Informationstechnologie

  • : Debian und Ubuntu als 1‑Klick-Install für Windows
    Debian und Ubuntu als 1‑Klick-Install für Windows

    Am Wochenende fielen mir diese Links in die Hände: Debian gets Win32 Loader und Ubuntus install.exe/Prototype (mit Screenshots). Beide ermöglichen eine simple Installation vom Windows Desktop aus.setup-ubuntu-installer-exe

    The program, inspired by Ubuntu’s similar project, features 64-bit CPU auto-detection, download of linux/initrd netboot images, and chainloading into Debian-Installer via grub4dos. A frontend site has been setup for advocacy purposes.

    Overall, the process is very simple (it’s been inspired by a similar project with Ubuntu). D‑I‑L runs on the users’ win32 system, auto-detects wether the CPU supports 64-bits, picks the appropiate linux and initrd.gz images for netboot, and uses GRUB for DOS to chainload into it.

    Prima. Das senkt die Schwelle zu Linux zu wechseln erheblich. Ein CD-Image herunterzuladen und als Abbild zu brennen ist nicht überall in der Zielgruppe eine Selbstverständlichkeit. Auch auf Rechnern ohne optisches Laufwerk soll das klappen.

    29. Januar 2007 11
  • : Willkommen im iKapitalismus
    Willkommen im iKapitalismus

    Die Süddeutsche Zeitung beschäftigt sich im Kultur-Teil mit den Marketingstrategien von Apple anhand des iPhones und wie die globalen Medien und die Jünger-Gemeinde begeistert mitmachen: Die Apple-Lüge.

    Dieser ist eine gegenaufklärerische Bewegung, denn die Wahnvorstellung, Apple-Produkte seien etwas Besonderes, hat sich in den Köpfen fest gesetzt: Das haben die Marketingabteilungen und ihre journalistischen Helfer – hier passt der Schüttelreim – wirklich gefickt eingeschädelt. Es geht keinesfalls darum, Apple-Produkte abzuwerten, sondern um die Klarstellung, dass es nur Elektrogeräte sind – wie die aller anderen Hersteller.

    […]

    Dieser Mechanismus zeigt, wie virtuos Apple die Klaviatur der Konsumentenmanipulation bedient. Die Zeitspanne zwischen der Ankündigung des iPhone und seiner Verfügbarkeit erzeugt eine Periode der Erwartung und Vorfreude, die bekanntlich die größte Sehnsucht auslöst. Ein adventlich-nervöser Glanz kehrt in die Augen der Apple-Jünger zurück, den man noch aus der Kindheit kennt: An den Weihnachtsmann glauben sie zwar nicht mehr, dafür haben sie jetzt Steve Jobs! Für Apple ist es noch nicht einmal von Nachteil, dass die Produkte nachweislich eine schlechte Ökobilanz haben, denn darüber wird nur am Rande berichtet, obwohl Greenpeace dies schon seit langem anprangert.

    Sehr amüsant geschrieben.

    27. Januar 2007 10
  • : Aktueller Stand der Debatte rund um Netzneutralität
    Aktueller Stand der Debatte rund um Netzneutralität

    Bei Technology Review gibt es eine aktuelle Zusammenfassung der Debatte rund um Netzneutralität: Netzneutralität: Der Kampf geht weiter.

    „Wir haben es hier mit großen Geschäftsinteressen zu tun – Kabel- und Telefon-Firmen und andere, die gerne Gatekeeper sein wollen und dem Internet eine Mautgebühr auferlegen möchten“, meint Dorgan. „Diese Firmen würden gerne zu den Inhalteanbietern sagen: Wenn Du auf meine Datenautobahn willst, dann zahlst Du mir bitte schön etwas dazu. Das halte ich für sehr gefährlich.“ Die innovativen jungen Leute mit großen Ideen, die das „nächste große Ding“ vielleicht gerade in ihrer Garage zusammenbastelten, könnten dann plötzlich nicht mehr an die Nutzer gelangen, so der US-Sentator: „Innovationen im Internet funktionieren nur, wenn es keine Diskriminierung für neue Firmen gibt.“

    26. Januar 2007 1
  • : Spass mit Wahlcomputern: Einfach Schlüssel nachbauen
    Spass mit Wahlcomputern: Einfach Schlüssel nachbauen

    Lustig und erschreckend zugleich. Die US-Firma Diebold, bekannt durch ihre Wahlcomputer, hat mal wieder ein kleines Sicherheitsproblem. Und zwar hatte man Bilder des einzigen Schlüssels, der anscheinend alle Wahlcomputer der Firma öffnen kann (!) auf der eigenen Webseite präsentiert. Die hat jemand genommen und anhand des Bildes einfach mal den Schlüssel nachgebaut. Was anscheinend erfolgreich war. Diebold entfernte erstmal schnell das Bild von der eigenen Webseite. Das ist aber längst im Umlauf:

    Die Story ist fast so gut wie der Hotelbar-Schlüssel, welcher identisch mit den Diebold-Schlüsseln war.

    25. Januar 2007 1
  • : Süd-Korea präsentiert den Robocop
    Süd-Korea präsentiert den Robocop

    Vor einem Jahr hat Süd-Korea eine Machbarkeitsstudie für Kampfroboter angekündigt. Und heute berichtet tagesschau.de über die weiteren Entwicklungen: Kampfroboter für die gefährlichste Grenze der Welt.

    Er ist so groß wie ein dreijähriger Junge, erkennt Menschen auf vier Kilometer Entfernung und schießt mit einem 16-Millimeter-Maschinengewehr: der Robocop. Schon ab Ende dieses Jahres will Südkorea die Kampfroboter an der Grenze zu Nordkorea einsetzen, derzeit werden die ersten drei Exemplare in der Praxis getestet.
    […]
    Mit dem Roboter sei deshalb nicht zu spaßen, erklärt Hag Bong-Sim vom südkoreanischen Handelsministerium: „Wenn sich ein Mensch auf zehn Meter nähert, fragt ihn die Roboter nach seiner Identität. Falls der Fremde das Passwort nicht kennt und einen weiteren Schritt nach vorne macht, schießt der Roboter automatisch.“

    Na dann mal viel Spass mit der Authentifizierung. Die Roboter sollen übrigens Nachwuchsprobleme des Militärs lösen…

    [via]

    24. Januar 2007 12
  • : Hacker 3.0
    Hacker 3.0

    Peter Glaser schreibt im Technology Review – Blog über die dritte Generation von Hackern: Hacker 3.0.

    Was die Hacker zu mehr als einem Haufen renitenter Technik Freaks macht, ist ihre Utopie eines Menschenrechts auf Information. Es ist ein Versuch, ausser pfiffiger Technik auch einen moralischen Anspruch hervorzubringen. Verborgene Informationen repräsentieren für Hacker die dunkle Seite der Macht. Sie glauben daran, dass Macht transparent sein muß und dass eine informierte Welt eine bessere Welt sein kann.

    19. Januar 2007 2
  • : FOSSGIS 2007 in Berlin
    FOSSGIS 2007 in Berlin

    Vom 13. bis 15. März 2007 findet in der Humboldt-Universität zu Berlin die „FOSSGIS 2007″ zu freien Geoinformationssystemen statt. Eintritt ist frei, allerdings ist mit HU-Berlin in diesem Fall Adlershof nahe Brandenburg gemeint.

    17. Januar 2007 1
  • : Korea plant Realnamen-System für Internetnutzung
    Korea plant Realnamen-System für Internetnutzung

    Südkorea plante schon 2005 Vorschriften, nach denen sich User online mit Realnamen ausweisen müssen. Die Argumente waren die üblichen, die man hierzulande hört, genau wie die Kritik. Alternativ sollten die Netiquette gestärkt und die gemeinen User erzogen werden, wenn die Technik unzulänglich funktioniert und Mißbrauch möglich bleibt.

    Jetzt soll, wie AsiaMedia berichtet, das passende Gesetz veranschiedet werden:

    The internet real-name system, designed to prevent cyber crimes such as libel and privacy infringement, will be applied to Web portals and websites of public organizations with over 100,000 visitors per day.

    The system will require Web users to identify themselves with their real names when posting entries and commenting on others’ articles, the government said yesterday.

    A revision bill of „the law on promotion of information and communications network and protection of information,“ was passed by the National Assembly on Dec. 22. The bill will be promulgated this month, the Ministry of Information and Communication said.

    Es soll im Februar bereits Anhörungen geben, und das Gesetz könnte womöglich noch im Juli 2007 in Kraft treten. Widerstand von den Usern könnte schwach ausfallen: Online-Umfragen von 2005 liefern beunruhigend geringe Skepsis.

    17. Januar 2007 2
  • : Web 3.0? Next please…
    Web 3.0? Next please…

    Wo sich vieles um Web 2.0 dreht, ist der kommende Schritt schon ausgemacht: Web 3.0. Neben dem platzhalterischen Namen besticht das vor allem, je nach Lesart, durch mehr oder weniger Einfallsreichtum, worin denn nun der kommende Schritt besteht. Technisch scheint ja schon alles ausgelotet, kulturell gelten die Inhalte als Währung, und das Geld für die Infrastruktur bringt wie gehabt personalisierte Werbung. Oder? Aus Taiwan kommt der Vorschlag, die Eintrittsschwelle zu senken und die Beteiligung der User auf die ökonomische Sphäre auszudehnen:

    Although the Web was once dreamed to be a Utopia, the cruel fact is that the Web is now basically in the hands the commercial power. … Most Net users are basically living on the free services provided by the super empires in the Web, yet ironically, such services are for the purpose of making money. The dominance problem causes two other serious problems, the autonomy and the privacy problems. As the Net users rely more and more on these super portals, their personal data and privacy are at stake, being potentially utilized for monetization, or even worse, being leaked out to criminal groups. As the service platform is owned by the service providers, the users do not have autonomy. … Because website is the main platform for information sharing as well as other Web activities, owning no website means having no power and no property in the Cyberspace. That is the root of the problems.

    Klingt ambitioniert und hat einen grandios nichtprickelnden Namen: NUWeb, Net User’s Web, und wird auf Software basieren, die die geneigten User herunterladen und installieren. Auf Informationen bez. Plattformen warten wir noch; bei den Stellenausschreibungen gibts immerhin eine Nennung von Linux. Man kann sich bisher nur mit Mailadresse anmelden und Fotos gucken. Bin gespannt, wann auch in Deutschland die passende Upload-Bandbreite fraglos verfügbar ist.

    17. Januar 2007
  • : Meta-Suchen mit Serchilo
    Meta-Suchen mit Serchilo

    Ein schönes Tool hat Georg Jähnig gestern auf dem Berliner Webmontag vorgestellt: Serchilo. Damit kann man viele Suchquellen ansprechen. Und diese auch erweitern. Einerseits durch ein Firefox-Plugin. Andererseits durch ein Mediawiki, was dahinter steckt. Dort können neue Suchquellen angegeben und mit einer Syntax versehen werden. Bisher finden sich dort ca. 200 Quellen. Google spricht man dann beispielsweise mit „g Suchbegriff“ an. Die Wikipedia mit „w suchbegriff“. Nette Idee mit praktischem Nutzen.

    16. Januar 2007 10
  • : Internetzensur in arabischen Ländern
    Internetzensur in arabischen Ländern

    Ist zwar schon einen Monat alt, aber immer noch aktuell: Die „Initiative for an Open Arab Internet“ hat eine Länderübersicht für 18 arabische Staaten zusammengestellt, wie diese mit Menschenrechten im Internet, wie der Meinungsfreiheit, umgehen.

    This is the second report of the Arabic Network for Human Rights Information (HRinfo) on the freedom to use the internet in the Arab World. This report covers 18 Arab countries, providing an overview of how the governments in the Arab world deal with the internet. It includes an update of 11 countries covered in the previous report. It also includes new information with regards to an additional 7 countries that were not previously covered. The report also covers Arab bloggers who have succeeded, over a short period, to play an important role in revealing the conflict between oppression and freedom.

    The report was based on field interviews with activists that have resorted to the web, in addition to an opinion poll prepared by HRinfo. The report referred to several human rights and press reports in addition to communications between HRinfo and volunteers from across the Arab World.

    Hier ist die Presserklärung dazu: „The Internet: New Battle between Arab Governments and Freedom of Expression“.

    12. Januar 2007
  • : NSA, Vista und Sicherheit im Deutschlandradio
    NSA, Vista und Sicherheit im Deutschlandradio

    Das Deutschlandradio hat ein Interview mit Johan Bitzer vom ULD Schleswig Holstein zum Thema „Wie sicher ist das neue Betriebssystem von MIcrosoft Windows Vista?“. Dort geht es um Sicherheit und Unsicherheit in der Informationstechnologie im Allgemeinen, Verbraucher- und Datenschutz und was Geheimdienste und Sicherheitsbehörden wie die NSA mit proprietären Systemen anstellen könnten. Und natürlich, wie deutsche Innenpolitiker die „Innere Sicherheit“ mit „IT-Sicherheit“ verwechseln und die Sicherheit unserer IT-Infrastrukturen durch Bundestrojaner und Hausdurchsuchungen gefährden.

    Lustige Frage zwischendrin von der Moderatorin:

    „Apple und Linux arbeiten doch auch mit Sicherheitsbehörden zusammen?“

    Das Interview gibt es als MP3 und ist ca. 10 Minuten lang.

    Passend dazu ist auch dieser Artikel in der Welt: US-Geheimdienst kontrolliert Windows Vista.

    US-Beobachter glauben, dass die Konzerne mit ihren Eingeständnissen einen eigenen PR-Plan verfolgen: Die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten soll ihre Software in der Öffentlichkeit als besonders sicher erscheinen lassen. Vor allem Microsoft will damit offenbar gegensteuern. Denn zuletzt gab es immer wieder Zweifel, dass Vista so sicher ist, wie es der Konzern behauptet hatte. Allerdings könnte sich Microsofts Vorstoß zumindest in Deutschland als Eigentor erweisen. Viele PC-Nutzer sind hier sensibel, wenn es um die Zusammenarbeit mit Geheimdiensten geht.

    12. Januar 2007 2
  • : Frage: Kommunale WLAN Netze in Deutschland?
    Frage: Kommunale WLAN Netze in Deutschland?

    Ich recherchiere gerade für einen längeren Artikel kommunale WLAN-Initiativen und was man damit alles anstellen kann, um die digitale Kluft zu verringern. Allerdings scheint es davon in Deutschland eher weniger zu geben. In den Niederlanden, USA und Skandinavien finde ich viel mehr. Hier bei uns finde ich eher viele Ankündigungen und einige Testprojekte. Letztere sind dann meist einzelne Hotspots auf dem Marktplatz und dergleichen.

    Zwei Beispiele sind bisher Heidelberg und Linz (A). Aber da muss es doch mehr geben, oder? Über Hinweise freue ich mich in den Kommentaren.

    Heidelberg Mobil

    Die Stadt Heidelberg hat im Moment die fortschrittlichste kommunale WLAN-Infrastruktur in Deutschland. Eine Testphase mit ca. 40 Access-Points wurde Anfang November 2006 gestartet. Das Ziel: Akzeptanz bei Anwohnern, Wirtschaftstreibenden und potentiellen Partnern zu schaffen. Die ausführende „Heidelberg mobil GmbH“ ist ein Tochterunternehmen der European Media Laboratory GmbH (EML) in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger WLAN-Provider MEG und wird von der Stadt Heidelberg und der Heidelberger Kongress- und Tourismus GmbH (HKT) unterstützt. Bis zum Ende der Testphase ist geplant, flächendeckend eine WLAN-Infrastruktur anzubieten und ortsbezogene Informationen bereitzustellen. Angestrebt sind 100 Access-Points, von denen derzeit 40 online sind. So ist beispielsweise die gesamte Fußgängerzone bereits jetzt mit Access-Points ausgestattet.

    Kernanwendung sind im Moment ortsbezogene Daten: Eine Software ermittelt den aktuellen Standort und vermittelt die nächstegelegenen Hotels und Geschäfte, dazu liefert ein Veranstaltungskalender aktuelle Termine. Ein virtueller Stadtplan fungiert als Navigationssystem und Reiseführer für Fußgänger. Zu Sehenswürdigkeiten finden sich weiterführende (multimediale) Informationen in Text‑, Audio- und Videoform. In der Testphase ist die Nutzung kostenlos. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen kostenpflichtige Flatrates für die Bewohner, sowie Tagespauschalzugänge für Touristen (angedacht im Bundle mit Touristen-Karten) angeboten werden.

    Linz in Österreich

    In Österreich ist die Stadt Linz als Standort der „Ars Electronica“ am fortschrittlichsten. Dort sollen bis zum Jahre 2008 mehr als 120 freie Hotspots im Stadtgebiet eingerichtet werden, aktuell sind etwa 60 installiert. Die Technik errichtet der Kabelnetzbetreiber LIWEST auf Initiative der Stadt. Das Ziel soll sein, eine Investition in die Zukunft zu tätigen und die Position von Linz als „international herausragende Medien- und Technologiestadt zu festigen“ und dem immer mobiler werdenden Kommunikationsverhalten gerecht zu werden.

    Das offene WLAN-Netz ist in Linz betont anonym und frei von Barrieren. Touristen und Anwohnern soll damit flächendeckend ein Zugang zum Internet angeboten werden. Erste offzielle Anwendung ist die „WikiMap“. In einem Wiki (Die Technik hinter Wikipedia) soll von den Einwohnern ein interaktiver und virtueller Plan der Stadt erstellt werden. Alle Nutzer können wie auf einer Pinnwand Texte, Bilder oder Klangelemente ortsbezogen einsetzen und abrufen.

    Hier geht es übrigens explizit nicht um freie WLAN-Initiativen wie Freifunk.net.

    9. Januar 2007 20
  • : Richard Stallman erzählt die Geschichte Freier Software
    Richard Stallman erzählt die Geschichte Freier Software

    Richard Stallman hat im März in Zagreb eine Rede zum Thema „The Free Software Movement and the Future of Freedom“ gehalten. Darin beschreibt er seine Geschichte der Freien Software Bewegung von den Anfängen bis heute. Die Rede gibt es als OGG Vorbis oder als englisches Transcript.

    [Danke an Matze]

    9. Januar 2007 3
  • : NetzpolitikTV: Freie Software in Indien
    NetzpolitikTV: Freie Software in Indien

    In diesem NetzpolitikTV-Interview mit Atul Chitnis von foss.in geht es um Freie Software in Indien. foss.in ist die grösste Freie Software Konferenz in Indien und vergleichbar mit dem LInuxTag. Atul berichtet über die Verbreitung von Informationstechnologie und Linux und wie sich die Freie Software Community in Indien entwickelt.

    Das Interview ist ca. 9 MB lang und als MP4 oder im freundlichen OGG-Format in High Quality verfügbar. Oder hier als Flash:

    6. Januar 2007 3
  • : Wikiasari – eine Weihnachtsgeschichte
    Wikiasari – eine Weihnachtsgeschichte

    Die Weihnachts-Story des Jahres war ja „Wikiasari“. An dem Beispiel konnte man schön beobachten, wie Netz-Journalisten gerne voneinander abschreiben und die Story mit jeder neuen Erscheinung noch grösser wird. Und ziemlich schnell war man von einer Idee bei dem nächsten grossen Ding, nämlich der neuen Konkurrenz von Google. Mit Wikipedia und Community, eigentlich alles dabei, was man aktuell für eine grosse Story braucht. Fehlte nur noch ein Stern und ein paar wandernde Könige mit aktuellen Technikkrimskrams.

    Fragte man aktive Wikipedianer, so schwankten die eher zwischen Amüsement und Genervtsein. Eigentlich fragte kaum ein Journalist mal nach, bevor man die neue Konkurrenz zu Google aus dem Hause Wikipedia verkündete.

    Bei search-lab.de findet sich zu dem Thema jetzt ein Interview mit Kurt Jannson:

    Hallo Kurt, was genau ist dieses neue Wikiasari-Projekt?

    Unter dem Namen “Wikiasari” wird zurzeit in vielen Medien über ein Projekt von Jimbo Wales, dem Initiator des Wikipedia-Projektes, berichtet. Zum ersten Mal hörte ich davon 2002, damals noch unter dem Titel “3apes”. Später hieß es “Wikia”, was dann aber zu dem Namen von Herrn Wales Wiki-Hosting-Service wurde. Der Name “Wikiasari” ist eigentlich auch veraltet, aktuell wird die Projekt-Plattform als “Wikia Search” bezeichnet.

    Abgesehen davon war die Idee nicht wirklich neu, den menschlichen Faktor in die Bewertung von Suchergebnissen einzubeziehen. Nicht nur deshalb hat Yahoo beispielsweise del.icio.us gekauft, um genau diesen Faktor zu bekommen. Allerdings hat Yahoo damit anscheinend so einige Probleme bei der Integration. Ich bin einer Meinung mit Kurt, dass Suchmaschinen mittelfristig sowohl durch Algorithmen und Künstlicher Intelligenz auf der einen Seite, als auch mit mit dem menschlichen Faktor von (individualisierten) Massen zu einem Ergebnis kommen.

    3. Januar 2007 2
  • : Easterhegg 2007 – cfp
    Easterhegg 2007 – cfp

    Der Call for Papers für das Easterhegg 2007, der zweitgrössten jährlichen Veranstaltung des Chaos Computer Club, wurde gestartet und wartet auf Input.

    Das Easterhegg 2007 finden in der Zeit von 06. bis 09. April, im Buergerhaus Eidelstedt, in Hamburg statt. Auch dieses Jahr wird es wieder vier Tage Vortraege und Workshops geben. Der Call for Papers fuer das freie Programm sei hiermit eroeffnet und endet am 4. Februar um 24:00 CET. Das “Programmkomitee” wird sich dann bis Ende KW 8, d.h. bis zum 18.2 mit der Auswahl der Vortraege und Workshops Zeit lassen.

    3. Januar 2007
  • : Zeiterfassungstool testen
    Zeiterfassungstool testen

    mite ist ein Diplomarbeitsprojekt zur Erfassung und Auswertung von Arbeitszeit, welches für kleine Agenturen und Freelancer entworfen wurde. Das Tool ist noch sehr beta und freut sich über Feedback und Beta-Testing.

    Arbeitszeit zu erfassen schafft die Grundlage für realistische Rechnungen, Kalkulationen und Zeitpläne. Allerdings ist es auch eine lästige Pflicht, die jeder gerne unter den Tisch fallen lässt. Mit mite wollen wir dies ändern.

    3. Januar 2007 1
  • : weiblich, technikaffin, politisch engagiert.
    weiblich, technikaffin, politisch engagiert.

    Die FAZ hat einen Bericht zum 23c3 online und portraitiert darin Constanze Kurz ein wenig: Die neue Hack-Ordnung.

    Frauen sind hier eher selten, nur knapp ein Zehntel der Besucher ist weiblich. Constanze Kurz mittendrin, die Moderation ist vorbei. Jetzt hämmert sie die Gliederung für den nächsten Vortrag in ihren schwarzen Apple-Laptop. Sie hat den Kongreß mit vorbereitet, hat nächtelang an Vorträgen gefeilt, die Presseeinladungen verschickt und vergangene Nacht nur ein paar Stunden geschlafen. Es sind auch ihre Themen, über die hier gesprochen wird. Sie schreibt an einer Dissertation über „Überwachungstechnologien“ und hält Vorlesungen zur „Geschichte der Verschlüsselung“ an der Universität. „Aber da kann ich nicht politisch argumentieren“, sagt sie, „sondern nur wissenschaftlich. Ich bin aber ein zutiefst politischer Mensch.“ Sie repräsentiert die neue Zeit im CCC: weiblich, technikaffin, politisch engagiert.

    Wer Constanze gerne mal etwas politsich argumentieren hören möchte, im Netzpolitik-Podcast gibt es ein längeres Interview mit ihr zu Datenschutzfragestellungen.

    3. Januar 2007 2
  • : Linux verändert Indien
    Linux verändert Indien

    Ich schaffs ja wieder nicht zum 23C3, kann manches aber auch bei der Tagesschau nachlesen. Atul Chitnis hat einen Vortrag gehalten darüber, dass Linux Indiens Landschaft umgekrempelt hat: „Hacking a Country: FOSS in India“. In der ARD liest sich das so:

    In der indischen Öffentlichkeit wurde das Phänomen Linux jedoch kaum wahrgenommen, bis es Chitnis und seinen Mitstreitern 1999 gelang, einen Pavillon auf einer großen IT-Messe in Bangalur zu ergattern. Die Präsentation wurde zum Highlight der Veranstaltung im indischen Silicon Valley: In drei Tagen kamen 150.000 Interessenten, selbst die Rekrutierungsstände von US-Softwareunternehmen konnten keinen derartigen Zulauf verzeichnen.

    Spätestens seit diesem Event galt Linux in Indien als etabliert: Die Universitäten und auch die Regierung begannen sich für das Betriebssystem und die kostenlose Open-Source-Software zu interessieren. Im akademischen Bereich ist es quasi zum Standard geworden: Viele Schulen haben Linux in den Lehrplan aufgenommen, einige Universitäten verlangen sogar, dass Abschlussarbeiten in Informatik den Open-Source-Kriterien entsprechen müssen. Es gab sogar Überlegungen der Regierung, Linux bei Ausschreibungen als verbindliches Betriebssystem festzulegen – eine Einschränkung, die sogar Chitnis zu weit ging: „Wir wollten kein neues Monopol schaffen.“ Da es in Indien Dutzende Sprachen und Schriften gibt, wurden entsprechende Linux-Versionen entwickelt. Ein Nebeneffekt: Indische Informatiker wurden so zu international anerkannten Experten für die Lokalisierung von Software.

    Das zeigt exemplarisch vor welchem Paradigmenwechsel sich Microsoft immer fürchtet.

    29. Dezember 2006 8