Wikipedia
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: Bildschirmhintergründe
: Bildschirmhintergründe Schon mal bemerkt? Bei Wikipedia finden sich viele sehr schön anzusehende Bildschirmhintergrund-Bilder – alle garantiert unter einer freien Lizenz veröffentlicht.
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: The Economist schreibt über Open Source Strategien
: The Economist schreibt über Open Source Strategien The Economist hat einen lesenswerten Artikel zum Thema Open Source Strategien geschrieben: Open, but not as usual. Danach sollte man einen Groklaw-Artikel dazu lesen.
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: Medienrevolution-Pflichtlektüre in der ersten Fassung nun frei
: Medienrevolution-Pflichtlektüre in der ersten Fassung nun frei Erik Möller, Wikipedianer und Humanist hat die erste Auflage seines im Dpunkt-Verlag erschienenen Buches „Die heimliche Medienrevolution“ mit Zustimmung seines Verlages unter eine (genauer: zwei) freie Lizenzen gestellt: Creative Commons (BY-SA) und GNU Free Documentation License.
Das Buch (19 Euro, kaufen, kaufen kaufen!) verkauft sich nach allgemeinem Bekunden gut und bietet einen netten Einstieg in die technisch-politische Seite von Wikis und Blogs. Genug Platz gab Erik für kontroverse Theorien aus :)
Es gibt die erste Auflage derzeit als PDF und als DOC (aus OOo exportiert).
Im Grunde spricht nichts dagegen, es in ein Wiki zu packen und für die Aktualisierung zu sorgen.…
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: Ausstellung: Fünf Jahre Wikipedia – eine Enzyklopädie erobert das Internet
: Ausstellung: Fünf Jahre Wikipedia – eine Enzyklopädie erobert das Internet Seit heute ist die Pressemitteilung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) in Göttingen online, in der für die Ausstellung Fünf Jahre Wikipedia – Eine Enzyklopädie erobert das Internet geworben wird.
„Fünf Jahre Wikipedia – Eine Enzyklopädie erobert das Internet” ist der Titel einer Ausstellung, die vom 17. März bis zum 15. April 2006 im Foyer der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) zu sehen ist. Text- und Bildtafeln informieren über die wichtigsten Konzepte und Themen dieses online verfügbaren „Nachschlagewerks”. Ergänzend vermitteln ausgewählte gedruckte Publikationen ein Bild von der Geschichte der Enzyklopädie
Beteiligt an diese Ausstellung ist der Verein Wikimedia Deutschland e.V. Die Vorarbeiten für die Ausstellung erfolgten in der Wikipedia.
Die Ausstellung fällt räumlich und zeitlich einigermaßen mit dem Vorhaben der Wikipedia Academy zusammen, die am 16. und 17. Juni 2006 in Göttingen stattfinden wird. Schwerpunkt ist hier die Frage, wie man vornehmlich Wissenschaftler zur Wikipedia führt und neue inhaltliche Sicherungsmöglichkeiten für die freien Inhalte etabliert.
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: Wikipedia Usability-Test
: Wikipedia Usability-Test Ellen Reitmayr hat die gestern im Podcasting-Interview besprochenen Ergebnisse eines Wikipedia-Usability-Tests als PDF veröffentlicht.
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: Podcasting: Ellen Reitmayr von OpenUsability
: Podcasting: Ellen Reitmayr von OpenUsability Das aktuelle Podcasting-Interview habe ich mit Ellen Reitmayr gemacht. Ellen ist Usability-Expertin und engagiert sich sowohl beim KDE-Projekt als auch bei OpenUsability. In dem Interview geht es um Usability im Allgemeinen und wie man die Benutzerfreundlichkeit von Software und die Wikipedia darauf testen kann. Aber auch die OpenUsability-Plattform und das Projekt werden ausführlich vorgestellt.

Das Interview gibt es sowohl im freundlichen und nachhaltigen Ogg Vorbis Format (15MB) als auch in einer MP3-Version (13MB).
Und hier sind die Folien eines Vortrages von Ellen zum Thema „OpenUsability – Puts a Smile on Your Interface“.
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: Contentconference.at
: Contentconference.at Die österreichische Ratspräsidentschaft führt gerade in Wien eine Konferenz durch. Von 11:30 bis 13:00 Uhr wird darunter auch Angela Beesley von Wikipedia mit anderen „Contentanbietern“ diskutieren.
Einen Stream von Telekom Austria gibt es auch.
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: Diskussion: Das offene Netz. Weblogs und Wikis: partizipative Medienwelten im Internet.
: Diskussion: Das offene Netz. Weblogs und Wikis: partizipative Medienwelten im Internet. Nächste Woche Dienstag wird Erik Möller anlässlich der zweiten Auflage seines Buches “Die heimliche Medienrevolution” einen Vortrag zum Thema „Das offene Netz. Weblogs und Wikis: partizipative Medienwelten im Internet.“ in der Buchhandlung Lehmanns in Berlin halten.
Anschliessend wird es eine Diskussion geben, wo Erik, Johnny Haeusler, Volker Grassmuck und ich miteinander über die Chancen und Risiken des offenen Netzes diskutieren werden. Ich bin mal auf die Diskussion gespannt. Mit allen Teilnehmern habe ich schon oft und lange einzeln über das Thema diskutiert, aber noch nie mit allen zusammen.
Dienstag 7. März um 20.00 Uhr, Eintritt kostenlos
Buchhandlung Lehmanns, Hardenbergstr. 5, 10623 Berlin
Medien bedeuten Macht. Kann das Internet Bertelsmann, Time Warner und Rupert Murdoch gefährlich werden? Großunternehmen versuchen auch die neuen Medien zu kapitalisieren, doch im globalen, dezentralen Kommunikationsnetz gelten andere Spielregeln. Auf der Basis freier Software, die von jedem kostenlos verändert und kopiert werden kann, entstehen völlig neue Medienformen. Millionen von Weblogs sogenannten Online-Postillen ergänzen die klassische Medienlandschaft um unabhängige Stimmen. Erste Experimente mit cleveren Finanzierungsmodellen zeigen, dass auf dieser Basis auch echter Journalismus möglich ist. Gleichzeitig arbeiten Tausende von Freiwilligen an offenen Wissensdatenbanken wie der gigantischen Enzyklopädie Wikipedia. Eine Konvergenz von Wikis und Weblogs zeichnet sich ab. Massive Online-Zusammenarbeit in den Bereichen Nachrichten, Wissen, Kunst und Kultur scheint unausweichlich oder findet bereits statt. Das revolutionäre Potenzial des Internet, das erst übertrieben, dann belächelt wurde, nimmt Konturen an.
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: Open Source Jahrbuch 2006 Prelaunch
: Open Source Jahrbuch 2006 Prelaunch Das Open Source Jahrbuch 2006 wird am 15. März auf der Cebit präsentiert. Die meisten Texte stehen jetzt schon als PDF-Versionen auf der Webseite zum Download bereit. Auch dieses Jahr ist umfasst das Open Source Jahrbuch wieder eine interessante Auswahl an Themen.
Hier eine kleine Auswahl:
Lawrence Lessig: »Eine freie/befreite Kultur für den Remix«
Oliver Passek: Open oder Close Access?
Alastair Otter: Digitale Möglichkeiten für Afrika
Armin Medosch: Auf freien Wellenlängen: Funknetze als techno-soziale Entwürfe
Bernd Lutterbeck: Die Zukunft der Wissensgesellschaft
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: Wikipedia: Entscheidung über Einstweilige Verfügung vertagt
: Wikipedia: Entscheidung über Einstweilige Verfügung vertagt Falls es wen interessiert: Das Gericht hat die Entscheidung über eine Einstweilige Verfügung gegen Wikipedia auf den 9. Februar vertagt. Berichtet zumindest der Wikimedia Deutschland e.V.
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: Geschichte verschönern mit Wikipedia
: Geschichte verschönern mit Wikipedia In den letzten Monaten gab es aus dem IP-Raum des US-Repräsentantenhauses mehr als 1000 Änderungen bei Wikipedia. Eine der beliebtesten Aktionen ist das Löschen von ehemaligen Kampagneninitiativen einzelner Abgeordneten, die ein wenig ihre Geschichte schönen wollen. Erfahrungen, die Wikipedia auch schon in Deutschland gemacht hat. Lowellsun.com hat einen interessanten Artikel dazu: Rewriting history under the dome.
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: Ne Menge Holz: Alle zwei Wochen 800 Seiten Wissen pur im Abo
: Ne Menge Holz: Alle zwei Wochen 800 Seiten Wissen pur im Abo Schon im Oktober solls anlaufen: Unter dem Projektnamen „WP 1.0″ will der Zenodot Verlag in vier Jahren einhundert gedruckte Bände der Freien Online-Enzyklopädie Wikipedia herausbringen. Wer mitschreiben will, ist seit gut fünf Jahren dazu eingeladen. Das Projekt läuft allerdings erst richtig an, wenn sich genug InteressentInnen für ein Abonnement entschieden haben. Darüber ob und wann dieser Punkt erreicht ist, will der Herausgeber online informieren.
Auch redaktionell hat sich der Verlag einiges vorgenommen:
Eine gedruckte Enzyklopädie muss andere Anforderungen erfüllen: Lebendige Artikel müssen auf den Punkt gebracht werden, langfristig Gültiges aus fließenden Arbeitsständen gewonnen werden, Qualitativ hochwertiges muss bewahrt, Zweifelsfälle extern abgesichert werden.
In Sachen Endredaktion von Wikipediatexten hat der Verlag durch Herausgabe der WikiPress-Bücher bereits Erfahrung.
Für knapp 15 Euro bekommt man die Druckfassung nach Hause geschickt. Wer schon immer mal eine Enzyklopädie kaufen wollte, aber sie nicht mehr braucht, weil die Wikipedia digital verfügbar ist, kann seine Exemplar auch einer sozialen Einrichtung zukommen lassen.
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: Podcast: Dan Gillmor über Citizen Media
: Podcast: Dan Gillmor über Citizen Media Heute ist wohl Audio-Tag. Blog-Age verweist auf ein Interview mit Dan Gillmor über „Citizen Media“. Sein Buch „We the media“ ist lesenswert, allerdings hab ich ihn auf einer Podiumsdiskussion rund um das Thema „Citizen Journalism“ auf dem WSIS in Tunesien live gesehen und war danach enttäuscht. Ausser einigen belanglosen Thesen, die mittlerweile jeder Blogger aufzählen konnte, hatte er nicht viel zu sagen. Das Interview ist aber trotzdem hörenswert.
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: Wikimedia Deutschland: Schreiben an die Wikipedia-Community
: Wikimedia Deutschland: Schreiben an die Wikipedia-Community Auf der Mailingliste der deutschsprachigen Wikipedia wurde ein Schreiben des Vorstandes von Wikimedia Deutschland veröffentlicht, der ein wenig die Entwicklungen der letzten Tage zusammenfasst:
Liebe Wikipedia-Community, liebe Mitglieder des Vereins,
die letzten Tage waren reichlich turbulent. Sicher habt Ihr über die einstweilige Verfügung gegen den Verein bereits einiges mitbekommen, schließlich wurde auch umfangreich in den Medien berichtet. Aus heiterem Himmel waren plötzlich viele wichtige Entscheidungen zu treffen.
Innerhalb des Vorstandes und gemeinsam mit unserem Anwalt wurden unzählige E‑Mails ausgetauscht und Telefonate geführt, um möglichst schnell und angemessen auf die Situation zu reagieren. Dadurch und weil sich der Vorstand auf Anraten des Anwalts erstmal mit Äußerungen zurückgehalten hat, ist die Information an Euch leider etwas zu kurz gekommen. Nun, nachdem zumindest die erste juristische Hürde erfolgreich genommen wurde, wollen wir dies endlich nachholen.Es gibt auch einen Ausblick auf das, was da noch kommen mag:
Deshalb sind wir mit dem Anwalt der Kläger in Kontakt, um eine
außergerichtliche Lösung zu suchen, die für alle Beteiligten tragbar
ist. -
: Wikipedia.de darf wieder verlinken
: Wikipedia.de darf wieder verlinken Noch funktioniert der Redirect von wikipedia.de auf de.wikipedia.org nicht, aber im Laufe des Tages soll erstmal wieder alles in Ordnung sein: wikipedia.de: Keine Weiterleitungssperre mehr wegen „Tron“-Artikeln.
Das Amtsgericht stimmte der Ansicht des Anwalts zu der Verfügung gegen die Weiterleitung von wikipedia.de in seinem heutigen Beschluss zu. Die Interessen von Wikipedia an der Bereitstellung aller Beiträge wiegen dem zufolge im konkreten Fall vorläufig höher als die postmortalen Namensrechte der Antragsteller, insbesondere, weil es die Antragsteller nicht genannt haben, welche Beiträge genau Namensrechtsverletzungen enthalten.
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: Wikipedia.de abgeschaltet wegen einstweiliger Verfügung
: Wikipedia.de abgeschaltet wegen einstweiliger Verfügung Die Domain wikipedia.de ist derzeit außer Betrieb. Statt einem Redirect auf de.wikipedia.org erscheint dort nur folgende Meldung:
Liebe Freunde Freien Wissens,
durch eine vor dem Amtsgericht Berlin-Charlottenburg am 17. Januar 2006 erwirkte einstweilige Verfügung wurde dem Verein Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. untersagt, von dieser Domain auf die deutschsprachige Ausgabe der freien Enzyklopädie Wikipedia (wikipedia.org) weiterzuleiten.
Wir lassen derzeit durch unsere Rechtsanwälte alle möglichen Schritte prüfen, um Ihnen schnellstmöglich wieder einen unkomplizierten Zugang zur freien Enzyklopädie Wikipedia zu bieten. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen bis auf Weiteres keine weiteren Stellungnahmen in dieser Sache abgeben werden.
Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.
Berlin, 18. Januar 2006Unschöne Sache.
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: Spiegel Online: Souveräne Reaktion
: Spiegel Online: Souveräne Reaktion Gestern abend wurde Wikipedia auf eine Ähnlichkeit zweier Absätze in einem Spiegel Online-Artikel zu einem Wikipedia-Artikel hingewiesen.
Ich habe gestern abend meinen Kontakt bei Spiegel Online auf diese Ähnlichkeit hingewiesen. Heute morgen erfolgte eine Rückmeldung von Mathias Müller von Blumencron. Man sehe die Ähnlichkeit ebenfalls und schaue nun, wie das passieren konnte.
In der Zwischenzeit wurde schon einmal der Absatz um eine Einleitung mit Verweis auf Wikipedia ergänzt.
Nach der Klärung des Sachverhaltes heisst es nun unter dem Artikel:
Gestern Nacht hat SPIEGEL ONLINE eine Passage im Artikel über den Rubik-Weltrekord veröffentlicht, deren Quelle „Wikipedia“ nicht angegeben war. Aus Kreisen „Wikipedias“ wurde die Redaktion per E‑Mail auf das Versäumnis hingewiesen. Wir überprüften den Vorfall: „Wikipedia“ hatte Recht. Daraufhin haben wir den Quellenhinweis am Morgen nachträglich eingefügt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Man kann jetzt sagen, daß das ja „das Mindeste“ sei und so weiter. Ich widerspreche. Die Geschwindigkeit, Offenheit und Ehrlichkeit von Spiegel Online ist sehr positiv und ich möchte den SpOn-Redakteuren, die daran beteiligt waren danken. Niemand weiss, ob nicht morgen eine IP einen längeren SpOn-Artikel bei Wikipedia einstellt, der von den anderen Wikipedianern nicht schnell genug entdeckt wird. Das Vorhandensein klarer Kanäle und das gegenseitige Ernstnehmen ist hier besonders hilfreich. Wikipedia ist auf Hinweise auf urheberrechtlich möglicherweise problematische Stellen angewiesen und nimmt diese Hinweise ernst. Es tut gut, wenn das auch der Rest der Zunft so handhabt.
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: Fünf Jahre Wikipedia
: Fünf Jahre Wikipedia Herzlichen Glückwunsch: Gestern ist die Wikipedia fünf Jahre alt geworden. Passend dazu gab es einen Artikel bei Heise („It’s a Wiki World – 5 Jahre Wikipedia“) und einen bei Telepolis, wo Torsten Kleinz „Fünf Herausforderungen für die Wikipedia“ beschrieben hat.
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: Klaue aus Wikipedia, verliere deinen Job
: Klaue aus Wikipedia, verliere deinen Job Urheberrecht ist ein zweischneidiges Schwert für Wikipedia. Zum einen muss auf illegal eingestellte Texte geachtet werden, zum anderen gibt es Zeitgenossen, die es so eilig haben, daß sie Texte aus der Wikipedia nicht mehr als solches deklarieren.
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: Freibier und Freisinn
: Freibier und Freisinn Auf Börsenblatt.net findet sich ein PDF-Dokument mit der Rede eines CDU-MdB:
Bundestagsabgeordneter Günter Krings (CDU) hat sich gestern auf der Jahrestagung der AG Publikumsverlage gegen die Freibiermentalität im Umgang mit geistigem Eigentum ausgesprochen.
Krings geht dort in einigen Punkten auf das ein, was er unter Open Source versteht. Auf einigen Thesenpunkten wird aus dem Mittelalter ein Urheberrecht hergeleitet, das Konzept von Open Source in eine Art Gegensatz dazu gestellt und dann die Verstärkung des Bewußtseins für Geistiges Eigentum gefordert. Grob gefasst, Krings macht das etwas ausführlicher und eleganter.
Es macht meist auch wenig Sinn, ein belletristisches Buch zu „verbessern“. Es kann allenfalls den Anstoß für eigene, geistige Schöpfungen Dritter bilden – von der Rezension bis hin zum eigenen Roman als Antwort auf das Gelesene. Und diese stehen in jedem Falle als eigenständige Werke neben dem ursprünglichen.
Man beachte die Beschränkung auf die Belletristik. Doch auch hier gibt es ein gewisses Problem, denn die Freiheit, einen Text ändern zu dürften muss ja nicht zwingend mit dem Anspruch verbunden sein, ihn verbessern zu wollen. Welcher deutsche Verlag hat selbst genügend Mittel, ein mäßig erfolgreiches Schmökerchen auf Urdu zu übersetzen, wenn es keine pakistanische Kulturförderung gibt, die hier Gelder dafür bereitstellen kann? Auch schon eine einfache CC-nc-Lizenz (Evil yadda yadda) reichte hier bereits aus, daß jemand den Text auf eine hör-mp3-taugliche Form herunterbrechen könnte oder den Text so glätten könnte, daß die kleine 5 jährige Susanne es mag. Nur so eine Idee.
Solange es noch keine Patente auf Handlungen gibt (ich bin zu alt), hat Krings natürlich noch eine Tür offengelassen: Ein neues Buch schreiben. So wird aus Harry Potter dann Tanja Grotter. Und alle sind glücklich, weil sie 5 Monate lang über einen Plagiatsprozess mit ungewissem Ausgang berichten können.
Wenn es an harte Texte geht (Software-Handbücher), so wird die Sache noch ein wenig klarer, denn hier bringt O’Reilly schon seit einigen Jahren vernünftige Bücher unter freien Lizenzen heraus.
Golem.de hat die Rede ein wenig auf die skandalträchtigen Teile gekürzt und flugs daraus ein „Krings: Open-Source-Idee für Bücher ungeeignet“ gemacht.
In Krings Postkasten findet sich seit einigen Stunden folgende Email:
Sehr geehrter Herr Krings,
auf den Seiten des Börsenblattes habe ich heute einen recht
interessanten Text von ihnen gelesen. Ich habe die URL dazu auf die
Mailingliste der deutschsprachigen Wikipedia weitergeleitet und bin
einmal gespannt, wie dort die Reaktionen ausfallen werden.Wikipedia ist ein mehrsprachiges internationales Projekt zur
Erstellung einer Enzyklopädie. Die Texte sind urheberrechtlich
geschützt, von den Autoren jedoch unter eine freie Lizenz, die GNU FDL
gestellt, die den freien Einsatz der Texte auch zu kommerziellen
Zwecken erlaubt.Obwohl das Projekt gerade erst 5 Jahr alt ist (am 15. Januar wird
gefeiert), hat es doch in den letzten Jahren schon einiges auf die
Beine gestellt. Wikipedia gehört derzeit zu den am 20
häufigstbesuchten Webseiten weltweit, will man einmal den Zahlen von
alexa.com glauben. 2 von 1000 Webseitenbesuchen gehen auf Wikipedia.In Berlin hat ein Verlag (Zenodot) gerade die ersten drei Bände einer
Taschenbuchreihe herausgebracht, deren Texte aus der Wikipedia stammen
und die lizenzkonform eingesetzt werden. Wer will, kann die
Taschenbücher für etwa 10 Euro im Buchhandel erwerben. Darüber hinaus
gibt es sie als PDF zum Download auf den Seiten der Wikipedia und bei
www.wikipress.de, wo auch die Arbeiten an weiteren Bänden stattfinden.Directmedia und Zenodot sind damit aber nicht die Ersten. O’Reilly und
andere Verlage pubizieren schon seit einigen Jahren Bücher, die
ebenfalls unter einer freien Lizenz stehen. Der heise-Verlag / dpunkt
haben 2004 einige Werke unter die Creative-Commons-Lizenz gestellt.In Ihrem Text hatte ich zwischenzeitlich den Eindruck, als seien hier
die freie Lizenzierung und die Befürwortung des geistigen Eigentums
ein Widerspruch. Aus meiner Arbeit in der Wikipedia kann ich Ihnen
versichern, daß dies mitnichten der Fall ist.Damit die Texte der Wikipedia frei einsetzbar sind und frei bleiben,
sind auch wir gezwungen, Urheberrechtsverletzungen entgegenzuwirken.
Dies fängt dann bei Zeitungen an, die ohne die Befolgung der
Lizenzbedingungen und sogar ohne Quellenangabe lange Passagen
übernehmen, sei es nun die Süddeutsche Zeitung oder Spiegel Online.Ich würde mich freuen, mit Ihnen über das Thema freier Textlizenzen in
einen Austausch treten zu können und Ihnen die Anwendungsmöglichkeiten
freier Textsammlungen zu zeigen.Herzliche Grüße,
Mathias Schindler