medium, das Interessen, Kenntnisse und Fähigkeiten kombiniert, und da nichts so sehr den Geist beflügelt wie die unausgesetzte Kombination und Rekombination von Ideen, ist das Internet die Sphäre des Geistes in der heutigen Welt geworden.
Wer ihn im Netz sucht, verliert schnell die Übersicht. Bis er auf Wikipedia stößt, die gemeinnützige, aus Spenden finanzierte Online-Enzyklopädie, an der jeder mitschreiben darf; in Deutschland sind es rund 10.000 Freiwillige.
[via WiP]
-
: Erste Alpha-Version von KDE 3.5 erschienen
: Erste Alpha-Version von KDE 3.5 erschienen Die erste Alpha-Version des populären freien Desktopmanagers KDE ist in der Version 3.5 erschienen. Golem und Heise haben weitere News. Den Feature-Plan gibt es hier. Das KDE Developers Journal ist auch interessant. Ich freue mich auf das Erscheinen der stabilen Version.
-
: 22C3: Private Investigations
: 22C3: Private Investigations 
Der 22. Chaos Communication Congress findet vom 27. bis 30. Dezember 2005 wieder in Berlin statt. Neu in diesem jahr ist der lang ersehnte vierte Tag. Bis zum 1.10. läuft ein Call for Paper für Beiträge. Trotz eines weiteren Tages wird es aber nicht mehr Vorträge und Workshops geben, in denletzten Jahren war das einfach zu viel auf einmal, so dass das Programm diesmal etwas entzerrt wird.
-
: EDRi-gram – Nummer 3.16 erschienen
: EDRi-gram – Nummer 3.16 erschienen Ein neues EDRi-gram, Nummer 3.16, 10. August 2005, der European Digital Rights Initiative ist erschienen. Themen sind diesmal:
1. EDRI welcomes 5 new members
2. 21.000 signatures against data retention
3. Italy decrees data retention until 31 december 2007
4. UK and NL ban glorification of terrorism
5. Angry pro software patent company takes down FFII website
6. First Norwegian verdict on hyperlinks
7. German court outlaws wiretapping without court order
8. Romanian MPs propose wiretapping without court order
9. New intellectual property legislation in Ireland
10. Recommended reading: free software and open source -
: Film: Gimme the Mermaid
: Film: Gimme the Mermaid Einen Film, den ich schon seit einiger Zeit wiederfinden wollte, habe ich gerade noch bei Thought Thieve$ verlinkt gefunden:

„Gimme the Mermaid“:
by Negativland and Tim Maloney
A new short from the band Negativland, with help from Disney animator Tim Maloney, who created this using his employer’s equipment after hours. „Mermaid“ combines the sound of a music industry lawyer with the voice of the Little Mermaid and Negativland’s helium-tinged cover of Black Flag’s „Gimme Gimme Gimme.“ The video appears on the band’s release, No Business, available via Stay Free!Während des ersten World Summit on the Information Society im Dezember 2003 in Genf gab es eine kleine Guerilla-Aktion der WSIS? We Seize! Gegen-Gipfel – Aktivisten vor der WIPO. Auf dem Gipfel selbst wurden gefakte Einladungen verteilt, wonach die WIPO Abends einen Film zum Thema Intellectual Property in ihrem Gebäude, nicht weit weg vom Gipfel, zeigen wollte. (Muss mal zuhause schauen, ob ich die „Einladung“ noch finde) Den gab es dann nicht im Gebäude und auch nicht offiziell von der WIPO, sondern Medienaktivisten beamten den Film an die Aussenwand der WIPO. War eine coole Aktion. Sowas wird es wohl beim zweiten WSIS im November diesen Jahres in Tunis vermutlich nicht geben.

Den Film gibt es neben anderen interessanten Sachen als 11MB grosse MP4-Datei bei Illegal-Art. Sehr empfehlenswert!
-
: Thought Thieve$ Filmwettbewerb
: Thought Thieve$ Filmwettbewerb Eine witzige Idee ist der Gegenwettbewerb zur Microsoft UK-Kampagne über „Gedankendiebe“. Junge Menschen werden da aufgefordert, Filme zum Thema Intellectual Property hinzuschicken. Kritische sind natürlich nicht erwünscht. Seit heute gibt es aber „THOUGHT THIEVE$“, um allen kritisch denkenden die Gelegenheit zu geben, auch bei einem Wettbewerb mit zu machen:

Ausschreibung: THOUGHT THIEVE$ Kurz-Film-Schau
THOUGHT THIEVE$ ist eine Kurz-Film-Schau darüber, wie Konzerne sich Wissen, Kultur und Kreativität unter den Nagel reißen und die Antwort der Basis auf die Micro$oft-Wettbewebspropaganda gleichen Namens [siehe http://www.msn.co.uk/thoughtthieves/Default.asp].
Bei unserer Version von THOUGHT THIEVE$ geht es um große Konzerne, um den von ihnen begangenen Diebstahl und ihren Profit am Wissen des gewöhnlichen Volkes. Einfach gefragt: was löst es wohl für eine Reaktion aus, wenn die eigene traditionelle Kultur, die gemeinsame Kreativität, die tausende von Jahre alten Samen-Bestände, das althergebrachte medizinische Wissen oder gar das eigene genetische Muster als Eigentum eines multinationalen Konzerns angesehen wird? Was würdet Ihr tun?
Wir wollen es wissen!
Schickt uns Euren Kurzfilm über Konzern-Piraterie bis zum 16. September, 2005. Damit hat Euer Film die Chance, an einer internationalen Aufführungs-Tour teilzunehmen. Steht noch nicht fest: die Macher der kreativsten Filme der Publikumswertung werden zu einer Premierenaufführung ihres Filmes in Tunis, Genf oder London eingeladen.
Wir können auch alle eine riesige Auswahl neuester Gratis-Software gewinnen; massig Recherche-Material zu Public Domain, Fair Use, Creative Commons, und Copyleft; nicht genveränderte Nahrung; erschwingliche Allgemeinmedizin … und weitere tolle Sachen, die wir bald bekanntgeben werden.
TERMIN: Abgabeschluss 16. September 2005.
Ein Poster zum Wettbewerb zum selber ausdrucken und aufhängen gibt es hier als PDF.