e-Democracy
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: Vorsicht, Freund hört mit!
: Vorsicht, Freund hört mit! Die FAZ hat einen Artikel des Internet-Forschers Evgeny Morozov übersetzt: Vorsicht, Freund hört mit!
Sollten wir also die Finanzierung von Projekten der Demokratieförderung mittels Internet einstellen? Natürlich nicht. Selbst für einen Skeptiker wie mich sind die Vorteile unübersehbar. Nur sollten die Bemühungen um digitale Demokratie verbessert werden. Eine Möglichkeit bestünde darin, den Plattformen des digitalen Aktivismus – Twitter, Facebook und so weiter – ihre neuen globalen Verpflichtungen bewusstzumachen, zu denen die Notwendigkeit zählt, die ihnen von Regimegegnern anvertrauten Daten zu schützen. Andernfalls werden Cyberangriffe auf NGOs zunehmen. Wir im Westen sollten darauf vorbereitet sein, uns in solchen Fällen einzuschalten und die kritischen Stimmen zu unterstützen, indem wir ihnen unentgeltlich helfen, so schnell und sicher wie möglich wieder online zu sein.
Evgeny Morozov wird auch eine der Keynotes auf der re:publica 2010 halten. Das Thema lautet dafür: „A Twitter Revolution without revoluationaries? What we know and what we don’t know about the impact of the Internet on authoritarian states.“
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: Feedbackanfrage: Thesen zum Onlinewahlkampf
: Feedbackanfrage: Thesen zum Onlinewahlkampf Mathias Richel (Ja, vom GK Netzpolitik der SPD) hat mich um Hilfe gebeten. Es geht um das Panel “Fazit zum Onlinewahlkampf der Bundestagswahl 2009“ nächstes Wochenende auf dem Politcamp Berlin.
Mathias hat für die Diskussion im Vorfeld sechs „steile Thesen“ ausgearbeitet, bräuchte für die aber noch ein wenig Feedback. Ich würde gerne helfen, im Moment ist es aber ganz schlecht. Termine und so. Sei’s drum, vielleicht hat ja jemand von euch/Ihnen Zeit und Lust. Bitte hier entlang: „Sechs steile Thesen zum Onlinewahlkampf 2009 und im allgemeinen“
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: Tim Berners-Lee: The year open data went worldwide
: Tim Berners-Lee: The year open data went worldwide Sechs Minuten langer Vortrag von Tim Berners-Lee über OpenData auf der letzten TED-Konferenz: The year open data went worldwide.
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: Transparenz in der Parteienfinanzierung
: Transparenz in der Parteienfinanzierung Lobbycontrol, Mehr Demokratie, Transparency International und Campact haben zusammen die Aktion „Transparenz in der Parteienfinanzierung“ gestartet. Bei Campact ann man die Aktion durch Mail an die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag unterstützen. Das Ziel ist, „den Einfluss großer Spenden begrenzen, Geldflüsse an Parteien transparenter machen und eine unabhängige Kontrolle der Parteifinanzen durchsetzen.“
Bei Lobbycontrol finden sich Hintergrundinformationen zur Aktion.
Wir fordern: Der Zugang zu Politikern, insbesondere offiziellen Amtsträgern, darf nicht käuflich sein. Parteitage sollten sich auf ihr Kerngeschäft zurück ziehen: Debatte, Meinungsbildung, Abstimmungen, Personalentscheidungen.
Der aufgeblähte Lobby-Zirkus samt Gratis-Gaben, der Parteitage derzeit umgibt, ist geeignet, die Demokratie ins Lächerliche zu ziehen. Wenn dieser Trend anhält, darf sich niemand wundern über sinkende Mitgliederzahlen der Parteien, sinkende Wahlbeteiligung und allgemein sinkende Akzeptanz von Politik.
Wir brauchen eine Reform der Parteifinanzierung. Neben klaren Regeln und Grenzen für das Sponsoring fordern wir eine Obergrenze für Parteispenden, um den Einfluss einzelner Spender eine Grenze zu setzen. Außerdem muss die Parteifinanzierung unabhängig kontrolliert werden, nicht nur vom Bundestagspräsidenten. Nicht zuletzt müssen die Transparenz-Regeln für Parteispenden weiter verbessert werden:
* Spenden ab 10.000 Euro müssen sofort offen gelegt werden (bisher erst ab 50.000 Euro).
* Spenden ab 2.000 Euro müssen in dem detaillierten Rechenschaftsberichen der Parteien aufgelistet sein (bisher erst ab 10.000 Euro).
* Die Spendendaten müssen für alle Bürger leicht zugänglich online präsentiert werden, am besten in einer durchsuchbaren Datenbank (momentan nur als einzelne pdf-Dateien). -
: Frankfurt gestalten – offene Daten für eine partizipative Lokalpolitik
: Frankfurt gestalten – offene Daten für eine partizipative Lokalpolitik Was entscheiden Politiker in meiner Nachbarschaft? Was passiert in meiner Straße? Frankfurt-gestalten.de – ein neues online-Projekt soll den Bürgerinnen und Bürgern Frankfurts das Mitmachen in der Lokalpolitik Frankfurts erleichtern und die Potenziale für offene Daten aufzeigen.
Die Webseite bietet aktuelle Vorlagen der Ortsbeiräte per E‑Mail – als Abonnement für die einzelne Straße oder ein Stadtviertel. „Verpass keine Entscheidung in deiner Nachbarschaft.“ Jede Vorlage, wie zum Beispiel die Anfrage zur geplanten Entfernung der Radaranlage Offenbacher Landstraße, kann direkt online kommentiert und diskutiert werden.
Bei Frankfurt-gestalten.de geht es auch um eine Aufwertung der ehrenamtlichen Arbeit der Ortsbeiräte und um den Versuch, die vorhandene Diskussionskultur im Netz weiter zu führen. Denn gerade für die Nachbarschaft bietet das Internet neue Möglichkeiten der Vernetzung und für den Austausch von Ideen. Wer also immer schon mal einen Zebrastreifen haben wollte, oder ein Spielplatz, findet hier vielleicht zwei Häuser weiter Nachbarn mit ähnlichen Ideen.
Frankfurt-gestalten.de bereitet die Informationen der Parlis-Datenbank der Stadt Frankfurt seit dem Jahr 2006 neu auf. Die Daten werden mit Schlagworten versehen, georeferenziert und anschaulich in einer Karte im Überblick gezeigt. Das Projekt ist inspiriert von der Organisation Mysociety in Großbritannien, die Projekte wie Theyworkforyou.com oder Fixmystreet initiiert hat.
Obwohl das Internet neue Wege der Nutzung und Transparenz von Daten öffentlicher Institutionen erlaubt, verlaufen in Deutschland viele E‑Government Initiativen schleppend. Bisher ist noch zu wenig geschehen, um öffentliche Informationen für den Bürger besser anzubieten. Die Projekte Data.gov in den USA und Data.gov.uk in Großbritannien sind dagegen wegweisend zum Thema Open Government. Die Stadt London bietet ebenfalls seit neuestem ein Teil ihrer Daten in offenen Formaten zur Weiterverwendung an.
Die Macher von Frankfurt-gestalten.de hoffen durch diese Initiative, dass die Stadt Frankfurt weitere öffentliche Daten in offenen Formaten zur Verfügung stellt, um lokalpolitische Geschehnisse differenziert darzustellen und weitere Anwendungen zu entwickeln. Die Initiative zeigt, dass mit bescheidenen Mitteln ein praktischer Service für Bürgerinnen und Bürger Frankfurts angeboten werden kann. Diese Projekt wurde umgesetzt durch die beiden Open Source Projekte: OpenStreetMap und Drupal.
Das Projekt ist offen für die weitere Entwicklung und die Initiatoren freuen sich über Unterstützung und weitere Ideen.
Christian Kreutz, der Autor dieses Artikels ist Initiator des Projektes „Frankfurt gestalten“ und Mitglied des Open Data Netzwerks, wo er diesen Artikel zuerst veröffentlicht hat: Frankfurt gestalten – offene Daten für eine partizipative Lokalpolitik
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: Audio-Interview über elektronischen zivilen Ungehorsam und Migration
: Audio-Interview über elektronischen zivilen Ungehorsam und Migration Auf dem Hamburger freien Radio Freies Sender Kombinat lief am Wochenende ein interessantes und ausführliches Interview mit Ricardo Dominguez zu Electronic Civil Disobedience, Border Disturbance Technologies und Migration:
Ricardo Dominguez, Mitglied des Electronic Disturbance Theatres und Critical Art Ensembles, unterricht seit einigen Jahren an der University of California San Diego. Er hat die Theorie und Praxis der Electronic Civil Disobedience ausgearbeitet.
Seit 2007 arbeitet er mit anderen am Transborder Immigrant Tool (TIT), das die Passage durch die Borderlands von Mexico nach USA für MigrantInnen sicherer machen soll. Bei dieser Passage sterben seit einigen Jahren jährlich ungefähr 2000 Menschen. Bei dem TIT handelt es sich um ein eher billiges Mobiltelefon mit GPS-Funktionalität, das Kartenmaterial, auf dem z.B. Wasserreserven eingezeichnet sind, den Leuten bereitstellt, die sich auf den Weg nach Norden machen.
Im Interview geht es um die Geschichte der Electronic Civil Disobedience und ihre aktuelle Entwicklung. In einem größeren Bogen reflektiert Ricardo den Stand mobiler Medientechnologien und auf welche Art sie „artivistisch“ anwendbar sind, redet über Überwachung und Web 2.0, das Ausloten, was Cyberterrorismus ist, über Aktivismus, Hacktivismus, Denial of Service Attacken auf Regierungsrechner, Borderlands, Zapatistas, Migration, affektive Medien, Transparenz und Translucency, Simulation von Überwachung, Artivismus, Science of the Oppressed, Land-Art und sogar Nanotechnologiekritik.
Das Interview von vier Studen Länge (mit Musik) gibt’s als Ogg Vorbis auf archive.org zum Download. Annalist hat weitere Informationen und Links gesammelt.
Als Einstieg in die angesprochene interessante Geschichte des Hacktivismus empfiehlt sich die arte Dokumentation Hacktivisten – Rebellen im Internet von 2002, die gibt’s z.B. auf Google Video.
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: Interfraktioneller Antrag zur Enquete-Kommission
: Interfraktioneller Antrag zur Enquete-Kommission Die Verhandlungen rund um die Einrichtung einer Enquete-Kommisison zu „Netzpolitik und digitale Gesellschaft“ im Bundestag sind fortgeschritten und es gibt jetzt einen interfraktionellen Antrag (PDF), der uns zugeschickt wurde. Dieser wird unterstützt von CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne, muss aber wohl noch durch die einzelnen Fraktionsgremien, wo er dann kommende Woche abgestimmt wird.
Eine größere Veränderung gegenüber den vorherigen Entwürfen hat es gegeben: Die Größe der Kommission wurde verändert. Ursprünglich waren 13 Abgeordnete und eben so viele Sachverständige vorgesehen. Nun umfasst die Enquete-Kommission 17 Abgeordnete und die gleiche Anzahl an Sachverständigen. CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne haben jeweils nach dem Schlüsselsystem einen Platz mehr erhalten. Macht insgesamt 34 Personen, die sich bis zur Sommerpause 2012 voraussichtlich 20 Mal zu Enquete-Sitzungen treffen sollen, um dann einen Abschlussbericht vorzulegen. Ein Zwischenbericht soll schon Ostern 2011 erscheinen.
Die Sitzverteilung im Überblick: CDU/CSU erhalten 6 Sitze, SPD erhält 4 Sitze, FDP erhält 3 Sitze, Linke und Grüne erhalten jeweils 2 Sitze.
Im Bundestag wurde auch eine Arbeitsgruppe mit der Bundestagsverwaltung und Abgesandten der einzelnen Fraktionen (vor allem deren Internetredaktionen) eingerichtet, die sich Gedanken macht, wie man die Enquete-Kommission offen im Netz begleiten kann. Hier gab es bisher ein Arbeitstreffen, aber noch keine offenen Ergebnisse. Hier böte sich schon im Vorfeld der Einrichtung die Möglichkeit, diesen Prozess offen und transparent zu begleiten und Expertise von außen einzuholen.
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: European Citizens’ Initiative: Hohe Hürden gegen Bürgerbeteiligung in der EU
: European Citizens’ Initiative: Hohe Hürden gegen Bürgerbeteiligung in der EU Die Europäische Bürgerinitiative (European Citizens’ Initiative – ECI) soll EU-Bürgern künftig die Möglichkeit geben, die Politik der EU mit Unterschriftensammlungen direkt zu beeinflussen. Allerdings sieht es im Moment so aus, als ob der viel gepriesene demokratische Meilenstein der EU eher ein nutzloses Kieselsteinchen wird. EU-Kommission und Mitgliedsstaaten sind dabei, die Anforderungen so hoch zu schrauben, dass es wahrscheinlich nur wenige Bürgerinitiativen schaffen werden, die hohen Hürden zu nehmen. Das gilt auch für die Online-Sammlung von Unterschriften. Nach den in der EU derzeit diskutierten Kriterien wäre die in Deutschland so erfolgreiche Online-Petition gegen Netzsperren gescheitert.
Bei einer Anhörung der EU-Kommission zur ECI am Montag in Brüssel waren sich zwar alle darin einig, dass es für Bürgerinitiativen die Möglichkeit zur elektronischen Sammlung von Unterschriften geben soll. Gleichzeitig war aber viel von „Missbrauchsgefahr“ die Rede. Einige Regierungen und selbst Vertreter der Zivilgesellschaft fordern sogar die verpflichtende Benutzung elektronischer Ausweise. Die österreichische Regierung beispielsweise pocht in ihrer Stellungnahmen zur ECI auf „geeignete Sicherheitsvorkehrungen“, um Missbrauch oder Mehrfachunterschriften zu verhindern. Sie propagiert die „Smart Card“, eine Art elektronischer Pass für Online-Abstimmungen, den es in ähnlicher Form auch in Estland gibt und der dort bereits für Online-Wahlen benutzt wird.
Dabei ist die Europäische Bürgerinitiative weder eine Wahl noch eine verbindliche Volksabstimmung, sondern nur ein Aufforderungsrecht. Mit der ECI können Bürger und Bürgerinnen die Kommission künftig auffordern, politisch aktiv zu werden und einen Vorschlag für eine neue Richtlinie, also ein EU-Gesetz, vorzulegen (mehr zur aktuellen Debatte um die ECI habe ich hier auf Englisch zusammengefasst). Die Bürger können aber nicht selbst über die Richtlinie entscheiden, das bleibt vielmehr dem Ministerrat und dem Europäischen Parlament überlassen. Mehr noch, die Kommission ist nicht einmal dazu verpflichtet, der Aufforderung einer Initiative zu folgen, sondern kann sie auch aus rechtlichen oder politischen Gründen zurückweisen. Die ECI ist also kaum mehr als eine Art Petitionsrecht – und trotzdem werden die Anforderungen so hoch geschraubt wie bei einem verbindlichen Referendum oder einer Online-Wahl.
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: Die Geschichte der Globalisierungskritik und ihrer Protestformen
: Die Geschichte der Globalisierungskritik und ihrer Protestformen Der Bayern2-Zündfunk berichtete vorgestern über „Von Clownsarmeen und rosa Hasen: Die Geschichte der Globalisierungskritik und ihrer Protestformen“.
Sambagruppen, Straßentheater-Aktivisten, in pink und silber gekleidete Feen und Cheerleader und Clownsarmeen: Die Proteste der Globalisierungskritiker sehen oft eher nach Stadtfest aus als nach Demo. Lustig, spielerisch, kreativ will man gegen die Mächtigen der Welt protestieren. Aber auch Straßenschlachten und Auseinandersetzungen mit der Polizei prägen bis heute unser Bild von der globalisierungskritischen Bewegung. Anfang der 2000er Jahre erfreute sich vor allem Attac, das Netzwerk aus Organisationen und Einzelmitgliedern, wachsender Mitgliederzahlen. Doch der anfangs innovative Ansatz, eine Plattform für andere Organisationen zu sein, scheint bereits nach 10 Jahren überholt: Während sich attac im Moment schwer tut, von der aktuellen Wirtschaftskrise zu profitieren, sind kleine Organisationen sehr erfolgreich, die ihren Protest vor allem durch das Internet organisieren. Dort können Leute mit minimalem Zeiteinsatz und ohne sich mit einer großen Organsation herumschlagen zu müssen, punktuell aktiv werden. Während attac noch „Mitglieder“ hat, brauchen Initiativen wie campact.de nur noch Aktivisten.
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: 8 Open Government Data Prinzipien
: 8 Open Government Data Prinzipien Spätestens mit der Eröffnung des Datenkatalogs der britischen Regierung (data.gov.uk) ende Januar 2010 wird vielen klar: Deutschland ist beim Thema „open government data“, also beim öffentlich zugänglich machen von Daten aus Regierung und Verwaltung weit abgeschlagen – das muss sich ändern! Das Potential und der gesellschaftliche Nutzen von „offenen Regierungsdaten“ liegt auf der Hand:
- Die Regierung wird offener und transparenter.
- Die Verwaltungen werden bürgerorientiert, interaktiv und effizient.
- Zivilgesellschaft und Wirtschaft können durch Innovationen neuartige Anwendungen für diese Daten schaffen die einen konkreten Nutzen für den Alltag der Menschen bringen.
Doch auch wenn Sinn und Nutzen von offenen Regierungsdaten durch die Ergebnisse der verschiedenen „Opendata Wettbewerben“ (apps4democracy, apps4america, etc.) eindrucksvoll und nachvollziehbar sichtbar werden, wird wohl so etwas wie ein data.gov.de – also ein Datenkatalog für deutsche offenen Regierungsdaten nicht über Nacht entstehen. Was wir brauchen ist zum einen der politischer Wille und zum anderen gute Argumente und konkrete Beispiele.
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: Flüssige Demokratien auf der Transmediale
: Flüssige Demokratien auf der Transmediale „Politik und Zukunft, die beiden passen nicht wirklich zusammen“, führte Stephen Kovats in die Diskussion ein. Gerade um die Politik der Zukunft ging es aber auf dem Panel zu „Liquid Democracies“ am letzten Tag der Transmediale.
Auch der Künstler Steve Lambert glaubt nicht, dass wir uns für Visionen auf die Politik verlassen können. „Politiker arbeiten mit dem, was möglich ist“. Unsere Vorstellung von Zukunft komme daher aus anderen Bereichen – und am meisten aus der Werbung.
Lamberts Kunstaktionen beschäftigen sich häufig mit Medien-Hacking. So war er auch an der New York Times-Fälschung der Yes Men beteiligt. „Weil wir alle in gescheiterten Utopien leben, haben wir einen ständigen Bedarf nach neuen Utopien“, sagt der Künstler. Künstler könnten solche Utopien mit Hacks in die Medien und damit in den Diskurs bringen.
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: Neue Bundes-CIO: Cornelia Rogall-Grothe
: Neue Bundes-CIO: Cornelia Rogall-Grothe Inoffiziell war es schon eine Woche bekannt, offiziell wurde es heute: Wir haben eine Bundes-CIO. Nachdem der bisherige Staatsekretär im Innenministerium und gleichzeitiger Bundes-CIO Hans Bernhard Beus ins Finanzministerium gewechselt ist, wurde heute Cornelia Rogall-Grothe vom Bundeskabinett zur Innenstaatssekretärin und Bundes-CIO ernannt. Cornelia Rogall-Grothe war vorher Abteilungsleiterin für Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht sowie Völker- und Europarecht im Innenministerium und dort u.a. für Wahlcomputer und Datenschutz zuständig.
Eine Bundes-CIO koordiniert als Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik u.a. die eGovernment-Aktivitäten der Bundesregierung und kümmert sich zukünftig hoffentlich auch viel stärker um OpenGovernment-Fragen.
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: Open Data in Frankreich
: Open Data in Frankreich Im Blog der Open Knowledge Foundation gibt es einen Gastbeitrag von Regards Citoyens, der verschiedene Open Data Initiativen in Frankreich vorstellt: Open data in France: the state of play.
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: Berners-Lee on free data and the BBC’s Virtual Revolution
: Berners-Lee on free data and the BBC’s Virtual Revolution Der Tech Weekly Podcast vom britischen Guardian hat diese Woche zwei spannende Themen: Sir Tim Berners Lee on free data and the BBC’s Virtual Revolution.
Sir Tim Berners-Lee discusses the launch of the government’s new open data project, and Dan Gluckman explains why the BBC was so keen to open the development of a new series about the social history of the web.
Der Podcast ist 37 Minuten lang und findet sich hier als MP3.
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: Guardian eröffnet „zentralen Zugang zu den Verwaltungsdaten der Welt“
: Guardian eröffnet „zentralen Zugang zu den Verwaltungsdaten der Welt“ Zeitgleich mit dem Start von data.gov.uk und kurz bevor London mit einer ähnlichen Seite ans Netz gehen will, hat der britische Guardian eine „zentralen Zugang“ zu offenen Verwaltungsdaten aus der ganzen Welt geschaffen: „World Government Data“.
Bisher enthält die Seite Datensätze von „Data Stores“ aus den USA, Australien, Neuseeland und Großbritannien. Die Datensätze können durchsucht, bewertet und heruntergeladen werden, in Zukunft soll auch eine API integriert werden.
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: Britische Open-Data-Seite Data.gov.uk gestartet
: Britische Open-Data-Seite Data.gov.uk gestartet Am Mittwoch ist data.gov.uk gestartet worden, die Seite, auf der die britische Regierung beinahe 3000 Datensätze aus allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung publiziert. Daniel Dietrich vom OpenData Network hat sich die Seite ausführlich angesehen:
Die Daten stehen ab sofort in maschinenlesbaren Formaten und unter einer offenen Lizenz der Öffentlichkeit zur freien Verfügung. Damit ist die Seite der derzeit umfangreichste und ambitionierteste “Open Government Data” Katalog weltweit. Ein großer Tag für die Opendata Bewegung!
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: Berners-Lee: Manifest für OpenGoverment
: Berners-Lee: Manifest für OpenGoverment Tim Berners-Lee hat heute ein Manifest für OpenGovernment präsentiert: Our manifesto for government data
It’s re-use of data in new – and often unexpected – ways that creates both social value and opportunities for economic growth. It’s not our job to say where data might be useful; it’s our job to unleash it and allow businesses and independent developers to build innovative services which they can then deliver to users. That’s the story of technology through the years – and the way the World Wide Web itself has grown over the last twenty years.
Zeitgleich ist die britische OpenGovernment-Plattform data.gov.uk in einer Beta-Version online gegangen. Mal schauen, wie lange es dauert, bis wir in Deutschland eine vergleichbare Plattform bekommen.
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: eGovernment in Entwicklungsländern: Das Technology for Transparency Network
: eGovernment in Entwicklungsländern: Das Technology for Transparency Network Gestern ist das Technology for Transparency Network gestartet. Das Projekt des Global Voices Online-Arms Rising Voices will hochkarätige Fallstudien über eGovernment-Projekte aus Ländern abseits von Westeuropa und Nordamerika vorlegen.
Den Anfang machen drei Projekte aus der MENA-Region, Südamerika und Ostafrika. Mzalendo macht die Arbeit des kenianischen Parlaments transparenter, indem es Abstimmungsergebnisse und Aufzeichnungen veröffentlicht, Vota Inteligente publiziert Informationen über chilenische Amtsträger. Ishki sammelt und organisiert Beschwerden von Bürgern gegenüber den jordanischen Behörden.
In den nächsten drei Monaten sollen mindestens 32 solcher Profile veröffentlicht werden. Jedes soll ein Projekt beleuchten, das sich online um Transparenz, Verantwortlichkeit und bürgerschaftliches Engagement bemüht, heißt es in der Ankündigung:
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: Interview: Patrick Meier über die freie Crisis-Mapping-Software Ushahidi
: Interview: Patrick Meier über die freie Crisis-Mapping-Software Ushahidi Ushahidi ist eine freie Software mit einer beeindruckenden Geschichte: Innerhalb weniger Tage während der Unruhen nach den kenianischen Wahlen vor zwei Jahren als einmaliges Projekt auf die Beine gestellt, wird Ushahidi heute von dutzenden Organisationen weltweit genutzt, um Wahlbetrug, Umweltvergehen oder Menschenrechtsverstöße auf die Karte zu bringen. Nach dem Gewinn diverser Auszeichnungen arbeitet ein internationales Team an der Weiterentwicklung von Ushahidi. Die derzeitige Version 1.0 „Mogadishu“ kann kostenlos heruntergeladen werden.
Patrick Meier ist Mitglied des Vorstandes von Ushahidi und dort zuständig für Crisis Mapping und strategische Partnerschaften. Patrick ist Doktorand an der Fletcher School of Law & Diplomacy und arbeitet als Berater für diverse internationale Organisationen. Im vergangenen Jahr gründete er mit Kollegen das International Network of Crisis Mappers. Patrick bloggt auf iRevolution und Early Warning.
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: London startet eigene Seite für offene Daten
: London startet eigene Seite für offene Daten Hunderte Datensets im London DataStore sollen Bürger zur Erstellung von Mashups anregen. Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender Channel 4 hat zudem bis zu £200,000 ausgeschrieben, um die Entwicklung besonders innovativer Anwendungen der Daten zu fördern. Das berichtet der Guardian:
The datasets that will be available include attainment, pupil number and schools data; fire incidents, ambulance rates, crime rates; carbon emissions, floorspace, vacant commercial offices, industrial stock data, abandoned vehicles, recycling rates, waste data, waste re-use centres, fly tipping rates, alcohol indicators, abortion rates, hospital waiting lists and admissions, excess winter deaths – and many dozens more.
Die Seite wird heute vorgestellt, vollständig in Betrieb genommen werden soll sie am 29. Januar. Das Prinzip folgt den „Datastores“, wie sie schon einige amerikanische eingeführt haben, etwa San Francisco und Chicago. Ebenfalls diesen Monat soll auch die unter Leitung von Tim Berners-Lee für die britische Regierung entwickelte Seite data.gov.uk vorgestellt werden, die sich ebenfalls an einem amerikanischen Beispiel orientiert, Data.gov.