Kurzmeldungen
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: Interview: Datenanalyst Morgenroth über die Lesbarkeit von Menschen
: Interview: Datenanalyst Morgenroth über die Lesbarkeit von Menschen In einem FAZ Interview spricht Morgenroth, einstiger Datenanalyst bei Cataphora, über die Folgen umfassender Datenerhebungen und Datenanalysen.
Auszug aus dem Interview:
Interviewer: „Man kann die Welt modellieren. Wie weit ist man bei der Kreation digitaler Schattenbilder von Personen? Wie verwundbar sind wir?“
Morgenroth: „Im Falle von Cataphora standen Menschen vor Gericht und mit ihnen ihr digitales Spiegelbild, also die Summe aus all den vielen Datenfragmenten, die ein Mitarbeiter jeden Tag hinterlässt. Die Betroffenen wussten häufig nicht mehr, was sie wann und mit wem getan hatten, wenn sie vor Gericht befragt wurden. Wir wussten es aber. Vor Gericht wissen heute andere sehr viel besser über Sie Bescheid als Sie selbst. Daraus folgt eine neue Deutungshoheit über Personen.“
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: Privacy International klagt auf Veröffentlichung des „Five Eyes“-Paktes
: Privacy International klagt auf Veröffentlichung des „Five Eyes“-Paktes Privacy International hat heute vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Klage eingereicht, um eine Offenlegung des „Five Eyes“-Abkommens zu erwirken, dass die enge Zusammenarbeit und den Datenaustausch zwischen den Geheimdiensten der USA, Neuseelands, Australiens, Großbritanniens und Kanadas regelt.
Zuvor hatte Privacy International bereits versucht, über eine Informationsfreiheitsanfrage Details zu internationalen Geheimdienstkooperationen Großbritanniens zu erfahren. Diese wurde wie zu erwarten abgelehnt, denn der britische Freedom of Information Act macht für Informationen des GCHQ eine Ausnahme. Ähnliche Praxis gilt übrigens auch in Deutschland, wir selbst haben Erfahrungen damit gemacht, dass „gegenüber den Nachrichtendiensten des Bundes kein Anspruch auf Informationszugang“ besteht.
Privacy International argumentiert, dass dies das Recht auf Zugang zu Informationen verletzt, da in diesem Fall ein „massiver Einfluss auf Menschenrechte in Großbritannien und im Ausland“ bestehe. Rosa Curling von der den Fall vertretenden Kanzlei Leigh Day kommentiert:
Es kann nicht sein, dass ausnahmslos alle Informationen, die direkt oder indirekt von GCHQ geliefert werden, der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Gerade in Zeiten, in denen die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Aktivitäten des britischen Geheimdienstes an einem Tiefpunkt angekommen ist, ist es wesentlich, dass der EGMR feststellt, ob die Verborgenheit, in der GCHQ agiert, weiterbestehen darf.
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: Free software, free society: Richard Stallman at TEDxGeneva 2014
: Free software, free society: Richard Stallman at TEDxGeneva 2014 Richard Stallmann erklärt in unter 15 Minuten die Bedeutung und den Sinn von Freier Software:
It is the first TEDx talk of the founder of Free Software movement. Stallman, RMS for short, has changed the world with his vision of freedom for the digital age. He launched the GNU operating system, used with Linux as a component, and inspired the development of Creative Commons licences and Wikipedia project. In this talk, Stallman describes how nonfree programs give companies control of their users and what users can do in order to recover control over their computing.
Den Vortrag gibt es hier auch als WebM.
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: Unser Bundesüberwachungsminister Klaus-Dieter Fritsche im Portrait
: Unser Bundesüberwachungsminister Klaus-Dieter Fritsche im Portrait Die WELT hat ein sehr wohlwollendes Portrait über Klaus-Dieter Fritsche verfasst, der Staatssekretär für Geheimdienste im Kanzleramt ist: Dieser Mann kennt alle Geheimnisse der Bundesrepublik. Neben der weitgehend unkritischen Lobhudelei auf unsere Geheimdienste und den „Sekretär 007“ (Kein Scherz von uns) gibt es aber noch eine interessante Info. Demnach arbeitet die Bundesregierung weiterhin an einem Ausbau der Zusammenarbeit mit den Five Eyes, also NSA & Co:
Umso wichtiger ist die Kooperation mit internationalen Partnern. Erst vor ein paar Tagen kehrte er aus den USA zurück. Unter anderem war er dort, um sich über die Arbeit der „Five Eyes“ zu informieren – des mächtigen Nachrichtendienstverbunds, zu dem sich Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und Amerika zusammengeschlossen haben. Von diesem Wissen möchte auch Deutschland stärker profitieren. Fritsche arbeitet deshalb an einer Vereinbarung über die künftige Zusammenarbeit. Er weiß, dass die deutschen Dienste zwar viel mitbekommen – am Ende aber immer nur über ein paar Puzzleteile des Weltgeschehens verfügen.
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: Veranstaltung: DOKU.ARTS 2014 Fachtagung „Recycled Cinema“
: Veranstaltung: DOKU.ARTS 2014 Fachtagung „Recycled Cinema“ - Links Updated -
In Berlin findet am 11./12. Sept. die Fachtagung „Recycled Cinema“ statt. Thematisch geht es um das Verwenden von Archivmaterial in Dokumentarfilmen. Unter den Vortragenden werden u.a. Thomas Elsaesser und Julie Ahrens sein.
Das Programm findet ihr hier (pdf).
Die Anmeldung ist per E‑Mail unter pr[at]doku-arts.com möglich.
Aus der Ankündigung:
Im 21. Jahrhundert ist im Internet eine äußerst lebendige Szene des kreativen Umgangs mit filmischem Archivmaterial entstanden. Gleichzeitig haben sich die Restriktionen und die Lizensierungspraxis der Archive erheblich verschärft. Zum Beispiel übersteigen die Preise für Archivmaterial von ARD/ZDF mittlerweile die Produktionspreise des Materials selbst und sind für vom Fernsehen unabhängige Produzenten meist unerschwinglich.
DOKU.ARTS-Fachtagung RECYCLED CINEMA
Die im Rahmen des internationalen Festivals für Filme zur Kunst DOKU.ARTS stattfindende Tagung Recycled Cinema diskutiert die Praxis der Archivnutzung im Filmbereich und ästhetische Strategien eines „Kinos aus zweiter Hand“. Die Teilnehmer setzen sich unter anderem mit Fragen der Zukunftsfähigkeit und Zugänglichkeit unseres audiovisuellen Gedächtnisses sowie mit Perspektiven des Zitatrechts im Film auseinander. -
: Interview: Was eine polnische NGO gegen Überwachung in Polen tut
Katarzyna Szymielewicz, Foto: CC-BY-SA Stephan Röhl : Interview: Was eine polnische NGO gegen Überwachung in Polen tut Auf polen.pl findet ihr ein Interview mit Katarzyna Szymielewicz, der Gründerin der Organisation Panoptykon. Panoptykon ist eine polnische Organisation, die sich gegen moderne Überwachung einsetzt und sich stark macht für das Recht auf Privatssphäre im Internet. In dem Interview spricht Katarzyna Szymielewicz zuerst über ihren Hintergrund und was sie zum Thema Überwachung gebracht hat. Anschließend gibt sie Einblicke in die Arbeit der Organisation Panoptykon gegen Überwachung und Polen’s politische Landschaft.
Das Interview (auf Deutsch) findet ihr hier. Den Vortrag von Katarzyna Szymielewicz auf der re:publica 2014 findet ihr hier (Video auf Englisch).
Auszug aus dem Interview:
Interviewer: „Eine letzte Frage: Was steht für Euch als Nächstes an?“
Katarzyna Szymielewicz: „Wir haben die schlechte Angewohnheit, auf vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und wollen allen Erwartungen gerecht werden. Vielleicht nicht so clever, aber ich möchte vier aktuelle Projekte nennen: Zu allererst wollen wir bei der Regierung Druck machen, um Video-Überwachung in Polen zu regulieren, und wir haben das Gefühl, fast am Ziel zu sein. Es gibt mittlerweile einen Gesetzesentwurf, an dem wir zur Zeit arbeiten.
Das zweite Vorhaben ist, dass die Regierung die Geheimdienste und vor allem deren Befugnisse, Daten vorzuhalten, dringend regulieren muss. Seit vier Jahren arbeiten wir daran. Auch hier gibt es nun Entwürfe, die dem Senat vorliegen. Das dritte Feld ist weiterhin die Europäische Datenschutzrichtlinie, die im Europäischen Rat stecken geblieben ist. Im Parlament haben wir eigentlich gute Kompromisse erreicht, aber der Rat scheint nicht viel Interesse daran zu haben, die Vorlagen zu verabschieden. Das sind die drei politischen Themen.
Zu guter Letzt wollen wir unsere Bildungskapazitäten erhöhen. Wir möchten demnächst eine Akademie eröffnen, um Trainer und Multiplikatoren der informellen Bildung zu befähigen, digitale Grundrechte zu vermitteln. Das soll im Rahmen eines einjährigen Kurses geschehen.“ -
: Gläserner User: Wie Verlage ihre Leser ausspähen
: Gläserner User: Wie Verlage ihre Leser ausspähen NDR-Zapp berichtete vergangene Woche über „Gläserner User: Wie Verlage ihre Leser ausspähen“.
Journalisten beschwören gern das Bild von der Datenkrake Google und Facebook. Im Digitalen aber spionieren Verlage selbst ihre Leser mit sogenannten Trackern aus.
Wir sind ja glücklich, hier weitgehend auf Tracking verzichten zu können, um Euch vor Ausspähung schützen zu bewahren. Das ist aber nur möglich durch Eure freiwillgen Abos bzw. Spenden, damit wir weiterhin unabhängig von diesen Werbeformen sein können.
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: Studie: Online Netzwerke senken das subjektive Wohlbefinden
: Studie: Online Netzwerke senken das subjektive Wohlbefinden
Eine wissenschaftliche Studie auf Basis einer groß angelegten Erhebung in Italien mit 50.000 Befragten ergab: Online-Netzwerke wirken sich negativ auf das persönlich wahrgenommene Wohlbefinden aus.Die beiden Forscher Fabio Sabatini und Francesco Sarracino wollten herausfinden ob und wie die Nutzung von Online-Netzwerken wie z.B. Facebook das subjektive Wohlbefinden senkt. Sie fanden unter anderem Zusammenhänge zwischen „echten“ Offline-Interaktionen und dem Level an Vertrauen gegenüber Mitmenschen mit dem wahrgenommenen Wohlbefinden. Die Nutzung sozialer Online-Netzwerke senke das Vertrauen und habe dadurch auch negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden.
Eine kurze Analyse der Studie gibt es beim MIT Technology Review. Zu den Schlussfolgerungen aus der Arbeit heißt es dort:
Sabatini and Sarracino particularly highlight the role of discrimination and hate speech on social media which they say play a significant role in trust and well-being. Better moderation could significantly improve the well-being of the people who use social networks, they conclude.
Facebook, Twitter, and others take note.
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: Schweiz: Wie sind Abgeordnete auf Twitter vernetzt?
Screenshot via nzz.ch : Schweiz: Wie sind Abgeordnete auf Twitter vernetzt? Die Neue Züricher Zeitung hat analysiert, wie die 92 auf Twitter aktiven Parlamentarier interagieren. In einer interaktiven Graphik kann man sich anschauen, dass der am besten vernetzteste Parlamentarier Stefan Müller Altermatt 76 seiner Kollegen folgt und bemerkt, dass Parteimitglieder oft in der Blase ihrer eigenen Parteifreunde bleiben. Auch zeigt sich, dass von der Konservativen SVP und ihrer Abspaltung BDP nur 20 % der Abgeordneten auf Twitter zu finden sind, die Sozialdemokraten erreichen eine Quote von 54 %.
Uns würde eine derartige Auswertung für die Bundestags-Twitter-Landschaft interessieren. Hier ist die Quote der Twitterer mit 35 % ähnlich wie in der Schweiz, wo 37 % der Parlamentarier den Dienst nutzen. Eine Analyse der Nutzung während des Wahlkampfs 2013 gab es bereits.
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: Onlinestudie 2014 von ARD und ZDF
Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudien 2006 bis 2014 : Onlinestudie 2014 von ARD und ZDF 79,1 % der Bevölkerung Deutschlands nutzen das Internet, durchschnittlich täglich 111 Minuten. 63 % tun das täglich. 45 % der Generation 60+ sind mittlerweile auch in der Online-Welt zu Gast. 75 % schauen zumindest gelegentlich über das Netz Videos. Die Nutzung von Video-Podcasts etwa wuchs dabei von 7 % 2013 auf 10 % in diesem Jahr an.
Diese und andere Zahlen ergeben sich aus der Onlinestudie von ARD und ZDF, für die 1814 Erwachsene befragt wurden.
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: Montag, 8. September 2014: Weltweite Lesung für Edward Snowden
: Montag, 8. September 2014: Weltweite Lesung für Edward Snowden 
Das internationale literaturfestival berlin (ilb) ruft „alle Menschen, Institutionen, Schulen und Medien, denen Freiheit und Bürgerrechte wichtig sind“, zur Teilnahme an einer weltweiten Lesung für Edward Snowden am 8. September 2014 auf. Vorgetragen werden Texte zum Thema Überwachung. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind sind einige Lesungen geplant – hier geht’s zum Programm. -
: mlat.info: Access veröffentlicht Infoseite und Weltkarte von Rechtshilfe-Abkommen
: mlat.info: Access veröffentlicht Infoseite und Weltkarte von Rechtshilfe-Abkommen Unsere Freunde bei Access haben auf mlat.info eine interaktive Weltkarte über „Mutual Legal Assistance Treaties“ (MLATs) veröffentlicht.
Mutual Legal Assistance Treaties (MLATs) are agreements between governments that facilitate the exchange of information relevant to an investigation happening in at least one of those countries. MLATs can be bilateral (country to country), multilateral, regional (like the Organization of American States), and country to regional (the United States with all the member States of the European Union).
Mutual Legal Assistance Treaties (MLATs) have an important impact on the way that a user’s data is shared with foreign governments for criminal investigations and prosecutions. As part of Access’ mission to defend and extend the digital rights of users at risk around the world, this website makes it easy to explore the text and geographical scope of Mutual Legal Assistance Treaties (MLATs). Click on the Map to find treaties relating to a specific country, or browse the policy analysis and FAQ Page to learn a little more about the way that MLATs work in practice and why the system is so desperately in need of reform.
Für Deutschland sind derzeit zwei Rechtshilfe-Abkommen eingetragen: eins mit Kanada und eins mit Hong Kong. Ergänzungen werden unter mlats@accessnow.org gerne entgenen genommen.
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: Die Videos vom 28. Netzpolitischen Abend der Digiges
: Die Videos vom 28. Netzpolitischen Abend der Digiges Die zwei Vorträge vom 28. Netzpolitischen Abend der Digiges am 2. September 2014 sind jetzt als Videos auf Vimeo verfügbar. Referiert haben Volker Tripp über die Alternative Digitale Agenda und Jan-Peter Kleinhans über Intransparenz bei Datenabfragen durch Sicherheitsbehörden.
Jan-Peter Kleinhans – Datenabfragen durch Sicherheitsbehörden via c‑base.
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: The Oatmeal Comic: The State of the Music Industry
: The Oatmeal Comic: The State of the Music Industry The Oatmeal hat einen Cartoon-Serie über die Entwicklung der Musikindustrie produziert, der erklärt, warum wir dringend eine Urheberrechtsreform brauchen.
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: Inside the Dark Web: BBC Horizon über Überwachung im Netz
: Inside the Dark Web: BBC Horizon über Überwachung im Netz Die britische Doku-TV-Serie Horizon widmet ihre aktuelle Ausgabe der Überwachung im Netz. Aus der Ankündigung:
Twenty-five years after the world wide web was created, it is now caught in the greatest controversy of its existence: surveillance.
With many concerned that governments and corporations can monitor our every move, Horizon meets the hackers and scientists whose technology is fighting back. It is a controversial technology, and some law enforcement officers believe it is leading to ‚risk-free crime’ on the ‚dark web’ – a place where almost anything can be bought, from guns and drugs to credit card details.
Featuring interviews with the inventor of the world wide web, Sir Tim Berners-Lee, and the co-founder of WikiLeaks, Julian Assange, Horizon delves inside the ‚dark web’.
Featuring interviews with inventor of the world wide web Sir Tim Berners-Lee, WikiLeaks‘ Julian Assange, computer security researcher and Tor Project developer Jacob Appelbaum, co-developer of Onion Routing Paul Syverson, inventor, cryptographer and Internet anonymity pioneer David Chaum, cryptographer and computer security expert Bruce Schneier, journalist and technology researcher Julia Angwin.
Und das Video auf YouTube:
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: Die tägliche Vorratsdatenspeicherung beim Einkauf: Beitrag auf iRights Cloud
Foto: Caden Crawford, CC BY-ND 2.0 : Die tägliche Vorratsdatenspeicherung beim Einkauf: Beitrag auf iRights Cloud Beim Einkauf fallen viele Daten an. Insbesondere, wenn mit EC Karte bezahlt wird oder im Internet bestellt wird. Auf iRights Cloud ist gestern der Beitrag „Allwissende Händler, genügsame Datenschützer“ erschienen, der problematisiert, was mit den Daten, die beim Einkauf anfallen, in den Händen der Händlerinn*en geschieht. Viele Händler*innen würden Vorratsdatenspeicherung betreiben und die Daten ihrer Kundinn*en unbegrenzt speichern. Neue Technologien wie „Deep Learning“ oder „Scoring“ steigerten das Interesse an Daten und deren Auswertbarkeit. Die Kundinn*en gäben zur Speicherung und Auswertung der Daten meistens ihre Einwilligung. Die Datenaufsichtsbehörden seien zu schlecht ausgerüstet, zu wenig vernetzt, und zu wenig motiviert, um nachzuforschen was mit den Daten der Kundinn*en geschehe.
Rund um das Einkaufen ist ein datenintensives System entstanden: Händler, Auskunfteien und andere Unternehmen sammeln zahlreiche Daten, um Kunden möglichst individuell anzusprechen, die Zahlungsfähigkeit zu bewerten und Kundenprofile zu erstellen. Für den Kunden aber bleibt undurchschaubar, wo und wie er eingeordnet und bewertet wird. Datenschutz-Aufsichtsbehörden zeigen sich bei vielen Fragen nicht nur zahn‑, sondern willenlos.
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: Dänemark: Gerichtsverfahren gegen The Pirate Bay-Gründer Gottfrid Svartholm beginnt
: Dänemark: Gerichtsverfahren gegen The Pirate Bay-Gründer Gottfrid Svartholm beginnt Gottfrid „anakata“ Svartholm, Mitgründer der BitTorrent-Seite The Pirate Bay, wurde vor zwei Jahren in Kambodscha verhaftet und sitzt seitdem im Gefängnis. Seit einem Jahr sitzt er in Dänemark in Isolationshaft, wo heute ein Gerichtsverfahren gegen ihn und einen weiteren Angeklagten beginnt. The Local Dänemark berichtet:
The two men are accused of hacking into Danish computer mainframes operated by US IT giant USC, stealing social security numbers from Denmark’s national driving licence database, illegally accessing information in a Schengen Region database and hacking into police email accounts.
Im Juni 2013 wurde er in Schweden zunächst zu zwei Jahren Haft verurteilt, aber im Berufungsverfahren freigesprochen:
Warg is expected to argue, as he did in the related Swedish case in 2013, that the Macbook computer seized at his flat in Cambodia in August 2012, which contains much of the incriminating information for both cases, was a server he shared with several other people.
One of those others, he claims, may have accessed the computer remotely and then used it to carry out the intrusion.
Sweden’s Appeal Court ruled in 2013 that the prosecution had not provided sufficient evidence to rule out the possibility of remote control, as a result clearing Warg of hacking into the Scandinavian bank Nordea.
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: 28. Netzpolitischer Abend in der c‑base
: 28. Netzpolitischer Abend in der c‑base Heute, am 2. September, findet in der c‑base Berlin der 28. Netzpolitische Abend statt. Dabei sind Jan-Peter Kleinhans, der einen Vortrag zum Thema „You know nothing, John Snow: Intransparenz bei Datenabfragen durch Sicherheitsbehörden“ hält und Volker Tripp, der eine alternative Digitale Agenda vorstellen wird.
Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn gegen 20 Uhr, selbstverständlich auch im Stream unter http://c‑base.org.
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: Microsoft weigert sich, Daten an US-Ermittlungsbehörden herauszugeben – trotz Gerichtsbeschluss
Quelle: Robert Scoble, CC BY 2.0 : Microsoft weigert sich, Daten an US-Ermittlungsbehörden herauszugeben – trotz Gerichtsbeschluss Microsoft rückt keine Mails, die im Microsoft Datenzentrum in Irland gespeichert sind, an US-Ermittlungsbehörden heraus. Per US-Gerichtsbeschluss wurde Microsoft verpflichtet, diese Daten an die US-Ermittlungsbehörden herauszugeben. Spannende Frage: Verletzt der US-Gerichtsbeschluss nicht die Souveränität Irlands? Hat eine US-Behörde das Recht auf im Ausland lagernde Daten zuzugreifen, bzw. ein US-Gericht das Recht über diese Daten zu verfügen?
Einen ausführlicheren Bericht über Microsoft’s Widerstand findet ihr auf Golem.de:Im Grundsatzstreit über den Zugriff von US-Behörden auf Rechenzentren in Europa will der Computerkonzern Microsoft vorerst keine Zugeständnisse machen. Solange das Berufungsverfahren laufe, wolle Microsoft nicht die von US-Ermittlungsbehörden geforderten E‑Mail-Daten aus seinem Rechenzentrum in Irland herausgeben, berichteten US-Medien am Samstag. Ende Juli hatte Bundesrichterin Loretta Preska entschieden, dass Microsoft die Daten herausgeben müsse, allerdings die Durchsetzung der Herausgabe zunächst aufgeschoben, um dem Unternehmen die Möglichkeit für ein Berufungsverfahren zu geben. Auf Druck der Ermittlungsbehörden hob Preska am vergangenen Freitag diesen Aufschub jedoch auf.
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: Spiegel berichtet: Bundesrechnungshof kritisiert Bundeswehr, MAD und Verfassungsschutz
: Spiegel berichtet: Bundesrechnungshof kritisiert Bundeswehr, MAD und Verfassungsschutz Der Bundesrechnungshof kritisiert die nachrichtendienstliche Arbeit der Bundeswehr im Ausland. Das berichtet Der Spiegel unter Berufung auf einen vertraulichen Prüfbericht, um den wir uns bemühen werden.
Es mangele an gesetzlicher Grundlage und es bestünden Doppelstrukturen mit dem Bundesnachrichtendienst, der in den selben Gebieten arbeite. Darüberhinaus kritisiert man die zahlreichen Standorte des Militärischen Abschirmdienstes in Deutschland und die gleichzeitige Existenz von Landes- und Bundesverfassungsschutzbehörden. Bereits im Juni hatte der Bundesrechnungshof eine weitere „Sicherheitsinstanz“ Deutschlands kritisiert: Das nationale Cyberabwehrzentrum, dessen Nutzen in Frage gestellt worden sei.