NSA
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: Big Boss is watching you – Der Datenhunger der amerikanischen Geheimdienste und Unternehmer
: Big Boss is watching you – Der Datenhunger der amerikanischen Geheimdienste und Unternehmer Der Hintergrund auf Deutschlandfunk berichtete am Dienstag über „Big Boss is watching you – Der Datenhunger der amerikanischen Geheimdienste und Unternehmer“.
Seit aufgeflogen ist, in welchem Ausmaß die US-Sicherheitsbehörde NSA ihrer Bürger ausspioniert, geben sich viele Amerikaner empört darüber, wie transparent ihr Privatleben ist. Dass sie aber auch von ihren Arbeitgebern regelrecht ausgehorcht werden, nehmen die meisten jedoch protestlos hin.
Passend dazu ist auch ein Übersichtsartikel beim Perlentaucher: Prism-Skandal, Frage 1: Was wissen wir?
Happy birthday übrigens für Edward Snowden, der heute Geburtstag hat und 30 wird!
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: Neue Dokumente beweisen: Auslandsgeheimdienste wie die NSA können nicht demokratisch kontrolliert werden
Der Sitz des FISA Courts in Washington DC. Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:AgnosticPreachersKid">AgnosticPreachersKid</a>. Lizenz: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">BY-SA 3.0</a>. : Neue Dokumente beweisen: Auslandsgeheimdienste wie die NSA können nicht demokratisch kontrolliert werden Die NSA überwacht und speichert die weltweite Kommunikation ganz ohne echte richterliche oder gar öffentliche Kontrolle. Das wird jetzt durch zwei neue Dokumente von Justizministerium und geheimen Gerichten belegt, die der Guardian veröffentlicht hat. Besonders pikant: Verschlüsselte Kommunikation steht unter Generalverdacht – und wird gespeichert, bis der NSA sie entschlüsseln kann.
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: Glasfaserkabel und Spionage-U-Boote: Wie die NSA die Nervenzentren der Internet-Kommunikation anzapft
: Glasfaserkabel und Spionage-U-Boote: Wie die NSA die Nervenzentren der Internet-Kommunikation anzapft Geheimdienste wie die amerikanische NSA nutzen viele verschiedene Technologien, um Kommunikationsverkehre abzuhören und zu speichern. Neben Kooperation mit Betreibern und dem Hacken von Systemen können sie auch die weltweiten Glasfaserleitungen direkt anzapfen. Das macht die NSA schon seit Mitte der Neunziger – ein Spionage-U-Boot nach 9–11 machte das zur Routine.
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: Wirtschaft und Geheimdienste: Silicon Valley und die NSA sind im selben Business – dem deiner persönlichen Daten
: Wirtschaft und Geheimdienste: Silicon Valley und die NSA sind im selben Business – dem deiner persönlichen Daten Internet-Firmen und Geheimdienste sind mittlerweile im selben Business: der Sammlung, Analyse und Nutzung großer Mengen persönlicher Daten. Der einzige Unterschied: Geheimdienste wollen Informationen, Firmen einfach nur Geld. Die New York Times hat jetzt ein paar Beispiele ausgegraben, darunter sind auch wieder die an PRISM beteiligten Firmen Facebook und Skype.
Skypes „Projekt Schach“
Skype hat ein eigenes geheimes Programm: „Projekt Schach“. Damit erkunden sie rechtliche und technische Fragen, wie man Skype-Gespräche für Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden möglichst leicht zugänglich machen kann. Weniger als ein Dutzend Menschen in der Firma wissen davon. „Projekt Schach“ gibt es demnach seit circa fünf Jahren, also noch eh Skype an eBay verkauft wurde und lange bevor es an Microsoft verkauft wurde. Während Skype vor vielen Jahren noch öffentlich gesagt hat, dass seine Gespräche nicht abgehört werden können, will Microsoft das heute nicht mehr bestätigen.
(Wie oft Skype Nutzerdaten herausgibt, wollte auch der Digitale Gesellschaft schon von dem Konzern wissen.)
Solche kleinen, geheimen Teams, die eigene Daten leichter mit der NSA austauschen wollen, gibt es in immer mehr Firmen, so anonyme Informanten gegenüber dem Blatt. Einerseits werden die Unternehmen unter Druck gesetzt zu kooperieren, andererseits wollen sie den Prozess selbst kontrollieren.
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: Geheimdienst-Experte: Kanzleramt und Innenminister waren über NSA-Überwachung „sehr genau unterrichtet“
: Geheimdienst-Experte: Kanzleramt und Innenminister waren über NSA-Überwachung „sehr genau unterrichtet“ Kanzleramt und Innenminister müssen von der massiven Internet-Überwachung der NSA gewusst haben. Das sagt ein Geheimdienst-Experte und Autor eines Buchs über den BND in einem Beitrag von Frontal 21. Offiziell haben die Behörden von nichts gewusst – das sei „gespielt“.
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: Indien: Oberstes Gericht hört Klage eines Professors wegen der Überwachung durch die NSA an
: Indien: Oberstes Gericht hört Klage eines Professors wegen der Überwachung durch die NSA an Wie The Indian Express berichtet, stimmte das Oberste Gericht Indiens heute zu, die Klage des Professors Sri Niwas Singh nächste Woche anzuhören. Es geht dabei um die Überwachung durch den US-Nachrichtendienst NSA, Singh fordert Maßnahmen gegen indische Firmen die es der NSA erlaubt haben, Kundendaten abzuschnorcheln. In seiner Public-interest litigation (PIL) – eine Klagebefugnis die jedem „public spirited citizen“ offensteht – führt Singh aus, dass eine so groß angelegte Bespitzelung wie die der US-Behörden schädlich für die nationale Sicherheit Indiens sei und ruft das Gericht dazu auf, zu intervenieren. Das Bereitstellen von Kundendaten an ausländische Behörden durch indische Unternehmen stelle eine Verletzung von Verträgen und des Rechts auf Privatsphäre dar. Im Antrag des Anwalts Virag Gupta heißt es:
As per reports, nine US-based Internet companies, operating in India through agreements signed with Indian users, shared 6.3 billion information/data with National Security Agency of US without express consent of Indian users. Such larges cale spying by the USA authorities besides being against the privacy norms is also detrimental to national security.
Es sei ebenfalls eine Verletzung der nationalen Sicherheit, dass Regierungsmitarbeiterinnen und ‑mitarbeiter die Dienste privater Firmen nutzen, um online zu kommunizieren. Singh fordert das Centre for Public Interest Litigation auf, dafür zu sorgen dass die Regierungskommunikation geschützt bleibt – stattdessen sei sie derzeit „unlawfully intruded upon by US Intelligence Agencies through US-based Internet companies under secret surveillance program called PRISM“.
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: Erschreckende Statistik: Geheimdienste und Polizei nutzen Stasi-Akten, auch amerikanische Behörden wie die NSA
: Erschreckende Statistik: Geheimdienste und Polizei nutzen Stasi-Akten, auch amerikanische Behörden wie die NSA
Verschiedene Geheimdienste aus Deutschland und der ganzen Welt haben Stasi-Unterlagen angefordert und verwendet. Das geht aus einer Antwort der Behörde des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen auf eine Anfrage nach Informationsfreiheitsgesetz hervor. Auch aus den USA waren Behörden dabei: National Security Agency, die Botschaft in Berlin, das Department of Justice und das Air Force Office of Special Investigations.Dies ist ein Gastbeitrag von Heiko Stamer, Bürgerrechtsaktivist im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Ein ausführlicher Artikel zu diesem Thema erscheint demnächst bei Bürgerrechte & Polizei/CILIP.
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: NSA-Chef möchte Immunität für Unternehmen die ihnen Daten bereitstellen
: NSA-Chef möchte Immunität für Unternehmen die ihnen Daten bereitstellen Der Direktor der NSA Keith Alexander steht zur Zeit bereits wegen der Spionagetätigkeiten rund um PRISM in der Kritik. Und sein neuester Vorstoß wird sicherlich zumindest auf Seiten von Netzaktivisten und Datenschützern nicht positiv aufgenommen werden. Nach Informationen der politischen Nachrichtenseite Politico strebt Alexander schon seit längerem die rechtliche Immunität für Unternehmen an, welche mit der NSA zusammenarbeiten. Alexander dazu wörtlich:
If the government asks the company to do something to protect the networks, or to do something and a mistake is made, and it was our fault, then they should have liability protection for that
So logisch es auf den ersten Blick klingen mag die Regierung für Fehler zu bestrafen die in ihrem Auftrag ausgeführt wurden, so gefährlich wäre eine solche Regelung für die Internetnutzer. Einerseits würde es dazu führen, dass weitere Unternehmen ermutigt werden Daten weiterzugeben. Andererseits würde es aber ebenso die Unternehmen aus der Pflicht nehmen die bereitgestellten Daten genauestens zu überprüfen. Selbstverständlich haben große Unternehmen wie Google oder Facebook einen Ruf zu verlieren, aber für kleine oder unbekannte Unternehmen könnte so die Hemmschwelle enorm gesenkt werden.Alexander geht es aber keineswegs nur um Unternehmen die der NSA Daten bereitstellen, sondern um alle Unternehmen die ihnen im Kampf gegen „Cyberkriminalität“ helfen. Dazu gehören also ebenso Unternehmen wie beispielsweise Telekommunikationsunternehmen welche gezielt Webseiten oder Server sperren.
Und Alexander scheint mit seinem Vorschlag nicht alleine da zu stehen. In Saxby Chambliss, dem republikanischen Senator von Georgia, hat Alexander jedenfalls schon einen Fürsprecher gefunden:
Providing the private sector with full liability protection from frivolous lawsuits for all information sharing and for the use of certain countermeasures is essential to encouraging better cybersecurity, both within the private sector and the federal government.[…]Any bill we pass must contain these vital protections.”
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: Yes We Scan! Privacy Activists Protest Against PRISM and NSA Surveillance As President Obama Arrives in Berlin
: Yes We Scan! Privacy Activists Protest Against PRISM and NSA Surveillance As President Obama Arrives in Berlin Privacy activists just held a protest at the well-known Berlin Wall crossing point Checkpoint Charlie in Berlin. As President Barack Obama prepares to arrive in the German capital, the protest criticized excessive NSA surveillance and the Prism program. The call from digital rights NGO Digitale Gesellschaft asked for people to come with surveillance equipment, posing as NSA agents and their corporate helpers.
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: Edward Snowden Q&A: „Truth is coming, and it cannot be stopped“
: Edward Snowden Q&A: „Truth is coming, and it cannot be stopped“ Gestern stellte sich Edward Snowden beim The Guardian den Fragen von Internetnutzerinnen und ‑nutzern. Dabei ging es um WikiLeaks, Snowdens Erwartungen an Obama, das Leugnen von Google und Facebook und die öffentliche Debatte, die laut Snowden abschweife. Alle Fragen und Antworten gibt es hier.
Do you believe that the treatment of Binney, Drake and others influenced your path? Do you feel the „system works“ so to speak? #AskSnowden
— Jacob Appelbaum (@ioerror) June 17, 2013
Answer:Binney, Drake, Kiriakou, and Manning are all examples of how overly-harsh responses to public-interest whistle-blowing only escalate the scale, scope, and skill involved in future disclosures. Citizens with a conscience are not going to ignore wrong-doing simply because they’ll be destroyed for it: the conscience forbids it. Instead, these draconian responses simply build better whistleblowers. If the Obama administration responds with an even harsher hand against me, they can be assured that they’ll soon find themselves facing an equally harsh public response.
This disclosure provides Obama an opportunity to appeal for a return to sanity, constitutional policy, and the rule of law rather than men. He still has plenty of time to go down in history as the President who looked into the abyss and stepped back, rather than leaping forward into it. I would advise he personally call for a special committee to review these interception programs, repudiate the dangerous „State Secrets“ privilege, and, upon preparing to leave office, begin a tradition for all Presidents forthwith to demonstrate their respect for the law by appointing a special investigator to review the policies of their years in office for any wrongdoing. There can be no faith in government if our highest offices are excused from scrutiny – they should be setting the example of transparency.
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: Ehemalige NSA-Mitarbeiter und Whistleblower über Snowden: Er tat das Richtige, aber könnte zu weit gehen
: Ehemalige NSA-Mitarbeiter und Whistleblower über Snowden: Er tat das Richtige, aber könnte zu weit gehen Edward Snowden, die Quelle der NSA-Leaks, habe aus ihren Fehlern gelernt. Drei ehemalige Angestellte der NSA, die selbst Whistleblower waren, diskutierten am Sonntag bei USA TODAY über die aktuellen Ereignisse. Thomas Drake, William Binney and J. Kirk Wiebe hatten jahrelang versucht, die Bespitzelung durch die NSA einzudämmen – auf offiziellem Weg.
They had spent decades in the top ranks of the agency, designing and managing the very data-collection systems they say have been turned against Americans. When they became convinced that fundamental constitutional rights were being violated, they complained first to their superiors, then to federal investigators, congressional oversight committees and, finally, to the news media.
Stattdessen wurden ihre Namen an das Justizministerium gegeben und sie selbst unter dem Espionage Act strafrechtlich verfolgt. Snowden habe richtig gehandelt, gleich an die Medien zu treten und habe der Öffentlichkeit einen großen Dienst erwiesen – sie kritisieren Snowden jedoch dafür, gegenüber der Presse von ‚Cyberattacken’ der USA gegen China gesprochen zu haben:
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: PRISM: Facebook, Microsoft und Apple geben Zahlen zu NSA-Anfragen bekannt
: PRISM: Facebook, Microsoft und Apple geben Zahlen zu NSA-Anfragen bekannt Die drei amerikanischen Unternehmen Facebook, Microsoft und Apple haben in den letzten Tagen erste Zahlen veröffentlicht, wie viele Anfragen sie von amerikanischen Behörden, darunter der NSA, erhalten haben, um Daten an diese zu liefern. Gemessen an den jeweiligen Nutzer- bzw. Kundenzahlen der Konzerne wirken die Anfragen dabei geradezu gering. So schreibt Facebook in seiner offiziellen Stellungnahme:
For the six months ending December 31, 2012, the total number of user-data requests Facebook received from any and all government entities in the U.S. (including local, state, and federal, and including criminal and national security-related requests) – was between 9,000 and 10,000.[…] The total number of Facebook user accounts for which data was requested pursuant to the entirety of those 9–10 thousand requests was between 18,000 and 19,000 accounts.
Gemessen an den 1,1 Milliarden Nutzern die Facebook weltweit hat, erscheint die Zahl verschwindend gering. Und auch Microsoft nennt Zahlen in einer ähnlichen Region:
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: PRISM: NSA hört Telefone ohne richterlichen Beschluss ab
: PRISM: NSA hört Telefone ohne richterlichen Beschluss ab Die NSA hat in einem geheimen Briefing mit amerikanischen Abgeordneten erklärt, dass sie keinerlei gerichtlichen Befugnisse benötige um inländische Telefonate abzuhören. Das teilte der amerikanische Abgeordnete Jerrold Nadler mit, wie CNET berichtet.
If the NSA wants „to listen to the phone,“ an analyst’s decision is sufficient, without any other legal authorization required, Nadler said he learned. „I was rather startled,“ said Nadler, an attorney and congressman who serves on the House Judiciary committee.
Die Aussagen Nadlers legen nahe, dass das amerikanische Justizministerium die inländischen Gesetze zur Überwachung von Bürgern so interpretiert, dass sogar einfache Analysten die Berechtigung haben jegliche Telefongespräche mit zuhören. Dieses scheint Aussagen von Edward Snowden zu bestätigen der in einem Videointerview mit Glenn Greenwald vom Guardian angab:
I, sitting at my desk, certainly had the authorities to wiretap anyone, from you, or your accountant, to a federal judge, to even the President if I had a personal email.
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: BND ist neidisch auf NSA und will mit 100 Millionen Euro Netzüberwachung ausbauen
: BND ist neidisch auf NSA und will mit 100 Millionen Euro Netzüberwachung ausbauen Der Bundesnachrichtendienst ist offensichtlich neidisch auf die Möglichkeiten der NSA und möchte aufrüsten. Der Spiegel berichtet über das „Technikaufwuchsprogramm“, wofür in den kommenden fünf Jahren 100 Millionen Euro ausgegeben werden sollen. Das Ziel ist eine bessere Netzüberwachung: BND will Internet-Überwachung massiv ausweiten. Mit den 100 Millionen Euro möchte man 100 Mitarbeiter einstellen und den Rest in Hardware und Software investieren. Aber keine Panik: Der BND speichert das nicht alles, der „siebt nur“ (Spiegel-Wording).
Für den Digitale Gesellschaft e. V. ist das übrigens Verfassungsbruch: BND-Spähvorhaben inakzeptabel.
„Offensichtlich hat nicht nur die NSA, sondern auch die Bundesregierung beschlossen, dass die anlasslose Überwachung eine gute Idee ist – und möchte sich damit weit jenseits der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts begeben“, sagt Lavinia Steiner, Vorstand des Digitale Gesellschaft e. V. Bereits 1999 hatte Karlsruhe dem Gesetzgeber untersagt, beliebig in die Auslandskommunikation hineinzuhorchen. Stattdessen darf dies nur in engen Grenzen erfolgen. Zwar hat es 1999 dem BND erlaubt, Teile des Internetverkehrs anlasslos als Stichprobe zu kontrollieren. Aber mit der Vielzahl an weiteren Datenspeicherungs- und Zugriffsbefugnissen für die Ermittler und die alltägliche Rolle des Netzes in der Kommunikation der Bevölkerung ist diese Grenze heute deutlich enger auszulegen. „Offensichtlich fehlt es in der Regierung nicht nur an Respekt für die Entscheidungen des Gerichts und am Gefühl für die ‘Überwachungsgesamtrechnung’, wie Karlsruhe das nennt. Kanzlerin Merkel und Innenminister Friedrich sind Wiederholungstäter, sie handeln vorsätzlich und ignorieren die Urteile weitgehend“, sagt Lavinia Steiner. Noch im Vorratsdatenspeicherungsurteil, im Urteil zur Anti-Terror-Datei und im Urteil zur Bestandsdatenauskunft hatten die Karlsruher Richter den Gesetzgeber nachdrücklich gewarnt, die Datensammelwut nicht zu übertreiben.
„Dass Hans-Peter Friedrich die Dimensionen nicht versteht, erscheint glaubwürdig. Er hat seine gesamte Amtszeit über Nichts verstanden und beim Datenschutz versagt“, sagt Lavinia Steiner, Vorstand des Digitale Gesellschaft e. V. Der Innenminister hatte in der Presse die Abhöraktionen gerechtfertigt. „ Aber dass Angela Merkel, die fast 40 Jahre DDR erlebt hat, so tut, als ob sie nicht weiß, wohin die Reise geht – das ist kaum zu glauben.“ Die Kanzlerin ist auch die Chefin des Bundesnachrichtendienstes, dieser ist dem Bundeskanzleramt direkt unterstellt.
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: Der Bundesüberwachungsminister informiert: Unsere US-Freunde dürfen uns natürlich überwachen
: Der Bundesüberwachungsminister informiert: Unsere US-Freunde dürfen uns natürlich überwachen Wenn die NSA flächendeckend das Netz überwacht, dann muss man sie einfach vor Kritik in Schutz nehmen, dachte sich wohl unser Bundesüberwachungsminister Hans-Peter Friedrich und dankte zugleich für die „gute Zusammenarbeit“:
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die USA im NSA-Überwachungsskandal verteidigt und vor deutscher Kritik in Schutz genommen. „So geht man nicht mit Freunden um, die im Kampf gegen den Terrorismus unsere wichtigsten Partner sind“, sagte Friedrich der Welt am Sonntag. Friedrich sagte, Deutschland sei von Datenzulieferungen aus den USA abhängig. Es sei bekannt, „dass es die US-Geheimdienste sind, die uns immer wieder wichtige und richtige Hinweise gegeben haben“.
Was aussieht, wie schlechte Satire, ist leider Ernst gemeint. Ich weiß, es ist naiv, aber können wir mal einen Bundesinnenminister bekommen, der auch unsere Grundrechte schützt?
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: Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 24
<a href="http://www.flickr.com/photos/mandj98/2466229086/">James Marvin Phelps</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">cc</a> : Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 24 Die wichtigsten netzpolitischen Themen der Woche im Überblick (Prism, Prism, Telekom):
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ACLU reicht Klage gegen hochrangige Regierungsmitarbeiter ein
Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung American Civil Liberties Union (ACLU) hat eine Klageschrift beim Bundesgericht von New York eingereicht. [Zum Artikel]
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: Sicherheits- und Terror-Experte Richard Clarke: Why you should worry about the NSA
: Sicherheits- und Terror-Experte Richard Clarke: Why you should worry about the NSA In den 80ern war Richard Clarke Staatssekretär für politisch-militärische Angelegenheiten im US-Außenministerium, später dann unter Bill Clinton und George W. Bush verantwortlich für Terrorismusabwehr. In den New York Daily News schreibt Clarke nun, was das gefährliche an den bekannt gewordenen Überwachungsmaßnahmen der NSA ist.
Einerseits seien die Gesetze, unter denen erst Bush und nun Obama agierten, nicht dafür bestimmt der Regierung Aufzeichnungen aller Telefongespräche zu ermöglichen. Vielmehr sollten die Gesetze dazu dienen, bei konkreten Fällen konkrete Datensätze anfordern zu können.
I am troubled by the precedent of stretching a law on domestic surveillance almost to the breaking point. On issues so fundamental to our civil liberties, elected leaders should not be so needlessly secretive.
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: Tausende Firmen geben Daten an Geheimdienste: „Die Öffentlichkeit wäre überrascht, wie viel Hilfe die Regierung sucht“
: Tausende Firmen geben Daten an Geheimdienste: „Die Öffentlichkeit wäre überrascht, wie viel Hilfe die Regierung sucht“ Das Ausmaß, wie viele amerikanische Firmen mit den Geheimdiensten zusammenarbeiten und Informationen übermitteln, wird immer deutlicher. Bloomberg berichtet jetzt von „tausenden“ Firmen und bezieht sich dabei auf vier Insider. Viele dieser Informationen dienen auch dazu, offensive Hacking-Operationen vorzubereiten und durchzuführen.
Michael Riley berichtet bei Bloomberg:
Tausende von Technologie‑, Finanz- und Fertigungsunternehmen arbeiten eng mit den Sicherheitsbehörden der USA zusammen. Sie stellen sensible Informationen zur Verfügung und erhalten im Gegenzug Vorteile, zu denen auch geheimdienstliche Informationen gehören. Das haben vier Personen gesagt, die mit den Vorgängen vertraut sind.
Diese Programme übersteigen PRISM noch. Neben privaten Daten von Nutzer/innen fallen dabei vor allem Spezifikationen von Geräten an. Der Zweck:
Hersteller von Hard- und Software, Banken, Internet Security-Anbietern, Satelliten-Telekommunikations-Unternehmen und viele andere Unternehmen nehmen auch an staatlichen Programmen teil. In einigen Fällen werden die gesammelten Informationen nicht nur verwendet, um das Land zu verteidigen, sondern um dabei zu helfen, Computer von Gegnern zu infiltrieren.
Alle großen Behörden sammeln diese Daten: NSA, CIA, FBI und die Militärs wie Army, Navy und Air Force.
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: Copyrightverstoß in PRISM-Logo
: Copyrightverstoß in PRISM-Logo Eine etwas absurd anmutende Geschichte am Rande des PRISM-Überwachungsskandals: Das PRISM-Logo enthält ein copyrightgeschütztes Bild von Adam Hart-Davis. Das Bild steht zwar unter einer free-to-use Lizenz, allerdings mit bestimmten Einschränkungen wie Namensnennung und Verlinkung. Das PRISM-Logo, welches groß auf den geleakten Präsentationen prankt, enthält das auf den Kopf gestellte Bild – ohne Angaben zur Herkunft.
