Microsoft weigert sich, Daten an US-Ermittlungsbehörden herauszugeben – trotz Gerichtsbeschluss

Quelle: Robert Scoble, CC BY 2.0

Microsoft rückt keine Mails, die im Microsoft Datenzentrum in Irland gespeichert sind, an US-Ermittlungsbehörden heraus. Per US-Gerichtsbeschluss wurde Microsoft verpflichtet, diese Daten an die US-Ermittlungsbehörden herauszugeben. Spannende Frage: Verletzt der US-Gerichtsbeschluss nicht die Souveränität Irlands? Hat eine US-Behörde das Recht auf im Ausland lagernde Daten zuzugreifen, bzw. ein US-Gericht das Recht über diese Daten zu verfügen?


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Einen ausführlicheren Bericht über Microsoft’s Widerstand findet ihr auf Golem.de:

Im Grundsatzstreit über den Zugriff von US-Behörden auf Rechenzentren in Europa will der Computerkonzern Microsoft vorerst keine Zugeständnisse machen. Solange das Berufungsverfahren laufe, wolle Microsoft nicht die von US-Ermittlungsbehörden geforderten E-Mail-Daten aus seinem Rechenzentrum in Irland herausgeben, berichteten US-Medien am Samstag. Ende Juli hatte Bundesrichterin Loretta Preska entschieden, dass Microsoft die Daten herausgeben müsse, allerdings die Durchsetzung der Herausgabe zunächst aufgeschoben, um dem Unternehmen die Möglichkeit für ein Berufungsverfahren zu geben. Auf Druck der Ermittlungsbehörden hob Preska am vergangenen Freitag diesen Aufschub jedoch auf.

8 Kommentare
    1. Also ich muss hier nicht nur das < aus dem Link entfernen, sondern auch das S aus http, um den Link erfolgreich anzeigen lassen zu können (Firefox).

  1. Was für eine PR-Veranstaltung seitens Microsoft. Wahrscheinlich sind die Daten schon bei der US-STASI und wenn sie es noch nicht sind ist dies nur noch eine Frage der Zeit.

  2. Hihi, denen geht der Allerwerteste auf Grundeis, mit dem Erfüllen von genau solchen Forderungen gegen die Vergabebedingungen öffentlich-rechtlicher Auftraggeber zu verstoßen und sich somit wegen der dämlichen US-Behörden in Europa und hierzulande milliardenschwere Behördendeals in die Tonne kloppen zu lassen. Auf einem anderen Blatt steht, dass die Deals ohnehin gecancelt gehören, da es halt Amis sind und Microsoft somit NICHT beweisen kann, NICHT an geheime Offenlegungspflichten (häh?!) gebunden zu sein (ja, den Knoten muss man gedanklich erst einmal lösen).

  3. Leider haben die Bullen Recht weil es gilt immer das Recht des Landes wo das Impressum liegt. Hat man also ausländische Server oder Zweigstellen im Ausland gilt in dem Fall trotzdem US Recht.

    Das ist auch das erfolgreiche Prinzip von VPN Anbietern. Die haben auch Server in zig Ländern aber es zählt trotzdem nur das Gesetz des Landes wo das Impressum ist und müssen sich somit kein Kopf machen um die Gesetze anderer Länder.

    Was ist also die Lösung für jeden Webseiten Betreiber oder Firma um sich vor Bullen und Anwälten zu schützen?

    Das Impressum anonym ins Ausland verlegen! Orientiert euch ab den Warez Seiten also wo man kopiergeschützte Medien runterladen kann in welchen Ländern die ihre Server oder Impressum haben.

    Alternativ empfehle ich den Dienst hier

    http://www.deuru.com/faq

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