Kultur

Medienecho zur Wikimania

Die Wikimania ist heute in Frankfurt gestartet und das Medienecho ist erfreulicherweise enorm. Die Online-Tagesschau bringt ein kleines Feature mit einem einführenden Text, einem Interview mit dem Entwickler Brion Vibber sowie einem Interview mit Kurt Jansson. Auch dem Inforadio hat Kurt ein Interview gegeben. Die heute-Redaktion berichtet auch und weiss: Im Wikiversum geht die Sonne niemals unter. Der Hessische Rundfunk ist auch bei der Wikimania sehr aktiv. Neben Online-Artikeln gibt es heute um 18:05h ein einstündiges Special im HR2-Radio. Und nun zieht Spiegel-Online nach: Zehn Dinge, die umsonst sein werden. Die Frankfurter Rundschau hat in ihrer heutigen Printausgabe ein grosses Wikipedia-Feature. Alle Artikel sind auch online verfügbar.


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Update:

Jetzt gibt es weitere Berichte rund um die Wikimania. Jimmy Wales hat „Zehn Dinge, die frei sein müssen“ vorgestellt. Ich bin weitgehend derselben Meinung, wundere mich nur über folgendes:

Die zehnte Forderung von Wales betrifft schließlich die Grundlage der „Bewegung für eine freie Kultur“ selbst. Befreit die Communities ist der Aufruf, dass sich die einzelnen Gemeinschaften von der Abhängigkeit von einzelnen Firmen oder Techniken lösen. Viele Communities seien etwa abhängig von Anbietern wie Hostern oder Providern — gerade nach dem Platzen der New-Economy-Blase sei viel Community-Arbeit mit der Pleite von Firmen untergegangen. Ansätze, um Abhilfe zu schaffen, sieht Wales in Angeboten wie Wikicities oder Flickr.

Wie kommt er nur darauf, Flickr dort zu nennen? Immerhin gehört Flickr mittlerweile Yahoo und ist somit nicht frei.

Die Futurezone schreibt über „Wikipedia als Rotes Kreuz fürs Netz„:

Als „äußerst demokratische“ Organisation werde Wikipedia weltweit den freien Zugang zu Informationen im Internet sichern, sagte der aus Florida kommende Wales. „Ich stelle mir vor, dass wir international im Informationsbereich so eine ähnliche Funktion einnehmen wie das Rote Kreuz.“

Auch die Deutsche Welle berichtet: Wikimedia: Frei bis ans Ende der Welt.

Dann geisterte noch eine News durch die Medien, wonach in jedem Wikipedia-Artikel Rechtschreibfehler sein sollen. Verwundert stelle ich fest, dass Medien dies kritiklos übernommen haben, ohne zu hinterfragen, weshalb stichweise nur zwölf (!!) Artikel untersucht wurden und das Ergebnis dann auf alle Artikel hochgerechnet wurde. Sowas nenne ich extrem unseriös. Der Brockhaus-Sprecher bezieht sich natürlich darauf und freut sich, dass er Interviews geben darf.

Erste Bilder sammeln sich bei Flickr.

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2 Kommentare
  1. Dass mit den Communities (und flickr) hatte Jimmy Wales wie folgt gemeint: es geht nicht darum, dass niemand da Geld mit verdient, sondern darum, dass die Inhalte der Community unter einer freien Lizenz stehen. Und flickr macht ziemlich viel Werbung für CC-Lizenzen, die dort auch reichlich genutzt werden — ich denke, dass er es deswegen erwähnt hat.

  2. Genau so meinte er es :-). Es soll einfach möglich sein, dass wenn die entsprechend Community schließt, die Möglichkeit besteht, mit den Inhalten zu einer anderen Community umzuziehen und dort die Arbeit fortzusetzen.

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