Facebook

  • : Ob Nutzer oder nicht: Facebook legt Schattenprofile über alle an
    Auch wer nicht auf Facebook ist, hinterlässt häufig einen digitalen Fußabdruck auf der Plattform.
    Ob Nutzer oder nicht: Facebook legt Schattenprofile über alle an

    Der Internetkonzern saugt viele Informationen aus Geräten von Nutzern ab und sammelt Daten auch über Nicht-Nutzer. Deutsche Datenschützer halten diese Praxis bei mangelhaftem Einverständnis der Betroffenen für bedenklich.

    29. März 2018 30
  • : Whistleblower: Überwachungskonzern Palantir hat Cambridge Analytica bei illegalen Methoden geholfen
    Whistleblower Christopher Wylie bei seiner Anhörung im britischen Parlament.
    Whistleblower: Überwachungskonzern Palantir hat Cambridge Analytica bei illegalen Methoden geholfen

    Der ehemalige Cambridge-Analytica-Mitarbeiter Christopher Wylie legte in einer Anhörung im britischen Parlament gestern ein enges Beziehungsgeflecht zwischen seinem frühreren Arbeitgeber, rechten Politikern und der umstrittenen Firma Palantir offen. Zudem soll es zu illegalen Geldflüssen bei der Brexit-Kampagne gekommen sein.

    28. März 2018 6
  • : Soziologin Zeynep Tufekci: Datenportabilität ist nicht die Lösung
    Die Soziologin Zeynep Tufekci: "Transparenz alleine hilft uns nicht weiter."
    Soziologin Zeynep Tufekci: Datenportabilität ist nicht die Lösung

    Die Soziologin Zeynep Tufekci ist im globalen Kampf gegen den Datenkapitalismus und die Privatisierung öffentlicher Räume im Internet eine wichtige Stimme. In einem Interview äußert Tufekci nun Skepsis an einer für manche zentralen Bestimmung der Datenschutz-Grundverordnung, jenes im Mai in Kraft tretenden EU-Gesetzes, auf das Datenschützer in Europa ihre Hoffnungen setzen. Das EU-Datenschutzgesetz sieht vor, dass jeder das Recht hat, die ihn betreffenden oder von ihm zur Verfügung gestellten Daten von den sammelnden Firmen und Organisationen einzufordern. Damit sollen etwa Lock-In-Effekte vermieden werden, die das Wechseln von Dienstleistern schwierig macht.

    Das Prinzip der Datenportabilität kann aber auch zu bisher kaum vorhergesehenen Problemen führen, sagte Tufekci im Interview mit dem Schweizer Online-Magazin Republik:

    Ich glaube, die Datenportabilität wird nicht das bewirken, wofür sie gedacht ist. Wenn die Facebooks und Googles dieser Welt kommen und sagen «Hey, wir bezahlen dich für deine Daten», dann wird das eine Mehrheit der Leute tun, ob gut ausgebildet oder nicht. Es ist schwierig für den Einzelnen zu verstehen, was diese neue Freiheit auf einer kollektiven Ebene bedeutet. Plötzlich haben wir dann eine neue Hierarchie, es gibt Menschen mit teuren Daten und Menschen mit Trashdaten.

    Für Tufekci ändern Ansätze wie jener der Datenportabilität nichts am Hauptproblem: Die Datenansammlungen durch Quasi-Monopolisten wie Facebook und Google. Für vielversprechender hält sie daher den ebenfalls in der Datenschutzgrundverordnung verankerten Grundsatz der Datenminimierung. „Transparenz alleine hilft uns nicht weiter“, urteilt die Soziologin.

    28. März 2018 2
  • : In der Küche mit Überwachungsforscher Wolfie Christl: „Durchleuchtet, analysiert und einsortiert“
    Der Wiener Privacy-Forscher Wolfie Christl (rechts) im Gespräch mit Herbert Gnauer. (Screenshot)
    In der Küche mit Überwachungsforscher Wolfie Christl: „Durchleuchtet, analysiert und einsortiert“

    Zwar schon im Januar aufgenommen, aber bis auf Weiteres zeitlos und passend zum aktuellen Facebook-Debakel: Der Wiener Privacy-Forscher und Netzaktivist Wolfie Christl vom Forschungsinstitut Cracked Labs plaudert in einem einstündigen Gespräch über seine Arbeit, in der er zur kommerziellen Überwachungsindustrie des Internet forscht. Seine Einschätzung zu Cambridge Analytica kommt ab 58:24.

    Was geschieht mit unseren persönlichen Daten? Wer sammelt, speichert und verarbeitet sie, an wen werden sie zu welchen Zwecken weitergegeben und welche Folgen hat das für unser Leben? Mit diesen Fragen setzt sich der Datenexperte und Netzaktivist Wolfie Christl auseinander. Im Kitchen Talk fasst er die Ergebnisse seiner Nachforschungen zusammen.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    26. März 2018 6
  • : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 12: Ganz schön viel Ärger für Facebook
    Die dubiose Datenfirma Cambridge Analytica nutzte den Namen der schmucken Universitätsstadt für sich.
    Netzpolitischer Wochenrückblick KW 12: Ganz schön viel Ärger für Facebook

    Die Affäre um Cambridge Analytica zieht immer weitere Kreise. Diese Woche beschäftigen uns außerdem die Medienpolitik, immer neue Möglichkeiten und Befugnisse der Polizeien sowie die Ausweitung der Überwachung in Russland und China. Ein Rückblick.

    23. März 2018 2
  • : Liebe Politiker/innen: Boykottiert PR-Events von Facebook, solange der Konzern Eure Einladungen ablehnt
    Lacht er mit uns oder über uns? Im Bild: Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
    Liebe Politiker/innen: Boykottiert PR-Events von Facebook, solange der Konzern Eure Einladungen ablehnt

    Die Enthüllungen rund um Cambridge Analytica sind wohl nur die Spitze des Eisberges. Eine Antwort für Politiker könnte sein, alle Einladungen von Facebook zu Parties und PR-Events abzulehnen, bis sich deren Verantwortliche mal kritischen Fragen in einer öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag stellen. So, wie man das in einer Demokratie macht.

    23. März 2018 43
  • : EU-Datenschutzbeauftragter: ePrivacy-Reform verschärfen und verabschieden
    In seiner Stellungnahme empfiehlt der EU-Datenschutzbeauftragte der IT-Industrie eine Korrektur ihres Menschenbildes: Ihr Erfolg fußt nicht auf beliebigen Nutzern, sondern auf Personen mit Grundrechten.
    EU-Datenschutzbeauftragter: ePrivacy-Reform verschärfen und verabschieden

    Brüssels wichtigster Datenschützer Giovanni Butarelli rüffelt die Digitalindustrie für ihr unethisches Micro-Targeting. Er empfiehlt, die ePrivacy-Verordnung zu verschärfen und schnell zu verabschieden. Außerdem sei die Datenschutzgrundverordnung ab Mai konsequent durchzusetzen. Schließlich schlägt er der EU weitere Regulierungsmaßnahmen vor.

    23. März 2018 14
  • : Facebook-Skandal: Zuckerberg räumt Fehler ein, das Geschäftsmodell bleibt aber unverändert
    Trotz der zaghaften Entschuldigung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg wird sich am Geschäftsmodells des kommerziellen Überwachunskonzerns nicht ändern.
    Facebook-Skandal: Zuckerberg räumt Fehler ein, das Geschäftsmodell bleibt aber unverändert

    Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat Fehler eingestanden und inszeniert sich in der Affäre rund um Cambridge Analytica als Opfer. Dabei folgt der Firmenchef einem altbekannten Muster. Konsequenzen für das eigene Geschäftsmodell, das auf möglichst lückenloser Überwachung der Nutzer aufbaut, sind nicht zu erwarten.

    22. März 2018 12
  • : Datenskandal: Politik nimmt Facebook in die Pflicht
    Symbolbild
    Datenskandal: Politik nimmt Facebook in die Pflicht

    Auf beiden Seiten des Atlantiks wollen Parlamente Facebook-Chef Mark Zuckerberg zum Missbrauch von Nutzerdaten befragen. In Großbritannien und den USA leiten Behörden Untersuchungen ein.

    22. März 2018 4
  • : „Handelskrieg“: Wie die Industrie gegen die Digitalsteuer der EU mobil macht
    Mensch vor einem Fenster
    Die gigantischen Profite von Internetkonzernen landen nur zum geringen Teil beim Fiskus, sondern meist bei anonymen Investoren.
    „Handelskrieg“: Wie die Industrie gegen die Digitalsteuer der EU mobil macht

    IT-Riesen wie Google oder Facebook fahren immer höhere Gewinne ein, zahlen aber in Europa kaum Steuern. Nun hat die EU-Kommission zwei Vorschläge auf den Tisch gelegt, die für mehr Gerechtigkeit sorgen sollen. Der Industrie gefällt das gar nicht. Wir haben uns ihre Argumente gegen die Digitalsteuer angesehen.

    21. März 2018 8
  • : Google baut eine Paywall für Medien auf der ganzen Welt
    Handverlesene Partner dürfen die Bezahlschranke von Google als erste nutzen
    Google baut eine Paywall für Medien auf der ganzen Welt

    Google wird künftig zum Abo-Shop für Zeitungen. Der Internetkonzern kündigte gestern an, Verlegern eine eigene Paywall-Lösung zur Verfügung zu stellen und eingeloggten Google-Kunden die bezahlten Nachrichteninhalte in der Websuche vorrangig anzuzeigen. Die bisherigen Maßnahmen des kalifornischen Unternehmens zur Förderung des Journalismus, die Digital News Initiative, wird im selben Atemzug in „Google News Initiative“ (GNI) umbenannt.

    Der neue Bezahldienst von Google startet mit ausgewählten Nachrichtenseiten, darunter der New York Times, der Financial Times und La Repubblica in Italien. Deutsche Zeitungen sind keine darunter. Google wird damit noch unmittelbarer Teil des Ökosystems des Nachrichtengeschäftes, wie der Konzern ankündigt:

    Als Teil der Google News Initiative, unseren firmenweiten Bemühungen zur Unterstützung des Journalismus im digitalen Zeitalter, starten wir heute einen wichtigen Schritt, Nachrichten-Verlegern neue Einnahmequellen jenseits der Werbung zu erschließen. Wir planen, „Subscribe with Google“ wachsen und sich entwickeln zu lassen. Wir helfen Verlegern dabei, mögliche Abonnenten zu identifizieren, ihre Abozahlen zu steigern und finanzielle Nachhaltigkeit zu erreichen.

    Wieviel Google von den Verlegern für seine Hilfe verlangen wird, geht aus der Ankündigung nicht hervor. In den vergangenen Jahren führten viele Nachrichtenseiten Bezahlschranken für ihre Inhalte ein. Allerdings ist bisher für die meisten Zeitungen und Nachrichtenseiten die Haupteinnahmequelle weiterhin Werbung. Einen immer größeren Anteil der digitalen Werbeeinnahmen schlucken allerdings die Datenkonzerne Google und Facebook, nach Schätzungen der Industrie im Vorjahr rund 84 Prozent. Um Kritik der Verlage an der Zerstörung ihres Geschäftsmodells abzuwehren, finanzierte Google mit der Digital News Initiative allein in Europa in den vergangenen zwei Jahren Innovationsprojekte im Journalismus mit rund 100 Millionen Euro. Indessen bauten die beiden Konzerne ihre Dominanz am Werbemarkt weiter aus.

    21. März 2018 4
  • FAQ: Was wir über den Skandal um Facebook und Cambridge Analytica wissen [UPDATE]
    Drei Hauptakteure des Datenskandals um Cambridge Analytica: Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Alexander Nix von Cambridge Analytica und der ehemalige Trump-Stratege Steve Bannon. Fotos: <a href="https://www.flickr.com/photos/quintanomedia/33740312690/">Anthony Quintano</a>, <a href="https://www.flickr.com/photos/websummit/38286772641/">Web Summit</a> & <a href="https://www.flickr.com/photos/80038275@N00/32735721940/">Michael Vadon</a>. Alles unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> veröffentlicht.
    FAQ Was wir über den Skandal um Facebook und Cambridge Analytica wissen [UPDATE]

    Donald Trumps Wahlkampf stützte sich unter anderem auf detaillierte Persönlichkeitsprofile von mehr als 87 Millionen Facebook-Nutzern. Dank investigativer Recherchen kommt jetzt ans Licht, wie die verantwortliche Firma Cambridge Analytica an die Daten kam und wie sie arbeitete. Die wichtigsten Fragen und Erkenntnisse zum Skandal im Überblick.

    21. März 2018 27
  • : Sechs Monate und kein bisschen Bußgeld: NetzDG bleibt ohne Strafenkatalog
    Das NetzDG wird zur Hypothek für die neue Bundesjustizministerin Katarina Barley
    Sechs Monate und kein bisschen Bußgeld: NetzDG bleibt ohne Strafenkatalog

    Eigentlich wollte die Bundesregierung in Leitlinien festlegen, wieviel die Internetkonzerne bei Verstößen gegen das umstrittene Gesetz zahlen müssen. Eigentlich. Denn auch sechs Monate nach Inkrafttreten gibt es noch keine Regelung. Vertrauliche Emails zeigen die erfolgreiche Lobbyschlacht von Google und Facebook gegen das NetzDG.

    16. März 2018 6
  • : Facebook behindert Forschung zu „Fake News“
    Die Forschung zu Fake News in sozialen Netzwerken basiert hauptsächlich auf Daten von Twitter, da Facebook seine Daten nicht teilt.
    Facebook behindert Forschung zu „Fake News“

    Der Debatte über den Einfluss von Desinformation im Netz auf Wahlen mangelt es an belastbaren Zahlen. Zu einem guten Teil ist dafür Facebook verantwortlich, denn das größte soziale Netzwerk weigert sich beharrlich, anonymisierte Daten für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung zu stellen, berichtet Politico.

    Der Einfluss von auf Facebook zirkulierenden Falschmeldungen auf das Stimmverhalten von Wählerinnen, wie zuletzt am Wahlsonntag in Italien, wird vielfach diskutiert, allerdings gibt es bisher kaum überprüfbare Daten über das Ausmaß der verbreiteten Falschmeldungen. Facebook gewährt externen Wissenschaftlerinnen keinen Einblick in anonymisierte Daten und begründet das mit dem Schutz der Nutzerdaten. Zahlen über die Verbreitung von Falschmeldungen beziehen sich daher oft auf Twitter, obwohl Facebook das weit mehr genutzte und deshalb relevantere soziale Netzwerk ist.

    Schnittstellen für die Bereitstellung von anonymisierten Daten existieren bereits für „öffentliche“ Facebook-Seiten. Technische Hürden müsste Facebook also kaum überwinden, sondern mehr politische und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

    Politico schreibt (unsere Übersetzung):

    „Ohne Zugang zu Facebooks privaten Datensätzen sind Fake-News-WissenschaftlerInnen auf Datensätze von anderen sozialen Netzwerken angewiesen, um stellvertretend anhand dieser Daten ein Verständnis von der Verbreitung von Desinformationen auf Facebook zu bekommen. Viele (…) beruhen auf Twitter, hauptsächlich, weil die Beiträge auf dieser Plattform fast immer öffentlich sind.“

    „[Facebook] gewährt keinen Zugang zu anonymisierten Daten für individuelle „private“ Facebook-Seiten (solche, die Du und ich nutzen, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben), welche – und das ist wichtig – den Löwenanteil der Online-Aktivitäten repräsentieren, also der Ort, wo die meisten Desinformationen erstellt und geteilt werden. (…) Ein Anfang für Facebook wäre, verifizierten WissenschaftlerInnen im Interesse der Allgemeinheit Zugang zu ihren Daten zu gewähren“

    12. März 2018 6
  • : EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot
    Falschnachrichten wie jene von der angeblichen Unterstützung des Papstes für Donald Trump im US-Wahlkampf 2016 verbreiten sich weiterhin munter auf Youtube. Dabei helfen ihnen auch die Empfehlungsalgorithmen der Plattform.
    EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot

    Die EU-Kommission bestellte bei einer hochrangigen Gruppe von Wissenschaftlern und Branchenvertretern einen Bericht zu Fake News. Die Experten schafften erstmal gleich den Begriff ab und wollen nur noch von Desinformation sprechen. Ihr Bericht bleibt in seinen Empfehlungen vage. Immerhin: Die Experten fordern die Social-Media-Plattformen zu mehr Transparenz bei ihren Algorithmen auf.

    12. März 2018 6
  • : Nach zehn Wochen: Regierungspolitiker denken laut über NetzDG-Reform nach
    Kritiker beklagen eine Löschorgie legaler Inhalte durch das NetzDG. (Symbolbild)
    Nach zehn Wochen: Regierungspolitiker denken laut über NetzDG-Reform nach

    Die Kritik gegen überzogenes Löschen von Beiträgen in sozialen Medien kommt langsam bei Union und SPD an. An der Problematik von privaten Unternehmen als Foren öffentlicher Meinung ändern jetzt gemachte Vorschläge allerdings wenig.

    9. März 2018 5
  • : Parlamentsgutachten rügt Polizei für Blockieren von Nutzern auf Twitter
    In sozialen Medien gibt sich die Polizei gerne kuschlig. Wer dort aber vorlaut wird, wird von der Polizei oft geblockt.
    Parlamentsgutachten rügt Polizei für Blockieren von Nutzern auf Twitter

    Die Hausjuristen des Deutschen Bundestages zerpflücken in einer schriftlichen Stellungnahme die Argumente der Polizei für ihr Vorgehen in den sozialen Medien. Nun könnten bald die Gerichte klären, was die Polizei online darf und was nicht.

    9. März 2018 8
  • : Netflix wird zum Politikmedium: Barack Obama bekommt eigene Show
    Mit Plänen für eine eigene Sendung macht Ex-Präsident Obama sein Image zur Ware. Im Bild: Puppen von Prominenten. Von links nach rechts: Ein Ninja-Turtle, Jesus, Obama und sein Nachfolger Donald Trump
    Netflix wird zum Politikmedium: Barack Obama bekommt eigene Show

    Der Videostreamingdienst Netflix plant, mit selbstproduzierten Inhalten in das politische Tagesgeschäft einzugreifen. Laut einem Bericht der New York Times befindet sich Netflix in „fortgeschrittenen Gesprächen“ mit Barack Obama über eine eigene Sendung mit dem früheren US-Präsidenten. Mit der Obama-Show und angekündigten Talk-Formaten versucht Netflix, das mit dem Polit-Thriller „House of Cards“ seinen ersten großen Hit landete, zunehmend selbst die politische Agenda zu setzen.

    Die New York Times berichtet:

    Unter den Bedingungen des vorgeschlagenen Deals, der noch nicht abgeschlossen ist, bezahlt Netflix Obama und seine Frau Michelle für exklusive Inhalte für den Streamingdienst, der weltweit 118 Millionen Abonnenten hat. Die Zahl der Folgen und das Format für die Sendung sind noch nicht entschieden. […] Eine Idee für die Sendung ist, dass Obama Unterhaltungen über die Themen moderiert, die seine Präsidentschaft dominierten – Gesundheitsversorgung, Wahlrecht, Einwanderung, Außenpolitik und Klimawandel. Alles Themen, die die amerikanische Wählerschaft auch in der Amtszeit von Präsident Trump polarisieren.

    Der Streamingdienst bietet Obama damit künftig ein Podium, um wieder in der US-Politik mitzumischen. Dabei könnten Technologie-Themen eine prominente Rolle spielen: Zuletzt hatte sich der frühere US-Präsident in einer nicht zur Veröffentlichung bestimmten Rede an der US-Universität MIT zum Plattform-Kapitalismus geäußert. Firmen wie Google und Facebook, aber auch Twitter, müssten als Teil ihres Geschäftsmodells anerkennen, dass sie kommerzielle Unternehmen seien, aber zugleich ein öffentliches Gut anböten. „Sie sind nicht nur unsichtbare Plattformen, sie formen unsere Kultur in machtvoller Weise.“ Die Worten kamen überraschend für einen Politiker, der in seiner Amtszeit eng mit den Technologiefirmen des Silicon Valley verbunden war.

    9. März 2018 5
  • : Kurz erklärt: Wie Facebook dich ausspioniert, auch ohne dein Mikro abzuhören
    Nein, um sie für Werbezwecke auszuspionieren, muss Facebook nicht die Smartphone-Mikros seiner Nutzerinnen und Nutzer anzapfen, zeigt das Wall Street Journal.
    Kurz erklärt: Wie Facebook dich ausspioniert, auch ohne dein Mikro abzuhören

    In einem dreiminütigen Video räumt das Wall Street Journal mit dem Mythos auf, Facebook zapfe die Smartphone-Mikros seiner Nutzerinnen und Nutzer an, um Werbung zu personalisieren. Das hat der Datenkonzern allerdings gar nicht nötig, da er auch auf anderen Wegen in Erfahrungen bringt, wie wir ticken.

    8. März 2018 14