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Spiegel Online: Souveräne Reaktion

Gestern abend wurde Wikipedia auf eine Ähnlichkeit zweier Absätze in einem Spiegel Online-Artikel zu einem Wikipedia-Artikel hingewiesen. Ich habe gestern abend meinen Kontakt bei Spiegel Online auf diese Ähnlichkeit hingewiesen. Heute morgen erfolgte eine Rückmeldung von Mathias Müller von Blumencron. Man sehe die Ähnlichkeit ebenfalls und schaue nun, wie das passieren konnte. In der Zwischenzeit…

  • Mathias Schindler

Gestern abend wurde Wikipedia auf eine Ähnlichkeit zweier Absätze in einem Spiegel Online-Artikel zu einem Wikipedia-Artikel hingewiesen.

Ich habe gestern abend meinen Kontakt bei Spiegel Online auf diese Ähnlichkeit hingewiesen. Heute morgen erfolgte eine Rückmeldung von Mathias Müller von Blumencron. Man sehe die Ähnlichkeit ebenfalls und schaue nun, wie das passieren konnte.

In der Zwischenzeit wurde schon einmal der Absatz um eine Einleitung mit Verweis auf Wikipedia ergänzt.

Nach der Klärung des Sachverhaltes heisst es nun unter dem Artikel:

Gestern Nacht hat SPIEGEL ONLINE eine Passage im Artikel über den Rubik-Weltrekord veröffentlicht, deren Quelle „Wikipedia“ nicht angegeben war. Aus Kreisen „Wikipedias“ wurde die Redaktion per E‑Mail auf das Versäumnis hingewiesen. Wir überprüften den Vorfall: „Wikipedia“ hatte Recht. Daraufhin haben wir den Quellenhinweis am Morgen nachträglich eingefügt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Man kann jetzt sagen, daß das ja „das Mindeste“ sei und so weiter. Ich widerspreche. Die Geschwindigkeit, Offenheit und Ehrlichkeit von Spiegel Online ist sehr positiv und ich möchte den SpOn-Redakteuren, die daran beteiligt waren danken. Niemand weiss, ob nicht morgen eine IP einen längeren SpOn-Artikel bei Wikipedia einstellt, der von den anderen Wikipedianern nicht schnell genug entdeckt wird. Das Vorhandensein klarer Kanäle und das gegenseitige Ernstnehmen ist hier besonders hilfreich. Wikipedia ist auf Hinweise auf urheberrechtlich möglicherweise problematische Stellen angewiesen und nimmt diese Hinweise ernst. Es tut gut, wenn das auch der Rest der Zunft so handhabt.

Über die Autor:innen

  • Mathias Schindler

    Seit 2003 Autor bei Wikipedia. Seit 2004 Mitglied bei Wikimedia Deutschland (in den Anfangsjahren Mitglied des Vorstandes) Von 2009 bis 2014 Projektmanager bei Wikimedia Deutschland Seit 2014 Mitarbeiter von Julia Reda, MdEP (Piratenpartei, Fraktion Grüne/EFA)


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4 Kommentare zu „Spiegel Online: Souveräne Reaktion“


  1. Wird man es bei Spiegel Online jemals lernen?

    Update: Spiegel Online hat sich inzwischen entschuldigt und einen Quellennachweis eingebaut.
    Ok, mal wieder eine Einladung zum Textvergleich. Heute: Der Zauberwürfel von Ernö Rubik. Dieses verflixte Ding aus den 80er, für das ich imme…


  2. Reporter klauen bei Wikipedia

    Hier schreibt die Netzeitung, dass auf Hawaii einem Reporter gekündigt wurde, weil er ständig von Wikipedia (aber auch Yahoo und anderen Quellen) Inhalte abgeschrieben hätte.
    Nun hat der Spiegel ein großes Problem. Vor einiger Zeit stand hier, da…


  3. wurde auch hier abgeschrieben oder warum taucht in diesem artikel das wort ORF futurezone auf???

    Die Legende geht so: Der Verlag von „Offenbarung 23“ habe die volle Nennung des Namens unter anderem damit gerechtfertigt, dass der ja öffentlich sei – wie man der Wikipedia entnehmen könne. Das jedenfalls erzählte Andy Müller-Maguhn, Sprecher des Chaos Computer Club CCC, der die Familie Trons öffentlichkeitswirksam unterstützt und dadurch einen Streit innerhalb des CCC verursachte, der ORF futurezone. Bestätigen will das natürlich niemand. Nur einer hat sich da womöglich verquatscht.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,396277,00.html


  4. Sehr schöner Kommentar zur Sache, gefällt mir!

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